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freigeist ...



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...   Erstellt am 10.11.2005 - 13:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo liebe Leute,

in letzter Zeit hört man immer mehr von dieselelektrischen Antrieben in Yachten nachdem offenbar in der Berufsschiffahrt damit Erfolge gefeiert wurden. Bavaria und Fischer-Panda bauen offenbar eine Yacht mit so einem Antrieb und auch ein paar Selbstbauer (www.blu-venture.de , www. largyalo.de) setzen darauf. Etliche Vorteile scheinen ja zu bestehen, aber:

Erscheint Euch das ganze auch tauglich / blauwasser-tauglich ?

Viele Grüße
Thomas





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"Befreien muß man sich aus dem Gefängnis der Geschäfte und der Politik." Epikur von Samos (341 - 271 v. Chr.), griechischer Philosoph

Pilgrim ...





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...   Erstellt am 10.11.2005 - 16:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Für Segelyachten der gängigen Größenordnung (sagen wir mal 10m +- x) sehe ich keinen Vorteil; der Antriebsstrang ( traditionell Diesel-Getriebe-Welle-Schraube) wird verlängert auf
Diesel-Generator-E-Motor-Welle-Schraube ) Dazu noch die Eelektrik bzw. Elektronik für die Steuerung.
Das heißt, die Antriebsanlage wird umfangreicher, schwerer, teuerer, wartungsintensiver. Der Wirkungsgrad wird auch nicht wesentlich besser, eher sogar schlechter; so what ?
Wenn ich was übersehen habe bitte ich um Aufklärung !

Gruß
Winfried





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Gruß Winfried
www.heinkele.net

freigeist ...



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...   Erstellt am 10.11.2005 - 17:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi again,

ich stell mir die Frage für einen Cruising-Cat (15-20m) der evtl. auch mal mit Zweier-Crew oder Einhand gesegelt werden soll und nehme einfach mal an, daß die "verdrehbare" Schrauben/Motoren-Gondel (wie bei Bugstrahlruder) bei Hafenmanövern sinnvoll ist. Auch die "umgekehrte Funktion" (Schrauben/E-Motoren als Generator unter Segeln finde ich als Idee ganz pfiffig. Ich will mir das allerdings nicht erkaufen durch ein ausfallträchtiges System ...





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navigator ...
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...   Erstellt am 10.11.2005 - 19:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Thomas,
wie schon oben bemerkt ist jedes zusätzliche eletronische System auf einer Langzeityacht ein Problem.
Technik sollte/muss immer so einfach wie möglich sein und mit Bordmitteln zu reparieren sein.

Stell Dir mal vor, Du hast einen Schaden an der (teuren) Elektrik des Antriebes und bsi mit dem Boot gerade in der Red Sea oder Chile oder... oder Was dann.
Garnicht auszudenken in einer tagelangen Flaute auf dem Pacifik zu hängen.
Lass die Finger davon. Deine Recourcen zur Wartung und Reparatur sind zu gering.
Meint
Helmut , nach 8 Jahren auf See

[Dieser Beitrag wurde am 10.11.2005 - 19:37 von navigator aktualisiert]





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Umwege fördern die Ortskenntnis.

freigeist ...



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...   Erstellt am 10.11.2005 - 22:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Helmut,

ja, es scheint wohl die Steuerungselektronik zu sein, die als zusätzliche Komponente dann an Bord ist (Diesel und Generator="Rückwärts-E-Motor" gibt es auch sonst oft genug). Vermutlich ist das tatsächlich der schwache Punkt - kann mir sehr gut vorstellen daß Du da einen Volltreffer gelandet hast und das gibt mir schon arg zu denken und ich werd sicher erst mal abwarten was die Zukunft mit dieser Technik so für Erfahrungen bringt.

Besten Dank dafür. Natürlich auch für das Forum insgesamt. Es ist ein echter Beitrag für die Szene (jedenfalls was mich angeht) und ich kann wirklich nicht verstehen, was einem Hacker daran liegen kann die gesammelten und wertvollen Forenbeiträge zu zerstören.

Viele Grüße
Thomas





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Moskito ...





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...   Erstellt am 11.11.2005 - 09:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei einem Kat..und dann auch noch von der Grösse.. macht das doch schon Sinn..
Mit einer Hauptmaschine lassen sich die drei Antriebe..zwei Heck und ein Bugstrahlruder..sicher gut verwirklichen. Gewichstmässig liegt man wahrscheinlich auch besser und handelsübliche Drehstrommotoren sind billig, robust und die Regelung ist heute Stand der Technik und kein „Marine-Yacht“-Kram. Das läuft in jeder Waschmaschine.Da sehe ich nicht das Problem.
Bei den heutigen Preisen für Bootsmotore lohnt sich die Überlegung in diesem Fall schon.
Ich würde allerdings..ausgehend von einem Bootsdiesel..versuchen, die E-technik mit der Regelung NICHT im Yacht-Bereich zu finden, denn da ist sie wahrscheinlich ziemlich teuer.
Und...du musst sicher einiges an eigenem technischen Verständnis haben, um so ein Projekt zu realisieren.

Vor ein paar Jahren hätte ich auch so, wie Helmut reagiert, aber in der Technik hat sich ja doch einiges geändert, gerade auf dem Gebiet der elektrionischen regelung, die heute überall anzutreffen ist und damit auch mehr Ressourcen zu Verfügung stehen.

[Dieser Beitrag wurde am 11.11.2005 - 09:39 von Moskito aktualisiert]




johannes ...





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...   Erstellt am 11.11.2005 - 12:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


es ist gar keine frage, liebe sportsfreunde,
dass das die antriebsform der zukunft sein wird. man nennt so was "hybrid antrieb" und findet zunehmend auch im automobil seine anwendung. den hier genannten nachteilen, ich würde sie allenfalls als mögliche "kinderkrankheiten" bezeichnen, stehen eine menge vorteile gegenüber.
zb. die dieselgeneratorgruppe kann frei im schwerpunktbereich des bootes montiert werden und kann einiges kleiner dimensioniert werden als vergleichbare direktantriebe. der diesel läuft mit einer konstanten drehzahl. auf der mit dem grössten drehmoment und dem kleinsten spezifischen verbrauch. als energiezwischenspeicher dienen die akkus. spezielle elektromotoren zb scheibenläufer zeichnen sich aus durch hohen wirkungsgrad und grosses drehmoment. die regelung kann zb über pulsbreitenmodulation sehr effizient erfolgen.
ein weiterer vorteil ist, dass die dieselgeneratorgruppe zu einem späteren zeitpunkt durch eine brennstoffzelle ersetzt werden kann.





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_/) johannes _/)
SYJOHNSLAST

Henry ...



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...   Erstellt am 11.11.2005 - 12:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Freigeist,

Gerhard Schein hat in seinem neuesten Projekt die Antriebskonfiguration realisiert, in dem Katamaran
Styria 50+ hat er einen Diesel von Fischer Panda und zwei 10kW E-Motoren. Er macht gerade seine Überführungsfahrt in die Adria. Ich glaube auch, wie johannes, daß dies die Antriebstechnologie der Zukunft wird.

www.smg-multihull.com

Gruß
Henry





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Henry

Andy 



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...   Erstellt am 11.11.2005 - 16:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


navigator schrieb

    Hallo Thomas,
    wie schon oben bemerkt ist jedes zusätzliche eletronische System auf einer Langzeityacht ein Problem.
    Technik sollte/muss immer so einfach wie möglich sein und mit Bordmitteln zu reparieren sein.

    Stell Dir mal vor, Du hast einen Schaden an der (teuren) Elektrik des Antriebes und bsi mit dem Boot gerade in der Red Sea oder Chile oder... oder Was dann.
    Garnicht auszudenken in einer tagelangen Flaute auf dem Pacifik zu hängen.
    Lass die Finger davon. Deine Recourcen zur Wartung und Reparatur sind zu gering.
    Meint
    Helmut , nach 8 Jahren auf See



mal ne frage, wer kann die einspritzanlage seines diesels reparieren?




JohannesC 



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...   Erstellt am 13.11.2005 - 16:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


E-Motor in der Praxis

Auf meiner kleinen Jacht habe ich schon den ersten Teil des "Diesel-Elektrischen-Antriebs" installiert.
Die Erwartungen wurden weit übertroffen und in der reduzierten Anforderung (Hafenmanöver + 1h Marschfahrt) ist der E-Antrieb für mich völlig ausreichend. Es ist ein Segelboot das gelegentlich mit Motor fahren muss und kein Motorboot das gelegentlich gesegelt wird.

Lediglich um in Not- und Ausnahmesituationen über längere Zeit motoren zu können wird noch ein GenPack dazukommen.

Zur Anfälligkeit: Wenn der E-Antrieb erstmal ordentlich installiert ist, muß sich der Bastler eine neue Aufgabe suchen, ausser Wasserkontrolle an den Akkus und die Kabelklemmen einmal im Jahr mit Polfett zu schützen ist nicht mehr viel zu tun. Die Steuerelektronik ist wasserdicht vergossen, wenn sie irgendwann ausfällt und kein Paketempfang möglich ist, sollte auf einer ordentlich eingebauten Anlage ein Notbetrieb möglich sein. Der dann gar keine Elektronik mehr beinhaltet, sondern nur ein paar intelligent gelegte Kabel.

Wenn zusätzlich ein Dieselgenerator eingebaut wird, ist dieser eben wieder so zu warten wie ein Bootsdiesel.

Mein E-Motor ist allerdings etwas überdimensioniert, hat sich eben so ergeben, vielleicht wird er ja mal noch in ein größeres Boot umziehen.

Ach ja, am Anfang als ich das Projekt in Angriff genommen habe, dachte ich damit billiger zu kommen als mit einem Diesel. Wenn ich mich jetzt daran erinnere kann ich nur müde lächeln.

Mein Tipp: Wer die Vorteile des E-Motors nutzen will und experimentierfreudig ist, sollte es wagen. Wer einfach schnell einen Motor im Boot haben will und sowieso viel Motorboot fährt, der soll einen konventionellen Diesel nehmen und fertig.

Gruß
Johannes C.





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