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Pipasi ...



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...   Erstellt am 25.03.2007 - 18:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es gibt Zeiten, da scheinen wir das Unglück regelrecht anzuziehen, eines kommt zum anderen. Gerade glauben wir, uns von einem Schlag erholt zu haben, da bricht schon der nächste über uns herein. Warum gerade wir, fragen wir uns dann, warum trifft es uns so hart, was haben wir falsch gemacht, gar wofür werden wir bestraft? Stellen wir uns diese Fragen aber auch, wenn es uns über lange Zeit sehr gut geht, wenn das Leben wie geschmiert läuft, wenn alles, was wir anfangen, gelingt? Heißt es nicht auch: Nichts macht erfolgreicher als der Erfolg? Das Unglück ist genauso ungerecht verteilt wie das Glück. Nur, im Glück denken wir, daß es so in Ordnung ist, im Unglück denken wir, daß alle Welt sich gegen uns verschwört.
Dabei haben beide eigentlich nur mit uns zu tun. Glück wie Unglück treffen uns nämlich ins Herz, doch während aus dem einen Flügel erwachsen, frißt das andere Löcher hinein. Löcher, die den Raum schaffen für neues Unglück. Es ist so, aus dem Unglück befreien wir uns nur selbst. Natürlich können uns andere Menschen, kann uns der Glaube an Gottes Gerechtigkeit dabei helfen, aber die Arbeit liegt einzig auf unseren Schultern. Niemand ist vor Schicksalsschlägen geschützt, doch wir können uns vor den selbstverschuldeten Folgen schützen. Das Unglück in Folge trifft, so zeigt meine Erfahrung, in erster Linie Menschen, die ihr Unglück kultivieren, ja sich mitunter fast wohlig darin
suhlen und nur noch eine Gefühlsregung wirklich ernst nehmen: ihr Selbstmitleid. Sie ziehen das Unglück wahrhaft an, denn sie brauchen es als Sinnersatz ihres Lebens. Es heißt, das Glück ist mit dem Tüchtigen, und daran ist etwas Wahres, denn wer vieles beginnt, dem wird nicht alles schiefgehen, vor allem aber wird er in Zeiten des Unglücks von glücklicheren Tagen zehren können, und sie werden ihm zur Kraft.





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