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Lavida ...



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...   Erstellt am 11.02.2007 - 12:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Stoff aus dem Biographien sind. Das Buch der Kunsthistorikerin Herrera liest sich leicht und spannend, an Stellen geradezu wie ein Roman. Viel Material aus diesem Buch ist in den Film "'Frida" eingeflossen, der mich im letzten Jahr sehr begeistert hat.
Die Zeitsprünge in Herreras Erzählung eines lust- und leidvollen Künstlerlebens machen das Porträt der Frida Kahlo lebendig und nachhaltig. Lesern, die durch diesen Kunstgriff den Überblick verlieren, hilft die streng chronologische Zeittafel im Anhang.

Ein Nachteil in der deutschen Ausgabe ist, dass man durch die manchmal etwas willkürlich erscheinende Platzierung der Bilder andauernd am Vor- und Zurückblättern ist.

"Meine Träume habe ich nie gemalt- sonder meine Realität."

Diese Realität zeigte Frida Kahlo auf ca. 150 Gemälden. Ihre Kunstwerke sind obsessive
Selbstportraits mit Tagebuchcharakter.
Als Folge eines Unfalls, sollte sie nicht schwanger werden, weil die lebensgefährlich für sie war. Sie hielt verbissen, stur am Kinderwunsch fest, trotz vieler Fehlgeburten.

Auch diese Realität verarbeitet sie auf einem Gemälde.
Dort liegt sie blutend und weinend allein im Bett. Um sie herumgruppiert sind 6 Symbole verhinderter Mutterschaft.

Magischen Realismus nannte man die Stilrichtung von Frida Kahlo.

Ihre politische Überzeugung war die größte Inspirationsquelle der Malerin. Sie fühlt sich mit den Indios verbunden, folgte deren Naturglauben, glaubte wie sie, dass die Natur die Quelle ewiger Bedrohung sei. Sie liebte deren erdhaften Farbsinn und deren Liebe zu allem, was lebte.

Frida Kahlo’s Leben war eine einzige Odyssee durch Krankenhäuser. In 30 Jahren wurde mehr als 30 x operiert. 1944 machte sie dies zum Thema ihres Schlüsselbildes „Gebrochene Säule“

Unter einer Zeichnung von 1953, die abgeschnittene Füße zeigt,( ihr wurde das rechte Bein amputiert) steht:

„Wozu brauche ich Füße, wenn ich doch Flügel zum Fliegen habe“



Hayden Herrera, Frida Kahlo - Ein eidenschaftliches Leben
TB, Droemer Knaur 2002




Nina
unregistriert

...   Erstellt am 06.01.2008 - 16:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vor Jahren las ich einen autobiographischen Roman von Mary Verghese: "Um Füße bat ich und er gab mir Flügel. Mary Verghese ist eine schöne junge Frau. Kurz vor ihrem Examen als Ärztin wird sie bei einem Autounfall schwer verletzt. Ihr schönes Gesicht wird durch eine große Wunde entstellt. Ihr Körper bleibt querschnittsgelähmt. Ihre Füße stehen ihr nicht mehr zur Verfügung - stattdessen der Rollstuhl. Oft bittet sie Gott um "neue Füße". Vergeblich. Aber was er stattdessen nach und nach in ihr aufbaut, ist Hoffnung, Lebensmut, Energie, Vertrauen. Sie bleibt entstellt, an den Rollstuhl gefesselt. Aber sie wird eine berühmte Ärztin. Die ihr begegnen, bekommen durch diese Frau neue Hoffnung und Lebensmut. Am Ende stellt sie staunend und dankbar fest: "Um Füße bat ich - und er gab mir Flügel".

Das war mein erstes Vorbild.





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