rainbow  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 10.10.2005 Beiträge: 3 Nachricht senden | Erstellt am 11.10.2005 - 10:24 |  |
Wie kam Ihnen die Idee zu Harry Potter?
Ich fuhr von Manchester nach London und hatte aus heiterem Himmel die Idee zu Harry Potter. Zu diesem Zeitpunkt war es einfach die Idee für einen Jungen, der nicht weiß, daß er ein Zauberer ist und die Zauberschule, in die er gehen wird.
Wie lange haben Sie gebraucht, um das erste Buch zu schreiben?
5 Jahre - allerdings habe ich in dieser Zeit auch an anderen Geschichten geschrieben.
Wie konnten Sie sicherstellen, daß die Leser auch mit Band 2 starten können und auch wissen, worum es geht?
Mit jedem Buch wird die Herausforderung größer, neue Leser in die Geschichte einzuführen. Für den zweiten Band habe ich versucht, möglichst natürlich in die Geschichte einzuflechten. Bei den späteren Büchern wird es sicher härter - ich denke, ich werde die Leute einfach bitten, die früheren Bände zu lesen.
Welche Änderungen mussten für die Amerikanischen Fassungen vorgenommen werden?
Es wurden nur kleine Änderungen vorgenommen. Einige britische Schriftsteller haben sogar gegen diese Änderungen protestiert...aber dann dürfte das Buch ja auch nicht in andere Sprachen wie Deutsch oder Französisch übersetzt werden.
War es von Anfang an geplant, mehr als ein Buch über Harry Potter zu schreiben?
Ich habe es immer als 7bändige Serie geplant - Ein Band für jedes Jahr in Hogwarts.
Irgendwelche Hinweise, was in den späteren Büchern passieren wird?
Das Thema, das sich wie ein roter Faden durch alle Bücher zieht, ist der Kampf zwischen Gut und Böse und es wird sicher einige Tote geben. Wenn ich soetwas sage, bitten mich Kinder normalerweise Ron nicht zu töten - offensichtlich halten sie ihn als den besten Freund von Harry für besonders gefährdet.
Wie fallen Ihnen all die einzigartigen Namen, Orte und Dinge ein?
Viele der Namen sind einfach erfunden - wie zB. Quidditch und Muggle. Außerdem sammle ich ungewöhnliche Namen: Hedwig war eine Heilige, Dumbledore ein altenglisches Wort für "bumble bee" (Hummel) und Snape ist der Name eines Ortes in England.
Was macht Harry Potter so beliebt?
Es fällt mir wirklich schwer darüber nachzudenken - ich habe das Buch eigentlich für mich geschrieben - darum ist es vermutlich auch bei Erwachsenen so beliebt. Andererseits habe ich noch sehr lebhafte Erinnerungen daran, wie ich mich in Harrys Alter gefühlt habe - so können sich Kinder sehr gut mit den Figuren identifizieren.
Haben Sie erwartet, daß Harry Potter so erfolgreich sein wird?
Ich wäre verrückt gewesen, soetwas zu erwarten. Der größte Augenblick in meinem Leben war, als ich erfuhr, daß Harry Potter publiziert wird. Es war der Traum meines Lebens, ein von mir geschriebenes Buch im Regal einer Buchhandlung zu sehen. Alles, was seitdem passiert ist, war außerordentlich und wunderbar aber sagen zu können, ich bin Autorin, ist die Erfüllung eines Kindheitstraumes.
Sind Sie überrascht, daß Harry Potter Erwachsene gleichermaßen anspricht wie Kinder?
Ich hatte kein Zielpublikum im Kopf, als ich das Buch geschrieben habe. Ich habe auch nie darüber nachgedacht, ob ich für Kinder schreiben soll - Kinderbücher haben mich gewählt. Ein gutes Buch wird jeder lesen wollen.
Sie haben sicher eine Menge von ihren Fans über Harry Potter gehört - was hat Ihnen am besten gefallen?
Ein zwölfjähriges Mädchen kam beim Edinburgh book festival zu mir und meinte: "Es gefällt mir garnicht, daß so viele Leute hier sind - das ist MEIN Buch!". Genauso fühle ich für meine Lieblingsbücher - niemand anderer hat das Recht sie zu lesen geschweige denn, sie zu mögen.
Wie hat der Erfolg ihr Leben verändert?
Ich habe nie erwartet, daß ich Interviews geben würde - zeitweise muß ich all das zurückstellen um überhaupt noch die Zeit zum Schreiben zu finden. Andererseits reise ich gerne und habe jetzt die Chance, Orte zu sehen, die ich nie zuvor gesehen habe. Um mein Buch zu bewerben war ich zum ersten Mal in den USA und habe mich in New York und San Francisco verliebt.
Erkennt man Sie auf der Straße? Fragen die Leute nach Autogrammen?
Ich werde nur selten erkannt und das freut mich - ich bleibe gerne anonym. Nur wenn ich in einem Cafe schreibe, passiert es ab und zu.
Ist Harry Potter das erste Buch das Sie geschrieben haben?
Es ist das erste, das ich publiziert habe - davor habe ich zwei Novellen für Erwachsene geschrieben...und wieder beiseite gelegt.
Wollten Sie schon immer Schriftstellerin werden?
Ja - schon seit ich 5 oder 6 war und mein erstes "Buch" geschrieben habe.
Wo, wann und wie schreiben Sie?
Überall, immer und händisch.
Planen Sie, etwas anderes als Harry Potter zu schreiben?
Ich wollte immer schon schreiben und werde das auch immer tun. Wie auch immer - Harry Potter ist ein großes Projekt und ich habe keine Zeit darüber nachzudenken, was als nächstes kommen wird.
Welche Bücher und Autoren haben Sie als Kind gelesen?
Am meisten bewundere ich E. Nesbit, Paul Gallico und C.S.Lewis. Mein Lieblingsbuch war THE LITTLE WHITE HORSE von Elizabeth Goudge.
Was lesen Sie jetzt?
Das letzte Buch das ich gelesen habe, war: CAPTAIN CORELLI'S MANDOLIN von Louis de Bernieres, das mir sehr gut gefallen hat.
Was gefällt Ihnen am besten an Ihrem Beruf?
Das Schreiben.
Was sind Ihre Hobbies und Ihre liebsten Feiertage?
Wenn ich mich nicht um meine Tochter kümmere, treffe ich mich mit Freunden, lese oder schreibe. Obwohl schreiben jetzt mein Beruf ist, ist es trotzdem mein größtes Hobby.
Es ist sicher keine Überraschung, wenn ich sage, daß mir Halloween am liebsten ist. Normalerweise gebe ich eine große Halloween-Party für meine Freunde.
Was mögen Sie sonst noch?
Ich esse fast alles - meine liebsten Fernsehsendungen sind: Frasier und die Simpsons.
Welche Länder haben Sie besucht und wie haben sie Ihnen gefallen?
Ich habe in England, Frankreich und Portugal gelebt und viele andere Länder besucht. Ich liebe Portugal - der Vater meiner Tochter ist aus Portugal - und ich freue mich schon darauf, sie dorthin zurückzubringen und ihr zu erklären, warum wir die Sonne gegen Nebel und Schnee getauscht haben.
Wie denkt Ihre Tochter über Ihre Arbeit?
Sie ist noch zu jung als daß ich Ihr die Harry Potter Romane vorlesen könnte aber ich freue mich schon darauf, wenn ich sie mit ihr teilen kann.
|