Mirax  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 03.11.2005 Beiträge: 4856 Nachricht senden | Erstellt am 21.04.2009 - 18:07 |  |
Ich denke die eine Antwort auf Deine Frage gibt es nicht, v.a. weil auch so viel von dem Kind abhängt, dass dann noch kommt. Kann sein, dass es super zu den anderen beiden passt und problemlos ist, kann sein, dass es behindert wird und deshalb enorm viel Zeit und Geld braucht. Aber wenn man immer alles vorher wüsste wäre das Leben ja langweilig!
Ich kann nur sagen, dass mein Bruder und ich eigentlich schon immer nur zu zweit bleiben sollten - wir sind nur 15 Monate auseinander. Als ich neun und er acht war, haben wir völlig ungeplant noch einen Bruder bekommen. Meine Eltern waren am Anfang völlig entsetzt über die Schwangerschaft, weil sie kein drittes Kind wollten und auch schon recht alt waren und überhaupt, aber es war halt passiert. Als er dann da war, hat sich herausgestellt, dass er das Beste war, was uns passieren konnte. Mehr Leute machen das Familienleben interessanter und hat auch die Beziehung zwischen meinem anderen Bruder und mir sehr verbessert, weil wir quasi noch ein "Ausweichgeschwister" hatten, wenn wir uns gestritten haben. Wahrscheinlich hat's auch was damit zu tun, dass wir schon so alt waren, aber meine Mutter meint, wir wären nach der Geburt viel kooperativer geworden, was Hilfe im Haushalt oder so angeht und auch selbstständiger...
Was das finanzielle angeht: drei Kinder passen normalerweise ins gleiche Auto wie zwei und meistens kann man ja Klamotten oder so Dinge wie Fahrräder etc. weitergeben - und ich denke Kindern ist es echt egal, ob sie Urlaub an der Nordsee oder am Pazifik machen...
Signatur Meine Rollenspielkinder:


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Duzibesitzer
    

Status: Offline Registriert seit: 03.04.2005 Beiträge: 283 Nachricht senden | Erstellt am 11.05.2009 - 00:11 |  |
Hallo Sonnennebel!
Du sprichst mir in vielen Punkten aus der Seele! Einerseits hätte ich zu gern ein drittes Kind. (Melissa ist 6, Anton 2 Jahre alt).
Finanziell wäre es kein Problem. Leider spricht irgendwie so viel anderes dagegen Mir gefällt es in meinem Job so gut (arbeite im Kindergarten/ Jobsharing - 2 Tage die Woche), Oma passt auf Anton auf, Melissa geht mit. Wäre dieser Glücksgriff von Job, was schon allein die Arbeitszeit betrifft, weg, wenn ich eine dreijährige Pause einhalten würde? Meine Mutter ist zwar eine Powerfrau, aber mit meinem Vater geht es gesundheitlich ziemlich bergab, sie hat genug um die Ohren, und auch auf mich kommt in der Hinsicht noch ziemlich viel zu. Was ist,wenn meiner Mutter irgendetwas passiert? Dann hätte ich möglicherweise drei Kinder und Pflegefälle zu betreuen. Auf Hilfe brauche ich nicht zu hoffen, ich bin leider Einzelkind, und mein Mann ist beruflich sehr aktiv und nicht viel zuhause.
Mein größter Wunsch wäre ja (wenn man es sich aussuchen könnte) eine Schwester für Melissa und Anton.
Möglicherweise habe ich eine Idealvorstellung von einer Schwester. Im Freundeskreis kenne ich viele Schwestern, die zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Das gibt einem so viel Halt. Meine Mutter hat 5 Schwestern, einen Bruder. Als meine Oma 1991 gestorben ist, habe ich einen unglaublichen Zusammenhalt erlebt.
Meine eigene Schwester ist bei der Geburt gestorben als ich sechs Jahre alt war. Ich vermisse sie gerade jetzt so, wo es schmerzt zu sehen, wie mein Vater sich so verändert. Vielleicht hätte man dann jemand, mit dem man darüber reden kann,jemand, der sich in der allergleichen Situation befindet wie ich. Meine Mutter ist zwar sehr stark, aber ich möchte sie trotzdem nicht belasten.
Nun komme ich zu meinem nächsten Punkt: ich bin leider nicht die Nervenstärkste. Wäre es dann nicht absurd, über ein weiteres Kind nachzudenken? Ich fühle mich jetzt schon oft ausgelaugt, wäre ich durch ein drittes Kind nicht noch viel mehr überfordert?
Grausen würde mich auch vor der Schwangerschaft. Bei Anton war mir ganze drei Monate ständig kotzübel, ich war bleiern müde. Ich war ehrlich froh, dass mir meine Mutter manchmal Melissa für zwei, drei Stunden abgenommen hat.
Was noch gegen ein drittes Kind spricht: das Alter.
Ich bin 36 Jahre alt. Mein Mann sagt immer, wir haben zwei gesunde Kinder, soll man das Schicksal unbedingt herausfordern? Was wäre, wenn das Kind krank wäre, hätte ich dann noch Zeit für Melissa und Anton?
TROTZDEM: Die Frage beschäftigt mich täglich: drittes Kind, ja oder nein?
So, nun habe ich genug gelabert, auch über Zeug, das hier eigentlich nicht reinpasst, sorry.
Liebe Sonnennebel, ich kann dich soooo gut verstehen. Ich wünsche dir von Herzen ein drittes Kind, und dass einfach alles nur positiv läuft.
Liebe Grüße Heidi
Signatur Jedes neugeborene Kind bringt die Botschaft, dass Gott sein Vertrauen in die Menschen nicht verloren hat. |