LoveBabyLove  TimmyF@n


Status: Offline Registriert seit: 24.01.2007 Beiträge: 34 Nachricht senden | Erstellt am 10.02.2007 - 20:44 |  |
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Autor: *Nadi*
Titel: Eine Geschichte über die große Liebe, Freundschaften und mehr!
Um welchen PS-Boy handelt die Story: Alle!!!
FSK (freigegeben ab...): 12/14
Inhalt: Ich möchte nicht all zu viel verraten, aber in der Geschichte sind um die 5 oder mehr Träume von mir zusammen gefasst worden.
Die Geschichte:
Es war wie an jedem Morgen - der kleine smarte Chaot L.A hatte es mal wieder geschafft seine Kumpels aus den Betten
zu schmeißen. Während Tim, Marc, Basti und Matt bereits in der Küche saßen, gab es einen lauten Aufschrei. "L.A, du Idiot...!"
Jetzt war wohl auch der Letzte wach - Jessie! Er kam wutentbrannt und platschnass in die Küche gestapft.
Alle lachten laut auf. "Ja; lacht ihr nur. Ich find das überhaupt nicht witzig!" Basti sah seinen ehemaligen Zimmergenossen an.
"Sieh es positiv; du brauchst heut nicht mehr zu duschen" riss nun Tim einen seiner Witze.
Matt war gerade dabei gewesen seinen Kaffee zu trinken, doch dann hatte es geklingelt. "Ich geh schon!" Jessie stapfte hinüber zur Haustür, und zog die Tür auf... und wow! Wer war das denn gewesen?
Er fühlte sich magisch von ihr angezogen; so hübsch fand er sie. "Ist Matt vielleicht da?" - "Ja natürlich; einen Moment eben!"
Er stapfte zurück. "Besuch für dich, Matt!" Nachdem Matt aus der Küche verschwunden war, rannten alle zur Küchentür und lukten vorsichtig hinaus. "Jes; du hast uns verschwiegen, dass es weiblicher Besuch ist!" Matt machte große Augen, als er an der Tür stand.
"Schwesterherz; was machst du denn hier?" - "Hat Mum dir nicht gesagt, dass ich komme?"
Schwesterherz? Basti, Marc, L.A, Jessie & Tim sahen sich verwundert an. Sie sahen sich noch mehr verwundert an, als Matt mit dem Mädel in die Küche trat. "Jungs, das ist meine kleine Schwester - sie wird eine Zeit lang hier wohnen!" Alle rissen ein Gesicht von sieben Tage Regenwetter, alle außer Jessie!
"Hi; freut mich, dass du hier wohnst!" - "Ganz meinerseits; ich heiße Nadine. Darf ich jetzt meine Hand wieder haben?"
"Natürlich! Ich heiße Jessie!" Sie nickte zufrieden und zog dann mit Matt weiter, der ihr erstmals alles zeigte.
"Kann es sein, dass du die Ladie hübsch findest?" fragte Marc ihn aus. "Hübsch ist wohl untertrieben, wie wär´s mit heiß?" meinte nun Tim, der Nadine bereits seit seinem zweiten Lebensjahr kannte.
Basti schlug seinem Kumpel auf die Schulter. "Los! Schnapp Sie dir!"
"Und das hier ist dein Zimmer...überseh einfach die Klamotten hier und mach es dir gemütlich!" Sie stellte ihren Koffer im Zimmer ab. "Klar; werd ich tun. Und wann gibt es Frühstück?" - "In einer Stunde. Und Schwesterchen? Schön, dass du da bist!"
Nadine sah sich um; wem wohl diese Klamotten hier gehörten? Naja, sie seufzte auf und räumte ihre Klamotten in die Schränke. Es klopfte an... "Ja, herein!" Jessie schaute verwundert drein. "Ich wollte nur meine Klamotten holen!"
"Das ist also dein Zimmer. Dann werde ich wieder gehen!" - "Nein; ganz im Gegenteil. Du kannst ruhig bleiben - ich werd zu Basti ins Zimmer ziehen!" Und dann, nachdem er seine Klamotten gepackt hatte, war er auch schon wieder verschwunden. Eine Weile lang blieb Nadine noch so da stehen und schaute verwirrt zur Tür. Dieser Jessie war ja schon ganz hübsch und süß.
"Was machst du denn da? Es gibt jetzt Essen!" Nadine folgte Matt in die Küche und lernte dann die Anderen kennen. Tim kannte sie ja noch von früher - Jessie war noch nicht da und so aß sie in Ruhe, bis er aufkreuzte.
2 Monate später
In der WG herrschte richtiges Chaos; ganze zwei Monate hatte Matts kleine Schwester nun hier gewohnt - und nicht nur Sie hatte sich verknallt, sondern auch Jessie sich in sie! Trotzdem herrschte absolutes Chaos - L.A und Nadine hatten ab und zu manchmal alle nacheinander aus den Betten geworfen; zusammen kochte sie mit Marc das Mittagessen; mit Tim erkämpfte sie den Vortritt ins Bad; Basti ging mit ihr shoppen und mit Jessie spielte sie ab und zu Fußball. Matt war froh gewesen, dass Nadine sich gut eingelebt hatte. Heute hatten die Jungs frei bekommen und so gingen Jes und Nadi gleich nach dem Mittagessen zum Bolzplatz hinüber, um ein wenig zu spielen. "Okay. Duell Hertha gegen BvB kann beginnen!" kicherte Nadi auf. "Aber sicher doch, Madame!" Eine Weile lang spielten die Beiden - Nadine gewann 12:9 ... "Ja! Tatata...Sieg!" Nadi tanzte ein wenig herum und schrie auf, als Jessie sie hochnahm und umher wirbelte. "Aaah. Lass mich sofort runter; ich befehle es dir!" - "Iwo... Soll ich dich wirklich runterlassen?" Nadi rannte fort, nachdem er sie runterließ; Jes rannte hinterher und so landete er auf dem hartweichen Kies und sie lag über ihm. Die Beiden kamen sich näher; und dann folgte ein sehnlicher langer Kuss. "Wir sollten zurück gehen. Ich möchte noch gerne duschen!"
"Hey. Da seid ihr ja wieder! Und wie war´s?" - "Sie hat gewonnen; okay ich geb´s zu; ich hab sie gewinnen lassen!"
"Stimmt doch garnicht. Das war reines Können!" Nadi ging also duschen; sie musste zurück an den Kuss denken - gleich würde
sie mit Matt darüber sprechen wollen.
Matt wusste sofort, worauf seine kleine Schwester hinaus wollte; schließlich hatte auch schon Jessie mit ihm darüber gesprochen.
"Matt, kann ich dich sprechen?" - "Klar; geht es um den Kuss?" - "Woher weißt du davon?" - "Ganz einfach; ich hab schon mit meinem Kumpel darüber gesprochen! Also, was gibt es?" - "Der Kuss; ich mein... hat er eine Freundin?"
"Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?" - "Nein, ich tu nur so. Natürlich ist das mein Ernst. Mensch, Matt. Ich hab mich verliebt!"
"Oh sorry, ich wollte nicht stören!" Tim zog die Tür wieder zu; Matt schüttelte energisch den Kopf. "Tim stört immer dann, wenn es einem nicht passt! Und jetzt zu dir, Schwesterherz. Ich möchte nicht, dass der Kerl dich verletzt!" - "Ach, das wird er schon nicht;
außerdem ist das dann allein unsere Sache. Du mischst dich erst ein, wenn ich das will, ist das klar?"
"Ich bitte dich, überstürze hier nichts. Das war erst euer erster Kuss; wer weiß, was danach kommt!" Jetzt machte seine Schwester ihm eine Szene. "Und ich bitte dich, Matt. Er ist dein Kumpel. Du solltest ihm vertrauen können!"
"Ich möchte nur nicht, dass er dich verletzt!" - "Matt, ich sage es dir ein letztes Mal. Halt dich daraus, dann kommst du auch nicht da hinein!" Sie stapfte wütend aus der Küche und wurde gleich von Basti mitgezogen. "Fertig fürs Shoppen?"
Sie grinste ihn breit an, schnappte sich ihre Tasche und war dann mit ihm verschwunden - in Richtung Innenstadt.
"Und? Wohin jetzt?" seuzfte Nadi auf und sah Basti an. Doch er zog sie weiterhin mit, bis sie völlig aus der Puste vor H&M stehen blieben. "Damenabteilung da; Männerabteilung hier! Husch; geh schon!" Während Basti sich mal hier ein paar Hosen und
dort ein paar Shirts schnappte, betrachtete Nadine bereits kritisch die Damenabteilung.
"Zu einfarbig - zu bunt; zu schlicht, zu schrill... Man ey, wenn das soweiter geht, komm ich mit nichts nach Hause!" seufzte Sie auf und verkroch sich schmollend auf einen der Stühle, die in der Nähe standen. Dann entdeckte sie einen Jungen, der an ihre Stuhllehne haftete. "Hallo nette Dame. Kann man behilflich sein?" Marc, L.A und Tim waren auch hier gewesen. Sie lächelte. "Wo habt ihr die anderen Beiden gelassen?" - "Zuhause... sind zu faul, um shoppen zu gehen!" Dann seufzte Nadine auf. "Könnt ihr mir helfen? Ich find einfach nichts passendes!" Marc sah sie kurz an und war dann kurz verschwunden. Nach einer Weile kam er mit 3 Shirts an. Das erste war einfach nur schlicht; das wollte Nadi auf garkeinen Fall haben. Und oh mein Gott; das zweite war viel zu kurz. "Wie wär es damit?" Er zeigte ihr das dritte Shirt. Einfach fantastisch! Es war nicht zu einfarbig, etwas schrill und schlicht, punkig wegen der Nieten und edel aufgrund der Farbe schwarz. "Gib her! Das will ich haben. Und jetzt noch... da, eine schöne Hose!" - "Viel Spaß beim Anprobieren! Schau mal, da ist Basti. Lass mal schauen gehen, was er so macht!"
Tim schaute seinem Kumpel beim Aussuchen der Klamotten zu. Auch Basti stapfte nach einiger Zeit in Richtung Kabine und erst, nachdem beide bezahlt hatten, stapften alle Fünf freudestrahlend nach Hause. "Matt; wir sind wieder da!"
"Schön, und habt ihr was tolles gefunden?" "Japp; er hier ist mein Retter in der Not!" Nadi drückte Marc einen Bussi auf die Wange.
"Ich bin dann mal weg!" Sie zog sich schnellstens um und lief danach an der Wohnstube vorbei. "Klopf Klopf. Darf man dir Gesellschaft leisten?" - "Gerne; sag mal, bekomm ich irgendwann eine Revanche beim Fußball?" - "Aber nur, wenn wir ne Runde Playstation spielen!" - "Klar doch, aber dieses Mal werde ich gewinnen!" - "Nix da. Ich werds dir schon zeigen!"
Er überreichte ihr den zweiten Joystick und dabei streiften sich ihre Hände. Lange saßen die Beiden da und spielten an der Playstation, bis sie bemerkten, dass es schon ziemlich spät gewesen war - schon 23.00 Uhr!
Jes machte sich erstmals klar, dass schon alle schliefen und brachte Nadine noch bis zur Zimmertür. Dabei kamen sie sich wieder einmal näher und küssten sich zaghaft. "Ich wünsch dir eine gute Nacht!" Danach waren Beide verschwunden; und während Nadine von einer Beziehung träumte, konnte Jes noch nicht einmal einschlafen. Er fand sie so faszinierend, dabei konnte er noch nicht einmal einen klaren Gedanken fassen. "Hey Jes. Was ist los?" - "Ach nix; schlaf ruhig weiter, Kumpel!" - "Sag mal, empfindest du etwas für Matt´s Schwester?" kam Basti ihm so auf die Schliche. "Ich weiß es nicht genau! Wir sollten jetzt schlafen!" Doch auch dieses Mal gelang es ihm nicht einzuschlafen! Und so torkelte er gleich am nächsten Morgen hundemüde in die Küche, wo bereits alle schon saßen und frühstückten. "So Leute. Viel Spaß beim Performen! Ich muss zum Eislauf!" Nadine drückte Jes noch schnell einen Kuss auf die Wange und dann war sie verschwunden. "Mir scheint es so, dass unser Matt uns alles verschweigt. Fußball? Eislauf? Was kommt noch?" protestierte nun Marc. "Ich muss euch nicht alles erzählen, das ist der Punkt!" Und so zogen sich auch die Jungs an; Jes jedoch tat so, als würde er krank sein und sagte bei den Jungs und dem Management ab. "Hier hast du deinen Tee und das Körnerkissen. Ruh´dich aus und versuche zu schlafen!" machte Matt sich Sorgen. "Klar, das mache ich!" log er ihn an. Kaum waren Matt,Basti, Tim,L.A und Marc außer Haus gewesen, schlug er die Bettdecke bei Seite und zog sich schnellstens an. Er hatte da schon seinen Hintergedanken bekommen und war gleich zum Steinkamp-Zentrum aufgebrochen. Er trat nach einer Weile an die Empfangstheke. "Entschuldigung; ich... bin auf der Suche nach einem Mädchen!" - "Und, wie heißt sie?"
Jes wusste nicht weiter, was er nun sagen sollte, doch dann sah er sie. "Was machst du denn hier?" Nadi hatte ihn mit in die Umkleide geschleppt. "Musst du nicht arbeiten?" - "Krank gemeldet - auf eigene Verantwortung!" - "Ach, du ziehst es also vor hier zu sein anstatt bei deinen Kumpels zu sein!" - "Ist das ein Problem für dich?" - "Nein; ach übrigens... mein Bruder wird von der ganzen Sache nichts erfahren, versprochen!" Dabei zog Sie sich um und sah Jes an. Er kam ihr näher, sie rückte ab... Er versuchte einen Neustart und dieses Mal erfüllte es seine Wirkung. Langsam und vorsichtig begann er sie zu küssen - sie rutschte langsam auf seinen Schoß und erwiderte die Küsse mit voller Leidenschaft.
"Ich muss dann mal; wir sehen uns nachher!" - "Warte; kann ich nicht zuschauen?" Nadi lächelte verschmitzt. "Nein, es tut mir Leid. Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich möchte nicht, dass dich Jemand beim Blaumachen erwischt - geh nach Hause und leg dich hin. Und wer weiß, vielleicht pflege ich dich nachher gesund!" - "Oh, dann will ich mal nicht so sein und werde deinen Wunsch erfüllen. Machs gut!" Und da war er verschwunden - Nadine jedoch wand sich nun dem Eislaufen zu und erinnerte sich gleichzeitig an dem atemberaubenden Kuss.
Gleich nach dem Training rannte sie so schnell es ging nach Hause. Zum Glück waren die Anderen noch nicht da gewesen, so stellte sie die Schlittschuhe leise ab und schlich zu Basti´s Zimmer hinüber. Die Tür war nur angelehnt; Jes hatte geschlafen. Er sah richtig süß aus, wenn er schlief. Sie begann zu lächeln und trat vorsichtig an das Bett heran. Sie hauchte ihm einen kurzen Kuss auf die Stirn und nahm vorsichtig das Körnerkissen von seinem Bauch. Danach kochte sie eine Suppe, wärmte das Körnerkissen auf und machte das Fieberthermometer bereit. Gleich würde Matt nach Hause kommen; und was war das? Das war doch ein Husten!
"Klopf Klopf. Da ist ja Jemand wach - Bist du etwa krank?"
"Nein; ich hab da nur so nen Kratzen im Hals!"
"Und dann ist das wohl keine Krankheit?"
"Nein, mit Sicherheit aber nicht!"
"Aha; ich will dir mal glauben. Matt kommt gleich wieder. Jetzt erhöhen wir mal etwas deine Temperatur!"
Nach kurzer Zeit, nachdem Nadi die Temperatur erhöhte, stand Matt in der Tür.
"Spielst du etwa Krankenschwester?"
"Natürlich; ich hab grad eben Fieber gemessen!" Er trat näher und betrachtete das Thermometer kritisch.
"39 °c! Du bleibst da liegen; dafür werd ich sorgen!" Und was sah er denn dort? Seine kleine Schwester drückte seinem Kumpel einen Kuss auf die Stirn. Okay, solangsam musste er erkennen, dass seine Schwester erwachsen wurde. Sollte Sie doch das machen, was sie für richtig hielt - ab sofort würde er sich daraus halten! Trotz alledem wollte er gleich nachher mal mit ihr reden; aber jetzt musste sie ihren Patienten pflegen. Matt musste grinsen - Nadi aber auch, aber nur, weil die Anderen nicht checkten, dass Jes kerngesund war. "So und jetzt wird geschlafen; du hattest deine Medizin, du Kusssüchtiger!" Es gab noch schnell nen Küsschen auf den Mund und danach war sie solange bei ihm geblieben, bis er tatsächlich einschlief, und dieses Mal schlief er ruhiger denn je! Glücklich trat sie leise hinaus und wurde gleich von Timmy mitgezogen. "Was läuft da zwischen Euch, Madame?"
Nadi schob ihn energisch bei Seite. "Ich bin dir keine Rechenschaften schuldig. Und falls es dich wirklich interessieren sollte; noch läuft da garnichts!" Ob Timmy wohl etwas von ihr wollte? Sie ließ den völlig verdutzten Tim stehen und war auf ihr Zimmer gegangen. Sie war zum ersten Mal seit langem wieder richtig enttäuscht und sauer zugleich. Das ließ sie die Anderen alle auch gleich spüren und hören!
Gleich am nächsten Morgen, Matt saß schon bei Jessie am Bett, trat Nadi hinzu. "Deine Fürsorge hat große Wunder vollbracht. Er ist wieder gesund!" Jes und Nadi mussten sich schnellstens ein Lachen verkneifen; erst, nachdem Matt verschwunden war, zog er Nadi aufs Bett und küsste sie zärtlich. "Jes; ich könnte mir eigentlich gut vorstellen, dass dies hier zur Gewohnheit wird!"
"Du willst es also tatsächlich versuchen wollen?"
"Wenn du es auch willst, dann sag ich mal... warum eigentlich nicht!"
"Okay, lass es uns versuchen!"
Erneut begann er sie zu küssen; beide vertieften im einmaligem Rausche der Gefühle.
"Ich bin dann mal weg!" Nadi verschwand wieder mit ihren Schlittschuhen und Jes wurde von Allen ausgequetscht in Punkto Liebe und Beziehung! Sogar Matt machte ihm klar, dass Jes gut um seine Schwester sorgen sollte. "Alles klar, Matt. Mach dir da mal keine Sorgen drum!" Er stand auf... "Hohoho, wo willst du hin?" Matt hielt ihn fest. "Ich muss dringend weg. Außerdem haben wir heut keine Termine!" Matt ließ ihn los; daraufhin stürzte er zur Tür hinaus. "Machen das alle Verliebte so?" fragte Tim Matt aus. L.A glubschte währenddessen Marc blöd an. "Jessie ist nicht verliebt; er will nur dieses Mädchen erobern!" Heimlich schlich L.A sich zum Kühlschrank und stibizte die volle Eistee-packung. "Das hab ich gesehen, Kumpel!" schrie Basti ihn an. "Schön für dich. Pack dir am Arsch, Manfred!" Schnell war L.A damit auf sein Zimmer geflüchtet. Matt wurde dies zu dumm und verzog sich ebenfalls, genau wie die anderen Jungs. Vorsichtig und leise trat Jessie, nach knapp einer Stunde, mit einem Karton ein und war auf seinem ehemaligen Zimmer verschwunden...
Drei Stunden waren vergangen, bis Jes mit Allem fertig war und Nadi nach Hause kam. Die anderen Jungs hatten in der Wohnstube einen Film geschaut. Also war alles mucksmäuschenstill gewesen; Jes schlich sich von hinten heran und legte ihr eine Augenbinde um. "Jes; was soll das?" Sie ertastete seine Hände. "Bitte vertrau mir; lass dich einmal führen, okay?" - "Okay; dann bin ich ja mal gespannt!" Vorsichtig führte er sie ins Zimmer hinein und zog die Augenbinde ab. "Jes; ich bin wirklich platt. Noch nie in meinem gesamten Leben habe ich sowas gesehen!" Er lächelte verlegen. "Ich hab zumindest mein Bestes gegeben! Et voilà!"
Er überreichte ihr die Rose, die auf dem Bett lag. "Ich weiß garnicht, was ich dazu sagen soll!" - "Ich weiß es aber!" Er führte sie zum Bett und begann sie zu küssen. Ein Wechselbad der Gefühle fand statt! Schließlich landeten Beide unter einer Decke und schliefen miteinander... es umgab sie die Romantikinsel mit Blütenblättern, Kerzenschein und leiser Musik.
Ewigkeiten konnten Beide so liegen bleiben; es ertönten die ersten Takte von Ushers Burn. "Seit wann hörst du Usher?"
"Seitdem ich dich kenne!" Sie schmunzelte verführerisch und hauchte ihm einen Kuss auf. "Spinner! Du bist einfach einzigartig!"
Ihre Finger kreisten über seinen nackten Oberkörper. "Sag mal; hast du sonst noch irgendwelche verborgene Talente, die ich nicht kenne? Ich mein; Fußball, Eislauf!"
"Ja, ich weiß. Das ist komisch! Wenn du mehr von mir erfahren willst, musst du es aus mir herauskitzeln!"
"Garkeine so schlechte Idee!" Jes fiel über seine neue Geliebte her und küsste sie solange weiter, bis sie anfing zu lachen.
"Wenn du nun mal aufhören würdest, verrate ich dir alles!" - "Komisch ist das; ich kann nicht so einfach von dir ablassen.
Ich kann es einfach nicht!" - "Okay; du lässt mir leider keine andere Wahl!" Sie erhob sich und zog sich an; Jes seufzte energisch
auf und half ihr beim Anziehen, doch dann... Die Tür wurde geöffnet und zwar von... Tim! Er schaute geschockt drein und zog die Tür auf Anhieb zu. Shice; er hatte vergessen sich zu entschuldigen; und so öffnete er die Tür ein erneutes Mal. "Tim, würdest du bitte verschwinden?" ermahnte Jessie ihn. "Ich... wollte mich eigentlich nur entschuldigen!"
"Verschwinde, Timmyboy! Raus!" Oho, solangsam wurde Jes Heißgeliebte wütend und sauer zugleich; aber irgendwie gefiel es Jes. Und schon war Tim verschwunden und prahlte den Anderen alles vor, während Jes Nadi´s BH etwas runterstreifte.
"Hast du etwa verlernt, wie man sich anzieht? Hoch damit!"
"Zu Befehl, Madame!"
"Sie waren nackt - splitterfasernackt!"
"Tim; ich bitte dich! Lass das. Du redest da gerade über meine Schwester!"
"Exakt, und das ist der entscheidende Punkt! Seitdem sie hier aufgekreuzt ist, ist Jes total anders. Basti?"
"Tim hat Recht, Matt! Er zieht sich immer mehr zurück, spricht nicht mit uns über seine Gefühle... Hey Marc, sag doch auch was!"
"Was soll ich denn großartiges dazu sagen? L.A?"
"Ich will zwar nichts zu diesem Vorfall sagen, aber kann es sein, dass Jes garnicht krank war und uns angelogen hatte?"
"Das ist Schwachsinn!" protestierte Matt auf.
"Garantiert aber nicht! Er hat sich bei uns krank gemeldet, um deine Schwester im Eislauf-Zentrum zu besuchen!"
"Andres Thema! Seit wann ist unser Jessie romantisch?" fragte Tim die Anderen aus.
"Und seit wann mischt ihr euch in Angelegenheiten ein, die euch nichts angehen? Ihr seid sowas von dreist und hinterhältig zugleich, das glaubt ihr garnicht! Komm Jes! Solche Freunde brauchst du garantiert nicht!"
Die Haustür flog im hohen Bogen zu - es gab einen lauten Knall. Erst im Park ließ Nadi sich in Jes Armen hineingleiten.
"Was mischen die sich da eigentlich ein? Das ist doch allein unsere Sache!"
"Hey, nicht aufregen... Das ist es nicht wert! Obwohl, du bist so richtig süß, wenn du dich aufregst!"
"Soll das etwa ein Kompliment sein?"
Sie huschte auf seinen Schoß und sah ihn an.
"Jes; wenn du unglücklich mit dieser Situation bist, dann sag mir das!"
"Nein, ich mein, ja verdammt. Okay, ich bin froh, dass ich dich habe... aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Anderen darunter leiden. Ich gebe ihnen nicht mehr das, wie es vorher einmal war, als du noch nicht da warst!"
Nadi drückte ihm einen Kuss auf. "Geh zu Ihnen und unternimm wieder mehr mit Ihnen. Und wir Beide; wir haben doch noch genug Zeit der Welt; findest du nicht auch?" Jes schaute sie an. "Okay, du hast wie immer recht!" Lange blieben die Beiden da so sitzen, bis Jessie bemerkte, dass Nadi auf seinem Schoß eingeschlafen war.
"Hey Jes. Auch mal wieder da, Alter?"
"Pchst, sie schläft, Matt!"
"Komm; gib sie mir. Ich bring sie zu Bett!" Matt nahm ihm seine Schwester ab und brachte sie zu Bett, während Jes sich aufs Sofa haute. Matt setzte sich nach einer Weile hinzu und nahm einen Schluck vom Eistee. "Möchtest du reden?" schlug er vor.
"Gerne. Weißt du, Matt. Ich fühle mich so richtig scheiße gegenüber euch. Ich habe euch vernachlässigt und vertrauen tu ich euch auch nicht mehr!" - "Hey, mach dir keinen Kopf darüber, das wird alles wieder!" - "Ganz so sicher bin ich mir da aber nicht!"
"Jes; wann auch immer du Probleme hast; du weißt, du kannst zu mir kommen!"
"Weißt du, Matt. Mir ist klar geworden, dass ich euch schon seit längerem vernachlässige, aber ich hab mich auch in deine Schwester verliebt. Ich möchte euch alle nicht vernachlässigen, niemals. Aber ich weiß halt nicht, wie ich sie glücklich machen kann, wenn ich wieder mehr mit euch unternehmen will!"
"Oh Jes! Du musst ihr das Vertrauen geben, dass du sie über alles liebst und dass du ihr vertraust. Ihr müsst euch einfach gegenseitig vertrauen können; ansonsten muss ich dir leider sagen, dass das nicht funktionieren wird!"
"Ich geh ins Bett, und Matt? Danke für deinen Rat!"
Matt hob als Bitte sein Glas und sah Jessie an, der daraufhin verschwand.
4 Monate später
Die Beziehung zwischen Jessie und Nadi war so richtig harmonisch und auch die Anderen wurden nicht vernachlässigt.
Immer, wenn die Jungs etwas zusammen unternahmen, war auch Nadi unterwegs gewesen oder sie machte sich zu Hause einen gemütlichen Tag allein. Dann jedoch klopfte es an der Tür zur Wohnstube. Es war Basti! "Darf ich mich hinzu setzen?"
"Warum eigentlich nicht! The Last Samurai ist sowieso alleine langweilig!" Mitten im Film legte Basti seine Hand auf Nadi´s Bein. Sie rückte ab... "Basti, was soll das?" - "Du...bist richtig hübsch, weißt du das eigentlich?" - "Spar dir deine Komplimente! Ich bin mit Jessie zusammen und das weißt du auch!" Er stand auf und drückte ihr einen Kuss auf. Sie rückte erneut ab; er versuchte es ein erneutes Mal. "Ich hab mich in dich verliebt; ich kann es einfach nicht ändern!" - "Du weißt ganz genau, dass das nicht geht!"
"Das weiß ich auch; aber ich kann es nun mal nicht ändern! Bitte!" Er küsste sie erneut - dieses Mal mit Zunge.
Auch dieses Mal wollte sie abrücken, doch seine Küsse waren so verführerisch und zärtlich, sodass sie ihm nicht wiederstehen konnte. Sie ging auf seine Küsse ein und nahm auf seinem Schoß platz. "Bitte schlaf mit mir!" Nadine stand auf und zog sich wieder an. "Tut mir Leid; soweit würde ich niemals gehen!" - "Und mir tut es ebenfalls leid, aber wer nicht hören will, muss fühlen!"
Er packte sie am Arm und schleifte sie in Jessies und ihrem Zimmer hinein.
"Lass mich sofort los! Wenn Jes das erfährt, bist du tot!" Er lachte höhnisch auf. "Du hast es erfasst! Wenn er es erfährt!"
"Du hast ja total einen Schaden!"
"Falsch; ich will nur meinen Spaß. Zieh dich aus oder muss ich etwa handgreiflich werden?"
"Was willst du eigentlich von mir? Du kannst meine Liebe zu dir nicht erzwingen; ich liebe Jessie, sieh das endlich ein!"
"Okay; wenn du so willst... Jes würde sicherlich gerne wissen wollen, wer der Kerl von letzter Woche war, den du geküsst hast!"
"Nein, bitte nicht!"
"Gut; dann erfülle mir meinen Wunsch und er wird nichts davon erfahren!"
Nadine biss sich verzweifelt auf die Unterlippe und ließ sich von ihm ausziehen.
"Wundervoll! Du siehst so richtig sexy aus!"
Es dauerte insgesamt 3 Stunden, bis Basti sich von ihr löste und verschwand.
Nadine fühlte sich danach sowas von dreckig und benutzt, sodass sie sofort von dem Bett verschwand und duschen ging.
Sie versuchte sich den Dreck, den Basti ihr zugefügt hatte, abzuwischen - dabei weinte sie so sehr, dass sie nicht einmal mitbekam, dass Jemand nach Hause gekommen war.
Dieser Jemand war nach kurzer Zeit wieder verschwunden und Nadine verzog sich auf ihr Zimmer. Sie setzte sich in die dunkelste
Ecke des Zimmers und schaute stillschweigend auf das Bett, dabei schluchzte sie leise auf.
Tim hörte dies und drückte das Licht im Hausflur ein. Er lauschte nach ihrem Schluchzen und trat vorsichtig ins Zimmer - er kam ihr
näher und nahm sie in seine Arme. "Was ist denn los mit dir? Was ist passiert?" Er wartete einen Moment lang auf eine Antwort, bis er ihren ängstlichen Blick dem Bett zugewandt folgte. Danach merkte er die Schlürfwunden an ihren Händen.
"Hat Jessie dir irgendetwas angetan?" Immer noch antwortete sie ihm nicht - sie verkroch sich sofort in seine Arme, als Basti
in der Tür stand. Nachdem dieser verschwunden war, schockte Tim auf. "War es Basti?" Nadine nickte heftig und sah Tim verzweifelt an. "Er hat dich vergewaltigt. Ich geh es sofort Matt und Jes sagen!" - "Nein; sie dürfen das nicht erfahren! Ich bitte dich, Tim. Bitte behalte es für dich!" Er wusste nichts zu sagen und wollte eigentlich von ihr wissen, warum Jessie es nicht erfahren sollte, doch er wusste, dass sie nun Jemanden brauchte, dem sie vertrauen konnte - und das war Er!
Etwa eine Stunde später kamen die anderen vier Jungs nach Hause; Tim wusste nicht, wie er es Matt und Jessie erklären sollte, dass Nadine nun in seinem Bett lag und beruhigt schlief. "Ich geh dann mal ins Bett - zu ihr!" erwiderte Jessie zuerst.
"Nein! Das geht nicht!" brachte Tim hervor. Jes sah ihn verwundert an. "Warum nicht, Tim?"
"Weil...sie in meinem Bett ist!" Jes schaute weiterhin doof.
"Und warum das?" wollte nun auch Matt es wissen und schaute in die Runde mit ein.
"Sie hatte einen Albtraum und das Bett kommt ihr auch nicht mehr. Rückenschmerzen! Du solltest das Bett durch ein Neues ersetzen!" Jessie schaute ihn an. "Komisch; dabei ist die Bettfeder doch in Ordnung!" Tim schluckte schwer.
Nachdem alle Anderen verschwunden waren, haute er sich an den Kopf. Rückenschmerzen? Ja, alles klar! Doch etwas besseres fiel ihm nicht ein - nicht auf die Schnelle!
Tage waren vergangen - entweder hatte Tim auf Nadine aufgepasst oder sie war bei Jessie, wo sie überhaupt keine Angst hatte und zeigte. Basti ging sie immer aus dem Weg, so gut wie sie es konnte. Keiner erfuhr davon - keiner außer Tim, der Basti ab jetzt im Auge behielt!
Es war eines Nachmittags, als Nadine auf Tims Bett lag und TV schaute; da hörte sie einen lauten Knall.
Jes stürzte aus Basti´s Zimmer hinaus und war sofort zu Nadi auf Tim´s Zimmer verschwunden.
"Kannst du mir mal bitte erklären, warum du mit Basti geschlafen hast?"
"Jes; ich... kann dir das alles erklären!"
"Ich brauche keine Erklärung. Basti hat mir alles erzählt. Du betrügst mich mit meinem besten Kumpel und dabei fandest du es auch noch so schön!" - "Du glaubst ihm also mehr als mir? Ich bin so richtig enttäuscht von dir!"
"Und ich von dir. Es ist Aus! Ich mache Schluss!" protestierte er auf.
Alle Anderen bekamen das mit; Basti jedoch triumphierte auf.
Matt war so richtig fassungslos gewesen; während Tim nichts zu sagen wusste und lieber schwieg; und Marc & L.A machten große Augen. Nadine stürzte an Allen vorbei nach draußen und rannte so schnell, wie sie nur konnte, fort. Sie liebte Jes so sehr, wie nie einen Anderen und dann machte er so einfach mit ihr Schluss. Sie war sehr verletzt und ließ sich erst an einem kleinen See nieder. Hier war Sie eigentlich immer, wenn Sie Probleme hatte - es war ihr Lieblingsplatz. "Ich wusste doch, dass du hier bist!" Tim ließ
sich neben ihr sinken; und erzählte ihr alles. "Jes zieht wieder nach Berlin - er hat gekündigt! Ich soll es dir zwar nicht sagen, aber Matt hält es für besser, wenn er dich ins Internatsheim steckt!" - "Er will mich loswerden; das kann er nicht bringen!"
"Seitdem eure Eltern gestorben sind, hat er das gesamte Sorgerecht über dich!" - "Er kann mich mal; und außerdem...!" Sie stoppte ihren Satz und fing noch mehr an zu weinen. Nie hatte Matt davon erzählt, dass Mum und Dad tot waren.
Tage später
Matt hatte seine Schwester tatsächlich ins Internatsheim gesteckt, und Niemand hatte irgendeinen Kontakt zu Jessie. Tim war total auf Basti sauer und hielt ihn trotzdem weiterhin im Auge. Heute war Nadine´s erster Tag im Internatsheim gewesen. Sie kam auf ein Zweierzimmer, dessen andere Hälfte noch nicht belegt war. So konnte sie sich eines der zwei Seiten aussuchen.
Hier im Internatsheim war es schrecklich gewesen; der Unterricht zog sich ohne Pausen bis 15.30 Uhr lang und Nadine hatte keine Freunde bisher gefunden - ebenfalls hatte sie niemanden, dem sie ihre Probleme anvertrauen konnte. Sie musste zu jeder Zeit, sogar auch nachts, an Jessie denken. Wo war er nun?
Ganz ganz weit weg, es war in Berlin, ließ Jessie sich auf seinem alten Jugendbett nieder. Es war nun spät Abends und er versank ins Grübeln. Eigentlich liebte er Nadine doch, aber warum hatte sie bloß mit Basti geschlafen? Er verstand die gesamte Welt nicht mehr;deswegen war er nach seinem zu Hause nach Berlin geflüchtet. Er hatte prompt bei PartSix gekündigt und war hier her gezogen. Seine Familie war zwar verwundert gewesen, aber jedoch erleichtert, dass er wieder hier gewesen war. Er wusste ein Leben ohne dieses Mädchen, was irgendwo jetzt in Köln war, nichts anzufangen. Sein kleiner Bruder Tim lag schon im Tiefschlaf; das wusste er! Aber er... er konnte einfach nicht schlafen. Einzelne Tränen verbreiteten sich über seinem Gesicht; eigentlich war er kein Typ, der weint, aber er hatte soviel für Nadine empfunden, dass auch er weinen musste, wenn er unter der Trennung litt!
Tim hatte gerade da in der Küche gestanden und dachte an die Zeit zurück, wo die Band noch komplett gewesen war. Am liebsten hätte er Basti hochkannt aus der Band und dem Haus geworfen, aber davon wussten Matt,Marc und L.A nichts. Wie konnte Matt Basti nur weiterhin hier wohnen lassen? Wegen ihm waren schließlich Nadi und Jessie nicht mehr hier gewesen; aber was sollte er schon großartiges alleine gegen ihn unternehmen? Er seufzte auf, nahm einen Schluck vom RedBull und sah, dass Matt und Basti eintraten. "Matt; ich bitte dich. Das ist doch schwachsinnig. Bitte! Es tut mir Leid!" - "Mir tut es für dich Leid. Geh mir einfach aus dem Blickfeld! Du kannst froh sein, dass du überhaupt noch hier wohnst!" Nun mischte sich auch Tim ein.
"Schmeiß ihn endlich raus. Er hat genug Schaden angestellt - zuerst Jes vertrieben und dann auch noch alles verschlimmert!"
"Ich kann ihn nicht rausschmeißen, so sehr ich es auch gern tun würde... aber er gehört zur Band, und außerdem war Sie es, die alles kaputt gemacht hat!" Tim wurde dies alles hier zu dumm; alle wussten nicht, dass es eigentlich umgekehrt war, aber nein...
Sie mussten ja Basti anstatt Nadi glauben. Er entfernte sich von der Truppe, die Basti wieder freudestrahlend in die Gruppe aufnahmen.
Es waren ein paar weitere Tage vergangen - Nadine hatte gerade ihren Unterricht begonnen; sie war in Gedanken nur bei einem -
Jessie! "Nadine; kannst du bitte wiederholen, was ich gerade gesagt habe?" - "Es tut mir Leid, nein... ich kann es nicht!"
Alle anderen Mitschüler begannen zu lachen - wenn die nur wüssten, was sie schon alles durchgemacht hatte. Mitten in Gedanken vertieft bemerkte sie nicht einmal, dass es geklopft hatte. "Herr Klein. Darf ich Ihnen ihre neue Schülerin vorstellen? Das ist Fräulein Crissi!" Crissi setzte sich auf Anhieb neben Nadine und freundete sich gleich mit ihr an. Nadine war zum ersten Mal, seitdem sie hier gewesen war, fröhlich gewesen und als die Mädels dann eine kurze Pause hatte, zum Erstaunen aller Schüler, erfuhren sie, dass sie zusammen ein Zimmer bewohnten.
Und so wurden die Beiden ganz enge Freunde, aber trotz alledem hatte Nadine ihr nichts über ihr Leben erzählt. Ein paar Abende später sprach Crissi sie letztendlich mal alleine an. Die Frage war ganz plausibel... ob Nadi wohl einen Freund hatte?
"Jein; ich hatte mal einen; er hat Schluss gemacht, aber trotzdem liebe ich ihn über alles!" Crissi setzte sich neben ihr.
"Willst du darüber reden?" - "Liebend gerne!" Nadine erzählte ihr die gesamte Geschichte, wie sie bei Matt ankam hinüber wie sie Jessie kennenlernte und alles weitere. Danach schluchzte sie laut auf. "Komm mal her! Wie kann dieses Arschloch dir das nur antun? Weißt du, wo er jetzt ist?" Nadi schüttelte energisch den Kopf. "Nein; ich weiß es einfach nicht!"
Drei weitere Monate waren vergangen - Basti hatte sich in diesen Monaten mit Jessie ausgesprochen und daraufhin kam dieser wieder zurück zur Band, auch wenn es schwierig gewesen war dem Management davon zu erzählen. Er vertraute Basti blind und hatte seine Entschuldigung angenommen. Basti war froh gewesen, dass kein Girl der Welt die Beiden auseinander brachte - er machte Nadine bei Jessie so schlecht, sodass dieser sich ganz von ihr trennte, und Tim? Er war fassungslos gegenüber Basti, was für ein Arsch er doch gewesen war und gegenüber Jessie, wie sehr er ihm doch vertraut hatte. Wenn Jes doch nur wenigstens etwas mehr Grips hätte, würde er Basti die Freundschaft kündigen und Nadine zurückholen.
-2 Jahre später-
Mittlerweile waren Crissi und Nadine beide 18 Jahre gewesen und so durften die Beiden wieder ins Freie - raus aus dem Internatsheim aus Köln und hinüber nach Bonn - in Nadi´s alte Heimat. Heike, ein anderes Mädchen, war mittlerweile schon 19 und begleitete die Beiden mit dem Zug nach Bonn, da Heike´s Tante dort wohnte. Die Zugfahrt dauerte nicht all zu lange, bis die Drei sich am Hauptbahnhof trennten. "Wir sehen uns dann ein anderes Mal. Ich ruf euch an!" entgegnete Heike den Beiden und verabschiedete sich von Ihnen. Nadi hakte sich anschließend bei Crissi ein und ging mit ihr hinüber zur Bushaltestelle. "Du wohnst natürlich bei mir!" Crissi lächelte Nadi an und stolperte zugleich; Nadi wollte sie festhalten, doch prompt knallte Crissi mit einem Typen zusammen. Und oh nein, es war Basti. "Kannst du nicht aufpassen?" zischte er sie an.
Die Beiden blickten sich eine Weile lang an - erst, als er verschwand, sprach Crissi Nadi an. "Und oh wow, Nadi?! Ich glaub, ich hab mich soeben verliebt!" - "Crissi? Das war Basti!" - "Der Basti? Ach komm schon, Nadi. Vielleicht hat er eingesehen, dass er einen Fehler begannen hat. Er hat sich bestimmt verändert!" - "Das nützt mir aber nichts, Crissi. Er hat mich vergewaltigt und so jemand kann sich nicht verändern und ich möchte nicht, dass dir irgendetwas passiert!" Nun rannte Jemand in Nadine rein.
"Entschuldigung; ich war nur in Gedanken!" Bei dieser Stimme bekam sie eine echte Gänsehaut und erst, als sie in seine vertrauten Augen blickte, wurde ihr bewusst, dass Bonn ziemlich klein war - es war Jessie!
Auf dem Weg zum Bandhaus schrie Crissi auf, obwohl auch die Jungs mit im Bus saßen. "Was? Er war das!? Na, siehst du, er hat dich bestimmt nicht vergessen, warum ist er sonst in dieser Stadt?" Nadine zeigte grinsend auf Basti. "Nein! Arschloch!" rutschte es aus Crissi heraus. Nadi prustete vor Lachen auf und verschluckte sich an ihrem Getränk. "Vorsicht; nicht sterben. Ich brauch dich noch!" erwiderte Crissi spontan und Beide lachten drauf los. Tim schaute immer wieder unbemerkt zu den beiden Mädels hinüber und wusste nicht, ob es Nadi gewesen war. "Hey Jes! Soll ich dir ihre Handynummer besorgen?" Er nickte einstimmig und Tim verschwand zu den Mädels nach hinten. "Hallo Ladies! Darf man euch Gesellschaft leisten?" Nadi sah Crissi augenrollend an...
"Timmy, verschwinde. Er bekommt meine Handynummer nicht!" - "Wusste ich es doch, dass du es bist. Mensch, Nadi. Schön, dass du wieder da bist. Ich hab dich vermisst!" - "Ich dich doch auch. Crissi, das ist Timmy. Timmy, Crissi!"
"Hi, nett dich kennenzulernen" schüttelte Crissi gespannt Tim´s Hand. "Crissi, gib ihm deine Nummer. Er bekommt deine, meine garantiert nicht!" Tim rauschte mit Crissi´s Nummer ab. "Handy kaputt. Sie gab mir die Nummer ihrer Freundin!" Notlüge halt...
Jes betrachtete die Nummer eine Weile lang; gleich an der nächsten Haltestelle trug er die Koffer beider Ladies hinaus. "Dankeschön!" erwiderte Crissi zuerst und wand sich dann an Nadine. Die Jungs waren noch woanders hingegangen - Nadi und Crissi jedoch sofort nach Hause.
"Mach es dir ruhig bequem. Ich geh eben nur unser Zimmer umräumen!" Nadine ging auf´s Zimmer und zog einen Umzugskarton hinüber in Basti´s Zimmer - auf dem Karton diese Nachricht: Deine Anziehklamotten kannst du selbst holen! Crissi und Nadi verschwanden mit den Koffern auf dem Zimmer. "Wow; er hat ein neues Bett besorgt!" staunte Crissi auf. Die Haustür öffnete sich - die beiden Mädels hörten zuerst Tim´s Stimme. Danach Matts... Nadi schrie auf und rannte wie wild auf ihn los. "Ich hab meinen Bruder wieder!" Jes glubschte sie blöde an; Crissi triumphierte auf und Matt knuddelte Nadi durch. "Ich hab dich doch auch vermisst!" Und Jes - er verzog sich direkt auf Basti´s Zimmer, während Marc und L.A Nadi begrüßten. Und Basti? Er stand da so und ging näher an Crissi heran. "Komm mir bloß nicht zu nahe!" Doch das tat er und Crissi lief schreiend hinter Tim - genau wie Nadi. "Schon okay, Mädels. Ich beschütz euch doch gerne!" L.A grinste sich einen ab. "Unser Timmy erobert gleich zwei Mädels auf einmal!"
Abends beim gemeinsamen Essen saß Nadi notgedrungen neben Jes, der wiederum rechts von Basti saß. Crissi saß jedoch rechts von Nadi und Matt überreichte Basti den Salat. Nadi wollte den Salat ebenfalls und wartete, bis Basti die Schüssel abstellte.
Sie wollte gerade danach greifen, als Basti ihre Hand berührte. Abrupt schnellte sie mit der Hand zurück und wollte gerade aufstehen, als Jes ihr die Schüssel überreichte. "Nein danke. Ich verzichte auf das Essen; du solltest dich echt mal fragen, woran das liegen könnte, dass ich vor deinem Kumpel Angst habe - ich bin auf deine Hilfe nicht mehr angewiesen, oder hast du das bereits vergessen, dass wir getrennte Wege gehen?" Nadi stand auf; Crissi wollte hinter ihr her, doch Tim hielt sie ab. "Lass sie mal alleine, Crissi. Nur ein paar Minuten; ich bin mir sicher, dass das hilft!" Und schon donnerte es los; Nadi hatte 'Want ya' laut aufgedreht und hatte die Kiste hervorgeholt, die alles von Jes und ihr aufbewahrt hatte. Gleich im nächsten Moment knallten zwei Bilderrahmen gegen die Tür. Matt sprang zuerst auf; danach sprangen die anderen auf und betraten das Zimmer, hinterher auch Jes und Basti.
Jes bückte sich zu Boden und drehte die Rahmen umher. Zersplitterte Glasscherben bedeckten die Bilder von Jes & Nadi, wo sie noch glücklich miteinander waren. Sein Herz schmerzte, als er das zersplitterte Foto betrachtete. Basti klopfte an; Nadi sah ihn an und verkroch sich zugleich in Matt´s Armen hinein. Marc sah mit an, wie Jes ihr näher kam und forderte die Anderen auf das Zimmer zu verlassen. Nachdem die Tür sich leise verschloss, stand Nadi auf und blickte aus dem Fenster hinaus. Draußen dämmerte es bereits - Jes war vorsichtig hinter ihr getreten und legte seine Hand auf ihre Schulter. "Was hab ich dir getan, sodass du mich total verachtest?" seufzte er auf. Sie schluchzte leise auf. "Du hast Schluss gemacht!"
"Ja, aber aus einem gewissen Grund!" - "Denke mal an meine Worte. Warum habe ich wohl Angst vor ihm? Wohl etwa kaum, dass ich es wollte mit ihm zu schlafen!" Jes sah sie an und strich sanft über ihre Wange. "Hat er dich...?" Sie nickte und ließ sich in seine Arme gleiten. "Nie hast du mir geglaubt, immer nur ihm. Er hat das erreicht, was er wollte - und zwar, dass du Schluss machst!" - "Gut; erzähle mir die Geschichte und ich werde dir versprechen, dass ich dir glauben werde!" Die Beiden sanken zusammen auf das Bett und Jes sah sie an. Dann fing Nadi endlich an zu erzählen - dabei lag sie ganz dicht bei ihm.
"Es war an dem Tag, wo abends 'The Last Samurai' lief. Du warst mit den Anderen unterwegs und... dann war er gekommen. Wir schauten den Film etwas zusammen weiter, bis er seine Hand auf mein Bein gelegt hatte. Er... erzählte mir, dass er mich lieben würde; doch ich wand ihn ab!" Sie stoppte ihren Satz und sah in seine vertrauten Augen hinein.
"Ich sagte ihm, dass ich mit dir glücklich sei und er meine Liebe zu ihm nicht erzwingen könne. Doch er hatte mich gezwungen mit ihm zu schlafen, weil er damals etwas wusste, was du bis heute immer noch nicht weißt!" Jes sah Nadi vertrauensvoll an.
"Was war das für ein Geheimnis?" Sie seufzte auf. "Ich habe eine Woche vorher mit einem Anderen herumgemacht!"
"Oh Baby. Ich hätte dir deswegen doch verziehen, warum bist du nicht gleich zu mir gekommen?"
Doch Nadi erzählte weiter...
"Es war schrecklich. Er hat mir mit einem Male alles ausgezogen und es war so grauenvoll. Ich habe mich so verdammt dreckig und benutzt gefühlt. Timmy hat mich später gefunden und er hat mir von Anfang an geglaubt. Er war der Einzigste, der alles wusste. Ich konnte ihm regelrecht vertrauen; er hat immer dicht gehalten und das schätze ich sehr an ihm.
Basti wusste nämlich, wie er uns auseinander bringen konnte; so hat Matt mich ausgewiesen. Er hat alles erreicht, was er wollte!"
Jessie drückte ihr zaghaft einen Kuss auf die Stirn und stand dann auf. "Ich werde jetzt mit den Anderen reden!" Nadine hielt ihn ab. "Heißt das...?" - "Ja, ich glaube dir. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen; komm mal zu mir!" Sie hüpfte zu ihm hinüber und die Beiden küssten sich kurz und zögerlich. "Du hast ja doch ein neues Bett geholt!" Jes war geschmeichelt. "Ja, weil ich wusste, dass du zurück kommst" Eine kleine Lüge beinhaltete das Verwirren der restlichen Jungs und von Crissi. "Wie kannst du nur? Und ich hab dir vertraut. Verschwinde aus meinem Leben!" Nadi machte ihm eine riesige Szene; Tim schaute dumm drein.
"Habt ihr euch schon wieder gezofft?" fragte Matt nun Jes aus. "Nein, ganz im Gegenteil. Ich hab meine Freundin wieder!"
Nadi begann zu schmollen. "Und was mach ich jetzt mit meiner besten Freundin?" - "Du behälst deine Freundin bei dir. Mich kannst du immer noch haben!" Nadi kuschelte sich in seine Arme und drückte ihm einen Kuss auf. "Schmeichler! Du bist ein richtiger Casanova, weißt du das?" - "Natürlich! Ich war auch noch so dumm, dass ich Schluss gemacht habe!"
Tim grinste sich einen ab, ebenso Crissi. Basti kam hinzu. "Oh; da hab ich sie ja im falschen Augenblick gevögelt!" Jessie stürzte sich auf Basti und nahm ihn richtig in Beschlag. Matt und Marc versuchten die Beiden mit aller Kraft auseinander zu bringen; dabei bekam Matt einen Fausthieb von Jes ab; und Marc einen Schlag von Basti. Nadi schrie auf... "Oh Gott! Sofort auseinander!" Sie sah sich die blutende Lippe von ihrem Schatzi an. "Du blutest ja!" - "Nicht so schlimm - das ist doch nur ein Kratzer!"
"Kratzer sehen aber anders aus und jetzt stillhalten!" Sie tupfte ein nasses Tuch auf seine Lippen und küsste ihn dabei.
"Und jetzt zu euch Beiden! Was sollte das? Kann mir mal bitte Jemand erklären, was hier los ist?" Tim sah Crissi an, Crissi sah Tim an. "War ja klar, dass ich das wieder einmal machen darf!" seufzte Tim auf und sah Basti vorwurfsvoll an.
"Dein netter Kumpel hat deine Schwester vergewaltigt und sich immer noch als unser Kumpel ausgegeben!" Matt sah Basti an.
"Stimmt das?" Basti sah ihn an. "Ich habe dich gefragt, ob das stimmt!" erhob Matt seine Stimme. "Ja!" Basti´s Flüstern ging immer tiefer unter und er senkte seinen Kopf. "Ich habe dich nicht verstanden!" Nadi bemerkte, wie Basti sich ein paar Tränen wegwischte.
"Ja, verdammt. Ich habe sie vergewaltigt!" schrie er herum. Er wollte gehen, doch Marc hielt ihn davor ab. Dieses Mal mischte Nadi sich ein. "Lasst ihm Zeit seine Situation zu erklären. Seht ihr denn nicht, dass er traurig ist!" - "Das ändert aber nichts an der Situation, dass er dich vergewaltigt hat. Und ich Dummkopf hab dich als Bestrafung ins Internat gesteckt - dabei war es nicht dein Fehler, sondern seiner!" Matt nahm seine kleine Schwester in die Arme und ließ sich nicht einmal los, als Jessie sie wiederhaben wollte. "Komisch ist das. Vorher wollte mich niemand und jetzt prügeln sich alle um mich!" Crissi lachte auf, die sich daraufhin Nadi schnappte und sie nicht mehr losließ. "Ätschibätsch. Sie gehört seit zwei einhalb Jahren nur mir ganz allein!" Sie streckte Jes die Zunge entgegen. "Geht gar nicht. Die gehört mir!" Alle knuddelten Nadi durch. "Ich hab euch auch alle ganz ganz dolle lieb, aber diesen Kerl hier liebe ich am meisten!" Crissi zog eine beleidigte Schnute und wartete darauf, dass jemand sie tröstete - Tim!
Er kam letztendlich bei ihr angekrochen. "Ich bestehe darauf, dass du zu mir in mein Zimmer ziehst! Lassen wir die beiden Glücklichen alleine!" Crissi überlegte lange und ging dann auf Tim´s Angebot ein. "Na komm schon, Timmyboy. Gut Nacht wünsch ich euch allen!" Nach einander waren alle gegangen; Nadi saß stillschweigend da und spürte Jes Atem nah an ihrem Körper.
Es war toll ihn nach so langer Zeit wieder spüren zu können. Sie merkte, dass er ihr näher kam, und sein Duft war einfach so einzigartig, sodass sie sich bei ihm einmummelte und seinen Duft einsog. "Lass uns ins Bett gehen, okay?" Händchenhaltend gingen sie auf ihr gemeinsames Zimmer. Irgendwer, beide wussten nicht wer es war, hatte die Roläden hinuntergezogen, denn es war stockduster hier drin. Inmitten der Dunkelheit zog Jes sie mit zum Bett und beide ließen sich darauf fallen. Sie spürte seine Hand nah an ihrer und sein Atem bebte auf ihrer Haut und seinen Duft sog sie immer wieder ein. Ebenso hörte sie laut sein Herz pochen; sie überlegte eine Weile lang. Wie lange war es schon her, dass die Beiden sich so nahe gekommen waren? Für einen Moment lang schloss sie ihre Augen; sie spürte seine warmen weichen Lippen an ihrem Hals. Ein wenig begann sie zu zittern - es war einfach einzigartig; wie er ihren BH geöffnet und ihren Busen sanft berührt hatte. Dabei zog er sich sein Hemd aus, legte die Decke über Beide und zog Nadi anschließend näher an sich heran. Irgendwann waren Beide eingeschlafen...
Jes wachte gleich am nächsten Morgen auf und musste anfangen zu lächeln. Langsam kam er ihr wieder näher und drückte ihr einen Kuss auf. "Guten Morgen, mein Märchenprinz!" flüsterte Nadi in sein Ohr. Eine Weile lang küssten sich beide und die Tür wurde geöffnet - von Tim! "Oh sorry... Ich wollte nicht stören!" - "Nein; ganz im Gegenteil. Was gibt es denn?" - "Frühstück ist fertig. Wenn ihr wollt, kommt einfach gleich in die Küche... und Nadi? Zieh dir was an!" Nachdem Tim verschwunden war, stand Nadi auf und zog sich an. "Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich vermisst habe, Baby?" - "Nein, das weiß ich nicht! Wir sollten solangsam mal essen gehen!" Die Beiden zogen sich eben etwas über und waren dann in die Küche getreten, wo bereits alle saßen und frühstückten. "Guten Morgen!" japste Nadi auf. "Guten Morgen ihr Beiden!" Matt grinste seine Schwester an, die ihn ansah und als sie Basti sah, gefror ihr Lächeln ein. Jes zog Nadi auf seinen Schoß und fütterte sie ein wenig. Basti tat ihr Leid! Die beiden Stühle
neben ihm waren frei - keiner wechselte irgendein Wort mit ihm. Er war ganz alleine. Sie wollte doch garnicht, dass niemand mehr etwas mit ihm zu tun hatte. "Hey; was überlegst du da?" riss Jes sie aus ihren Gedanken. "Ich...musste nur an die vergangene Nacht denken!" Selbst Crissi wollte nichts mehr von Basti wissen, auch wenn sie ihn eigentlich ganz süß fand. Doch je mehr Nadi ihn so traurig beobachtete, desto mehr wurde ihr klar, dass Basti sich in Crissi verknallt hatte. Ein paar Tage später redete Nadi auf Basti ein, auch wenn Jes dies nicht wollte. "Basti, ich muss dringend mit dir sprechen!" fing Nadi an zu sprechen.
"Liebes; komm zu mir. Geh da weg!" waren Jes Worte gewesen. "Er hat recht. Geh doch zu ihm!" entgegnete Basti ihr.
Nadi wurde dies zu viel. "Ihr Beide hört mir jetzt mal ganz genau zu. Ja, es war schrecklich vergewaltigt zu werden. Aber es wird bestimmt einen Grund dafür geben. Ich weiß, dass du eigentlich nicht so bist, Basti. Und jetzt setzt euch auf eure Hintern und redet endlich miteinander. Mein Gott, das kann doch nicht ewig so weitergehen... Wenn ihr mich sucht, ich bin im Bad!"
So rannte Nadi wie verrückt mit frischen Klamotten zur Badezimmertür und schnitt Timmy den Weg ab, da auch er gerade duschen wollte. Nadi knallte ihm die Tür vor der Nase zu. "Ey Madame. Ich war zuerst hier!" - "Und ich war schneller. Und jetzt husch, ich gehe jetzt duschen!" kam es von drinnen...
Nachdem Nadine verschwunden war, seufzte Jes auf. "Ich weiß zwar nicht, was das bringen soll, aber wenn sie es so will, bitte sehr!" Beide saßen sich nun gegenüber. "Es tut mir Leid; ich wollte sie nicht vergewaltigen. Das musst du mir glauben!"
"Warum sollte ich dir das glauben? Ich muss dir überhaupt nichts glauben - es sei denn, du hast eine super Ausrede für dein mieses Verhalten!" Jessie stand auf... "Warte; bitte! Ich... es war Liebe auf dem ersten Blick, als ich sie das erste Mal sah; doch ich wusste, dass ich keine Chance bei ihr haben werde, weil sie dich liebt, Jes!" Jes sah Basti an. "Und, warum hast du sie dann gezwungen mit dir zu schlafen?" - "Weil ich selbst das Gefühl von reiner Liebe spüren wollte. Alle reden davon, dass das erste Mal so toll sein soll, aber ich wollte es selbst erfahren. Ich sah einfach keine andere Wahl!" - "Du hättest es ihr sagen müssen! Vergewaltigt zu werden ist der schlimmste Albtraum eines jeden Mädchens!" Für Jes war das Gespräch gelaufen; für Basti jedoch noch lange nicht. "Ich habe dir genau die falsche Version von der Geschichte erzählt, weil ich dich als Kumpel nicht verlieren wollte, doch das habe ich. Und auch das tut mir wahnsinnig Leid, dass ich dich zwei ganze Jahre hintergangen habe. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann einmal verzeihen!" Dann kam Nadi hinein - sie war mit duschen fertig gewesen.
"Na ihr. Und, habt ihr euch ausgesprochen?" Jes sah Basti an. "Lass mir bitte ein paar Tage Zeit, okay?" Basti nickte zufrieden;
dann war Nadi mit Jes verschwunden.
Basti war froh gewesen, dass er nun mit Jes über alles geredet hatte. Was er wohl jetzt von ihm dachte!? Jedenfalls war Basti nun wieder alleine; Crissi stürzte hinein. Sie wollte gerade wieder gehen; doch Basti sprach sie an. "Warte bitte. Kann ich dir helfen?"
"Ähm; ich suche Nadi!" - "Kannst du vergessen; die ist bei Jes!" Eine Tür flog im hohen Bogen zu. "Kannst du nicht ein einziges Mal deine Klamotten wegräumen?" - "Wenn es dich stört, dann kannst du ja gleich wieder gehen!" Nadi streckte ihm die Zunge entgegen. "So schnell wirst du mich nicht wieder los! Und wenn ich es dir beibringen muss; heute wirst du aufräumen!" Marc bekam sich nicht mehr ein; er kringelte sich auf dem Boden, während Matt Jes kritisch betrachtete. "Hör auf Sie und fang an aufzuräumen; du weißt garnicht, wie launisch sie später ist!" - "Matt, halt deine Klappe!" zischte Nadine ihn an. Jes überlegte eine Weile lang. "Na gut; du hast gewonnen. Ich werde aufräumen; aber schau dir mal die anderen Zimmer an!" Jessie triumphierte auf; Nadi hatte alle Jungs dazu verdonnert ihre Zimmer aufzuräumen. "Danke Jes. Ich hab ja nix besseres zu tun!" knirtschte L.A auf.
"So Honey. Und wenn ich nachher einen Staubkorn sehe, bekommst du keine Küsschen mehr, haben wir uns verstanden?"
Crissi grinste sich einen ab; schließlich musste Timmy ihren Mist mit wegräumen. Während die Jungs gerade aufräumten, erlaubte Nadi sich einen Spaß. In das Gel von Timmy schüttete sie Haarspray und rote Farbe hinein; in Jes Haarcreme kam blaue Farbe hinein. Dann hatte es geklingelt. Crissi stürzte zur Tür und schrie genüßlich auf. "Nadi; wir haben Besuch!" Es war Heike und der erste, der Heike begrüßte, war L.A! Nadi sah L.A erwartungsvoll an. "Kusch Kusch. Gehst du wohl weiter aufräumen!" L.A verzog sich auf Anhieb und Crissi weihte Heike in den Plan mit den Haarfarben ein. "Haha, blaue Farbe. Das will ich sehen!"
"Später!" Die drei Mädels bequemten sich in die Wohnstube und schauten eine Komödie. "Schaut euch die an! Wir schuften und die vergnügen sich!" Marc knallte den Staublappen auf die Kommode, während Jes fluchend aufschrie. "Ich hasse Staub. Guckt euch meine Hände an!" Basti lachte lauthals auf.
Erst nach eineinhalb Stunden waren die Jungs allesamt fertig und die Mädels ebenfalls. Nadi stand auf. "Na, dann wollen wir doch mal schauen gehen!" Sie ging voran - die Anderen folgten ihr brav. "Sehr schön, L.A! Kein einziger Staubkorn!" L.A grinste breit wie ein Honigkuchenpferdchen. "Bruderherz, das hast du toll gemacht!" Zur Belohnung bekam Matt einen Bussi auf die Wange. "Hey, das ist nicht fair. Ich will auch!" - "Später, jetzt ist Marc dran!" Dieser grinste daraufhin. Crissi wollte Jes trösten, doch Nadi stellte sich dazwischen. "Kommt überhaupt nicht in Frage. Kümmer du dich ruhig mal um Basti; der hier gehört mir ganz allein!" Nadi knuffte Jes und betrachtete kritisch das Zimmer. "Und jetzt komm mal her, mein Hasi! Das hast du fein gemacht!" Jessie grinste die Anderen frech an und bekam einen Belohnungskuss. "Hm, ich will noch einen!" - "Hoho, schaut euch den an. Der ist ja kusssüchtig!" Auch Tim und Basti bekamen Lobe und dann... dann wollte Timmy seine Haare machen.
"Ich... ich will es dir machen!" grinste Crissi ihn an. "Na gut. Dann zeig mir mal, was du so drauf hast!" Nadi knuddelte sich an Jes. "Sieh dir mal deine Haare an! Komm Honey; ich mach sie dir!" Matt kam das total komisch vor; er sah seiner Schwester zu und musste eigentlich laut auflachen, doch er versuchte sich zu beherrschen. "Du siehst so richtig sexy aus, mein Blaublondschopf!"
Jes sah Nadi an. "Wie hast du mich genannt?" - "Na, Blaublondschopf!" Er wand sich an Matt. "Deine Freundin hat Stil und Geschmack. Blaue Haare stehen dir wunderbar!" Jes rannte wie verrückt zum Spiegel und schrie auf. "Wie kannst du nur? Na warte, wenn ich dich erwische!" - "Was dann?" fragte Nadi ihn aus und entwich ihm gekonnt und sprang hinter Matt. "Rette mich; der Kerl hat es auf mich abgesehen!" - "Jes; lass sie in Ruhe, ist das klar?" Kaum war Matt verschwunden, schrie Nadi los. "Crissi, Hilfe!"
Und schon ertönte Nadi´s Hilfeschrei nicht mehr; Jes hatte sie mit einem Kuss ruhig gestellt. "Heißt das...?" - "Und wie; mir gefällt es halb und halb!" L.A stürmte attackierend auf Jes los. "Sofort loslassen! Lass die Ladie los!" - "L.A... Klappe, okay? Ich hab meinen Blaublondschopf doch lieb!" Nadi kuschelte sich an Jes und hörte nun Tim aufschreien. Sie kicherte leise vor sich her. "Crissi, du Otze. Ich will keine roten Haare!" Jes kam das rechtlich bekannt vor. "Warst du das etwa?" Nadi setzte ihren Dackelblick auf und sah ihn an. "Gut; dir hätte ich es auch nicht zugetraut!"
Etwa gegen Mittag saßen alle am Esstisch und aßen Lasagne à la Marc. Crissi wollte sich gerade den Eistee greifen, als Basti ihr diesen entgegen hielt. Zuerst zögerte sie und nahm dann die Tüte an sich. Nadi sah sie an und lächelte... "Das Essen war fantastisch. Danke Marc. Gehen wir, Jes?" Die Beiden verschwanden sofort, ebenso Tim, Crissi und Basti. "Jes; bitte warte!" erwiderte Basti. Nadi sah ihn an und zog gespannt ihre Augenbraue hoch. "Na gut. Ich werde dir verzeihen, aber nur wenn du sie überzeugen kannst!" sprach Jes auf Basti ein. Eingeschüchtert streckte Basti Nadi die Hand entgegen und sah sie an.
Die Anderen, eingeschlossen auch Heike, betrachteten gespannt das Geschehen. Nadi zögerte eine Weile lang. Für einen Moment schloss sie ihre Augen - sie sah alles vor sich: eine gemeinsame Zukunft mit Jes; die Vergewaltigung; wie Tim sie tröstete; der erste Tag im Internatsheim; wie sie Crissi kennenlernte und anschließend die Versöhnung mit Jes!
Sie schlug die Augen auf und sah Basti an. Eigentlich war ihr klar, dass es ihm Leid tat und streckte anschließend ihre Hand aus.
Ob sie noch Angst vor ihm hatte, wusste sie nicht! "Heißt das?" seufzte Basti auf. "Ja, aber bitte lass mir Zeit dir vollkommen vertrauen zu können!" Nadi´s Glück schien perfekt zu sein. Jes und Basti gaben sich die Hände. "Die Farbe steht dir, Kumpel!"
Nadi lächelte Basti an und er wusste, worauf sie hinaus wollte - und so zog sie ihren Liebsten Jessie mit aufs Zimmer, wo sie ihn vollkommen überrumpelte. "Hey hey hey! Immer langsam, my Lady!" - "Ich kann nicht länger warten, Süßer! Ich will meine Begierde nach dir jetzt stillen und nicht später!" So fiel Nadine rechtlich über Jessie her, bis er sie bloßlich bis zum nackten Körper auszog.
"Jes; ich... du solltest wissen, dass es sehr schön mit dir ist, aber heute will und kann ich nicht. Bitte akzeptiere es!" Nadine setzte sich auf und zog sich wieder an und konnte Jes zärtlichen Küssen am Hals nicht wiederstehen. Sie ließ sich wieder zurückfallen und genoss seine Küsse sehr. "Gut; du kannst nicht - okay, ich verstehe es, ja! Aber warum - warum tust du dann so, als würdest du es wollen?" Jessie stand genervt auf, zog sich seine Hose an und verschwand fluchend. In ihrer kurzen knappen Hotpant und in ihrem BH ging sie hinter ihm her. "Jes, bitte warte. Hör mir doch nur dieses Mal zu; ich bitte dich!" Die Tür fiel in ihr Schloss zurück; Nadi biss sich verklommen auf die Unterlippe. "Ja, schaut ihr nur blöd!" Sie verschwand...
"Ich suche jetzt Jes auf!" Basti verschwand ebenfalls, bevor Matt ihn aufhalten konnte. Er wusste ganz genau, wo Jes war; nämlich am kleinen See, wo die beiden Jungs früher immer saßen. "Hier bist du! Mensch, Jes. Was ist denn los mit dir?" Jes griff nach einen der Kieselsteine und schmiss ihn mit voller Wucht in den See. "Was sollte schon mit mir sein? Mit mir ist gar nichts los; frag doch sie!" - "Ich dachte schon, ihr liebt euch. Zu der Liebe gehören immer noch Zwei, Jes. Gib ihr Zeit und versuche sie zu verstehen. Nur so kann eure Liebe standhalten!" Jes schmiss einen zweiten Stein in den See. "Ich liebe sie ja; aber ich weiß einfach nicht, ob sie das gleiche empfindet!" - "Was glaubst du denn? Würde sie sonst Matt und Crissi aufgeben wollen? Jes; sie liebt dich; das weiß sogar ich!" - "Und warum hat sie mich dann gerade eben abgewiesen?" Basti seufzte auf. "Weil sie dich liebt! Und außerdem braucht man in einer Beziehung Vertrauen anstatt öfteren Sex!" Jes stand auf. "Danke dir, Kumpel. Wenn ich eines an dir schätze, dann ist es das, dass ich mit all meinen Problemen zu dir kommen kann. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann lass mich es bitte wissen. Ich muss weg; ganz dringend!"
Jessie wusste jetzt, wie er Nadine nun glücklich machen konnte. Bisher war nie der passende Moment da gewesen, aber gerade eben fiel ihm ein, dass er jetzt gekommen war und so düste er durch halb Bonn zum nächstbesten Juwelier und trat zögernd ein.
Eine Frau kam näher an ihn heran, doch er sah sich erstmals nur um. "Kann ich ihnen behilflich sein, junger Mann?" Jes sah die Dame genauer an. "Ja bitte! Ich hätte gerne einen Verlobungsring!"
Die alte Dame betrachtete ihn etwas genauer. "Dürfte ich bitte ihr Alter erfahren!" - "18... ich bin 18!" - "Und, woher haben sie das Geld dafür?" Jes geriet in Erklärungsnot und wusste weder ein noch aus, doch dann trat Faiz ein. "Oma, was machst du denn mit meinem Schützling?" - "Faiz, mein Lieber! Dieser junge Mann möchte gerne einen Verlobungsring!" Auch Faiz glubschte Jes zuerst blöd an. "Wer ist denn die Glückliche? Kenne ich Sie?" - "Jein; es ist Matts Schwester. Wir hatten eine kleine Meinungsverschiedenheit und naja... eigentlich wollte ich sie schon früher fragen, aber jetzt ist es wohl der passende Moment!" Faiz überlegte lange. "Komm mal mit, Romeo! Schau mal; die sind viel schöner... such dir einen aus; du bekommst ihn zum halben Preis!" Jes überlegte nicht lange und entschied sich sofort für den goldenen Ring mit dem weinroten Diamanten. Faiz Oma lächelte verschmitzt. "Hätte ich gewusst, dass sie meinen Jungen kennen, dann... ach herrje. Es tut mir Leid!" Faiz zog Jes ein wenig später mit zum Hinterausgang. Jes erzählte ihm, was er vorhatte - daraufhin schnappte Faiz sich seinen Autoschlüssel. "Komm mit, Casanova! Wir suchen dir jetzt ein passendes Outfit und danach wird Maria dich hübsch machen. Ich besorg dir währenddessen alles, was du brauchst!" Faiz lieferte Jes anschließend bei Maria ab und fuhr mit einer endslangen Liste davon. Zuerst kaufte er den Blumenladen voller roten und weißen Rosen leer; danach besorgte er die nächstbeste Picknickdecke, Kerzen und ein leckeres Picknick-Buffet. Schnell brauchte Faiz noch eine Augenbinde und dann konnte es auch schon losgehen. Er fuhr zu den Jungs nach Hause und stand dann mit einer weißen Rose und einem Herzblattgruß vor der Tür. Schritte kamen näher - jemand hatte die Tür geöffnet, es war Matt! "Faiz; komm dich rein!" - "Nein; ich mein, ich würde gerne reinkommen, aber ich habe da einen Auftrag erhalten. Ist vielleicht deine Schwester da?" Matt rief Nadine zur Tür, die dann auch sofort erschien. "Du musst Nadine sein!"
Sie zog gespannt ihre Augenbraue hoch. "Allerdings, was gibt es denn?" Faiz reichte ihr das Bündel. Nachdem Nadine die Nachricht las, ließ sie sich von Matt zum Auto bringen. "Und ihr seid euch sicher, dass mir wirklich nichts passiert?" seufzte sie auf. "Natürlich... dir wird schon nichts passieren, dafür sorge ich!" erwiderte Matt und schnallte seine Kleine an. Danach fuhr das Auto davon.
Faiz war endlich angekommen. Es dauerte nicht mehr lange; da dämmerte es schon am Himmel und langsam führte er Nadi zu einer kleinen Lichtung. "So; schön stehenbleiben; ich komme gleich wieder!" Kaum war Faiz verschwunden, kam Jes an und führte seine Liebste weiter. "Faiz; sag doch, dass du wieder da bist!" Doch Jes verhielt sich mucksmäuschenstill - dann blieben die Beiden stehen. Er machte ihr die Augenbinde ab und legte leicht seine rechte Hand auf ihre Hüfte. Nadine verschlug es die Sprache und drehte sich zu Jes herum. "Ich...es tut mir so verdammt leid, dass ich dich mies behandelt habe. Natürlich kannst du dir soviel Zeit nehmen, wie du willst!" seufzte Jes auf. Nadi tat es ihm gleich. "Jes; mir tut es leid. Ich hätte dich nicht einfach fallen lassen sollen; schließlich hat es mir doch auch gefallen!" Sie legte ihren Kopf gegen seinen Oberkörper. "Komm; lass uns dort hinlegen!" Er zog sie mit sich zur Decke; danach zog er sie näher an sich heran. Eigentlich wollte Nadine anfangen zu reden, doch er legte sanft seinen Finger auf ihre weichen Lippen. "Pchst...! Es war von mir dumm, nicht von dir! Ich liebe dich doch, Süße!" Er küsste sie sanft; sie erwiderte seine Küsse und so schob er zärtlich seine Zunge in ihre Mundhöhle hinein. Sie umschling seine Zunge leicht und ließ sich einfach von ihm führen. Erst lange Zeit später setzte Jes sich auf und sah sie an; sie sah ihn an. "Bitte schliesse doch für einen Moment deine Augen, Maus!" Sie lächelte leicht und folgte seiner Anweisung - und dann, dann legte er ihr den Ring um.
"Öffne ruhig deine Augen wieder!" Nachdem sie den Ring sah, seufzte Jes auf. "Ich... bitte heirate mich; bitte werde meine Frau!"
"Jes; ich bin wirklich überrumpelt. Ich meine; jein!" Sie senkte ihren Kopf, doch Jes hob ihr Kinn erneut hoch. "Warum? Bitte gib mir eine plausible Antwort. "Bitte versteh das nicht falsch; ich würde gerne deine Frau werden wollen, aber überleg doch mal. Sind wir dafür nicht noch etwas zu jung? Wir haben doch noch ewige Jahre vor uns und wenn wir jetzt heiraten würden, würden wir höhstwahrscheinlich nach 10 Jahren wieder getrennt sein - und das will ich einfach nicht opfern!" Jes stand auf und schmiss mehrere Steine in den See. Er war sichtlich enttäuscht; das bemerkte Nadine sofort, aber ob es richtig sein würde ihn jetzt schon zu heiraten? Sie wollte gerne das weitere Leben nur mit ihm verbringen, aber tief in ihrem Herzen sagte ihr irgendetwas, dass es falsch wäre ihn jetzt schon zu heiraten. Es schmerzte sehr ihn so dort zu sehen, wie er litt. Solangsam wurde Nadi klar, dass sie ihn verlieren würde, wenn sie sich mehr Fehler leistete. So stand sie auf und ging zu ihm hinüber. "Könntest du es akzeptieren, wenn ich eine Nacht darüber schlafe?" Er nickte und drückte sie an sich. "Lass uns bitte heim gehen; mir ist kalt und müde bin ich auch!" Zusammen packten die Beiden die Sachen zusammen, und gingen dann nach Hause, wo niemand die Beiden ansprach. "Ich lass uns ein Bad ein; natürlich nur, wenn du magst!" - "Nein, mach ruhig. Ich... würde ziemlich gerne ein Bad mit dir nehmen!" Nadine war kurz auf ihrem Zimmer verschwunden; danach klopfte es an. "Herein!" Crissi trat hinein und lächelte Nadi an. "Wie kann ich dir helfen, Crissi?" Crissi half Nadi die Kette abzumachen. "Wie war es mit Jes, Süße?" - "Es ging so - Crissi? Er hat mir einen Antrag gemacht!" Crissi erschrak. "Das ist doch toll! Hast du ja gesagt?" - "Das ist es ja. Ich will ihn nicht verlieren, aber ich fühl mich noch zu jung dafür!" - "Heißt das, du willst nicht?"
"Doch, das will ich... sehr sogar. Aber ich habe Angst davor, dass es nicht lange halten wird!" - "Süße, keiner kann dir da hineinreden. Das musst alleine du wissen; aber wesw
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