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Benjamin ...
Lórinan-Bewohner
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...   Erstellt am 14.10.2007 - 23:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Traum:

Die zarte Frühlingssonne scheint wärmend auf Haar und Haut als du durch den Lorinanforst wandelst. Frisches Grün sprießt überall, schöne große Schmetterlinge fliegen im sanften Wind umher, umschwärmt von den Pollen aus schlagender Sträuchern und Bäumen. Tiefer Friede umhüllt dein Herz als du deine Schritte über zartes Moos und fruchtbaren Boden lenkst. Ohne Ziel wanderst du umher. Die Schönheit und die Kraft dieses Ortes, die tief in der Erde pulst erfüllt dich und kräftigt dich.

Durch einen schön angelegten Pfad führt dich dein Weg. Zu den singenden Wassern treibt es dich. An wunderbaren Quellen und tanzendem Schilf vorbei als du zwei Gestalten erblickst. An der stolzen Haltung und der Art der Kleidung erkennst du den Druiden Itheldil. Der zärtlich eine zierliche wunderschöne Frau in den Armen hält. Schnell erkennst du das sie zum Volk der Feen gehört. Ihr leicht bläuliches Haar und die blasse Haut sowie ihr zauberhaftes Antlitz verraten es dir. Sie scheinen dich nicht wahrzunehmen und neugierig gehst du noch näher an sie heran. Gerade tritt die Nymphe zurück und du erkennst das sie etwas in der Hand hält. Das sie lächenden Antlitzes vor ihrem Liebsten verbirgt. Der alte Druide gibt ihr einen Blick voller Liebe und Wärme zurück. Ihm scheint die Neckerei zu gefallen. Dann reicht sie ihm die Locke ihres Haares. Itheldil birgt es in seiner Hand und hält es zart wie etwas schrecklich zerbrechliches. Noch einmal blicken sich die beiden in die Augen, dann verschwindet die Nymphe in den kristallklaren Fluten. Itheldil dreht sich in deine Richtung aber scheint dich nicht zu sehen. Nie hast du den Druiden so glücklich gesehen. So anders als seine zu einer Maske des Ernstes gewordenen Gesichtes das dir wohl bekannt ist. Dann verschwindet die Gestalt in dem nahen Forst.

Dann beginnt sich etwas zu ändern, die Sonne rast am Himmel dahin, bis sie schließlich untergeht und tiefe Nacht seinen Mantel wirft. Bis sie wieder erblüht und den Wald mit ihren zarten Strahlen liebkost. Bis sie wieder untergeht. Dieser Wechsel passiert oft hintereinander und immer schneller. Jahreszeiten rinnen an dir vorbei. Bis das Rad der Ereignisse langsam wieder zum Stillstand kommt.

Du erblickst die Nymphe die am Rand des Teiches steht als ob sie auf etwas oder jemanden wartet. Dann siehst du außerhalb ihres Gesichtsfeldes einen uralten Elben (Cuthalion) der mit dem Bogen auf sie anlegt. Du willst die Fee warnen, aber keine Worte rinnen über deine Lippen. Dann prangt plötzlich ein Pfeil tief in der Brust der Fee und ihr zart fließendes Gewand nimmt die Farbe ihres Blutes an. Ihr schönes Gesicht verwandelt sich in eine Grimasse der Qual. Sterbend bleibt sie zurück als der Elb davon geht. Keine Regung der Reue ist auf seinem Gesicht auszumachen.

Die Nymphe die schon am Boden in einem Rinnsal ihres Blutes lag kommt nun wieder auf die Füße. In blutenden Stoff gehüllt, doch kein Schmerz verunstaltet mehr die Schönheit ihrer Züge. Tiefe Sorge steht ihr ins Gesicht geschrieben und sie richtet das Wort an dich:

„Vergib das ich dich an unserem Leid teilhaben lasse. Doch es ist mir wichtig. Wisse ich bin nicht sie. Bewahre ihn. Bring ihn zurück zu mir. Er soll nicht verloren gehen.“ Dann endet sie und du erblickst sie wieder sterbend zu deinen Füßen.

Nur eine kurze Weile später erblickst du wieder Itheldil der mit entgleisten Gesichtzügen zu der Sterbenden eilt. Er kniet sich zu ihr herunter und langsam beginnt ihr Blut von seinem Gewand aufgesogen zu werden. Das schreckliche Leid das du in seinem Gesicht lesen kannst läßt Tränen über deine Wangen laufen. Keiner sollte solches Leid erleben. Der sonst so stolze Druide weint Tränen des Schmerzes und verzweifelte Schluchzer entrinnen sich seiner Kehle. Auch Wut und Verzweiflung sind tief in sein Gesicht geschrieben. Dann erhebt er sich langsam. „Noaphrelil. Nein.“, flüstert er gebrochenen. Und wie er da steht sein Gewand mit dem Blut ihres Körpers benetzt und ihren toten Leib zu seinen Füßen beginnt sich das Rad der Dinge wieder zu drehen. Minuten werden zu Stunden. Stunden zu Tagen. Tage zu Wochen und Wochen schließlich zu Jahrhunderten. Nur etwas ändert sich an dem Bild. Das Tränen benetzte Gesicht das von tiefem Gram gezeichnet war erstirbt über die Jahrhunderte zu einer Maske aus Stein. Ewig scheint es dir zu dauern bis das Rad wieder langsamer läuft. Dann siehst du wieder Itheldil mit immer noch blutbefleckten Gewand der am Rande des Wasser kniet. Ein schlichtes Amulett in der Hand. Durch das Metall siehst du den Schimmer einer Haarlocke. Dann zeichnet sich das Gesicht einer Schreckensgestalt auf dem Wasser ab. Das behaarte Antlitz eines Widders. Doch anders als bei den meist zahmen Tieren funkeln seine von verfemter Macht erfüllten Augen von boshafter Intelligenz. Furcht schleicht sich in dein Herz als du dieses Wesen aus finsterster Nacht erblickst. Itheldil scheint dem Monster das auf der anderen Seite wartet zu lauschen. In seinem sonst so reglosen Antlitz kannst du auf einmal eine Regung erkennen.

Dann verschwimmt das Bild des Widders und das Wasser spiegelt wieder allein Itheldils Gesicht, ein Gesicht das nicht mehr aus Stein ist, sondern das spiegelt wie er mit sich ringt. Trauer schleicht zurück in seine Züge. Schmerz und Wut beleben das Antlitz des Druiden neu. Und wie er da steht und in seinem Innerem mit sich ringt und die Vergangenheit wieder in ihm lebendig wird, regt sich die tote Gestalt zu seinen Füßen! Seltsame das Licht erstickende Schlieren beginnen aus der Silhouette zu brechen. In einem schläfrigen Tanze erwachend. Immer mehr ätherischer schwarzer Schlieren entbrechen der Toten. Beginnen sich zu suchen und wieder zu verlieren. Ein leichter Wind frischt auf. Trägt flüsternde Stimmen mit sich. Itheldil nimmt davon scheinbar nichts war. In innerem Kampf hat er die Augen geschlossen und wird seiner Umwelt nicht gewahr. Die düsteren Knäuel scheinen sich nun zu sammeln und ineinander zu fließen. Der seltsame Wind frischt immer weiter auf. Bis er zu einem wütenden Orkan wird. Blätter reißen von den Bäumen dann Äste bis schließlich junge Bäume entwurzelt werden und mit einem schrecklichen Ächzen dem Dunklen Sturm nachgeben. Und er der im Zentrum der Zerstörung steht scheint davon nichts wahrzunehmen. Tiefschwarze Wolken beginnen das Licht der Sonne zu verschlucken. Die jungen Pflanzen welken und sterben. Das Wasser das bisher so rein und klar war schlägt schwarze Flecken. Schimmel legt sich über das was bisher im Sturm sein Ende fand. Von schrecklichem unverzeihlichen Leid kündenden Stimmen mischen sich in das Orchester des Grauens. Um ihm Zentrum des Schmerzes und der Vergeblichkeit sammelt sich die Finsternis über dem Toten Leib und beginnt diesen aufzulösen. Nicht einmal verwitterte Knochen bleiben von der einst so schönen Gestalt über. Ein dunkler Wirbel entsteht, bildet das Auge des Sturms. Und aus unfassbarem Schmerz und niemals vergebener Trauer und Wut wird eine dunkle Gestalt geboren. Zart fällt ihr Gewand aus schwarzen edlem Stoff um die zierliche Gestalt. Elegant trägt sie ihr schwarzes Haar und ihre schönen Noaphrelils ähnlichen Züge, die durch einen schwarzen Schleier verdeckt sind, sind erschreckend bleich. Sacht berührt sie Itheldil und streicht ihm über das Haar. Dieser öffnet nun erschreckt die Augen. Du vermagst in seinen Augen, die nun im dunklen liegen, Unglauben, tiefe zärtliche Liebe und eine tiefe beinahe naive Sehnsucht zu erkennen. Die dunkle Fee lächelt. Immer noch tobt der schreckliche Orkan um die beiden Gestalten in dessen machtvoller Stimme andere Stimmen hörbar sind. Von schierem Wahnsinn umnachtete Stimmen die in schrecklichem Schmerz schreien. Doch der selig lächelnde Druide nimmt nichts wahr.
Dann beginnt die Fee zu sprechen:

„Ich bin zurück Itheldil. Die Zeit und der Willen derer die uns verrieten wird nicht mehr zwischen uns stehen. Endlich bin ich dein und du bist mein.“

Nur ein Flüstern waren ihre Worte doch tiefe Furcht peitschte in dir auf als sie sprach. Du fliehst. Hin fort von diesem Ort der Wahngespinste! Du siehst nur noch wie die Fee ihren Schleier hebt und die beiden Liebenden sich leidenschaftlich küssen.
Weg. Immer weiter fort. Deine Schritte tragen dich durch den zerstörten Hain. Nichts ist wie es war. Alles ist von den Schatten verschlungen, das Leben geflohen vor der Düsternis. Immer weiter peitscht dich die Panik. Hinaus aus dem Herzen des Wahns. Hinaus aus der Quelle der Qualen. Dort! Nicht mehr weit ist der Waldrand. Deine letzten Kräfte strengst du an als du durch die letzten Dornensträucher brichst. Doch dann als du dich in Sicherheit wähntest wirst du gewahr das die dunkle Fee dir den Weg zu den freien Ebenen versperrt. Einsam steht sie da. Eine zierliche Gestalt, doch von solchem Grauen und Autorität das du stehen bleibst und keuchend und mutlos in die Knie brichst. Der wahnsinnig gewordene Wind peitscht das lange wie ein Schatten wehende Haar doch die Gestalt aus einem Alptraum steht seelenruhig dort. Wartend. Lauernd. Dann hebt sie leise aber gebieterisch die Stimme:

„Nicht so eilig Sterblicher... Genieße doch die Zeit die dir bleibt,“ spricht sie süffisant lächend, „nicht mehr lang ist der Pfad der zum Abgrund führt. Bald schon wird sich die wylde Hand erheben und alles was dir lieb ist wird durch seinen Hufschlag zerschmettert werden. Bald schon kommt die Zeit unserer Rache. Dein Handeln ist vergebens. Das Lied das das Ende bringt ist schon gespielt.“

Dann hebt sie die zarte Hand und beginnt auf einer beinernden Flöte zu spielen. Und als die zart dahin schwebende verfemte Musik deinen Geist vergewaltigt flieht deine gemarterte Seele ins Vergessen.





Signatur
Lang vergangen, ferner Glanz. Der Schleier senkt sich , Ende naht. Kein zurück und kein Erbarmen. Licht erstirbt in Finsternis.

Einst´ger Glanz nun lang vergangen. Hand in Hand die Unschuld webt. Tief gefroren für Äonen der Same ruht in Dunkelheit.

So fern und nah zu allen Zeiten, Licht und Glanz sich neu belebt. Wandelt hierhin, wandelt dorten. Nährt den Samen, nährt das Leben.

In tiefster Erde neu erblüht, das Blatt nun auf zum Baume fällt. Senkt sich Sonne, senkt sich Nacht. Alter Glanz wird neu entfacht.


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