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Dreizehn 
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 19.10.2009 - 17:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kirschwein schrieb
    (1) Trotzdem liefert der Weinstock seit etwa 25 Jahren ganz nette Erträge, er deckt inzwischen ca. 20 qm an einer Hauswand ab, und ist dort auch sehr dekorativ. Daß die Trauben nicht so ausreifen wie in wärmeren Klimaten ist halt der "Pferdefuß" dabei. Aber warum sollte man ihn deswegen abholzen...

    (2) Insgesamt hat der Most nach dem Stampfen jedoch "bekömmlich" geschmeckt...

    (3) Ich habe gemäß dem Rotwein-Rezept hier auf der Homepage auf knapp über 90° Oe aufgezuckert.


(1) Nur das nicht, dass wäre ja eine Todsünde!!!

(2) Für Trink-Traubenmost gut, für „richtigen” Rotwein sehr knapp.

(3) Das ist gut.




Kirschwein ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 14:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dreizehn schrieb
    (2) Für Trink-Traubenmost gut, für „richtigen” Rotwein sehr knapp.


Naja für mich steht halt im Vordergrund der Spaß daran, tatsächlich eigenen Traubenwein herzustellen. Ich werd mich so gut es geht an die "Regeln der Kunst" halten damit unter den gegebenen Anbaubedingungen etwas halbwegs Wohlschmeckendes dabei herauskommt, aber ich hab nicht den Anspruch, in erster Linie gleich beim ersten Anlauf einen Spitzenwein herzustellen. Und mit jedem neuen Weinansatz lernt man ja dazu... ist für mich noch ein relativ neues Hobby, aber bislang hat's trotz einiger frustrierender Ereignisse ne Menge Spaß gemacht.




Dreizehn 
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 16:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Na klar, die Freude muss unbedingt im Vordergrund stehen. Meine Anmerkungen sollen Dir die Freude keinesfalls nehmen, sondern dazu dienen, auf vermeidbare Fehler hinzuweisen. Das ist doch auch (u.a.) der Sinn dieses Forums und Deiner Fragen.

Wünsche weiterhin gutes Gelingen!




Kirschwein ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 16:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dreizehn schrieb

    Na klar, die Freude muss unbedingt im Vordergrund stehen. Meine Anmerkungen sollen Dir die Freude keinesfalls nehmen, sondern dazu dienen, auf vermeidbare Fehler hinzuweisen. Das ist doch auch (u.a.) der Sinn dieses Forums und Deiner Fragen.



keine Sorge, genau so sehe ich das auch

Wäre ein bisschen ärgerlich wenn meine zwei Stunden Ernte an der Hauswand (z.T. in über 7 Metern Höhe ), das Entrappen von ca. 20 kg Reben, Stampfen etc etc umsonst wären weil sich vermeidbare Fehler eingeschlichen haben.

Man lernt halt, aller Anfang ist schwer, aber zum Glück gibts ja Foren wie dieses hier

[Dieser Beitrag wurde am 20.10.2009 - 16:56 von Kirschwein aktualisiert]




Traubenstolz ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 20.10.2009 - 18:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Kirschwein,

warum hast Du denn den Wein mit 55 °Oe und 10 g/l Säure geerntet? Mussten die Trauben geerntet werden weil sie begonnen haben zu faulen oder zu welken?

Meine folgenden Überlegungen sind jetzt schon auf die nächste Ernte gerichtet. Ein Refraktometer hast Du wahrscheinlich nicht? Man kann den richtigen Erntezeitpunkt aber auch ohne Refraktometer bestimmen.

1. Wenn die Trauben reif werden, werden die Stiele braun.
2. Ebenfalls färben sich die Kerne braun.
3. Die Säure kannst Du messen, wenn Du einige Beeren presst und den gewonnenen Saft titrierst. Die Säure nimmt mit zunehmender Reife ab.
4. Wenn man die Beerenhaut intensiv kaut, ist sie bei zunehmender Reife nicht mehr so bitter.

Es ist auch für die Winzer sehr schwierig den richtigen Erntezeitpunkt zu finden. Ist das Wetter einigermaßen, gibt es noch ein paar Oechsle, schlägt das Wetter um und die Trauben beginnen zu faulen, kommt Streß auf.

Grüße
Traubenstolz




Kirschwein ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 21.10.2009 - 12:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also, mag sein daß der Zeitpunkt der Ernte rückblickend einen Tick zu früh war. Andererseits, als wir geerntet haben, war Frost und schlechtes Wetter hier in Norddeutschland angesagt... in der Tat hatten wir übrigens auch bereits ein paar faulende Reben.

Nachdem was ich vorher so gelesen habe, können Weinreben in ungünstigen Lagen bis zu 15 g/l Säure haben, also dachte ich mir, 10 g/l ist ein Zeichen dafür, daß die Reife langsam ausreichend ist. Außerdem hatte ich irgendwo gelesen daß man oft sowieso nur 65° Oe erreicht hier in diesen Breiten, also dachte ich mir, naja auf die 10 Grad kommts dann auch nicht mehr an wenn man eh aufzuckert.

Und außerdem, in den letzten Jahren haben wir immer nur Marmelade aus den Trauben gemacht, und da sind Säure und Mostgewicht wegen der Mengen an Gelierzucker die man dafür braucht fast egal.

Trotzdem vielen Dank für die Tipps... ist halt das erste Mal daß wir Wein draus machen, und nach dem Kirschwein im Sommer (der übrigens jetzt richtig lecker schmeckt!) ist das erst mein zweiter Wein-Versuch überhaupt - aber nächstes Jahr gibts ja wieder ne Ernte, und man kann das ganze ja nach und nach immer professioneller angehen

Auch wenn wir die Maische stark aufzuckern mussten, mittlerweile hat sie einen sehr schön fruchtigen Geschmack, die Farbe des Mostes geht langsam Richtung intensives Kirschrot, heute morgen habe ich nach acht Tagen Gärung 7,5% Alkohol gemessen (ja ich weiß, "unter Vorbehalt"), und ich glaube wir können da schon was "Trinkbares" draus machen. Aber bis nächstes Jahr werde ich mir wohl in der Tat noch einiges anlesen zu Rebpflege, Analytik und Verarbeitung, damit wir nach und nach immer besseren Wein haben werden.

[Dieser Beitrag wurde am 21.10.2009 - 12:38 von Kirschwein aktualisiert]




Traubenstolz ...
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...   Erstellt am 21.10.2009 - 17:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Na, dann viel Spaß bei dem neuen Hobby. Und wenn es Probleme gibt, dann gibt es ja dieses Forum.

Grüße
Traubenstolz




Kirschwein ...
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...   Erstellt am 22.10.2009 - 18:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hab heute mal aus Neugier einen Schwarzriesling gekauft... falls den jemand kennt, es ist ein Lauffener Kirchweinberg. Nur um mal zu sehen, wie "richtiger" Schwarzriesling schmeckt und als Maßstab, in welche Richtung mein fertiges Produkt in etwa gehen müsste/sollte.

Interessanterweise ist dieser Schwarzriesling tatsächlich nicht sehr intensiv rot, man kann in nem vollen Glas durchgucken, auch wenn der eigentliche Farbton so im Bereich "dunkles Ziegelrot" liegt... im Ergebnis fast wie ein zu dunkel geratener Rosé. Unser Ansatz sieht sehr ähnlich aus, wenn auch einen Tick mehr in Richtung kirschrot. Der gekaufte Wein hat relativ wenig Säure bei einem betont fruchtigen, aber auch etwas "rauchigen" Aroma. Unserer schmeckt abgesehen von dem noch (zu) hohen Säuregehalt ähnlich, wenn auch einen Tick mehr in Richtung Erdbeer/Cranberry. Und natürlich noch nicht besonders "rund", weil er ja noch mitten in der Gärung ist.

Mal ganz interessant, mein Wein wird da wohl bei weitem nicht ranreichen, aber jetzt kann ich mir ein bisschen mehr unter einem Schwarzriesling vorstellen

[Dieser Beitrag wurde am 22.10.2009 - 18:25 von Kirschwein aktualisiert]




Kirschwein ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 29.10.2009 - 11:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nochmal eine Frage... wie steht es eigentlich mit den Selbstklärungseigenschaften eines Rotweins?

Wir haben Sonntag die Maische abgepresst, und natürlich ist das jetzt noch eine ganz trübe Brühe... er gärt ja auch noch. Mein Kirschwein vom Sommer hat sich ja wirklich astrein selbstgeklärt nach dem Abpressen, aber kann man das auch bei Traubenwein so oder so ähnlich erwarten?




Traubenstolz ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 29.10.2009 - 12:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Kirschwein,

das funktioniert beim Traubenwein ganz genauso. Das geht in der Regel recht schnell, aber ich lasse meine Weine bis zum Frühjahr stehen bis ich sie abfülle. Dazwischen noch der 2. Abstich.

Es gibt aber auch viele gekaufte Rotweine die ein sogenanntes Depot haben. Sie werden dann vor dem Trinken dekantiert. Mich stört es aber nicht, wenn mal sowas in das Glas kommt.

Gruß Traubenstolz




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