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dagmar ...
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...   Erstellt am 02.08.2006 - 20:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nicht selten treten bei Katzen Abszeße auf. Bei Cib war es die Folge von 20 Antibiotikaspritzen aufgrund einer Infektion, bei anderen Tieren sind es die Folgen von Revierkämpfen oder leichten Verletzungen, die sich böse entwickeln können. Dabei ist es zumeist so, dass die stärkere Katze im Kampf solche Blessuren im Kopfbereich und an den Vorderbeinen davon tragen. Die unterlegenen Tiere, die das Weite suchen, werden solche Verletzungen vom Gegner meist im Bereich von Rücken, der Hintergliedmassen und des Schwanzes. Ich hoffe, dass die böse Fleischwunde von Mrs. Schneeulchen nicht auch von einem solchen Kampf herrühert.

Man versteht unter einem Abszeß eine Ansammlung von Eiter in einem vorher nicht vorhandenen, sondern durch Gewebeeinschmelzung entstandenen Gewebehohlraum.

Durch die unterschiedlich langen und spitzen Eckzähne von Katzen und Hunden ist auch die Wirkung unterschiedlich. Während der Hund zu beisst und sein Opfer festhält entsteht, oft nicht sichtbar, eine grosse Wunde mit umfangreichen Gewebszerreissungen. Der Biss der Katze dagegen ist mit vielen kleinen Messerstichen zu vergleichen, die nur kleine Stichwunden hinterlassen. Diese bluten bluten kaum und verheilen schnell - wenn auch nicht immer kompliakationslos. Mit einem solchen Biss gelangen jedoch Bakterien von der Hautoberfläche sowie vor allem aus der Maulhöhle der beissenden Katze in das Gewebe. Diese Bakterien vermehren sich nun beständig und eine Entzündung kann sich einstellen. Weisse Blutkörperchen, die Abwehrzellen des Körpers, wandern in das Gebiet ein. Sie stellen zusammen mit den Bakterien den Eiter dar. Innerhalb von einigen Tagen entsteht ein Abszess. Meist liegt er unter der Haut, doch kann die Infektion auch auf tiefer liegende Gewebe wie Muskulatur übergreifen. Zusätzliche Komplikationen sind eine Beteiligung von Knochen und Gelenken sowie eine Blutvergiftung. Letztere kann bleibende Schäden an Organen wie Herz, Leber und Nieren hinterlassen und unbehandelt im Extremfall zum Tod der Katze führen.

Bei Cib war es wohl so, dass durch die Temperaturen um die 35 Grad, als er seine Spritzen erhalten hatte, die durch die Bakterien verursachte Entzündung durch eine Schwellung begleitet wurde. Ob sie schmerzhaft war oder nicht kann ich nicht beurteilen (normalerweise ist es wohl so, bei Cib bemerkte ich nichts diesbezügliches) Im Regelfall lahmt eine Katze beispielsweise bei einer solchen Wunde im Bereich der Gliedmassen. Später könnte der Abszeß zu einer Wölbung werden, manchmal auch mit aufgestellten Haaren wie bei Cib. Mehr als ernst wird es dann wenn die Katze keinen Hunger mehr empfindet bzw. nicht mehr frisst.

Manche Abszesse, meistens die kleineren, werden von uns Dosis oft gar nicht bemerkt. Bei Cib entdeckte ich nur beim Streicheln eine Hauterhöhung und eine Verkrustung. Etwas später kamen die aufstehenden Haare. Die natürliche Selbstheilung habe ich mit Traumeel Tabletten etwas forciert und in Gang gebracht. Er bekam am Tag drei Tabletten Traumel - mal ins Futter - mal direkt ins Mäulchen. Die Schwellung reduzierte sich und nach ca. 3 Wochen brach die oberste Wundkruste weg. Nach ca. 4 Wochen begann es, dass frische Haut sich bildet - ohne Kruste welcher Farbe auch immer und die Wunde sich zunehmend verkleinert. Die Wunde war ursprünglich mindestens 4 cm lang und 1 cm breit. Nach nunmehr vier Wochen Traumeel kann man noch von einem Durchmesser von 2 cm ausgehen und von einer guten Heilung. Die Wunde scheint sich immer mehr (wie es aussieht ohne Probleme) zu schließen.

Zumeist ist der Ablauf so, dass innerhalb des infizierten Bereiches die Haut abstirbt, wodurch sich der vorhandene Abszess öffnet und der Eiter abfliessen kann. Dann fällt dem Besitzer ein verklebtes Fell und ein übler Geruch auf. Manchmal schliesst sich aber diese Wunde wieder bevor die zu Grunde liegende Infektion ausgeheilt ist, daraus kann ein erneuter Abszess entstehen. Traumeel wird gegen Infektionen eingesetzt und hat (wie es aussieht) eine weitere Bildung eines erneuten Abszesses verhindert.

Im Regelfall erfolgt eine Behandlung jedoch durch den Tierarzt, von welchem die Katze über die Dauer von ca. 1 Woche Antibiotika verabreicht bekommt. Der Abszess selber wird chirurgisch geöffnet und die Höhle mit desinfizierenden Lösungen gespült, oftmals werden auch kleine Kugeln aus antibiotischem Material in die Wunde eingelegt. Vor allem bei langwierigen und grossen Wunden ist im Regelfall die Entfernung von abgestorbenem Gewebe erforderlich. Eine für einige Tage eingelegte Drainage verhindert dann, dass sich die Öffnung schliesst und gewährleistet den Abfluss von Wundsekreten.

Die Heilung verläuft dann fast immer ohne Probleme. Wenn Wundheilungsstörungen auftreten, muss nach Ursachen geforscht werden. Betroffene Katzen können beispielsweise an einer Virusinfektion leiden, die ihr Immunsystem beeinträchtigt (felines Leukämievirus [FeLV], felines Immunschwächevirus [FIV]). Weitere Ursachen könnten auch sein Fremdkörper, Pilzinfektionen oder ein Tumor, Abszesse können ja auch auf einer ganz anderen Basis beruhen als auf Bissverletzungen..

Verhindern kann man Revierkämpfe natürlich nicht!
Durch Kastrationen nimmt man ihnen jedoch viel an Brutalität! N U R durch rechtzeitige Kastration kann ein Tier an einem kämpferischen Revierverhalten gehindert werden.

Wird eine Bissverletzung frühzeitig erkannt, lässt sich durch eine sofortige Behandlung durch den Tierarzt (Entfernen verklebter Haare, Wundreinigung und –desinfektion, Antibiotikagabe) eine Abszessbildung verhindern. Deshalb ist es auch so wichtig das Tier ständig genau zu beobachten, zu streicheln und den Körper zu spüren. Am auffälligsten dürften die verklebten Haare (Blut bzw. Wundsekret) sein. Scheitelt man das Fell dort, zeigt sich eine Bisswunde als kleine, rote, punktförmige Hautverletzung. Oft reagiert die Katze auf Berührung in diesem Bereich durch Abwehr und/oder Schmerzäusserung. Was bei Cib beispielsweise nicht der Fall war.





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