Caro  Hofleitung
      

Status: Offline Registriert seit: 09.12.2008 Beiträge: 1883 Nachricht senden | Erstellt am 09.01.2009 - 17:16 |  |
Heute war ich total aufgeregt und konnte die Nacht auch gar nicht schlafen. Ich saß um halb 5 schon hellwach im Bett. Das hatte auch einen Grund, ein Kumpel aus England wollte mich heute besuchen kommen. Er war eigentlich auf der Durchreise nach Berlin, war aber etwas früh und konnte so noch einen Tag hierbleiben.
Also, es war halb 5 Uhr morgens und ich war hellwach. Ich zog mich also an und ging runter in die Küche. Dort machte ich mir erstmal etwas zuessen. Dann sah ich nach meinen Hunden, diese schliefen noch und schlafende Hunde soll man bekanntlich ja nicht wecken. Also lies ich sie schlafen, zog mir Jacke und Schal an und ging raus zu den Ställen. Natürlich war noch keiner hier. Ich ging in die Futterkammer und legte Heu und Hafer in einer Karre bereit. Dann würden die Pferde ihr Futter heute halt mal eher bekommen.
Ich ging erst zu den Verkaufs - und Porbepferden und gab ihnen 2 Arme Heu und eine Portion Hafer.
Als das geschafft war, musste ich noch die Zuchhengste und Stuten machen. Nun war es schon kurz vor 6 und ich beschloss noch eben den Jungpferden etwas Futter reinzuschmeißen. Sie bekamen aber Heu und Pellets. Unsere Korrekturpferde bekamen nur Heu, die waren eh schon aufgedreht genung. Als ich endlich mit dem füttern fertig war, war es halb sieben.
Nun konnte ich mich endlich um meine Pferde kümmern. Sie im Offentstall. Ich lud nun auf meine Karre 6 Arme Heu und 2 Eimer mit Hafer, Müsli und trockenem Brot. Dann ging ich zum Hengst-Offenstall. Ich schmiss erst das Heu hin, damit Cetan auch ein bisschen was hatte. Dann stellte ich Terry und Wildly die Eimer hin.
In der Zeit wo sie fraßen ging ich rein und zog mir erstmal Reitklamotten an.
Dann ging ich wieder raus und räumte die Eimer weg. Nick (so hieß meine Kumpel) kam erst umd 15.00 Uhr, das war noch ewig. Ich beschloss erstmal mit Wildly noch einen Ausritt zumachen. Allerdings war es jetzt kurz vor sieben und hell wurde es erst gegen acht. Naja, Ausritt im dunkeln konnte auch Spaß machen, aber nicht bei -10°C. Also beschloss ich Wildly gründlich zu putzen, vielleicht brauchte es ja so lange, das es hell war wenn ich los ritt. Ich holte also sein Halfter und das Putzzeug. Ich legte ihm das Halfter an, band ihn aber nicht an, da er eigentlich auch so stehen blieb. Ich nahm nun den Striegel und lockerte erstmal sein Fell auf, sodass dr grobe Schmutz rauskam. Dann nahm ich die Kadätsche dazu und ging mit streichenden Bewegungen über sein Fell, bis der Schmutz raus war und das Fell wieder glatt war.
Jetzt kam die Wurzelbürste zum Einsatz, mit dieser machte ich seine Beine. Als das geschafft war, kratzte ich seine Hufe aus und bürstete sein Gesicht. Nun nahm ich den Mähnenkamm und kämmte noch seine Mähne, dann verlies ich noch seinen Schweif und siehe da, als ich endlich fertig war, war es auch schon 10 vor 8 und auch gefühlte 5°C wärmer.
Ich nahm nun Wildlys Strick und führte ihn dann in den Stall. Dort band ich ihn an und brachte das Putzzeug weg. Aus der Sattelkammer brachte ich dann auch gleich seinen Trachtensattel und die Trense mit. Ich legte ihm beides an und holte dann noch die Gamaschen, die ich ihm zusätzlich auch noch anlegte. Als das geschafft war, führte ich ihn auf den Hof und stieg auf.
Ich ritt zum Hoftor und bog dann links ab und ritt Richtung Wald.
Die Sonne ging gerade auf und der Himmel war in einem sanften orange ton eingetaucht, es war echt romantisch , schade dass ich das alleine genießen musste.
Aber gut, ich ritt den Weg weiter hoch, auf der Hälfte trabte ich an. Es war schön die kühle morgen Luft einzuatmen und nichts aus Wildlys Hufegeklapper und ein paar Vögel zu hören.
Ich trabte weiter den Weg hoch, am Ende bog ich links ab und ritt nun am Waldrand lang. Im Wald sah ich gerade noch ein paar Rehe weghuschen. Es war doch schön das alles zu sehen. Ich trabte den langen Weg weiter. Hinter dem Wald war eine Wiese, sie verlockte zum galoppieren. Allerdings war alles gefroren und ziemlich glatt, es war zu gefährlich, auch weil ich alleine war. Also musste ich leider drauf verzichten, ich seufzte und trabte weiter gerade aus. Galoppieren konnte man bei dem Wetter echt nicht, so ne schande.
Schön war, das um die Uhrzeit wirklich keiner unterwegs war, keine anderen Reiter, keine Jogger, niemand. Ich genoss das.
Nach einer Weile musste ich dann wieder links. Nun hatte ich die Hälfte des Weges hinter mir und ging in den Schritt. Ich ritt langsam den Weg entlang.
Im Schritt hielt ich es aber nicht lange aus, da es mir zu langsam war, also trabte ich wieder an. Ich war bald am nächsten Abzweig wo ich wieder links musste und dann schon fast wieder am Hof war.
Kurz vorm Hof ging ich wieder in den Schritt, um Wildl noch etwas trocken zu reiten, obwohl er kaum geschwitzt hatte. Wir hatten ja eigentlich auch fast nichts gemacht.
Am Hof angekommen ritt ich gleich zum Offenstall, dort stieg ich ab und führte Wildly rein. Ich nahm ihm nun Sattel, Trense und die Gamaschen ab und brachte alles wieder in die Sattelkammer. Von dort kam ich dann mit einer Wurzelbürste bewaffnet wieder und bürstete ihn eben noch trocken. Er bekam noch einen Apfel und ich ging wieder rein.
Meine Hunde waren nun auch wach, ich gab ihn etwas Trockenfutter und legte mich dann aufs Sofa. Es war jetzt kurz vor 10. Die Zeit bis Nick kam musste ich noch ir-wie tod schlagen, leider hatte ich keinen Plan wie. Da fiel mir ein, das ich noch Boxen machen musste, son schitt. Ich stand wieder auf und ging wieder zum Stall, diesmal mit den Hunden. Es war immer noch keiner da. Also fing ich an ziemlich demotiviert erste die Boxen der Verkaufs und dann der Probepferde zu machen.
Als ich fertig war, war es glücklicher weise schon 13 Uhr. Allerdings war ich auch vollkommen fertig. um 14.30 musste ich losfahren zum Flughafen, dann hatte ich ja noch eineinhalb Stunden. Diese verbrachte ich damit noch die Boxen der Problem - und Jungpferde auszumisten. Um 14.20 ging ich rein, zog mich um und holte die Hunde rein. Dann fuhr ich los zum Flughafen.
Leider hatten heute alle die Idee genau die Straße zufahren auf der ich auch war, also kam ich leider etwas zu spät.
Nach der üblichen Begrüßungsfreude fuhren wir zum Hof.
Da Nick auch reiten konnte, hatten wir vor einen Ausritt zu machen. Ich ging in dem Stall und zeigte ihn Choise, den er reiten konnte. Ich holte eben Wildly und wir putzen dann die Pferde. Leider hatte ich keine Ahnung worüber ich mit ihm reden sollte, das konnte ja ein toller Ausritt werden. Die erste Frage die kam, wahrscheinlich auch die dümmste war: "How are you?", die selbstverständliche Antwort darauf war dann "Fine, thanks.". Okay, der Ausritt würde echt spitze werden.
Nach dem putzen gab ich ihm Sattel und Trense für Choise und holte dann Terrys Spansichen Sattel und seine Glory-Trense.
Als wir beide fertig mit Satteln waren, führte wir auf den Hof, gurteten nochmal nach und stiegen dann auf. Wir ritten wieder nach links den Weg zum Wald hoch. Okay, jetzt was sagen, wäre nicht schlecht, dachte ich mir, das nächste was dann kam war: "Do you can also ride in England?". Antwort war "No, I have to do to much work" Okay, das war ein Argument. Leider ging das den ganzen Weg hoch so weiter. Es kam eine Frage, eine kurze Antwort und vielleicht noch ein mhm. Aber mehr auch nicht, es war keine richtiges Gespräch und ich war froh als wir dann rechts abbogen und Richtung See ritten.
Wir ritten den Weg etwa 200 meter lang und waren dann am See. Nun stellte Nick auch mal eine Frage: "Can we make a short breakt?" - "Of course". Wir hielten an und stiegen ab. Am See war eine Bank. Wir gingen dort hin, machten den Schnee runter und setzten uns. Es war jetzt auch schon wieder 17.00 Uhr und die Sonne ging unter. Es war der zweite romantisch Himmel den ich heute sah. Aber der erste den ich nicht alleine sah. Es war schön. Leider machte ich nun etwas, was ich noch die nächsten zwei Tage bereute.
Ich lehnte mich bei ihm an. Was dann von ihm erstmal zu einem verwirrten Blick führte, ich richtete mich sofort wieder auf. "Mhm", war das einzige was ich noch schaffte zu sagen, dann stand ich auf und ging wieder zu Terry. Ich lobte ihn. Nick stand nun auch wieder auf. Naja, das war jetzt bis eben gerade sehr romantisch. Naja. Wir ritten schweigend zurück, war ziemlich dumm war. Am Hof, machten wir auch schweigend die Pferde fertig und brachten sie weg.
Ich zeigte ihm dann noch eben das Gästezimmer und er verschwand dann auch. Was für ein be......scheidener Tag, aber egal. Ich setzte mich nun mit meinen Hunde vor den fernsehen und wir guckten noch einen unrealistischen aber romantischen Film, was aber nciht gerade aufmunternd war.....
Signatur
Obligés de se séparer,
Ils s'étaient promis leur éternelle fidélité.
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen. müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken!
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