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...   Erstellt am 06.03.2006 - 07:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Serafimovics und Kurzwegreißen ihre Mannschaft mit

Handball, 2. Bundesliga: EHV Aue bezwingt die TSG Münster 37:34 (18:14)

Von Falk Weiss


Die Bauchschmerzen, die EHV-Marketingchef Rüdiger Jurke vor dem Duell mit dem direkten Tabellennachbarn aus Münster geplagt hatten, waren nicht unbegründet. Denn dem 37:34-Heimerfolg ging ein hartes Stück Arbeit voraus. Auch wenn die Gastgeber die Führung nie aus der Hand gaben, gestaltete sich die faire Partie gegen den Aufsteiger am Sonnabend als Kampf auf des Messers Schneide.
Als sich die Anspannung mit dem Schlusspfiff löste, sank Jurke überglücklich in die Arme von EHV-Trainer Wolfgang Pötzsch. Dieser hatte seine Schützlinge bereits im Vorfeld auf ein schweres Spiel eingestellt. "Er hat uns klar gesagt: Nur wenn wir richtig gut sind, haben wir eine Chance", berichtete Eric Meinhardt völlig ausgelaugt. Das Fundament des neunten Heimsiegs wurde vor dem Seitenwechsel gelegt. Wie einige Zuschauer, die aus dem Taunus nach Lößnitz gereist waren, in der gut gefüllten Erzgebirgshalle nach ihrem Sitzplatz suchten, so irrten auch die TSG-Akteure auf dem Parkett umher. "Wo meine Spieler in dieser Phase waren, ist mir nicht klar. Keiner ist im Bilde gewesen. Egal, welche Deckungsvariante angesagt war, nichts klappte, und Aue hat mit uns gemacht, was es wollte", klagte Gäste-Trainer Hans Josef Embs über das folgenschwere Durcheinander in der ersten Halbzeit, das der EHV weidlich nutzte. Über den immer anspielbereiten Alexander Urban am Kreis, den energischen Michael Hätterich aus dem Rückraum und den wieselflinken Ivars Serafimovics spulten die Einheimischen sehenswerte Angriffe am Fließband herunter. So führten sie zwischenzeitlich 17:11.
Nach der Pause löste indes das Aufbegehren der Gäste in der Auer Defensive plötzlich Auflösungserscheinungen aus, die im 24:25-Anschluss ihren negativen Höhepunkt erreichten (42.). Doch dann schlug die Stunde von Ivars Serafimovics (14 Tore) und Clemens Kurzweg (7), die ihre Mitspieler mit einem kämpferischen wie spielerischen Feuerwerk mitrissen. So schwand mit dem 29:26 (50.), das Kurzweg beim Abschluss eines Tempogegenstoßes gelang, der letzte Zweifel an einem Auer Sieg. "Alle haben top gespielt", zollte Wolfgang Pötzsch seinen Männern Respekt, die mit nunmehr 25:21 Zählern ihren einstelligen Tabellenrang verteidigt haben.


Ivars Serafimovics lieferte beim Heimsieg über Münster eine tolle Leistung ab. - Unter anderem erzielte er 14 Tore.
(Quelle: Freie Presse)





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Glück Auf der Jockel Danke für 16.Jahre 2.Handballbundesliga ! Auf geht`s ins 17. Jahr! Let`s go EHV !

Heiko ...



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...   Erstellt am 06.03.2006 - 09:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Münsters Abwehr steht nicht

Lößnitz. Die TSG Münster hat in der II. Handball-Bundesliga Süd auch im Rückspiel beim EHV Aue eine Niederlage einstecken müssen. Vor 1100 enthusiastischen Zuschauern setzten sich die Gastgeber mit 37:34 (18:14) durch.

«Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen. Unsere Abwehrvarianten – ob defensiv oder offensiv – kamen nie richtig zum Tragen», musste Thomas Mauch, der noch bester Münsterer war, feststellen. Sein Trainer Hans-Josef Embs machte die Niederlage auch an der Abwehr fest, in der neben dem verletzten Steffen Weber mit Jens Häusler ein wichtiger Spieler fehlte: «Wer auswärts 34 Tore wirft, muss eigentlich das Parkett als Sieger verlassen.» Mit Carsten Bengs war ein weiterer Spieler grippegeschwächt und spielte weniger als gewohnt.

Münster kam nach der sechsstündigen Busfahrt überhaupt nicht in seinen Rhythmus. Die extrem offensive Deckung des EHV Aue ließ dem Angriff der Gäste mit ihrem Torjäger Eryk Kaluzinski in der ersten Halbzeit wenig Entfaltungsmöglichkeiten. So lag die Mannschaft nach knapp zehn Minuten schon mit 3:6 im Rückstand. Mit schnellen Kombinationen und Tempogegenstößen zogen die Gastgeber bis zur 26. Minute mit 17:11 in Front. Überhaupt nicht in den Griff bekam Münster den Rechtsaußen Ivars Serafimovics, der sich immer wieder im direkten Duell durchsetzte und mit 14 Toren erfolgreichster Werfer war. «Wir hatten im Eins-gegen-Eins-Verhalten große Defizite und haben dort kein Land gesehen», musste Embs erkennen.

Die zweite Halbzeit war ein Kampfspiel mit vielen hektischen Szenen. Die Münsterer stellten ihre Deckung offensiver mit zwei Vorgezogenen. Geführt von Thomas Mauch nutzten die Gäste nun Fehler im Abwehrverhalten von Aue und kamen bis zur 42. Minute auf 24:25 heran. «Doch technische Fehler und zu schnelles Abschließen der Angriffe verhinderten, dass wir zum Ausgleich kamen», erklärte Embs. So unterlief Kaluzinski beim Stand von 26:24 ein Abspielfehler, den Aue mit einem Tempogegenstoß zum 27:24 in der 45. Minute nutzte. Es fehlte bei den Gästen einfach an der Durchschlagskraft, um dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben, obwohl es Münster noch einmal schaffte, auf 30:31 zu verkürzen (52.). Für Aues Trainer Wolfgang Plötzsch war entscheidend, dass man die Gäste immer unter Druck setzte. Sein Kollege Embs sah die «verschlafene erste Halbzeit» als Ursache für die Niederlage: «Dieser Gegner war schlagbar. Wir hätten dieses Spiel gewinnen können.» Aue feierte diesen Sieg wie den Klassenverbleib, da die Mannschaft noch ein schweres Programm hat.

Aue: Hilbig, Klaus; Schäfer (1), Urban (3), Serafimovics (14/7), Hätterich (5), Meinhardt (2), Thomas (1), Kurzweg (7), Rothenburger (4). Münster: Lehnert (1. bis 15.), Bansa (16. bis 60.); Rejab (7/2), Bengs (1), Matthias Mauch, Kalmann (1), Roßmeier (4), Kaluzinski (9/3), Zapototschny (4), Clasen (1), Thomas Mauch (5), Brendemühl (2), Krekel.

Schiedsrichter: Blümel/Lapposchewski (Berlin). Zuschauer: 1100. (st/vho)

Quelle: handballboard.de 06.03.2006





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