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IrasCignavojo ...
WeltChronist und
Ex-ZSL

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...   Erstellt am 14.01.2007 - 19:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine drohende Gefahr kündigt sich an
Corigani, 421 n.P.


Die Magier hatten sich alle im Versammlungsraum eingefunden. Nachdem Vandal einen prüfenden Blick in die Runde geworfen hatte, erhob er sich und trat ans Rednerpult.
„Brüder und Schwestern, es gibt einige erschreckende Entwicklungen, derer wir uns annehmen müssen. In den letzten Wochen und Monaten mehren sich die Berichte über Nekromantie. Bisher ging ich davon aus, dass diese nur in stillen Hinterkammern von wenigen unwichtigen Personen betrieben würde, doch die letzten Berichte sprechen von einer Untotenschwemme. Es handelt sich dabei nicht um einzelne Untote, nein es gibt Berichte von ganzen Armeen dieser bemitleidenswerten Kreaturen.
Wenn meine Schlussfolgerungen richtig sind und ich denke die Aussichten dafür sind gut, da die Geheimdienstberichte in der Vergangenheit immer recht zuverlässig waren, dann gibt es wohl zwei größere Bereiche auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten sollten.
Ein Bereich scheint die Tiefsee am Ausgang der Straße der Vulkane zu sein, hier haben wir Berichte über zunehmende Aktivitäten, was wir nicht wissen ist, welche Ursache es dafür gibt. Einige meiner Berater vermuten, dass es sich bei den Urhebern um Überbleibsel der Anti handeln würde. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir bis heute noch nichts über den Verbleib des Xnumhöchstpriesters wissen. Wo ist er, oder besser warum gab es keine Leiche?
Der zweite Bereich ist das Seengebiet um Ossoriar. Was mich dabei am meisten ängstigt ist, dass ich nicht glaube, dass diese unnütze Piratenbrut weiß, was sie da tut, geschweige denn, wie man die Untoten kontrolliert. Was wenn sich eine Armee aus der Tiefsee aufmacht um sich mit den Kreaturen Ossoriars zu vereinen? Wenn Xnumpriester diese Armee anführen, dann werden sie die Kontrolle der Ossoren brechen und die vereinigten Heere werden Ossoriar vernichten. Damit wäre die Rache für den Verrat vollständig und man könnte sich wieder an die Eroberung des Segments machen.“
Gemurmel erhob sich unter den Magiern, diese Nachrichten entsprachen in keiner Weise dem, was sie sich erhofft hatten. Sie hatten damit gerechnet, dass man über die Schüler sprechen würde, eventuell noch ein paar Worte über Neuaufnahmen und jetzt das. Vandal hob beschwichtigend die Arme.
„Ich weiß, viele von Euch halten nicht viel von Priestern, zweifeln sogar daran, dass sie eine Daseinsberechtigung haben, doch ich denke, dass sie notwendig sind. Was ich jedoch bedauere ist, dass sie leider zu fanatisch und skrupellos sind. Schlägt ein Magier über die Strenge, dann sterben Armeen, wenn Priester aktiv werden, dann wanken Segmente. Die für uns entscheidende Frage ist jetzt, was wir tun sollen. Sollen wir uns den schwarzen Kräften stellen, selbst auf die Gefahr hin weiter Brüder und Schwestern zu verlieren, oder sollen wir uns bedeckt halten und darauf warten, dass die Priester der anderen Gottheiten diese Angelegenheit regeln werden?“
Bruder Pondor erhob sich und ergriff das Wort:
„Bisher wissen wir zwar von der Existenz dieser Armeen, doch wir wissen auch, dass sie sich noch nicht in Bewegung gesetzt haben. Das sollte uns etwas Zeit verschaffen.
Wie wir aus Wu-Ya-Shan vernommen haben, scheint man sich dort der Gefahr auch bewusst zu sein und wenn uns nicht alles täuscht, dann gibt es wenige Dinge, die der Artanglaube so sehr verabscheut wie Nekromantie.
Die konventionellen Heere konnten bisher gegen Untote kaum etwas ausrichten, haben im Gegenteil die Reihen des Feindes eher gestärkt. Wir selbst haben einen der Unseren an die Untoten verloren und sein Nachfolger liegt noch elf Level unter unserem verschiedenen Bruder. Wir werden noch Jahre benötigen, diesen Verlust auch nur annähernd auszugleichen. Ich schlage daher vor, besonnen zu reagieren und zunächst verstärkt im Bereich der Nekromantie Forschungen anzustellen. Unter Umständen müssen wir unsere Schüler einige Monde in Urlaub schicken. Sie sollen sich von den Strapazen des Lehrstuhls erholen, während wir gemeinsam an einem Mittel gegen die Untoten arbeiten. Außerdem schlage ich vor Schwester Rahja davon zu informieren, dass Ossoriar unter dem dringenden Verdacht steht Nekromantie zu betreiben. Sie sollte dazu eine Stellungnahme von Ossoriar verlangen.“
Nachdem sich der Magier wieder gesetzt hatte, trat eine Weile Ruhe ein. Schließlich erhob sich Bruder Brahn und ergriff das Wort.
„Ich glaube die Einwände Pondors sind nicht von der Hand zu weisen und daher schließe ich mich seiner Meinung an, wir sollten uns zunächst bedeckt halten.
Der Leichnahm Dars befindet sich noch in Selavan und ich denke wir werden es schaffen eine Überführung des Leichnahms zu erreichen. Dies kann sich für unsere Forschungen als nützlich erweisen und uns eine Menge Zeit sparen.
Dennoch tue ich mich sehr schwer diese Bedrohung vollständig zu ignorieren. Ich schlage vor eine offizielle Nachricht im Boten zu veröffentlichen, die das Augenmerk aller Priester Coriganis auf diese verwerfliche Angelegenheit richten lässt. Ich selbst bin gerne bereit diese Nachricht zu verfassen.“
Bruder Vandal erhob sich erneut und trat vor seine Brüder. „Gut, ich denke wir sollten unsere Überlegungen in die Tat umsetzen. Ich selbst werde meine Bemühungen um die Entwicklung eines Unsichtbarkeitszaubers voran treiben. Die Brüder Brahn, Versal und Pondor sollten zusammen versuchen einen Zauber zu finden, der untote Kreaturen vernichten kann. Zu diesem Zwecke werden wir um eine Überführung des Untoten Dar bei Selavan ersuchen. Der Unterricht unserer Schüler wird aus diesem Grund bis auf weiteres ausgesetzt. Sie können jedoch die dadurch zur Verfügung stehende Zeit dazu nutzen, die Bibliotheken des Turmes zu durchforschen und verlorene Zauber zu finden. Sollte es einem der Schüler gelingen einen solchen zu finden, dann bin ich gerne bereit ihm einen kleinen Bonus in Form eines kostenlosen Zaubers zu gewähren. Auf diese Weise sind die Schüler dazu motiviert intensive Studien zu betreiben und wer weiß, vielleicht können wir davon sogar profitieren.
Eine aktive Bekämpfung dieser untoten Bedrohung lehnen wir zum derzeitigen Zeitpunkt definitiv ab. Sollen die Priester diesen Kampf ausfechten, denn es sind göttliche Aspekte, die diese Bedrohung entstehen ließen. Dennoch werden wir uns für den Fall der Fälle durch eine Weiterentwicklung unserer Zauberpalette insbesondere im Bereich der Nekromantie auf alle Eventualitäten vorbereiten.
Ich wünsche Euch bei Euren Studien einen schnellen und umfassenden Erfolg. Nutzt die Möglichkeiten Euch auszutauschen, entwickelt aber getrennte Konzepte, ich denke, dass diese Vorgehensweise zu einem schnelleren Ergebnis führen wird.
Ich danke Euch für Euer Interesse und bitte Euch mich zu entschuldigen.“
Mit diesen Worten verließ Vandal den Besprechungsraum und begab sich direkt in das Studierzimmer der Schüler. Dort angekommen beobachtete er eine kurze Zeit lang die Schüler, welche über Bücher gebeugt, die Anwesenheit ihres Mentors gar nicht bemerkt hatten. Erst nachdem Bolt´s Blick, bei einem ausgiebigen Gähner, auf die Gestalt am Eingang gefallen war und er mit einem leisen Schrei die Aufmerksamkeit der Anderen Magier im Raum auf den Neuankömmling gelenkt hatte, begann dieser zu sprechen:
„Wie ihr alle wisst, hat es sich der Magierzirkel zum Ziel gesetzt das Gleichgewicht des Segments aufrecht zu halten, das Leben der Bewohner zu schützen und Unrecht zu bekämpfen, wo immer wir es antreffen. In den letzten Monden haben sich einige Kräfte daran gemacht, das Gleichgewicht auf Corigani zu bedrohen und nun müssen wir versuchen die verlorene Zeit wieder einzuholen und uns auf einen Kampf vorzubereiten. Leider ist es uns daher nicht möglich in der nächsten Zeit Vorlesungen zu halten und Euch beratend zur Seite zu stehen. Da wir jedoch wissen, wie begierig Ihr darauf seid, Euren Horizont zu erweitern und große Zaubersprüche zu lernen, geben wir Euch die Möglichkeit die Bibliothek nach Zaubersprüchen zu durchstöbern. Jeder Schüler, der einen Spruch in den Schriften findet, welcher keinem unserer Lehrmeister bekannt ist, kann diesen nach den Regeln der Schule gegen einen weiteren Zauber eintauschen. Somit würde sich jeder gefundene Zauber doppelt für Euch lohnen.
Doch nun möchte ich Euch nicht weiter bei Euren Studien stören. Möge das Glück Euch gewogen sein und Euch einiges dazulernen lassen.“
Mit diesen Worten drehte sich Vandal um und begab sich zum Teleportraum von wo aus er sich in sein Quartier begab. Dort angekommen legte er sich auf sein Bett und ruhte sich aus, damit er am nächsten Tag mit neuer Frische die langwierigen Studien voranbringen könnte. Diese Nacht jedoch schien es ihm nicht unbedingt so, als ob er gut schlafen würde. Kaum hatte er die Augen geschlossen, sah er untote Horden auf sich zukommen und nach ihm greifen. Sollten die Entscheidungen abzuwarten falsch gewesen sein? Unruhig warf sich der Magier von einer Seite zur nächsten und wenn er Schlaf fand, dann nur für kurze Momente. Vier Stunden später fühlte er sich gerädert und nicht einmal ein bischen erholt. Vandal erhob sich und ging zu seinem Studiertisch. Dort angekommen bereitete er alles für den Schlafzauer vor. Es wäre doch gelacht, so dachte er sich, wenn er es nicht schaffen würde, sich selbst ruhig zu stellen. Er überlegte noch kurz, wovon er gerne träumen würde und dann wirkte er seinen Zauber. Bereits auf dem Weg zu seinem Bett spürte er wie er langsam immer matter wurde und nur Sekunden nachdem er sich hingelegt hatte, schlief er ruhig und tief.
Kaum hatte Vandal den Raum verlassen, als sich die Magierschüler angeregt zu unterhalten begannen. Das Segment war scheinbar bedroht, nicht so ein paar kleinere Gefechte, wie sie die ganze Zeit stattfanden, nein größere Dinge musste vorgehen, denn es schien als sei man der Meinung, dass die bisherigen Errungenschaften des Zirkels nicht ausreichen würden um dieser neuen Bedrohung zu begegnen. Man hatte keine Zeit mehr für Unterricht und sie sollten sich mit Selbststudium beschäftigen, na toll. Bisher hatten sie mehr als genug Gelegenheit in den Schriften der Bibliothek zu lesen und der Erfolg war nicht gerade berauschend. Aber und das sollte nicht vergessen werden, wenn sie jetzt mit dem Studium beginnen würden, dann würde es keine störenden Unterrichtseinheiten mehr geben, Keine langweiligen Vorlesungen um trockene Materie, nein, ab heute wären sie ihre eigenen Herren. Jetzt würde sich zeigen, wer von Ihnen wahrhaftig ein Meister seines Faches war und wer von ihnen die erfolgversprechendsten Ansätze zeigen würde.



(Quelle: Bote von Corigani 68, S.26-28)





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