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brandfloh  chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 11.11.2007 - 16:22 | |
Erinnerung
Am nächtlichen Himmel erstrahlte der Mond mit seinem sanften Schein und hüllte die verlassene Gegend in ein weißes Licht. Tagsüber kamen noch vereinzelnd Leute zu dem kleinen Bahnhof, doch nachts, wenn keine Züge mehr fuhren, war es leer und leise, nur der Wind, welcher ab und zu durch die Bäume wehte, erzeugte einen angenehmen und beruhigenden Ton. Und hauchte somit etwas Leben in die alten Steine des kleinen Bahnhofsgebäudes.
Ich wanderte gedankenverloren über den Bahnsteig und ließ meinen Blick über die Vielzahl der Sterne wandern. Schon lange achtete ich nicht mehr darauf wo ich hin ging, denn weder Wände noch andere Gegenstände vermochten mich aufzuhalten. Meine durchscheinende Gestalt wirkte eher wie ein Schatten. Als ich bei dem kleinen Häuschen angekommen war, setzte ich zu einem Sprung an und verließ mit meinen Füßen den Boden, um nur wenige Sekunden später oben auf dem Dach zu stehe und mich dort nieder zu lassen.
Ein kleiner Vogel gesellte sich zu mir und sang leise ein Lied, bis meine Stimme ihn unterbrach. „Es war ein Tag wie Heute – weißt du mein kleiner Freund – genauso windig und doch so anders.....“, meine Gedanken schweiften ab in eine vergangene Zeit.
Signatur Es ist nicht gut, wenn man auf das Verfallsdatum schaut und sich denkt "das waren noch Zeiten damals". |
Shiromy chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 89 Nachricht senden | Erstellt am 11.11.2007 - 16:38 | |
Der Wind pfiff durch die Winkel des kleinen, hölzernen Haus, die Sonne schien auf den Wald und warf kleine vereinzelte Lichtfetzten auf die Erde.
"Bis Morgen, wieder um 14Uhr?"fragte ich leicht verunsichter.
"Ja!" nickte die Frau mir zu und ging langsam wieder in das Haus zurück.
Als der Schatten in dem Haus ihrem Leib verschlungen hatte, schloss sich auch die kleine, morsche Tür.
Ich arbeitete als Kindermädchen und passte auf die Kinder der Miss. Lennor auf, sie erzählten mir immer das sie an dem kleinen, alten Bahnhof, welcher aus dem Dachfenster gut zuerkennen war eine schemenhafte Gestalt sahen.
Natürlich verunsichter mich ihre Sichtung, andererseits musste ich auch nach Hause also ignoriere ich mein ungutes gefühl und trat meinen heim weg an.
Vor wenigen Jahren führen alle 10Minuten eine Bahn, heut fuhren nur noch jede Stunde eine Bahn.
Signatur Es gibt drei Arten zu lernen:
durch Nachdenken, das ist die edelste,
durch Nacharmen, das ist die leichteste,
durch Erfahrung, das ist die Bitterste.
~~Konfuzius~~ |
brandfloh  chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 11.11.2007 - 16:52 | |
Die Sonne erhellte die Gegend um den Bahnhof mit einem warmen Schein. Doch durch die Helligkeit, verschwand meien Gestalt völlig, nicht einmal mehr schemenhaft war ich so zu erkennen, nur wenn es dunkel wurde konnte man mich sehen.
Die wirren Stimmen der Menschen, die sich hier angesammelt hatten um auf den nächsten Zug zu warten, dröhnten mir schon beinah in den Ohren.
"Immer dieser Lärm..", grummelte ich, auch wenn ich wusste, dass mich wahrscheinlich keiner hören konnte.
Mit einem quitschen fuhr die Bahn ein und ich hatte noch mehr das Gefühl, als würde mein Kopf zerspringen, auch wenn ich wusste, dass dies nicht möglich war. Vor allem nicht als Geist.
Die Leute stiegen ein und es wurde immer stiller auf dem Bahnsteig, doch erst als sie sich mit einem unangenhemen Geräusch wieder in Bewegung setzte, wirkte es so als ob nun die gewohnte Ruhe einkehre würde. So setzte ich mich auf die alte Bank und beobachtete wie der Wind die Äste zum schwingen brachte.
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Shiromy chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 89 Nachricht senden | Erstellt am 17.11.2007 - 17:01 | |
Noch in dem kleinen Waldstück vor dem Bahnhof hörte ich die quitschenen Bremsten der Bahn... meiner Bahn. So gleich rannte ich los, in der Hoffnung noch schnell genug zusein um sie zuerreichen. Doch nur 2Meter bevor ich die Bahn erreichte setzte sich diese in Bewegung.
"Och... Nein!" keuchte ich, nun dauerte es noch eine zusätzliche Stunde bis ich was zwischen die Giemen bekam.
Langsam schlenderte ich zu dem Bahnhof.
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brandfloh  chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 26.11.2007 - 22:19 | |
Als die Bahn nun losführ, sah ich eine junge Frau, die noch versuchte sie zu erwischen doch war es bereits zu spät.
Mit leichter schadenfreude beobachtete ich sie. Nach ihrem Gesichtsausdruck war sie nicht froh über den momentanigen Aufenthalt hier, doch blieb ihr nichts anderes übrig, so wie mir. Doch sie war hier nicht gebunden und konnte gehen, wohin sie wollte. Ich seuftze bei dem Gedanken.
Sie schien sich gen Bahnhofsgebäude zu wenden und ich entschloss mich ihr zu folgen und sie ein wenig zu beobachten, vielleicht bot sie mir etwas ablenkung von der Eintönigkeit.
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Shiromy chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 89 Nachricht senden | Erstellt am 28.11.2007 - 08:40 | |
Langsam schritt ich zu dem kleinen, hölzernen Häuschen, teile von den Balken waren schon abgebrochen und so bahnen sich die zarten strahlen der Sonne ihren weg auf die sperliche Bank, auf welcher ich mich niedersetzte.
Eine Stunde warten...!" ich seufzte und kramte aus meinem kleinen Beutel ein Buch, mit dem ich mir die zeit vertreiben wollte.
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brandfloh  chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 28.11.2007 - 10:18 | |
"Na super.... sie liest!", seufzte ich leise, als ich sa, wie sie aus einem Beutel ein Buch hervorzauberte.
Und wieder keine Ablenkung für mich. Nach einer Überlegung setzte ich mich auch auf die bank genau neben ihr, denn sehen würde sich mich eher nicht. Tat ich dies doch selbst kaum, denn als ich dort saß und meine Hände gen Sonnenlicht hielt, verblassten sie sehr stark.
Es kehrte wieder stille ein, nur sie saß in ruhe da ünd blätterte in ihrem buch, während ihre Augen geschwind über die einzelnen Zeilen huschten.
Zu meinen Überraschen faszinierte mich ihre Augen. Sie waren klar und die Farbe intensiv. Musternd betrachtete ich sie und stand dann grummelnd auf und wanderte vor ihr hin und her.
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Shiromy chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 89 Nachricht senden | Erstellt am 28.11.2007 - 10:28 | |
Erschrocken bemerkte ich, nach dem ich mehrere Seiten des Buches verlungen habe, das vor mir ein kleiner Stein immer kurz verschwommen war und dann wieder klar. Er schrocken sprang ich auf.
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brandfloh  chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 28.11.2007 - 10:32 | |
Ihre Reaktion verwunderte mich und fast eben so erschrocken wie sie blieb ich stehen, doch nur für einen Moment, dann schüttelte ich meinen Kopf und trat auf sie zu. Meine Hand dabei winkend vor ihrem Gesicht hin und her fahrend lassen.
Also sehen dürfte sie mich eigentlich nicht. Oder?
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Shiromy chan
       

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2007 Beiträge: 89 Nachricht senden | Erstellt am 28.11.2007 - 10:39 | |
Ein mulmiges Gefühl erbreitete sich in ihr, als würde jemand hier sein und doch sah sie niemanden.
Sie schüttelte den Kopf.
Sina, du spinnst!"sprach sie zusich selber und setzte sich erneut auf die Bank zückte das Buch in der erwartung das der "spuk" nun vorbei sei.
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