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Marlene ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.08.2009 Beiträge: 40 Nachricht senden |
![]() Fürst von Pückler-Muskau der berühmte und geschätzte Reisende, Schriftsteller, Gartenkünstler und Landedelmann aus Sachsen, gab im Winter 1845/46 auf Schloss Branitz häufig Diners. Von einem solchen Diner am 28. Februar 1846 ist die Menükarte erhalten. Anwesend waren die Herren Fürst Palffy, Graf Arnim, der Gelehrte Alexander von Humboldt, Graf Henckell-Donnersmarck, Graf Alvensleben, Fürst Carolath, Fürst Stollberg und Graf Nostiz. Diese Diners, bei denen nach einer goldenen Regel Kants die Zahl nie unter die Zahl der Grazien und über die Zahl der Musen gehen durfte, waren äußerst beliebt, und auch diesmal hatte sich der Fürst eine Überraschung einfallen lassen. Nach dem Menü, bestehend aus Krebssuppe und Mockturtle, Holsteinischen Austern, Türkischen Pastetchen mit Fleischbrühe, Rheinlachs mit Sardellenbutter, Hamburger Kalbskeule, getrüffelter Pute, Rebhühnerpastete aus Toulouse, Rehrücken, Champagnerauflauf und nach den Käsen wie Roquefort, Stilton, ehester und Gruyere reichte man Eis, frisches Obst und sizilianisches Schaumgebäck. Anschließend bot er lebende Bilder, antike Bildwerke, dargestellt von Komödianten im Seidentrikot. Die Menükarte dieses Tages, zufällig erhalten, zählt Eis als eine nebensächliche Selbstverständlichkeit auf. In der Tat war Fürst Pückler, nach dem die Eisbombe ihren Namen hat, weder der Erfinder des Speiseeises noch dieser speziellen Form, sondern hat ihr nur seinen werbekräftigen Namen leihen müssen wie Bismarck den seinen dem eingelegten Hering. Mit Pückler-Eis bezeichnet man eine Spezialmischung aus gefrorener Schlagsahne, kleingeschnittenen Makronen, Maraschino, Erdbeermark und geriebener Schokolade, doch ist der Erfinder dieses Rezeptes unbekannt | |||
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