Eberhard User
 

Status: Offline Registriert seit: 13.08.2007 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 13.08.2007 - 23:05 |  |
Hallo!
Weil mich das Drehorgelspiel schon länger fasziniert, überlege ich mir eine Drehorgel anzuschaffen. Leider hatte ich aber bis jetzt noch keine Zeit mich genauer mit der Materie auseinanderzusetzen. Letztens ist mir aufgefallen, dass es unterschiedliche Arten der Speicherung von Musiktiteln gibt.
Meine Hauptfragen:
1.)Läßt die elektronische Steuerung(z.B. Hofbauer Mikroboxsystem) noch Variationsmöglichkeiten im Spiel zu, dass heißt zum Beispiel Veränderung der Abspielgeschwindigkeit(durch schnelleres oder langsameres Kurbeln) etc.
2.)Allgemeine Vor und Nachteile bzgl. dieser beiden Systeme.
Ich bin über jegliche Äußerungen hierzu dankbar, da ich hier noch einwenig im dunklen tappe.. Eberhard
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Octavio  User aus Leidenschaft
   

Status: Offline Registriert seit: 31.01.2006 Beiträge: 14 Nachricht senden | Erstellt am 14.08.2007 - 21:04 |  |
Hallo Eberhard,
Erst mal herzlich willkommen im Forum.
Der Inhalt deiner Frage spaltet schon seit vielen Jahren die Gemeinschaft der Drehorgelspieler. Jeder schwört auf sein System.
Ich zum Beispiel habe 4 Drehorgeln mit dem System Microbox 2000 von Hofbauer. Und damit spiele ich die schönste Musik, sogar in Konzertqualität. Auch ich kann die Tempi verändern. Und mit der Elektronik wesentlich besser,als mit der Kurbel.
Hinzu kommt ich habe auf kleinstem Raum mehrere hunderte von Musiktiteln sofort abrufbar.
Wie gesagt, ich habe mit diesem System die besten Erfahrungen gemacht und glaube die dafür eingespielte Musik hat Spitzenniveau.
Spieler mit anderen Systemen werden Dir sicherlich anderes berichten. Ich möchte mich auch nicht über andere Systeme auslassen, doch es fällt auf das immer mehr Spieler auf elektronische Systeme umsteigen. Insbesonders auf die Systeme die im Midi Format laufen.
Da gibt es mitlerweile ein schier unbegrenstes Angebot an Arrangements.
Doch hier ist Vorsicht geboten, es gibt gute und dilletantische Arrangeure. Und auch der persönliche Musikgeschmack spielt da eine große Rolle.
In diesem Sinne sage ich für heute erst mal Tschüß
Grüße vom Großensee
Klaus
Signatur Die fröhliche Drehorgel vom Großensee |
Hans_Juergen_Erfurth  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 13.11.2005 Beiträge: 83 Nachricht senden | Erstellt am 15.08.2007 - 00:05 |  |
Hallo zusammen,
ich kann mich Octavio nur anschließen, dass auch mit elektronisch gesteuerten Orgeln wundervolle Musik zu machen ist. Die Elektroniksysteme der verschiedenen Hersteller (Hofbauer, Deleika, Raffin, Watterott, ...) haben alle ihre Stärken und Schwächen. Ich habe auch vor, auf unserer Homepage wie bereits lange angekündigt einen Vergleich der Elektroniksysteme einzustellen, konnte mich aber bisher noch nicht dazu aufraffen.
Die Geschwindigkeit der Musik lässt sich bei allen Systemen auch während des Spielens verändern, meist allerdings über Tasten. Bei Deleika hingegen ist es möglich, die Steuerung so einzustellen, dass die Musikgeschwindigkeit von der Kurbelgeschwindigkeit abhängt.
Wichtig bei den Elektroniksystemen ist die unterschiedliche Art der Speicherung, oft auf herstellerspezifischen proprietären Speichermedien. Bei diesen kann Musik meist nur von der Herstellern aufgespielt werden. Interessant ist dagegen ein Midispeichersystem (wie z.B. Watterott), bei dem die Speicherkarten über PC selbst bespielt werden können.
Was auch wichtig ist, die Musik muss echt aus den Pfeifen kommen ohne künstlich über Synthesizer oder gar von Musikkassetten und Lautsprechern erzeugt zu werden. Letztere "Orgeln" verdienen nicht ihren Namen.
Die Diskussion über das Für und Wider von Elektroniksteuerungen wird oft sehr intolerant geführt, gerade eingefleischte "Nostalgiker" lassen nur Notenrollen oder Walzen gelten. Dabei hat jedes Spiel seinen Reiz und die Vorteile der Elektronik (z.B. immenses Repertoire ist leicht mitzuführen, jedes Lied kann schnell aufgerufen werden, Rückspulen entfällt, ...) leuchten sofort ein.
Ein guter Kompromiss ist auch die Möglichkeit bei mehreren Herstellern, sowohl über Elektroniksteuerung als auch über Notenrollen spielen zu können. Dies bieten z.B. teilweise Deleika, Raffin und meist die von Watterott ausgestatteten Orgeln, nicht aber die reinen Elektronikorgeln wie von Hofbauer oder auch der anderen Hersteller. Aber wenn man mit Besitzern solcher Orgeln spricht, stellt sich oft heraus, dass das deutlich bevorzugte System die Elektroniksteuerung ist und kaum mit Notenrollen gespielt wird.
Watterott hat übrigens ein System, mit dem reine Mechanikorgeln auf Elektronik umgerüstet werden können.
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