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Lykanthrop  Administrator
      

Status: Online Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2090 Nachricht senden | Erstellt am 01.02.2007 - 18:42 |  |
"Nicht mehr als du oder deinesgleichen", erwiderte der Krieger bitter. "Wir sind nicht so verschieden, wie du denkst."
Er wand sich ab.
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Ist Realität nur die Folge der Notwendigkeit..? |
Wedge  Literaturkenner

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2006 Beiträge: 343 Nachricht senden | Erstellt am 04.02.2007 - 17:58 |  |
Unsicher Frage Shalynn:
"Könntest du mir noch verraten, wo sich sich dieser Dämon aufhält? Danach kannst du deines Weges gehen, ohne dass ich dich verfolge."
Zwar kam ihr Karon nicht abgrundtief böse vor, aber das konnte seine Taten nicht wieder gut machen und sie selbst und auch ihre Königin würden ihr nie verzeihen, wenn sie seine Hilfe annahm.
Signatur Wahrlich Leute,
ich sage euch:
Es kommt der tag
an dem die Säge sägt! |
Lykanthrop  Administrator
      

Status: Online Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2090 Nachricht senden | Erstellt am 04.02.2007 - 18:22 |  |
"Gehe in die Berge, bis der Weg sich gabelt und das Eis beginnt. Dort wirst du, wenn du dem rechten Pfad folgst, auf den Dämon treffen. Aber du wirst unmöhlich Im Stande sein, ihn zu besiegen." Karon ahnte, wie sinnlose die Warnung war, doch er fühlte sich schuldig. "Erschieße den Dämon hinterrückt, wenn du die Gelegenheit dazu hast. In einem fairen Kampf wirst du verlieren."
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Wedge  Literaturkenner

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2006 Beiträge: 343 Nachricht senden | Erstellt am 05.02.2007 - 14:02 |  |
Shalynn nickte bedächtig. Nur mit dem hinterrücks erschlagen war sie noch nicht so ganz einverstanden. Da würde sie sich etwas einfallen lassen.
"Vielleicht treffen wir uns ja mal wieder. Unter einem anderen Stern. Und vielleicht können wir dann anders auseinander gehen, aber für dieses Mal bleibt mir nichts anderes übrig."
Die junge Elfe verbeugte sich tief.
"Ich werde es euch auf jeden Fall niemals vergessen, dass ihr mir bei meiner Aufgabe helfen wolltet."
Mit diesen Worten zog sie ihren Mantel enger und lies den rothaarigen Mann auf der Lichtung stehen.
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Lykanthrop  Administrator
      

Status: Online Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2090 Nachricht senden | Erstellt am 05.02.2007 - 19:07 |  |
Karon wand sich in einer einzigen, fließenden Bewegung ab.
Er ahnte längst, dass ihm dieser Weg nicht nur dargeboten, sondern vorherbestimmt war und so kümmerte es ihn nicht, sich von den Winden davon tragen zu lassen.
Er flog, bis er wusste, dass die Wolken seinen Leib verdeckten, ohne jedoch den Blick von der Gestalt der Elfe zu lassen, die selbst für ihn nur noch als schwarzer Punkt zu erkennen war.
Der Weg, den die junge Elfin anschlagen würde, musste sie zweifellos, letztendlich das Leben kosten oder zum Krüppel machen und durch ihren Kontakt, das kurze Gespräch und einen Augenblick der netten Worte hatte sie ihn in dieses vernichtende Spiel gezogen.
Sein Schicksalsfaden war längst in diesen Teppich gewoben worden und sich nun noch daraus hervor zu winden, war unmöglich.
Der Wind spielte mit und so ließ sich Karon in bedächtigem Abstand hinter der jungen Dame her treiben, um zur Stelle sein zu können, wenn die Dämonen auftauchten. Es war seine Pflicht, nun an ihrer Seite zu kämpfen, wenn er schon den Weg nicht für sich behalten konnte.
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Wedge  Literaturkenner

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2006 Beiträge: 343 Nachricht senden | Erstellt am 06.02.2007 - 16:56 |  |
Nachdem Karon hinter den Wolken verschwunden war, machte Shalynn sich schweren Herzens auf den Weg. Vor ihr lag ein sicherlich schwerer Weg, aber irgendetwas sagte ihr, dass sie das nicht alleine durchstehen musste. Also lief sie im leichten Trab zu den Bergen, welche sich bereits am Horizont mit Fangarmgleichen Ausläufern ankündigten. Dort würde ihr schicksal sie erwarten. Die Elfe lächelte; ihr Volk würde Stolz auf sie sein.
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Minni  Moderator
    

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2006 Beiträge: 319 Nachricht senden | Erstellt am 06.02.2007 - 18:16 |  |
Das Lachen der spielenden Kindern auf der Straße weckte Aaen aus seinem kurzen Schlaf und zogen ihn wieder in die Wirklichkeit des Alltags hinein. Träge richtete er sich auf und streckte sich. Schlaftrunken schlug er die Decke von sich, die eigentlich nichts als ein hauchdünner Stofffetzen war und wahrscheinlich am besten nur noch als Waschlappen taugen würde.
Die Sonne strahlte durch das geöffnete Fenster hinein, das er die Nacht hindurch offen gelassen hatte.
Mit zerzausten Haaren begab er sich zum Fenster und sog die frische Luft tief ein. Entspannt stützte er sich mit den Armen ans Fenster und blickte in den hellblauen Himmel.
Er hatte auch diese Nacht kaum ein Auge zugemacht. Immer wieder erschienen ihm merkwürdige Bilder, die riesige Berge zeigten. Und immer wieder vernahm er eine vertraute Mädchenstimme, die den Namen Eloría in seinen Träumen unaufhörlich wiederholt.
Seufzend fuhr er sich mit der Hand durchs Gesicht und strich sich die Haare zurück.
Lange stand er dort am Fenster und beobachtete die Gegend.
Gedankenverloren wandte er sich schließlich von dem Fenster und setzte sich auf die Bettkante. Matt zog er die Wasserschüssel unter dem Bett hervor und wusch sich das Gesicht. Etwas unbeholfen trocknete er sich mit seinen Ärmeln ab und verließ den Raum.
Kaum hatte er die lange Treppe hinter sich gehabt, da stürmte schon ein riesiger Schwall von Lärm und Gerüchen auf ihn ein. Der Wirt schenkte ihm nur ein kurzes Nicken und beschäftigte sich danach wieder mit seiner Kundschaft.
Eiligen Schrittes verließ Aaen das Haus und trabte durch die Stadt.
Der Tag war noch jung und so beschloss er, noch kurz bevor der Abreise den berühmten Goldschmied Joshua einen Besuch abzustatten, von dem er bereits von anderen Schmieden viel gehört hatte. Vielleicht könnte er ihm weiterhelfen.
Nach ein paar Irrläufen und Erkundigungen fand Aaen schließlich den kleinen, abgenutzten Schmuckstand in einer engen Gasse, die trotz ihrer Abgelegenheit voller Menschen waren, die die Schmuckstücke begeistert in Augenschein nahmen.
Erst als sich der letzte Mann vom Stand entfernte, wagte Aaen es, sich dem Mann zu nähern.
"Ich habe geschlossen", sagte der dürre Mann und setzte sich eine braune Wollmütze auf den Kopf.
"Ich muss dich um einen Gefallen bitten", erwiderte Aaen ohne den Kommentar des Mannes zu beachten.
"Ich sagte bereits: Ich habe geschlossen", sagte der alte Greis wieder und fing an seine Sachen zu packen.
"Diese Uhr", behutsam wickelte er seine Melodieuhr aus einem roten Samttuch aus und zeigte sie ihm den alten Mann, "Ich möchte wissen woher sie stammt und was diese Inschriften auf ihr bedeuten", fuhr er fort.
Gerade wollte der gereizte Schmied etwas erwidern, hielt aber mitten in seiner Geste abrupt inne, als er das silberne Schmuckstück erblickte.
"Mögen die Götter diesen Tag bezeugen!", murmelte der Mann erstaunt.
"Was kannst du mir über diese Uhr sagen, alter Mann?", fragte Aaen ungeduldig und übergab dem Schmied, wenn auch widerillig, die Uhr.
"Sie ist sehr wertvoll und vor allen Dingen ein Prachtexemplar. Ich hätte nie gedacht, dass ich je eines dieser Werke zu Gesicht bekommen würde."
"Das heißt, dass es mehrere von diesen Uhren gibt?"
"Allerdings.....aber um genau zu sein, gibt es nur eine weitere Uhr", sagte der Goldschmied und fuhr mit seinen Fingern über die fremde Inschrift.
"Wenige kennen den Wert dieser Uhr, da ihre Existenz noch nie bewiesen wurde. Nur die erfahrensten und ältesten Spezialisten kennen noch die Legende über diese Uhr."
"Eine Legende?"
"Ja. In meiner Ausbildungszeit hat man uns noch von dieser Legende erzählt, doch heute gilt sie nur noch als eine Gruselgeschichte für unartige Kinder.
Man spricht von einem Land, weit entfernt von hier. Große Hügel verstecken den Eingang ins Tal und schützen ihn vor Eindringlingen.
Doch bevor man zu diesen Hügeln gelangt, muss man erst die Berge durchqueren, in denen es vor gefährlichen Dämonen nur so wimmelt", sagte Joshua und zeigte in Richtung der hohen Berge.
"Wie-"
"Das Land heißt Eloría", unterbrach ihn der Schmied.
"Und-"
Etwas verwirrt blickte Aaen sich um. Gerade eben war er doch noch da.
Langsam drehte er sich um seine eigene Achse, doch der alte Schmuckhändler war verschwunden.
Eloría also, dachte Aaen und blickte gen Norden zu den Bergen.
Signatur *+~*+~*+~„Vergib Deinen Feinden, aber vergiss niemals ihre Namen.”~+*~+*~+*
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Wedge  Literaturkenner

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2006 Beiträge: 343 Nachricht senden | Erstellt am 09.02.2007 - 18:34 |  |
Mittlerweile hatte Shalynn das Grün des Waldes hinter sich gelassen und sich dem Weiß der Berge zugewandt. Wenn Karon recht hatte würde sie auf den Dämonen treffen, wenn sie einfach dem Weg folgen würde. Wie lange wohl noch? In zwei Meilen entfernung konnte sie ein kleines Plateau entdecken. Dort wollte die Elfe umbedingt noch vor der Abenddämmerung sein, um dort die NAcht zu verbringen. Dann blickte sie zur Sonne. Diese war schon dabei unterzugehen, höchstens noch eine Stunde, dann würde es vollkommen dunkel sein. Bei diesem Gedanken beschleunigte Shalynn ihren, ohnehin schon schnellen Schritt. Ohne die geringsten Probleme fand sie sicheren Halt auf dem glatten, teils steilen Weg. Sicher wäre ein Mensch schon einige Male gefallen, trotz aller Vorsicht, doch die Elfe preschte mit hoher Geschwindingkeit die Bergstraße entlang.
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