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Felyn ...
Gildenmeisterin
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Registriert seit: 08.11.2005
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...   Erstellt am 23.12.2005 - 14:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Teil 1

Die abendlichen Nebelschleier legten sich sanft über die grünen Wiesen rundum von Goldshire, während sich gleichzeitig der Himmel unter der sinkenden Sonne blutrot färbte. Manche meinen schon damals einen Vorboten für das Unglück vor 27 Jahresläufen erkannt zu haben.

Dennoch, die Handwerksleut verrichteten weiter ihre Arbeit und in der Taverne "Zur Höhle des Löwen" wurde es von Stunde zu Stunde voller und lauter. Es schien alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Wie jeden Tag legte der Schmied pünktlich zur zwanzigsten Stunde seinen Hammer beiseite, die Kuh -und Schafherden wurden zurück in ihre Ställe geführt, die Händler verstauten ihre Waren und wie jeden Tag schlossen die Bürger vor dem zu Bett gehen ihre Fensterläden.

Damals ahnte noch niemand etwas von einer möglichen Gefahr, denn man hatte ja hier und da einige Wachposten Stormwinds zur Überwachung von dem schutzlosen Dörfchen Goldshire aufgestellt.

So auch Felyns Familie. Das 3-Jährige Kind hüpfte vergnügt vor dem häuslichen Kamin herum, während ihre Mutter Dawn friedlich auf einem Stuhl saß und strickte. Jarrod, Felyns Vater, gerbte gerade das Fell von einem großen Feldhasen, denn dieser sollte heute Abend verspeist werden. "Felynchen, geh' nicht so nah ans Feuer.", mahnte Dawn ihre Tochter. "Immer verbietest du mir alles... Papa!", erwiderte Felyn trotzig, rannte Hilfe suchend zu ihrem Vater und zupfte an seinem Hosenbein. "Deine Mutter hat Recht, Kleines. Mit Feuer spielt man nicht, hörst du?", und er blickte dabei lächelnd zu seiner Frau. Felyn hingegen schmollte und ließ sich auf den Boden plumpsen, um mit ihrer einarmigen Puppe zu spielen, die schon ganz mit Flicken übersäht war.
Ja, es war ein friedlicher Abend bei Familie Whaley. Dawn strickte seelenruhig an dem Ärmel weiter, der einmal ein wärmender Pullover werden sollte und sah plötzlich auf. "Jarrod, hast du die Tür und die Fensterläden richtig verschlossen? Es zieht ganz schön...", bemerkte sie und bekam sofort einen Schauer. Nun sah auch Jarrod von dem mittlerweile nackten Hasen auf und blickte nachdenklich auf die Tür. "Ja, Liebes, ich habe alles dicht gemacht. So wie sonst auch." Nun beobachtete auch Felyn die vom Wind knarrende Holztür und sah auf einmal, wie eisiger Dunst unter der Tür hervorkroch. "Papi, was -", setzte Felyn an, doch Jarrod hob die Hand und schritt langsam Richtung Tür.

Aus der Ferne konnte er auf einmal qualvolle Schreie und das Trampeln von Hufen hören, darunter Brüllen und Grunzlaute, welche hin und wieder von schrillem Kreischen unterbrochen wurden, und ein für Jarrod unverständliches Kauderwelsch, was mehr nach Gejaul klang.
Im Bruchteil von Sekunden machte er auf dem Absatz kehrt und schrie Felyn kurze Befehle zu: "Felyn, unters Bett! Schnell!". Sie zögerte nicht, und verkroch sich unter dem kleinen, extra für sie gefertigten Bettchen. Dort drückte sie sich soweit an die Wand wie es nur ging und kaurte sich zusammen. Plötzlich schwang die Tür laut krachend auf ...

Fortsetzung folgt ...

[Dieser Beitrag wurde am 23.12.2005 - 20:11 von Felyn aktualisiert]




Felyn ...
Gildenmeisterin
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Status: Offline
Registriert seit: 08.11.2005
Beiträge: 26
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...   Erstellt am 23.12.2005 - 21:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Teil 2

... Felyn konnte nichts sehen, außer die Füße ihrer Eltern und deren Schatten. Ihr Herz pochte so laut, dass sie kaum noch etwas anderes hören konnte.
Sie vernahm die schweren Schritte von Plattenstiefeln auf dem Holzboden, es musste sich also um sehr massige Wesen handeln. Dann hörte sie auf einmal das selbe Grunzen wie zuvor ihr Vater; mit Schrecken musste sie feststellen, wie er sich für sie beide aufopfern wollte: "Bitte, nehmt mich, aber.. lasst meine geliebte Frau aus dem Spiel!"
Einige Sekunden lang war Stille, Felyn konnte nun den Geruch von verbranntem Fleisch und Holz riechen, der von draußen durch die offene Tür getragen wurde. Plötzlich wurde die Stille von lautem, krachzenden Gelächter unterbrochen. Jarrod flehte noch ein letztes Mal um Erbarmen und griff nach seinem Gerbermesser, doch unter lautem Gejohle verpasste der Fremde Felyns Vater einen Schwerthieb und trennte diesem den Kopf ab, während Dawn ängstlich aufschrie. Felyn sah nurnoch, wie das Messer laut klirrend zu Boden fiel, der Kopf war zur Seite gerollt.

Es war in der Tat ein grausiger Anblick, Jarrods Augen waren weit aufgerissen, ebenso der Mund, und er starrte genau in Felyns Richtung. Für sie war der Blick wie verurteilend; sie lag dort feige unter ihrem Bett und hatte mit angesehen, wie ihr Vater von der grässlichen Gestalt ermordet wurde.
Nun schritten die Gestalten - Felyn konnte erkennen, dass es zwei waren - irre kichernd zu ihrer Mutter. Dawn drückte sich ebenso wie ihre Tochter an die Wand und keuchte einige Gebete, sie verfiel in eine Art weinender Singsang. Doch auch mit ihr machten die beiden Wesen kurzen Prozess. Sie wurde am Nacken gepackt und ihr Kopf solange an die Wand geschlagen, bis sie sich nicht mehr wehrte und schlaff in der Hand des Fremden hing. Dieser grunzte befriedigt und ließ den toten Leib los, sodass dieser dumpf auf den Boden sackte.

Die beiden wechselten einige harsche Worte miteinander und durchsuchten daraufhin das Haus nach irgendetwas Brauchbarem und Habseligkeiten. Anscheinend fanden sie nicht das, was sie sich vorgestellt hatten und brüllten nun noch lauter als vorher. Wütend warfen sie den Esstisch und die Stühle um, dann konnte Felyn den tiefen, durchdringenden Ton eines Horns hören, welches beide Eindringlinge verstummen ließ. Einer schritt daraufhin zur Tür, doch Felyn erkannte mit Schrecken wie sich der andere genau vor ihr Bett kniete und rumschnüffelte. Sie wollte noch weiter zuückkriechen, doch die Wand war im Weg. Der Fremde, von dem sie nun das Gesicht ein wenig erkennen konnte, war ein bulliger Ork. Seine Haut sah ledrig und grünlich-gelb aus, außerdem ragten zwei furchteinflößende Hauer aus seinem Maul.

Seine Augen mussten sich doch zunächst an die Dunkelheit gewöhnen, und so erkannte er Felyn nicht sofort. Sie hatte furchtbare Angst, ihr Herz pochte nun so schnell dass sie dachte, sie würde jeden Moment sterben. Er streckte seinen Kopf hervor und schnüffelte erneut, er konnte sie eindeutig riechen. Dann blitzten seine kleinen schwarzen Augen plötzlich auf, er hatte sie erkannt. Nun war es aus. Felyn sah sich schon in den Händen ihrer Mörder, ebenso ihren Kopf, der brutal gegen die Wand geschlagen oder sogar leicht wie Butter von ihrem Hals getrennt wurde. Der Ork verzog sein Gesicht zu einem furchtbaren, höhnischen Grinsen, welches spitze faulige Zähne entblößte. Erneut ertönte das Horn in der Ferne, doch der Ork fluchte nur kurz in seinem Kauderwelsch.
'Bitte, lass mich nicht sterben. Lass mich nicht sterben', dachte Felyn und kniff die Augen zusammen. 'Nicht sterben, nicht...' Plötzlich schepperten erneut die schweren Stiefel auf dem Boden. Es war der andere Ork, der nun ungeduldig zurückgekehrt war und seinen Gefährten an der Schulter packte und grob hochriss. Nach einigen verbalen Auseinandersetzungen und Gebalg, rannten beide Orks aus dem Haus, dem Ruf ihres Anführers zu folgen um weiterzuziehen.
Felyn öffnete ihre Augen. War sie wirklich in Sicherheit? Wurden ihre Gebete erhört? Langsam tastete sie sich, mit den Händen voran, unter dem Bett hervor und fand einen verwüsteten Raum indem nun die Leichen ihrer Eltern, grotesk entstellt, auf dem Boden lagen. Sie blickte zu Boden und sah ihre Puppe, die jetzt verdreckt und niedergetrampelt war. Von draußen drang leises Gewimmer der Überlebenden und das Knistern der brennenden Häuser herein. War dies nun das Ende? Wo waren bloß die Wachen zu der Zeit? Vielleicht waren es viel zu viele von der Horde, die wenigen Wachposten hätten einem solch riesigen Schlachtzug niemals Einhalt gebieten können.

Benommen taumelte Felyn, die nichts von alldem verstand, die nun weder Vater noch Mutter hatte, aus dem Haus. Hier draußen war der Anblick noch grässlicher. Überall Leichen, das Gras war in Blut getränkt, die meisten Häuser waren fast restlos niedergebrannt. Ein alter Mann, der halb verbrannt und halb grau von Asche war, kroch auf Felyn zu. Er wimmerte etwas Unverständliches und streckte seine Hand zitternd nach ihr aus. Felyn ging änstlich einige Schritte zurück, doch nun sank der Alte endgültig zu Boden. Er war tot. Sie schritt langsam und apathisch den Weg in Richtung Stormwind, einige bewaffnete Reiter preschten an ihr vorbei. Doch es war zu spät, die Horde war wie ein gieriger Heuschreckenschwarm über das schutzlose Goldshire hergefallen und hatte nichts außer verbrannte Häuser und Berge von Leichen hinterlassen. Einige Leute hatten sich bereits daran gemacht das wenige, was noch von den Häusern übrig geblieben war, zu retten, indem sie das gefräßige Feuer löschten.
Es war aussichtslos. Doch eines hatte Felyn heute gelernt, sie musste kämpfen, wenn sie in dieser Welt überleben wollte. Kämpfen, und wenn es das letzte ist. Von diesem Tage an schwor sie Rache, Rache an ihren Eltern und allen, die der Horde zum Opfer fielen. Sie hörte nicht, wie ein Mann hinter ihr auftauchte, sie drehte sich auch nicht um als dieser seine Hand auf ihre Schulter legte.

[Dieser Beitrag wurde am 23.12.2005 - 21:40 von Felyn aktualisiert]





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