Besucherzähler: bereits Kredit ohne Schufa Besucher auf dieser Plattform! © 2006 by Minotaurus

Herzlich Willkommen!

bei >Work of Art< ©

KUNST-WERK
Registrierungshinweis! News TRAKTORWELT Stichwortsuche Anmelden Einloggen
Wer ist gerade online ?

Für liebe Gäste und Besucher hier alle unsere Themen im Überblick:



Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Minotaurus ...
Hausherr und Gastgeber
...............



Status: Offline
Registriert seit: 13.06.2006
Beiträge: 1550
Nachricht senden
...   Erstellt am 18.06.2006 - 19:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eifersucht



Sprichwort:

"Eifersucht ist eine Leidenschaft,
die mit Eifer sucht,
was Leiden schafft."


Eifersucht gilt in unserer Gesellschaft deshalb als normal, weil sie von nahezu jedem Menschen mehr oder weniger direkt erlebt wird. Dabei kann die Eifersucht nur in Gesellschaften auftreten, die in ihrem Denken und Handeln besitzorientiert sind und die ihr Leben nach dem Haben - Modus ausrichten.

Eifersucht entsteht immer dann, wenn man den Partner, also das "Liebesobjekt", für sich allein in die eigene Privatsphäre integrieren möchte, will heißen, ihn "besitzen" möchte.
Das zu wollen, ist gesellschaftsabhängig und ebenso weit verbreitet, wie die besitzorientierten Gesellschaftsstrukturen verbreitet sind, also in den gesamten europäischen, amerikanischen und z.T. auch asiatischen Industrienationen.
In der Liebe eine Ausnahme zu machen, ist nicht möglich, wenn das ganze Leben auf Besitz, Konkurrenz, Geltungsdrang und Statusstreben ausgerichtet ist. Wenn sich jedoch das Besitzstreben in die Liebe einmischt, dann muß zwangsläufig die Eifersucht auf der Lauer liegen und uns das Leben und die Liebe schwer machen.

Dabei werden diese Verhaltensmuster nicht einmal bewußt wahrgenommen, weil wir bereits seit frühester Kindheit damit konfrontiert wurden und sie bereits ein Teil unserer Erziehung waren.
Bereits unsere Eltern und Großeltern haben doch Zuwendungen jeder Art, - seien es nun materielle oder emotionelle - oft davon abhängig gemacht, wie wir uns verhalten, bzw. gehorchen und ihre Wertvorstellungen erfüllen. Nicht selten wurden dabei Geschwister gegeneinander ausgespielt.
Aber auch bei Primaten (Affen) und sogar bei höherentwickelten Haustieren (z.B. Hund und Katze) kann man diese Verhaltensmuster beobachten.

Da nun jedem Kind (bis auf wenige Ausnahmen) eine natürliche Intelligenz zu eigen ist, hat es diese Muster schnell erfaßt und versucht nun seinerseits, Vater und Mutter, Eltern und Großeltern oder Geschwister und Freunde gegeneinander auszuspielen.
Dies geschieht gewiß nicht aus einer bösartigen Veranlagung heraus, sondern ganz einfach deshalb, weil es diese Verhaltensmuster bereits mit der Muttermilch aufgesogen und gelernt hat.
Der Erfolg oder Mißerfolg solcher Aktionen ist rein davon abhängig, ob das Kind genügend willige und unbedarfte "Mitspieler" findet. Diese frühkindlichen Erfahrungen werden dann auf das gesamte spätere Leben übertragen.

Einerseits möchte man nicht die Schmerzen der Eifersucht erleiden, aber andererseits auch nicht von seinem Besitzdenken ablassen. Solange wir aber nicht durchschauen, daß beides zusammenhängt, befinden wir uns in Verwirrung und jede Liebe schafft neben der Glückseligkeit auch Angst vor dem Verlust des Partners an einen anderen Menschen, der ihm vermeintlich "mehr bieten kann als ich".


Eifersucht = Liebe?

Immer wieder wird behauptet, an der Eifersucht könne man den Grad der Liebe erkennen, also je eifersüchtiger jemand sei, um so mehr liebe er seinen Partner. Dies ist eine Einstellung, die besonders in südlicheren Zonen sehr verbreitet ist.

Das ist natürlich ein Trugschluß. Je eifersüchtiger jemand ist, um so besitzorientierter und Haben - fixierter ist er, er ist egoistisch eingestellt und besitzt kein starkes, sondern - im Gegenteil - ein schwaches Selbstbewußtsein.

Schon die Zuwendung des Liebespartners zu anderen Dingen und Interessen, aber erst recht zu einem anderen Menschen in neuer Liebe oder auch nur in Interesse wird als persönliche Zurückstellung und Kränkung empfunden.
Die Angst, nicht zu genügen (oder nicht genügt zu haben) schleicht sich in den Vordergrund und beherrscht das ganze Handeln und Denken.
Dies ist allerdings nur der Ausdruck eines unterentwickelten oder gar nicht vorhandenen Selbstgefühls. Man findet sich selbst nicht attraktiv, schön oder liebenswert und somit ist man es auch für seinen Partner nicht.
Abhilfe kann eigentlich nur geschaffen werden, wenn man bereit ist, sich selbst mit allen seinen Vorzügen, aber auch mit allen seinen Schwächen attraktiv und liebenswert zu finden.


Wie funktioniert Liebe?

Wir glauben, daß die Liebe sich für einen einzigen Menschen entscheidet und dann für immer bei diesem Menschen verharren müßte (der Mythos von der einzigen, wahren und großen Liebe).
Es dürfte jedoch klar und logisch sein, daß es die einzige, wahre und große und vor allem "ewige", d.h. lebenslange Liebe nicht gibt.
Die lebendige Psyche des Menschen läßt sich aber nicht auf eine einzige und endgültige Liebe zu einem Menschen fixieren oder beschränken.
Die Liebe entsteht in zwangloser Offenheit und Sensitivität. Sie ereignet sich auf Grund unserer seelischen Lebendigkeit täglich immer wieder neu, sowohl zu einem bekannten und vertrauten, aber auch zu einem neuen, bisher unbekannten Menschen.

Es ist Unsinn, in diesem Zusammenhang von einer Garantie zu sprechen, aber die beste "Garantie" dafür, für seinen Partner immer wieder aufs neue attraktiv und liebenswert zu erscheinen ist daher, ihn immer wieder neu zu faszinieren und zu beeindrucken, ihm immer wieder neue, bisher unbekannte Seiten seiner Persönlichkeit zu zeigen, bereit sein, sich zu verändern und den Partner an diesen Veränderungen teilhaben zu lassen.
Dies mag auf die Dauer zwar furchtbar anstrengend klingen, aber Alltagstrott und Langeweile sind nun mal ein tödliches Gift für die Liebe. Es wirkt zwar sehr langsam, dafür aber todsicher.
Oft wird das auch nicht rechtzeitig erkannt, weil man es irrtümlicherweise mit angenehmer Vertrautheit verwechselt. Welch ein fataler Irrtum!


Dies sind nun mal Tatsachen. Wir müssen sie in voller Klarheit erfassen, dann können wir auch erkennen, daß alle anderen Definitionen aus dem Denken stammen, das uns Normen, Moralvorstellungen und Regeln vermittelt, die auf die Wirklichkeit aufgepfropft sind und eigentlich eine Vergewaltigung und Einengung der lebendigen Wirklichkeit sind.
Wenn sich die Liebe von einem Partner abwendet und dem anderen zuwendet, so ist das ein Prozeß der Lebendigkeit, nicht der Lasterhaftigkeit. Auch wenn wir das in unserer verständlichen Enttäuschung nicht wahrhaben
Vom betroffenen Partner wird diese Abwendung oft als abrupt und plötzlich empfunden, aber bei genauerer Betrachtung der Lebenssituation stellt sich meistens heraus, daß sich die Partnerschaft gerade so als Zweckgemeinschaft "gut eingeschliffen" hatte.
Nicht selten hat die Erziehung der Kinder, die berufliche Karriere oder/ und der Bau des neuen Hauses die Liebe getötet. Jeder hat sich auf seine Aufgaben konzentriert und vom Partner dasselbe erwartet. Oft gab es eine klare Rollenverteilung, eine gut funktionierende Zweckgemeinschaft, aber eben keine Begeisterung, nichts Beeindruckendes und Unbekanntes, keine „Highlights" mehr.

Die Liebe dagegen muß sich täglich neu entfalten können, auch beim eigenen Partner. Sie ist kein statischer Vorgang, der konserviert werden kann.
Konservierung entspricht unserem Besitzdenken, aber das bedeutet Unterdrückung, Fixierung, Gefangenschaft und schließlich den Tod einer Liebesbeziehung, denn nur tote Dinge lassen sich konservieren. Wir können also nicht die Liebe konservieren, sondern bestenfalls die Erinnerung daran.
Die Liebe aber muß Gelegenheit haben, sich täglich immer wieder zwanglos neu zu entfalten, oder wir verlieren sie.

Wir können durchaus eine Beziehung aufbauen, eine Wirtschaftsgemeinschaft, eine Schutz- und Trutzburg gegen die "gemeine und häßliche Welt" da draußen und uns ewige Treue schwören, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß dem Phänomen Liebe dadurch Zwang angetan wird. Die Liebe stellt sich immer seltener ein, je mehr die verschiedenen Aspekte dieser Art von Beziehung und Treue im Vordergrund stehen.
Diese Wahrheit wollen wir nicht sehen, wir verleugnen, verdrängen und rationalisierten sie. Unsere überlieferten Moralvorstellungen und die Kirchen unterstützen dieses Denkschema sogar noch kräftig.
Ein Teufelskreis!

Solange wir die einzigartige Komposition des Phänomens Liebe nicht erkennen wollen, werden wir auch die Angst vor dem Verlust des vermeintlichen "Besitzes" nicht los. Wir werden unfrei sein und uns vor der Lebendigkeit des Augenblickes verschließen, wir werden Liebe suchen und immer wieder seelisches Leid erfahren. Es ist wie auf einer Schiffschaukel, die zwischen Glückseligkeit und Schmerz hin- und herschwingt, bis durch Abstumpfung sowohl die Glückseligkeit, aber auch das Leid mit den Jahren immer geringer werden. Resigniert fügen wir uns oft in Beziehungen und Partnerschaften, die "halt so sind", ohne uns Gedanken zu machen, wie es denn auch anders sein könnte.

Der eifersüchtige und besitzorientierte Partner behindert uns mehr, als er uns fördert. Eifersucht wird zwar durchaus auch manchmal als Kompliment empfunden, aber in der Regel eher als Behinderung und Einengung.
Auf diese Weise entwickelt sich nicht selten Abneigung und sogar Haß.

Geradezu als fatal erweist es sich, wenn die Eifersucht des Partners auf einen Menschen trifft, dessen eigenes Selbstwertgefühl ebenfalls unterentwickelt ist und der sich seine Bestätigung, sein Überlegenheitsgefühl oder seine Machtgelüste aus den Eifersuchtsszenen seines Partners holt.
Jeder von beiden braucht (und mißbraucht) den anderen auf seine Weise zum Ausgleich für seine eigenen, seelischen Defizite.
Diesen Teufelskreis ohne professionelle Hilfe durchbrechen zu wollen, dürfte sich als äußerst schwierig erweisen und es endet nicht selten in einer Eskalation von psychischer und physischer Gewalt.

Auch aus Astrologischer Sicht lassen sich hierzu einige Feststellungen treffen.
Es gibt gewisse Prägemuster und Konstellationen, bei denen die Eifersucht sehr ausgeprägt ist, bei anderen dagegen kaum oder gar nicht.
Genauere Aussagen zu diesem Thema erfordern jedoch eine genaue Auswertung des individuellen Geburts- bzw. des Partnerhoroskopes. Erst daraus lassen sich nähere Aussagen zu persönlichen Veranlagungen treffen.


© Copyright 2000 by Minotaurus.
ASTRO - STUDIO und Institut für Verhaltenspsychologie.



Anmerkungen von Minotaurus zu diesem Text:

Wieder einmal ist es keine spannende Kurzgeschichte, sondern eine - eher nüchterne - Abhandlung.
Trotzdem (hoffentlich) eine kleine Lebenshilfe für manche Menschen, die unter diesen Symptomen leiden?

Kommentare, Meinungen und Anregungen dazu sind immer herzlich willkommen.
Nur keine falsche Zurückhaltung!

.

[Dieser Beitrag wurde am 20.04.2008 - 17:16 von Minotaurus aktualisiert]





Signatur

Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki)


Neuer Thread ...



Die letzten 20 Neubeiträge bei KUNST-WERK lauten:


Pauschalreise Menorca günstig buchen.


Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Tamron SP AF 60mm F/2.0 Di II
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie
hier!



Verwandte Suchbegriffe:
weisheiten eifersucht | eifersucht weisheiten | weisheiten über eifersucht | kurzgeschichte eifersucht | weisheit eifersucht | weisheiten zur eifersucht | selbstwertgefühl weisheiten | eifersucht kunst
blank