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Das Boot - Albertcamus

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Bilderelse ...

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...   Erstellt am 11.05.2008 - 19:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meine lieben Forenmitglieder, die Ihr Euch auch für philosophische Betrachtungen interessieren könnt,

ich denke hin und wieder über mein Leben nach, über das vergangene, das gegenwärtige und über das künftige.
Früher tat ich dies höchst selten, der Alltag fraß mich ja fast auf.
Jetzt ist alles anders. Ich habe Muße und werde mir nunmehr immer mehr verschiedener unumstößlicher Tatsachen bewusst. Dazu gehört die Endlichkeit.

Meine ersten Gedanken dazu habe ich so zusammengefasst (natürlich habe ich damit generell kaum etwas Neues herausgefunden, aber für mich, für mich wird die Sache immer interessanter):


Die Endlichkeit


Wenn man beginnt über die Endlichkeit des Lebens nachzudenken, was heißt, wir nehmen sie endlich wahr, dann haben wir geistig gesehen einen Entwicklungssprung vollzogen.
Selten beschäftigen sich junge Menschen mit der so wichtigen Problematik, sie sind der Endlichkeit nicht nahe genug, auch wird das Ende, wenn in unmittelbarer Nähe, als ein nur den anderen betreffenden Akt verstanden. Man ist traurig, vermisst den Verstorbenen aber die Tatsache der eigenen Betroffenheit zum Zeitpunkt X wird weit verdrängt. Mit dem unangenehmen Gedanken, dass es uns natürlich auch ereilen wird, wollen wir uns nicht einlassen. Es wird gelebt…auf Deiwel komm raus…buchstäblich…er lässt nicht auf sich warten!! Dies erscheint dennoch normal und in Grenzen auch vernünftig. Nur die Grenzen sind schwammig, darüber lohnt es schon etwas eher nachzudenken.
Wir vergeuden so viele Jahre, ich muss mir leider eine derartige Verschwendung vorwerfen und sie ist auch nicht ungeschehen zu machen, leider.
Meine Endlichkeit ist mir deutlich bewusst. Je mehr ich darüber nachdenke, umso dringlicher erscheint es, jede Minute aufzusaugen wie ein beglückendes Geschenk, kein Misston, kein Verharren aus sinnloser Duldsamkeit darf mein Leben herabmindern, es ist zu wertvoll.
Ich werde deshalb nicht unbedingt nur ein Genussmensch, es gibt so vieles, was auch Schmerzen bereitet aber dennoch dazugehört, nicht zu bereuen wäre. Nur der Umgang mit den Dingen, mit den Menschen, mit Allem, der sollte achtsam und sehr sorgfältig sein.
Die Einordnung der Wertigkeiten und die entsprechende angemessene Reaktion müssen unbedingt an Bedeutung gewinnen.
Vielleicht gäbe es eine Chance, den Lebensabschnitt im Angesicht der eigenen Endlichkeit, gut und angenehm, auch verantwortungsvoll für sich und andere zu gestalten. Über dieses „gut und angenehm“, über Inhalte muss man nachdenken, was ich für mich lange und ausgiebig tat. Meine Schlussfolgerungen heißen, ich lebe nicht auf Sparflamme, aber werde auch nichts mehr großzügig vergeuden. Ich nehme endlich von mir Notiz.

-Ende-





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Erkennen wollen
ist der erste Schritt des Verstehens.
Zunächst im Selbstversuch!

Chrissi ...

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Registriert seit: 12.02.2007
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...   Erstellt am 13.05.2008 - 19:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bilderhelga schrieb


    Selten beschäftigen sich junge Menschen mit der so wichtigen Problematik, sie sind der Endlichkeit nicht nahe genug,das kann ich nur bestätigen. Früher (ich weiß, sagt man nicht) ging es mir so, heute sehe ich es bei meiner Tochter (31).
    Mit dem unangenehmen Gedanken, dass es uns natürlich auch ereilen wird, wollen wir uns nicht einlassen.Doch, heute kann ich das. Ich hatte immer Angst ein Testament zu machen. Glaubte irgendwie, wenn ich das erst mache ist das so eine Art Vorahnung. Blöd aber es war so. Heute liegt es hier zuhause und eine Abschrift bei meiner Freundin. Wichtig war mir auch die Handhabe mit meinem Körper. Organe verwerten, verbrannt werden, und ganz wichtig, anonym beerdigen.
    Wir vergeuden so viele Jahre, ich muss mir leider eine derartige Verschwendung vorwerfen... Das halte ich für völlig normal. Geht sicher jedem Menschen so der nicht gerade in jungen Jahren stirbt.
    Meine Endlichkeit ist mir deutlich bewusst. Je mehr ich darüber nachdenke, umso dringlicher erscheint es....Auch mir ist die verhältnismäßig wenige Zeit sehr bewusst. Manchmal bin ich traurig darüber, meistens schaffe ich es diese Gedanken nach hinten zu schieben.


Sehr bewusst lebende Grüße
von der
Chrissi





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Ein Tag ohne Lachen, ist ein verlorener Tag!


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