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Miguel ...
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...   Erstellt am 04.10.2006 - 04:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eingetragen von Haus Pichler. | Juli 29, 2006 - 19:10
Nueva Helvecia - das erste Filialheiligtum der Welt!

Uruguay
Nueva Helvecia ist eine Kleinstadt im Bezirk Colonia in Uruguay, etwa 120 Kilometer von Montevideo, der Hauptstadt Uruguays entfernt. Hier wurde am 18. Oktober 1943 das erste Filialheiligtum, das erste orginalgetreu nachgebaute Heiligtum, eingeweiht.

Spurenfolge
Warum befindet sich das erste Filialheiligtum nun in Uruguay, in Nueva Helvecia?

Am 29. März 1937 kamen von Argentinien aus, wo sie 1935 angekommen waren, die drei ersten Schönstättischen Marienschwestern nach Uruguay. Am 15. April des selben Jahres begann der Unterricht in der neuen Schule, die den Namen "Mater Ter Admirábilis" erhalten hatte. Schon bald wurde es nötig, die Schule zu erweitern, und so nahmen die Schwestern das Risiko auf sich, ein anliegendes Gelände zu erwerben und darauf einen Neubau zu errichten. Mit der Zeit kamen Marienschwestern nach Uruguay.

Leises Lächeln
Schwester M. Clara hatte die Pläne des Urheiligtums im Gepäck. Sie hatte Pater Kentenich erzählt, dass sie die Baupläne mitnehmen wolle. Er hatte ihr still zugehört, leise gelächelt und sie machen lassen. Später, als das Heiligtum längst gebaut war, gestand er, dass er bis dahin nie an ein Filialheiligtum gedacht hatte. Wie in allem, ließ er sich auch hier durch die Seelenstimmen und den praktischen Vorsehungsglauben führen.

Das Sendungsbewusstsein der Schwestern war klar: die Botschaft Schönstatts drängt uns zum mutigen Künden! Das Sendungsfeuer glühte in ihnen und sprang auf bereite Herzen über: es bildeten sich die ersten Jugend- und Erwachsenengruppen. Aber: wie sollte das alles wachsen ohne Bindung ans Heiligtum, die Gnadenquelle? Ein Bildstock oder ein Foto konnten das Erlebnis des Heiligtums nicht ersetzen.
Und so entstand die Idee: Wir bauen hier ein Heiligtum!

Filialheiligtum
Sie überlegten: Der Gründer hat uns gesandt, Schönstatt zu bauen, also...
Sie hatten längst begriffen, dass Schönstatt nicht verstanden wurde ohne das Erlebnis und die Gnade des Heiligtums. Und daraus schlossen sie, dass der Vater und Gründer einverstanden sein musste mit dem Bau. Es müsste ein Filialheiligtum sein, verbunden mit dem Urheiligtum. So fingen sie an, die Gegenwart der Gottesmutter an diesem Ort durch Beiträge zum Gnadenkapital "herunterzuziehen", indem sie eben die selben Bedingungen setzten wie damals beim Urheiligtum.

Bau ohne Geld
Am 18. Oktober 1942 wurde der Grundstein gelegt. Und so begann die Arbeit, bei der es vor allem darum ging, Hindernisse zu überwinden: unvollständige Pläne, Fehlen der Angaben über das Altarbild, über die Fenster, das Gewölbe, den Glockenturm... und, nicht zuletzt, fehlte auch noch das Geld!

Die Anfänge des ersten Filialheiligtums tragen die Züge von Bethlehem und Nazareth, tragen den Stempel der materiellen Armut. Die Dreimal Wunderbare Mutter antwortete auf das kindliche Vertrauen und das "Nichts ohne dich, nichts ohne uns" und bewies ihre mütterlich Macht.


Ziegelstein-Kampagne
Besonders die Kinder gehören zu denen, die dieses Heiligtum gebaut haben: mit Feuereifer schenkten sie ihre Arbeit, ihre Beiträge zum Gnadenkapital und ihren materiellen Beitrag - wertvoll nicht wegen der Summe, aber wegen der Aufrichtigkeit ihres Schenkens. Sie starteten die "Ziegelstein-Kampagne" und schenkten der Gottesmutter einen Stein nach dem andern. Und sie suchte hochherzige Hände und Herzen, die den Rest dazu gaben.

Der Altar
Ein besonderes Thema ist der Altar. In Nueva Helvecia lebte Joaquín Vidal, ein spanischer Möbeltischler, der aus Liebe zur Gottesmutter die Herausforderung annahm, den Altar zu machen - nur auf der Grundlage von Schwarzweiß-Fotos, die er mit einer Lupe studierte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, der Altar von Nueva Helvecia sieht dem im Urheiligtum täuschend ähnlich.



Die Einweihung
So kam der 17. Oktober 1943. Von der Pfarrkirche wurde in feierlicher Prozession das Bild der Mater Ter Admirabilis, geschmückt mit einem Blumenkranz, zum Heiligtum getragen. Für den 18. Oktober, einen Montag, war die Einweihung vorgesehen. Und dann erklangen zum ersten Mal die Worte der Gründungsurkunde bei der Einweihung eines Filialheiligtums, auf amerikanischem Boden: "Eine größere apostolische Tat können wir ohne Zweifel nicht vollbringen, ein kostbareres Erbe unseren Nachfolgern nicht zurücklassen, als wenn wir unsere Herrin und Gebieterin bewegen, hier ihren Thron aufzuschlagen und Wunder der Gnade zu wirken...
Ich möchte diesen Ort gern zu einem Wallfahrts-, zu einem Gnadenort machen für uns... und vielleicht noch darüber hinaus."

Der Vater und Gründer, der als Gefangener im Konzentrationslager Dachau weilte, erhielt die Nachricht von der Einweihung des Heiligtums erst im Frühjahr 1944. Seine Bestätigung löste in Nuevo Helvecia unbeschreibliche Freude aus!

Pater Kentenich in Nueva Helvecia
In seiner Einsamkeit, so schrieb er, sei die Nachricht von der Einweihung eines neues Heiligtums gekommen. Alle, die dieses Heiligtum betreten, sollten von der Gottesmutter gewandelt werden in neue Menschen, die sie in ihrem Herzen berge. Aus ihnen sollten glühende Apostel werden, die die Pläne Gottes unermüdlich verwirklichen, wünschte er.

Aus dem Konzentrationslager befreit, begann Pater Kentenich schon bald danach, 1947, seine Weltreisen. Am 9. Mai 1947 kam er nach Nueva Helvecia. Als er das Heiligtum sah, rief er: Ich komme von zu Hause nach zu Hause! Pater Kentenich sagte 1947 in Nueva Helvecia: Die Filialheiligtümer schaffen einen Lebensstrom, der zum Urheiligtum zurückfließt und das Bündnisleben des ganzen Werkes bereichern.





Signatur
ich bin in Montevideo geboren


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