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scherenauge 
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...   Erstellt am 26.05.2007 - 08:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nun, da ich weiß, dass unsere liebe Lykanthrop schon ein Buch verlegen bekommt hat (grammtk. richtig?), wollte ich - wobei es mich wundert, dass ich offenbar der erste bin, der das tut - wissen, wie es denn dazu kommt, dass ein Verlag ein Buch verlegt.
Bzw ob es schwer ist, als recht junger Schreiber doch eines verlegt zu bekommen.

Dabei würde mich vor allem interessieren:
a) Welche Verlage eignen sich gut?
b) Wichtig: Nach welchen Kriterien werden die Bücher ausgewählt? (v.A. vom Plot her mein ich jetzt)
c) Muss man etwas zahlen, an wen, wieviel, wozu?
d) was schickt man dem Verlag (vorerst)? Gleich das ganze Buch oder die eine oder andere längere Leseprobe, auf dass sie einen Einblick bekommen und sagen könn 'das wollen wir, das wollen wir nicht'?

so ... das hätte ich gerne gewusst.

Hole




Lykanthrop ...
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...   Erstellt am 26.05.2007 - 12:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also eigentlich fragen das die Meisten, die sich dafür interessieren per Mail. =)
Dann ist das nicht mehr ganz aktuell, denn ich habe eigentlich 2 Bücher verlegt bekommen, wobei das eine nur als e-book erscheint und gerade in der Mache ist.


Dabei würde mich vor allem interessieren:
a) Welche Verlage eignen sich gut?


Das sind in erster Lage natürlich die Verlage, die dir nichts berechnen. Das heißt, die nicht möchten, dass du einen Zuschuss zahlst und die dich gut beraten. Es sind aber die wenigsten verlage, die einem Autoren heutzutage nichts mehr berechnen, denn immerhin ist es für den Verlag ein enormes Risiko, ein Buch zu veröffentlichen, dessen Autor ganz unbekannt ist.

Dann sollte man sich für einen Verlag entscheiden, zu dem man auch Kontakt bekommt. D.h. wenn man fünfmal dort angerufen hat und nie jemand ans telefon ging, würde ich die Finger davon lassen.

Ich habe mein erstes Buch im machtwortverlag veröffentlicht, 1300 E dazu bezahlt und 150 Exemplare zum Selbstverkauf bekommen. Natürlich bin ich die bisher nicht alle los geworden, hab so um die 70-90 Stück auf eigene Fast verkauft und damit um die 700 bis 900 Euro eingenommen. Damit hab ich die 1300 natürlich nicht raus, aber danach ging es rund. Die Zeitung hat sich für mich interessiert, ein e-book-Verlag hat mir ein Angebot gemacht, ohne dass ich danach fragte und und und..

Zusammengefasst würde ich sagen:


  • Der Verlag sollte auf das Buch passen. Man schickt kein Fantasy-Script an einen Sachbuch-Verlag!
  • Der Verlag sollte wenn möglich nichts kosten, darf aber kosten. Nach dem ersten Buch hat man immerhin etwas in der Hand, um sich bei anderen, größeren Verlagen vielleicht für das 2. Buch vorstellen zu können.

  • [punktMan sollte leicht mit dem Verlag in Kontakt treten können und nicht Wochen auf Antwort warten müssen.
  • Man darf sich keinen verlag wählen, der alles über den Kopf des Autors hinweg entscheidet! Man muss ein Mitspracherecht an der Aufmachung des Buches, dem Klapptext und und und haben. Das IST wichtig!

  • und zuletzt.. sollte man bei dem verlag natürlich ein gutes gefühl haben. Man sollte sich in guten Händen wissen und vielleicht auch darauf achten, dass die Chemie zwischen Autor und Verleger stimmt..





b) Wichtig: Nach welchen Kriterien werden die Bücher ausgewählt? (v.A. vom Plot her mein ich jetzt)

Ich habe keine Ahnung, was ein "Plot" ist, aber die Bücher werden vom Verlag erstmal angenommen, gelesen und darauf getestet, ob sie Massentauglich sind. Wenn sich der verleger bereits beim Durchlesen langweilt oder etwas nicht versteht oder das manuskript in keinster Weise ansprechend findet, wird er es ablehnen.

Denn dann wird er davon ausgehen, dass es den Lesern ähnlich ergeht. Und ein Buch darf ja nicht abschreckend auf den leser wirken =)

Ich hab jetzt mal nachgesehen, was "Plot" bedeutet. Und von der Handlung her ist das ziemlich egal. Es gibt da kein Erfolgsrezept, mit welcher Handlung man die Verleger um die Nase wickeln kann.

Wichtig sind natürlich: Frische, neue Ideen, gute Umsetzung, bei fantasy natürlich die Genialität und zuletzt natürlich der Spaßfaktor.

Man kann immer das auch gut unterbringen, was man selber lesen würde.



c) Muss man etwas zahlen, an wen, wieviel, wozu?

Meistens ist es leider so, dass man in heutigen Zeiten einen Zuschuss zahlen muss. Das sind dann im allgemeinen Kosten, die für den Druck anfallen.

Das sind dann die "Zuschuss-Verlage." Ich habe mein Buch bei einem solchen rausgebracht und es war nicht günstig, aber mein Buch wurde z.B. auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt (das hat mich nichts mehr gekostet), in sämtliche online vertreter eingetagen (Bol.de / amazon.de / buch.de / weltbild.de /) und ist damit für sehr, sehr viele Menschen zugänglich. Ich merke das immer wieder, weil ich sehr oft Fanpost kriege aus Orten, die am anderen Ende Deutschlands, in Österreich etc. liegen =)

Kurzum: Meistens zahlt man heute drauf. Wenn das Buch aber gut ist und sich gut unterbringen lässt, macht man wenig bis kaum Verluste und sogar gewinne. (Zu den Gewinnen kann ich aber noch nicht viel sagen. Immerhin ist mein erstes Buch erst seit 2005 am Start und das ist keine zeit für ein Buch, um einen Freundeskreis aufzubauen.) Da werde ich noch sehen, wie viele Bücher ich noch verkaufen werde.



d) was schickt man dem Verlag (vorerst)? Gleich das ganze Buch oder die eine oder andere längere Leseprobe, auf dass sie einen Einblick bekommen und sagen könn 'das wollen wir, das wollen wir nicht'?

Das ist von Verlag zu Verlag unterschiedlich. Zunächst schickt man eine Inhaltsangabe des ganzen Werkes, begrenzt auf möglichst wenig Platz. Man schickt keine 5 Seiten Inhaltsangabe an den verlag! Dazu sendet man am besten eines der schönsten kapitel der Geschichte (nicht zu lang und nicht zu kurz.. ich würde sagen etwa 5 seiten) und wenn das dem Verleger gefallen hat, dann wird er schon das ganze Skript anfordern.

Es wäre nicht klug, gleich das ganze Skript zu schicken.

Manche Verlage schreiben dann aber gleich, dass sie gerne das ganze Skript mögen.

Meistens steht auch auf der Seite des Verlages genau, was der Verlag bei Ersteinsendern zugeschickt bekommen möchte. Meistens kann man das auf der Homepage des Verlages nachlesen. Und wenn nicht, dann lieber erstmal weniger schicken, als gleich zu viel.

Natürlich schickt man dem Verlag auch eine Kurzbeschreibung des Autors selbst, damit er sich ein Bild von einem machen kann und vielleicht einen kleinen Text, in dem man darauf eingeht, was man bisher gemacht hat, ob man schon Veröffentlichungen vorzuweisen hat, wie lange man schon schreibt und natürlich welches Thema..


Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Es gibt kein Erfolgsrezept für Autoren. Einfach das eigene Ding durchziehen, sich dabei nicht reinfuschen lassen, einen Verlag wählen, dem man vertraut und der bezahlbar ist und dann natürlich nicht scheuen, mal eine Lesung zu halten.

Hier lokal gesehen gab es eine Lesung meines Buches zu der ich leider auf einer Fortbildung in kassel war. Schade. Nächstes Mal selbst lesen

Ich hoffe, dass ich dir ein paar Fragen beantworten konnte und stehe weiterhin für Fragen zur Verfügung.

[Dieser Beitrag wurde am 26.05.2007 - 12:50 von Lykanthrop aktualisiert]





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scherenauge 
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...   Erstellt am 26.05.2007 - 13:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wow.

Wunderbar, alles beantworetet.


Tja, dann heißt es wohl schreiben, denn wie gesagt habe ich immer nur die erste paar Dutzend seiten eines Buches zusammengebracht ...

Da bin ich glücklich, keinen Ferialjob gefunden zu haben, denn so bieten sich die ganzen Sommerferien an, tüchtig zu schreiben!

Hole




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...   Erstellt am 26.05.2007 - 13:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gut, das beruhigt mich.

Dann wünsche ich dir viel Freude beim Schreiben. ich kann dir, wenn du möchtest, noch die seite einer Freundin empfehlen, die ich schon lange durch das Internet kenne. Wir haben beim selben verlag veröffentlicht und sie hat ein paar Hilfestellungen auf ihrer Seite, unter anderem auch Ideen für eine fesche Vorstellung beim Verlag oder ein paar Links zu Verlagen, die gerne junge Autoren nehmen.

Die Hobby- Schreiber





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Elehn 
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...   Erstellt am 26.05.2007 - 14:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Aye, sehr interessant und Aufschluss gebend. Finde deine Ausführungen gehören irgendwo verlinkt, damit man sie wiederfindet

Genau wie der Link Ich wusste, ich hab ihn irgendwo gesehen, konnte mich aber partout nicht mehr erinnern, wo. Nach kürzerer Suche hab ich ihn dann hier wieder gefunden ^.^" Aber vielen Dank dafür Diese Seite ist wunderschön... besonders die Mutmacher und die Schreibtipps finde ich sehr hilfreich!





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scherenauge 
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...   Erstellt am 26.05.2007 - 22:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Jup, die Site ist toll.

Ich habe noch die eine oder andere Frage ... und zwar: Wieviele Prozente hast du an dem, was der Verlag mit deinem Buch verdient?
Und ... ist es schwer für einen jungen Schreiber (ich meine jetzt mal so jung wie du damals bei deinem ersten Buch warst), einen Verlag zu finden, der einen trotz seines Alters ernst nimmt und verlegt?

Und, noch eine wichtige Frage:
Inwieweit darf man sich ein Pseudonym zulegen?
Mein Name ist nämlich überhaupt nicht passend. Viel zu - öh ... ungut.

Weißt du das zufällig?

Hole




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...   Erstellt am 27.05.2007 - 12:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


scherenauge schrieb

    Wieviele Prozente hast du an dem, was der Verlag mit deinem Buch verdient?
    Und ... ist es schwer für einen jungen Schreiber (ich meine jetzt mal so jung wie du damals bei deinem ersten Buch warst), einen Verlag zu finden, der einen trotz seines Alters ernst nimmt und verlegt?

    Und, noch eine wichtige Frage:
    Inwieweit darf man sich ein Pseudonym zulegen?
    Mein Name ist nämlich überhaupt nicht passend.


Oh, da sist ziemlich gering. Für jedes Buch, das ich selbst unter die Leute bring, krieg ich den Vollpreis, d.h. 10 Euro. Und für jedes Buch, das irgendwie anders verkauft wird, 40 Cent. Das sind.. urgs.. 4 %?

Bei dem E-Book-Verlag, der gerade mein Skript veröffentlicht, ist das anders. da zahle ich nix dazu (das Buch kann man aber natürlich nur Downloaden und dann drucken und lesen, kostet 1-5 € pro Download) und ich krieg 20 %. Daführ zahl ich aber weder den designer, noch den Lektor etc.

Also ich hatte gar kein problem, den verlag zu finden. Ich hab nur einen einzigen verlag angeschrieben und der hat mich sofort übernommen. Grundsätzlich ist es aber so, dass das Alter nur geringfügig eine Rolle spielt. Unter 18 müssen die Eltern eben den Vertrag unterschreiben und manche Verlage sehen das nicht so gerne. Grundsätzlich behaupte ich aber mal, dass das alles kein großes Problem ist und das Alter keine Rolle spielt, solange das Werk brauchbar ist.


Das mit dem Pseudonym, weiß ich leider nicht. Ích schreibe nur unter meinem Namen. Aber das würde ich dann einfach den verlag selbst fragen. Eigentlich sollte das Pseudonym kein Problem sein =)





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scherenauge 
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...   Erstellt am 06.08.2007 - 15:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kommt es eigentlich unseriös oder so, wenn man sich per E-Mail beim Verlag meldet und auf diese Weise das Manuskript verschickt?

und noch etwas... beim Machtwortverlag stand:
Machtwortverlag schrieb
    Senden Sie uns einfach Ihr Manuskript zu, wir prüfen es auf Eignung zur Veröffentlichung im Machtwortverlag und setzten uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Allerdings stand bei www.hobby-schreiber.de, man solle nur einen Ausschnitt von ca 30-50 seiten schicken... was nun?


Gruß

[Dieser Beitrag wurde am 06.08.2007 - 16:08 von scherenauge aktualisiert]




Lykanthrop ...
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...   Erstellt am 06.08.2007 - 16:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja nach Verlag!
Ich habe bisher immer eine Email an den Verlag geschickt, mit einer Leseprobe und einer Info über mich und gefragt, ob Interesse besteht, das ganze Manuskript einzusehen. Wenn der Verlag interessiert ist, wird er dich schon auffordern, den Rest per Post zu schicken. Es gibt aber auch Verlage, denen man das Manuskript als Anhang per Email zukommen lassen kann.

Einfach nachfragen, wie es bei dem Verlag Deiner Wahl gehandhabt wird!





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Lykanthrop ...
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...   Erstellt am 06.08.2007 - 16:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Angabe auf www.hobby-schreiber.de ist eine Info und Hilfestellung. Wenn der Verlag sagt "Schick mir alles und ich lese es" darfst du ihm einfach glauben. Denn dann will er nicht wenige Seiten beurteilen, sondern alles. Der Machtwortverlag beispielsweise macht das immer so. Das variiert von Verlag zu Verlag.

Es gibt nicht EIN Wunderrezept für alle Verlage.





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