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matzl0505 ...
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 18:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


-2.10.2009-
So, ich kam nach Hause und wurde erstmal damit begrüßt, dass der Bauer, von dem ich dieses Jahr meine Trauben bekomme seine Trauben heute liest. Ich wusste nicht sicher was ich davon halten sollte, einerseits die Freude auf meinen ersten Traubenwein, andererseits der Gedanke daran, den ganzen restlichen Nachmittag und Abend die Trauben(gut 30kg) mit der Hand entrappen zu dürfen.
Nunja, bin dann erstmal zu dem Bauern gefahren und ab dann begann meine Glückssträhne. Als erstes erfuhr ich, das er einen Entrapper hat(den gleichen wie dreizehn) und ich nicht den ganzen Nachmittag und Abend mit der Hand entrappen musste. Hab mich dann mit dem Bauern ganz gut über Wein und die Herstellung unterhalten und hab dabei gut rausghört, dass er zwar materiell top ausgerüstet war, aber von Dingen wie Hefenährsalz und Säurebestimmung keinen blassen Schimmer hatte. Antigel und Hefe kannte er.
Hab dann meine Trauben gelesen, entrappt ausgemacht, dass ich später nochmal vorbeischauen werde um ihm noch zu helfen(hab die Trauben kostenlos bekommen) und bin nach Hause gefahren. Zuhause hab ich dann meinen ersten Traubenwein angesetzt.
Rotwein Maischgärung:
25l Rote Traubenmaische: Davon erstmal 3L Saft als Süßreserve abgepresst, geschwefelt, mit Kaliumsorbat und Antigel behandelt, 6h stehengelassen, abgezogen, Mostgewicht bestimmt(75°Oe) sowohl bei der Maische, als auch bei der Süßreserve auf 105°Oe aufgezuckert und Süßreserve eingefroren.

Restliche 22l Traubenmaische auch auf 105°Oe aufgezuckert, Antigel, HNS und Hefe (Bioferm Aromatic) dazu und ab ins Gärgefäs.
Soweit war alles klar, nur beträgt die Säure 20g/l. Was kann ich dagegen tun?

Bin dann als ich Zuhause fertig war, nochmal zu dem Bauern gefahren und hab ihm bei der Lese und der Verarbeitung der restlichen Trauben geholfen. Jetzt blubbern bei ihm 160l Rotwein und bei mir 22l.
War für uns beide echt ein wahnsinnig spannender und lehrreicher Tag.
Wie im Titel schon angekündingt bin ich auf den Ausgang dieses Experiments echt gespannt:
Eine Rebsorte, ein Lesetermin und was zwei Winzer daraus machen...

In diesem Sinne Winzerische Grüße
Marius

Edit: Der einzige Wermutstropfen. Der Bauer wusste zwar, das es sich um Keltertrauben handelt, aber die Rebsorte kannte er leider nicht.

[Dieser Beitrag wurde am 04.10.2009 - 18:22 von matzl0505 aktualisiert]





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Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?

Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 19:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Säuregehalt ist sehr hoch, das spricht dafür dass die Trauben nicht sehr reif waren. Eine normale Säurefällung scheidet für mich aus, da wir nicht wissen wie hoch der Weinsäureanteil ist. Bleibt nur die Doppelsalzfällung, wobei ich irgendwie ein ungutes Gefühl hätte, 50% oder mehr der Säure auszufällen. Da müsste man ausprobieren wie sich das geschmacklich entwickelt.





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matzl0505 ...
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 20:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Genau das Problem sehe ich auch. So viel Säure ausfällen ist fast unmöglich. Und vor einem BSA schrecke ich doch etwas zurück. Ich werde jetzt erstmal bis zum Abpressen warten und dann nochmal messen und schauen.
Nach wie vielen Tagen würdet ihr so grob abpressen?
gruß
Marius





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...   Erstellt am 04.10.2009 - 20:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie bei allen anderen Weinen auch: Wenn es ein bis zwei Wochen gärt bzw. wenn der Zucker zu Ende geht kannst du abpressen.

Bedenke bei der Süreserve dass diese noch den "vollen" Säuregehalt hat.





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matzl0505 ...
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 21:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das ist das nächste Problem. Die Süßreserve hat den gleichen Säuregehalt.

gruß
Marius





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fibroin ...
5000 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 22:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bist du sicher, dass die 20 g/l stimmen? Wir haben schon Oktober, da sollten die meisten Trauben gereift sein.
105 ° Oe ist meiner Meinung ziemlich hoch, wenn du einen trockenen Wein möchtest. Das gibt 13 %.

Lass mal vergären, und messe dann noch mal.





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Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

matzl0505 ...
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 22:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja die Messung stimmt leider.
Erste Messung:
Unverdünnter Most:
musste bei 15g/l aufhören, weil die Skala zu Ende war. Der Most im Standzylinder war immernoch quietschgelb.

Zweite Messung:
6ml Einwegspritze mit 5ml Aqua dest. aufgezogen und in den Standzylinder des Acidometers.
Nochmal die gleiche Prozedur mit dem Most.
Ergab zusammen genau die 10ml.
Wieder titriert und Farbumschlag bei 10g/l.
Da 50:50 Verdünnung also 20g/l.
Hab das ganze dann noch mit dem neutralen Lackmuspapier nachgeprüft. Ein paar Tropfen des fertig titrerten Most drauf und kein Farbumschlag zu sehen. Lackmus weiterhin Lila. Daraus schließe ich die Neutralität.

fibroin schrieb
    Wir haben schon Oktober, da sollten die meisten Trauben gereift sein.

Ja des stimmt. Wo vllt das Problem liegen könnte, ist das die Trauben nicht wirklich "beachtet" werden. Damit meine ich, das Dinge wie Erziehung, Schnitt und Ertragsbegrenzung hier wohl nicht sonderlich beachtet wurden.

fibroin schrieb
    105 ° Oe ist meiner Meinung ziemlich hoch, wenn du einen trockenen Wein möchtest. Das gibt 13 %.

Ganz so trocken will ich ihn nicht. Ich werde trocken bis halbtrocken anpeilen. Eher etwas mehr Restsüße, um die Säure wenigstens geschmacklich ein wenig zu kompensieren.

fibroin schrieb
    Lass mal vergären, und messe dann noch mal.

So werde ichs machen...Erstmal abwarten und Wein trinken.

gruß
Marius





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...   Erstellt am 04.10.2009 - 22:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn der Säuregehalt "knackig" bleibt brauchst du natürlich auch einiges an Restsüße damit das ganze überhaupt trinkbar ist. Ich kann mich an einen Wein mit über 10 g/L Säure erinnern der sich beim Nachzuckern wie ein schwarzes Loch verhalten hat





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matzl0505 ...
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...   Erstellt am 04.10.2009 - 22:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das kann ich mir vorstellen. Nur das Problem ist dann immer noch die Magenuntauglichkeit bei größeren Trinkmengen.

gruß
Marius





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...   Erstellt am 04.10.2009 - 22:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo
vorher nen ordentlichen Schweinebraten oder sowas essen, dann bekommt einem auch die Saeure





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gruss
jan

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