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Roswitha ...



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...   Erstellt am 01.01.2008 - 18:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


»Wenn Frauen einen Anfang wagen«
Ich beginne mit Nina, die Ummögliches möglich machte, liebe Lavida:

Verbunden mit dem Geist
dank Macht der Gedanken
Öl – 45x36 cm



Geschenk für Nina
gemalt von Roswitha
zu ihrem 62. Geburtstag am 12. September 2006



Ninas Gedicht »Ein Vogel ohne Namen« hat mich zu diesem Bild inspiriert. Das Gedicht könnt ihr auf meiner Page lesen: http://www.roswitha-wegmann.ch/html/NinasGedicht2.html

Nina war sechzehn und voller Liebeskummer.
Sie wünschte sich eine Krankheit, die sie vielleicht vierzehn Tage ans Bett fesseln, ihr Fürsorge, Liebe und Geborgenheit schenken würde.
Die nicht wirklich herbeigesehnte Krankheit wurde Wirklichkeit.
Nach vierzehn Tagen aber war keine Besserung in Sicht.
Diagnose: Polio.
Seither ist Nina vom Hals an abwärts vollständig gelähmt.

Ihr Kampf ums Überleben begann.
Soll ich euch erzählen, wie sie einen neuen Weg fand, ihrem Leben einen Sinn zu geben?

Durch Nina habe auch ich einen neuen Anfang gefunden.

Roswitha, nachdenklich





Signatur
Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
Christian Morgenstern

http://www.roswitha-wegmann.ch

wortundbild
unregistriert

...   Erstellt am 02.01.2008 - 14:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Roswitha schrieb


    Ihr Kampf ums Überleben begann.
    Soll ich euch erzählen, wie sie einen neuen Weg fand, ihrem Leben einen Sinn zu geben?



    Roswitha, nachdenklich


ja Roswitha, wenn du magst und Nina das auch möchte, dann erzähl weiter!




Roswitha ...



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Registriert seit: 08.08.2007
Beiträge: 336
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...   Erstellt am 04.01.2008 - 09:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Erste Begegnung mit Nina
Ein Lehrerkollege von Bruno machte in Ninas Theater Schandbänkli mit und hatte uns zu einer Probe eingeladen. Nina führte Regie zum neuen Stück.
Tief beeindruckt grüßte ich scheu die Frau im Rollstuhl, lauschte mit gemischten Gefühlen dem Geräusch des Beatmungsgerätes.
Mit zwei anderen Frauen durfte ich eine Statistenrolle übernehmen.

Zwanzig Jahre verflossen, ohne dass ich Nina wieder begegnete.
Am 18.Juni 2006 kam Brunos ehemaliger Lehrerkollege Fredi überraschend zu Besuch. Er erzählte von Nina, war auf dem Weg zu ihr.
Erinnerungen überfluteten mich, und ich schrieb Nina eine Mail, bekam Antwort.
Der Kontakt war geschafft.
Nachdem ich ihre HP angeschaut hatte, machte ich einen Link zu ihr und bestellte ihre Bücher, Lebensgeschichte und Gedichte. Nina freute sich, mit mir verlinkt zu sein und schickte mir die bestellten Bücher.
Am Freitag, 4.August waren wir bei Nina zum Znacht eingeladen. Die Assistentin kocht exakt nach ihren Angaben, jede Zutat, jeder Handgriff wird von Nina klar formuliert.
Drei erwachsene Katzen, zwei drei Monate junge Kätzchen und zwei gesprächige Papageien assistieren Nina … Die Geckos im Terrarium halten sich vornehm zurück.
Im schönen großen Garten gibt es Kaninchen und Hühner.
In Ninas Haus leben auch der psychisch behinderte René und der körperlich und psychisch behinderte Schwager Rofl.
Nach dem Essen erlitt ich einen Schock, als Ninas Beatmungsgerät aussetzte.
Ich brüllte nach Urs, Ninas Ehemann, der gerade nicht in der Küche war.
Bis Urs den Fehler entdeckte, beatmete ich Nina mit einem Blasebalg.

So hat die Freundschaft zwischen Nina und mir begonnen.





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Christian Morgenstern

http://www.roswitha-wegmann.ch

Nina
unregistriert

...   Erstellt am 22.01.2008 - 16:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, da wurde Ros wieder einmal unbesprochen einfach mitten ins Leben/Tod geschmissen. Die Theaterzeit war eine sehr intensive Zeit. Alle erzählten aus ihrem persönlichen Leben und da wir alle aus sgenannten Randgruppen wie Fresssmchtige, Alkis, Schwule, phischisch Behinderte, Normophaten und z.B. Co-Aki. Alleine aus diesen Schicksalen ergab sich sohon so viel Stoff, dass es ein Knüller werden musste, wenn wir alle ehrlich blieben. Das Erarbeiten dier Texte waren harte psycho.Analysen Stunden. Und was hinter dem Vorhang passierte, übertraf alles. Faszinierend war auch, dase das Puplikum nie merkte, wenn uns einen Patzer passierte, denn sie hatten doch keine Texte. Manchmal liess auch einer was absolut Böses raus aus Rache für das Vorspiel hinter der Bühne. Da war dann eine entsprechende Antwort gefragt oder auch nicht.
Und zu guter Letzt, während der Totenmarsch gespielt wurde, sagte doch der Petrus "Also ihr dürft nicht durch das grosse Himmeltor hinein, ihr müsst die Hinterpforte benutzen."
Hört man das nicht heute noch?
Es grüsst euch Nina




<Johannes>
unregistriert

...   Erstellt am 06.11.2008 - 23:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was für ein Leben! Meine größte Hochachtung!

Johannes




Delfin
unregistriert

...   Erstellt am 07.11.2008 - 06:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja lieber Johannes,
Nina war ein ganz besonderer Mensch.
Sie hat unserer Hochachtung verdient.

Nina

Wieviel Kraft ein Mensch haben kann,
hat sie uns vorgelebt.
Wir werden sie nie vergessen.




besucherin
unregistriert

...   Erstellt am 07.11.2008 - 08:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


jede mensch ist was besonderes.

manche ein wenig mehr
sie wachsen durch und mit ihren schicksal
viele geben den kampf auf
einige lachen
bieten leid und kummer paroli
lassen mitleid nicht zu
haben augen für leid andere
körper wird zu nebensache
werden was ganz besonderes

adieu nina, trotz oder grade wegen dein tod, hast du deinen kampf gewonnen.




Roswitha ...



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Registriert seit: 08.08.2007
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...   Erstellt am 08.11.2008 - 22:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke für deine Anteilnahme, liebe Besucherin.





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Christian Morgenstern

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