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Knarz ...





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...   Erstellt am 24.04.2006 - 18:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Prolog

Es war bitterkalt. Mika zog die Decke enger um seinen Körper um dem beißenden Wind der in jede Ritze fuhr und mit frostigen Fingern nach seinem Körper griff keine Angriffsfläche zu bieten. Der junge Mann sah sich nach dem Rest der Gruppe um. Links und rechts neben ihm lagen Lambrecht und Vurin und schienen zu schlafen, aber ihrem zittern nach zu urteilen ging es den beiden älteren nicht besser als ihm. Dante und Kerrick hielten Wache. Mika konnte Dante mit den Rücken zu dem Gebüsch hinter dem sie ihr mehr als notdürftiges Lager aufgeschlagen hatten sitzen sehen. Der Hüne war ihr bester Kämpfer und als Lebensversicherung für den Trupp mitgeschickt worden. Kerrick beobachtete liegend Dantes rückwärtigen Bereich. Er war beim letzten Angriff der Orks vor vier Tagen verwundet worden, aber damit war es ihm immer noch besser gegangen als den acht anderen Mitgliedern der Expedition die gefallen waren. Die fünf überlebenden des Angriffs hatten sich nur mit größter Mühe vor den Grünhäuten verstecken können. Dabei hatten sie ihre Vorräte und das meiste Feuerholz sowie den Zunder zurücklassen müssen. Jetzt war ihre Situation alles andere als rosig. Der Busch bot dem kleinen Häuflein die einzige Deckung, da in der näheren Umgebung jede kleinere Mulde voll Wassergelaufen war. Sie waren im Sommer aufgebrochen und inzwischen ging es hart auf den Winter zu. Mika schlotterte und versuchte dahinter zu kommen wie er hier herein geraten war.

Seit sie die Mauern Zweiturms vor drei Monaten hinter sich gelassen hatten war dem jungen Mika die Lust an Abenteuern sichtlich vergangen. Sein Ehrgeiz hatte ihn aber davon abgehalten einfach umzukehren und so war er mit der Expedition in diese öde Landschaft verschlagen worden. Die Reise hatte Planmäßig und ohne Zwischenfälle begonnen. Der junge Mika hatte in Zweiturm davon gehört, dass eine Expedition in den Norden geschickt werden sollte um die dortigen Lande zu erforschen und neue Handelsbeziehungen aufzubauen. Da ihm das Stadtleben langweilig wurde und sein reicher Vater von ihm ohnehin nur erwartete den Seidenhandel weiterzuführen, beschloss er sich Nachts davon zu schleichen und der Expedition anzuschließen. Er hatte einen grossteil seiner privaten Geldbörse auf den Kopf gehauen um sich damit eine leichte Lederrüstung und ein Schwert zu kaufen. Als er erfuhr, dass die meisten Teilnehmer der Expedition entweder Söldner oder abkommandierte Soldaten der Stadtgarde waren und Dante sie anführen sollte, hatte er sofort versucht sich bei Dante anzubiedern. Der Krieger hatte ihm nach kurzer Zeit unmissverständlich klargemacht was er von seinem Verhalten hielt. Als Mika ihn daraufhin einen Feigling genannt hatte, war er noch deutlicher geworden. Das blaue Auge war inzwischen verheilt, aber die Erinnerung daran blieb frisch. Im Nachhinein hatte Mika festgestellt, dass Dante recht hatte und er wirklich eine total falsche Vorstellung vom Kriegshandwerk hatte, waren sie bereits 2 Monate unterwegs gewesen. Vorher waren sie durch 2 verschiedene Länder gereist und hatten tatsächlich ihren Auftrag ausführen können. Man hatte sie bei ihrem letzten Halt davor gewarnt noch weiter nach Norden Vorzudringen. Dort würden die toten Länder beginnen. In einer dunklen Spelunke hatte Mika Gerüchte über Bestien und Wesen die er nur aus Schauermärchen und kannte gehört. Sie sollten in den nördlichen Einöden Leben, und das „gefallene Königreich“ sei noch unsicherer geworden seit auch Dunkelelfen aus dem Südosten einige Tunnelausgänge in dieser Gegend geöffnet hatten. Der Handelsführer des Trupps hatte allerdings auch von den Schätzen dieses mystischen Königreiches gehört und schätzte die Gefahren eher gering ein. Er hatte im Streit mit Dante irgendein Argument benutzt was den wesentlich stärkeren Dante bewogen hatte einzuwilligen. Mika hatte nicht gefragt danach zu Fragen, nachdem Dante wutentbrannt einen Baum zu Kleinholz geschlagen hatte.
Zwei Wochen später waren sie auf eine für Zweiturms Verhältnisse relativ große Rotte von Orks gestoßen. Die Orks waren ihnen zahlen mäßig überlegen und hatten ihnen den Rückweg in den Süden abgeschnitten. Sie hatten sich ursprünglich einen Weg durch ihre Flanke erkämpfen wollen, als sich herausstellte, dass die 40 Orks tatsächlich nur die Vorhut einer weit stärkeren Streitmacht waren die in ihrem Rücken wartete. Dante hatte sie aus dieser ungewöhnlich geschickt gestellten Falle herausgeführt. Doch damit waren sie immer weiter in das „gefallene Königreich“ eingedrungen. Die Orks hatten sie immer weiter getrieben und vor vier Tagen endlich zum Kampf gestellt. Dieser Kapmf hatte auch den Händlerführer das Leben gekostet.

Plötzlich tippte Kerrick Dante auf die Schulter und weckte die anderen.
Die 5 Männer sprangen auf und bildeten einen Abwehrkreis. Kerrick wurde von den vier anderen in die Mitte genommen um sein verletztes Bein zu schonen. Mika hatte sein Schwert gezogen mit dem er inzwischen ganz passabel umzugehen wusste und versuchte ruhig zu atmen. Dante drehte sich zu Kerrick um: „Wo kommen sie? Wieviele sind es?“ „Es sind keine Orks! Orks machen zuviel Radau wenn sie versuchen sich anzuschleichen. Ich habe eben nur ein ganz leises rascheln gehört und da wir seit Tagen keine Tiere mehr gesehen haben muss es etwas anderes Sein!“ Man hörte das sirren der Pfeile erst kurz bevor sie vor ihren Füßen einschlugen. Dante brüllte seinen Protest in die Nacht: „Kommt heraus und kämpft wie echte Männer und benehmt euch nicht wie feige Attentäter!“ Dantes schwerer Kürass klapperte als er einen Schritt in die Dunkelheit machte. „Ich bin Hammer Patrouillenführer von Haus Darn. Ihr habt das Territorium der Mark Sarna verletzt. Ihr habt einen verwundeten dabei. Er würde den Rückweg nach Süden aus unserem Land nicht überstehen. Es wäre Verschwendung von Vorräten ihn mit zu versorgen“ antwortete eine tiefe Stimme aus dem Dunkel. „Wenn ihr ihn auch nur anrührt, werde ich keinen von Euch am Leben lassen!“ grollte Dante zurück. „Willst Du diesen Anspruch im Zweikampf verteidigen? Solltest Du gewinnen werde ich den Rest deines erbärmlichen Haufens am leben lassen und versorgen. Was bietest Du im Austausch?“ Mika sah zu Lambrecht und Kerrick und dann zu Vurin. Die drei waren ebenso geschockt wie er. Die unbekannten hätten sie einfach erschiessen können und feilschten jetzt mit Dante um das Leben seiner Kameraden? Wie abartig konnten diese Wesen sein? Dante dachte kurz nach. „Ich habe nichts was ich Euch anbieten könnte. Unsere Vorräte könntet ihr euch auch nehmen nachdem ihr uns alle getötet habt.“ „Das ist richtig, Krieger. Aber um Dir zu beweisen, dass ich dich nicht betrüge will ich es dir schwören. Entzündet eure Fackeln!“ Rund um die Gruppe wurden jetzt 20 Krieger sichtbar. Einige von ihnen in Lederrüstungen mit Pfeil und Bogen bewaffnet, andere in schweren Metallrüstungen mit Nahkampfwaffen und Kiteschilden ausgestattet. Alle trugen Felle zum Schutz gegen die Kälte unter ihren Rüstungen. Ein stämmiger Mann trat vor und nahm den Helm in Form eines Bärenkopfes ab. Darunter kam ein roter Haarschopf zum Vorschein, welcher an den Seiten kurz rasiert war und hinten zu einem Zopf geflochten. Die blauen Augen des Mannes leuchteten von einem inneren Feuer welches durch das Licht der Fackeln noch verstärkt wurde. Erst jetzt fiel Mika auf, dass auch die anderen Krieger Helme in Form von Tierköpfen trugen. Die Nahkämpfer schienen alle einen Bärenhelm zu tragen, während die Bogenschützen einen aus Leder gearbeiteten Adlerkopf trugen. An den Armschienen der Bogenschützen bemerkte Mika kleine Haken. So etwas hatte er noch nie gesehen und er hätte es vermutlich sogar sehr interessant gefunden, wäre nicht das Gefühl von Bedrohung von diesen Männern ausgegangen.
Der Fremde begann wieder zu sprechen. Das Licht der Fackeln brach sich im Goldrand seines Helmes und ließ ihn funkeln. „Ich werde Sie des Landes verweisen und sie zwingen wieder in den Süden zu gehen wenn du verlieren solltest. Ich beanspruche deine Rüstung als Beute. Bist Du bereit zu kämpfen?“

Mit einem Nicken zog Dante sein Schwert aus der Scheide. Die Runen auf der Klinge leuchteten rot. Mit einem zweiten griff hatte er seinen Turmschild richtig positioniert. Der fremde Krieger setzte seinen Helm wieder auf und nahm einen gewaltigen Kriegshammer von seinem Rücken. Seine blauen Augen funkelten aus den Augenhöhlen des Bärenkopfes und ließen ihn dadurch fast wie ein Fabelwesen wirken. Die beiden Krieger umkreisten einander und suchten nach einem Stellungsfehler des anderen bevor es zum ersten Schlag kam vergingen Minuten. Beide belauerten einander vorsichtig. Plötzlich sprang Dante vor und hieb mit dem Schwert auf seinen Gegner ein. Der riss jedoch den Griff des Hammers zwischen sich und Dantes Klinge. Funken stoben auf und Dante parierte den auf seine Füße gezielten Gegenangriff mit seinem Schild. Ein dumpfer Schlag und der Schild wies am unteren Rand eine gewaltige Beule auf. Dantes Schlag auf den Arm des Gegners wischte dieser einfach mit der Unterkannte des Hammers weg. Mika war erstaunt und entsetzt zugleich.
Dieser Hammer musste einiges Gewicht haben und sein Träger verfügte trotzdem über Geschick und Geschwindigkeit um mit Dantes leichterer Waffe spielend fertig zu werden. Der Bärenmensch schwang den Hammer aufwärts und ließ Dante nach hinten springen. Gleichzeitig fasste er den Hammer mit beiden Händen am hinteren Ende des Stiels und setzte den Aufwärtsschwung in eine Drehbewegung um. Dante konnte gerade noch seinen Schild vor sich halten und wurde von der Wucht des Schlages nach hinten geschleudert. Aus dem Augenwinkel sah wie Mika wie Vurin in seine Armschiene Griff. Er wusste, dass der Söldner dort einen Wurfdolch versteckt hatte und wollte schon etwas sagen als er auch Lambrecht nach seiner Waffe greifen sah. Noch bevor er den Mund öffnen konnte fielen beide von Pfeilen der Adler getroffen zu Boden. Der Anführer der Fremden sah kurz zu Mika herüber. „Mich dich besser nicht in diesen Ehrenhandel ein, denn es würde dir nicht anders ergehen als den beiden!“ Der Krieger war kaum aus der Puste. Dante kam wieder hoch und warf mit dem Rest seines Schildes nach seinem Kontrahenten. Von seinem Turmschild war nur noch ein kläglicher Rest um den Griff übergeblieben. Der Bärenmensch wurde getroffen und taumelte kurz, bevor er sich wieder fing. Dante trat ihm vor die Brust und warf ihn damit auf den Boden. Der Kriegshammer glitt ihm aus den Händen und er hob die Hände.
Dante hielt im Schlag inne. „Du wirst uns also versorgen, oder muss ich dich erst töten, wie Du meine Kameraden hast töten lassen!?“, keuchte Krieger. Der Bärenmensch lachte auf.
„ich habe dir mein Wort gegeben und so soll es sein. Du hast bewiesen, dass du ein wahrer Krieger bist. Warum gibst du dich mit verräterischem Abschaum ab?“ fragte der Fremde mit einem Blick auf die beiden toten Söldner.
Die Bogenschützen welche Vurin und Lambrecht getötet hatten begannen damit die Ausrüstung ihrer Opfer einzusammeln und luden Kerrick auf eine Trage. Mika wollte erst protestieren, riss sich dann aber in anbetracht der Tatsache wie schnell diese Leute ihre Waffen zückten zusammen. So begann seine Reise in das Innere des gefallenen Königreiches.





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...   Erstellt am 07.06.2006 - 01:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


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