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volker  schreibendes Mitglied
     

Status: Offline Registriert seit: 11.08.2006 Beiträge: 17 Nachricht senden | Erstellt am 01.09.2006 - 23:08 |  |
Hallo, nach ein, zwei kurzen Steh und Laufversuchen im Hof mit den Skikes hatte der Wettergott diese Woche nach Feierabend doch noch an zwei Tagen ein Einsehen und ich konnte sie endlich probieren.
Schon beim Auspacken machte das Ganze einen sehr stabilen Eindruck, wobei mich das Gewicht doch eher positiv überrascht hat. Die Teile sind leichter als Sie aussehen.
Für den ersten Versuch hatte ich mir einen flachen abgelegenen Fahrradweg ausgesucht.
Ich muß voraus schicken, daß ich schlecht Inliner fahren, sehr gut kann .
Doch bei den Skikes hatte ich von Anfang an ein sichereres Gefühl als jemals mit Inlinern. mit und ohne Stöcke. Die ersten Schritte und Bremsversuche haben ganz gut geklappt und in einer Stunde ausprobieren habe ich nur einmal eingefädelt und hatte Bodenkontakt. Was mir auch noch gefiel, war, daß es erfrischend anstrengend war. 30min so wie normalerweise ein Waldlauf von 1h. Jedenfalls kam's mir so vor.
Der zweite Versuch fand auf einem recht abschüssigen Planweg (geteert)statt, um ein Gefühl für die Bremsen zu bekommen. Ich sag nur fantastisch! beim zweiten oder dritten Versuch hab ich die Räder so blockiert, daß sie schwarze Striche auf den Weg gemalt haben und ich mich vor lauter Schreck auf den Hosenboden gesetzt habe. Die nächsten Versuche hab ich langsamer angehen lassen, dann gings auch ohne hinsetzen.
Nun zu meinen (kleinen) Problemen: Ich hatte den Geradeauslauf zwar wie beschrieben kontrolliert, habe aber trotzdem einen deutlichen Rechtsdrall. Werde das nochmal einstellen und wieder berichten.
Weiter hatte ich zum zweiten Versuch festgestellt, daß sich die Gelenkschrauben am rechten skike deutlich gelockert hatten, den korrekten Sitz hatte ich nach dem Auspacken kontrolliert. Am linken skike waren sie in Ordnung. Vielleicht hat ja jemand was ähnliches beobachtet? Auch hier werde ich weiter beobachten.
Mit den Ausfahrten auf unbefestigte Wege warte ich noch ein paar Übungsstunden ab. So recht kann ichs mir noch net vorstellen. Werde aber auf jeden Fall probieren und wieder berichten.
Auch schnelle Kurven kann ich mir noch nicht vorstellen, die Technik wie bei Inlinern mit Körperdrehung wird aufgrund des langen Radstandes nur sehr schwer gehen, ein übersteigen ist ebenfalls durch den Radstand und zusätzlich durch die Bremsen nicht möglich. Bleibt eigentlich nur die 'Trippeltechnik' wie beim Langlauf eben üblich. Oder gibts da ein Geheimnis?
Mein Fazit bisher:
sehr positiv, stabile Konstruktion, klasse Bremsen, gutes Stand- und Laufgefühl.
Ich freu mich schon aufs nächste Mal.
Gruß
Volker
Signatur ...und sogar der Grossknecht bemerkte: 'Hollaröhdulliöh' |
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Harzmaus  erfahrenes Mitglied
           

Status: Offline Registriert seit: 13.06.2005 Beiträge: 80 Nachricht senden | Erstellt am 03.09.2006 - 10:56 |  |
Hallo Volker!
Volker schrieb
Auch schnelle Kurven kann ich mir noch nicht vorstellen, die Technik wie bei Inlinern mit Körperdrehung wird aufgrund des langen Radstandes nur sehr schwer gehen, ein übersteigen ist ebenfalls durch den Radstand und zusätzlich durch die Bremsen nicht möglich. Bleibt eigentlich nur die 'Trippeltechnik' wie beim Langlauf eben üblich. Oder gibts da ein Geheimnis? |
Da bin ich mal auf die Antworten der Profis gespannt! An diesem Problem arbeite ich eigentlich auch von Anfang an... bei stärkerem Gefälle um die Kurve zu kommen ist glaube ich im Moment noch das Uneleganteste, was ich zu bieten habe! 
Help?
Harzmaus
Signatur ...und immer vom Körper wech... |
XO  erfahrenes Mitglied
           

Status: Offline Registriert seit: 16.07.2006 Beiträge: 146 Nachricht senden | Erstellt am 03.09.2006 - 13:18 |  |
@Harzmaus & Volker
No Help! Ich gehöre zwar hier noch lang nicht zu den „Profis“, aber Volker’s Erläuterungen ist da wohl nichts mehr hinzuzufügen: es geht nur so! Allenfalls wäre da noch der schneidige, beidfüssige Absprung mit Neuausrichtung und Einleitung der notwendigen Schräglage in der Luft. Das ist zwar heavy, aber nicht ganz so krass wie die allerletzte Alternative zum Tapsen: der „Wheely“ auf den Hinterrädern (Hallo Biker! ), der erlaubt engste Radien – aber den sollte man vielleicht eher mit dem Einrad vorher geübt haben . Nee – jetz mal ernst: kommt ja nicht auf die Idee, mich ernst zu nehmen! Das Trippeln ist und bleibt nach meiner Überzeugung die einzig sichere Methode, eine Kurve in schnellerer Fahrt zu nehmen. Das Einzige, was die „Tapsigkeit“ rausnehmen könnte, ist, aus dem Getripple noch einseitig abdrückende Scherschritte zu machen – was natürlich zusätzlich beschleunigt... auch nicht immer empfehlenswert! Recht viel mehr Geheimnisse wird es da nicht geben, oder?
Hubert,
der Trippler
[Dieser Beitrag wurde am 03.09.2006 - 13:42 von XO aktualisiert]
Signatur Bladen ist Silber - Skiken ist Gold... oder: was ich nicht mehr skaten kann, das skike ich! |
Frank  erfahrenes Mitglied
           

Status: Offline Registriert seit: 26.11.2005 Beiträge: 161 Nachricht senden | Erstellt am 06.09.2006 - 23:17 |  |
Hallo ihr Kurvenfahrer,
alles richtig was ihr sagt, die Skikes fahren gerdeaus wie 3 Meter lange Skier. Auf Asphalt muss man zwangsläufig umsetzen, je weniger griffig der Boden, desto mehr ist Skitechnik möglich, allerdings nicht so elegant. Ein paar Millimeter Sandauflage auf festem Erdboden sind interessant zum Ausprobieren einer Art von sechseckigem Einkehrschwung. Alles schon ausprobiert mit einigen lustigen Schrecksekunden. ABER: nicht runtergefallen! Wird wohl noch kommen.
Für den Fall, dass der Boden die Skikereifen eisern festhält, also auf Aspahlt: man muss nicht wirklich von einem Skike auf den anderen "umsteigen" (sprich: für Sekundenbruchteile 2-rädrig fahren), sondern es genügt das Vorderrad anzuheben, quasi die "Skispitze". Das sieht zumindest eleganter aus und ist, durch Bodenkontakt mit drei Rädern, weniger wacklig. Auch sicherer? Ich vermute, ja.
Wer genug Geld in neue Schläuche investieren möchte, kann mit 2,5 bar in den Pneus und starkem Beindruck tatsächlich lenken. Das fiel mir auf, als ich einmal aus Versehen mit fast platten Reifen starten wollte. Ist aber wirklich keine gute Empfehlung, die Schläuche qualmen euch weg und eure Knie sicher auch bald. Die innere Reibung an jenen Stellen ist gigantisch.
Ich freue mich auf eure weiteren Erfahrungen beim Kurvenfahren!
Frank
Signatur www.cross-skating.com - Cross-Skating Community |
mrskike  Administrator
       

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2005 Beiträge: 525 Nachricht senden | Erstellt am 07.09.2006 - 09:48 |  |
Hallo!
Nach doch schon einigen Jahren skiken habe ich mir eine Lenktechnik angeeignet, mit der ich Serpentinen, wie auf der Großglockner Hochalpenstraße, in einem Zug durchziehen kann. Funktionieren tut das auf eine relativ simple Art und Weise: Zum Beispiel in einer Linkskurve schiebe ich das rechte Skike etwas nach vorne, und das linke automatisch nach hinten. So können mit entsprechend erzeugtem Gegendruck zueinander die Vorderräder entlastet werden. Automatisch kommt mehr Druck auf die Hinterräder. In dieser Position kann man mit den Kurven spielen. Das Tempo muss natürlich auch stimmen.
Es sind bereits Ausbildungstermine geplant, wo auch Kurvenfahren eines von vielen Themen sein wird. Diesbezüglich versenden wir demnächst einen Newsletter.
Signatur ...es grüßt Mr. Skike nach dem Motto: "Ob skiken, nordicboarden oder musizieren, das Leben ist bunt"

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XO  erfahrenes Mitglied
           

Status: Offline Registriert seit: 16.07.2006 Beiträge: 146 Nachricht senden | Erstellt am 08.09.2006 - 08:21 |  |
Hihi, das kommt also dem "Wheely" doch schon sehr nahe! Nur daß eben die Vorderräder entweder nicht gleichzeitig (àla Frank) oder nicht vollständig (àla mrskike) entlastet werden. Bin übrigens seitdem auch auf die Technik wie von Frank beschrieben gekommen und muß sagen: die klappt sehr gut bei Tempo. Aber der Grad der Anspannung (muskulär wie sensitiv) ist dabei unvergleichbar höher als beim Bladen! Das wird sich wohl mit fortschreitender Sicherheit hoffentlich noch legen.
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mrskike  Administrator
       

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2005 Beiträge: 525 Nachricht senden | Erstellt am 08.09.2006 - 15:31 |  |
Hallo XO,
Du hast recht, das geht in Richtung Wheely. Am Besten kann kann man diese Technik am Stand üben. Bei Fahrt sollte man jedoch die Bodenhaftung mit den Vorderrädern nicht verlieren. Weiters ist zu bedenken, dass das unkontrollierte Wegrutschen des Vorderrades keinem sicheren Stil dienlich ist. Daher eher den entsprechenden Überdruck am Hinterrad vorziehen - funktioniert wunderbar.
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