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Harlekin Moderator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 15.12.2006 Beiträge: 553 Nachricht senden |
Ich bin in Experimentierlaune *g* Nein, ich bin wirklich kein Fan von SF oder etwas in der Richtung, und schreibe es demnach auch nicht. Deswegen ist das hier nicht nur ein Experiment in diese Richtung, sondern auch stark mit Fantasyelementen verwoben. Deswegen hoff ich sehr auf Kommentare jeglicher (und vor allem kritischer) Art, da ich mit dieser Geschichte ein gewisses Niveau erreichen und mich noch verbessern will ^___^ "Ich kann mich nicht mehr so genau an meine Geburt erinnern. Es war dunkel und Nacht, ein Schlachtfeld, wenn ich mich recht erinnere... ja, es muss ein Schlachtfeld gewesen sein, um mich herum war schmerzerfülltes Stöhnen, angstvolles Keuchen. Einige beteten zu Gott, die meisten hatten jedoch nicht mehr die Kraft dazu. Ich war schon immer Atheist gewesen, mir hat noch keine Religion Frieden gegeben. Damals wie heute, also sparte ich mir das beten. Mental war ich sowieso nicht in der Lage dazu. Ich hab nur das Blut um mich herum gesehen, nur mühsam auf den Füßen stehend, das von Blut besudelte Schwert in der Hand. Ein altes Schwert, eins von einem meiner Kameraden. Mein eigenes muss ich irgendwann in der Schlacht verloren haben. Irgendwo um mich herum tobten noch Kämpfe, obwohl meine Seite, dass wusste ich, bereits verloren hatte. Nein, ich wusste es nicht, konnte es gar nicht wissen, aber ich hatte es im Gefühl, und mein Gefühl trügt nicht. Mein einziger klarer Gedanke war zu fliehen, mich in Sicherheit zu bringen und zu versuchen, irgendwie weiterzuleben. Eigentlich völlig utopisch, die Wunde in meiner Brust hätte mich früher oder später dahin gerafft. Selbst wenn mich ein Heiler versorgt hätte, aber die Heiler waren rar und die Medizin nicht die beste. Auch nicht die Versorgung. Mittelalterlich eben. Jedenfalls stand ich auf diesem Schlachtfeld und lauschte dem Stöhnen um mich herum, unfähig, einen wirklich nützlichen Gedanken zu fassen. Wie in einem schlechten Theaterstück zog ein Gewitter heran, die Blitze erleuchteten immer wieder die Umgebung und der Donner ließ die Erde beinah erbeben. Eine interessante Untermalung der Kämpfe. Nahezu gespenstisch. Die dürren Bäume, der schwarze Boden, teilweise noch von Schnee bedeckt. Die Leichen und fast Leichen. Ich hab nichts davon wirklich wahrgenommen. Eher wie in einem Rausch. Nun ja, ich war in einem Rausch, einem Blutrausch. Vermutlich hätte ich jeden niedergerafft, der mir vors Schwert gekommen wäre, egal ob Freund oder Feind, wahnsinnig durch die Angst und die Schmerzen. Gevatter Tod klopfte bereits an meine Tür, ich hatte nichts mehr zu verlieren. Tatsächlich hatte ich mich schon auf mein Ende vorbereitet, als ich... ES sah. Ich weiß nicht, ob Mann oder Frau, letztenendes ist es mir auch egal. Aber es kam zu mir. Völlig unbeweglich konnte ich mich weder wehren noch weggehen. Ich stand da, starrte es an, ohne es wirklich zu sehen... und es küsste mich. Nicht leidenschaftlich. Anders als der Kuss eines Geliebten. Aber.... es war ein Zauber. Es nahm mich gefangen. Dieser Kuss ging tiefer, als alles, was ich bis dahin kennen gelernt hatte. Unbeschreiblich. Man muss es wohl selber erleben, um es nachempfinden zu können. Irritierend, berauschend. Vollkommen... Was danach geschah, ich weiß es nicht mehr. Ich kann mich an absolut gar nichts mehr erinnern. Aber als ich aufwachte, waren meine Wunden alle zu hässlichen Narben verheilt. Ich spürte, dass ich mich verändert hatte, doch ich konnte es nicht so ganz lokalisieren, noch nicht einordnen. Nur Hunger... ja, den Hunger nahm ich wahr, den Hunger auf Blut. Erst später.... ich hatte meine Fähigkeiten bereits näher kennen gelernt... die Fähigkeit mich zu wandeln, lautlos durch die Nacht zu schleichen, mit übermenschlichen Kräften zu kämpfen.... erst später wurde mir meine Veränderung vollkommen bewusst.... Ich bin ein Vampir." Signatur Frei leb' ich dieses Leben, Frei meiner Worte wegen, Frei geh ich meinen Weg, Bis diese Zeit zu Ende geht. Lass dir die Worte bringen, Sie in deinen Ohren klingen, Bis Du sie dann verstehst, Und dann sei der Poet! | |||||
scherenauge Hobby-Autor Status: Offline Registriert seit: 21.05.2007 Beiträge: 96 Nachricht senden |
gefällt mir sehr gut, vor allem die art, wie du schlachtfeld und den kuss beschreibst (BGMusic: Samsas Traum - Ein Duell mit Gott. Hat gut gepasst^^)
es müsste eigentlich heißen "das" wusste ich. und ... mom:
Nun, dieses beinah liest sich etwas kantig und reißt einen Riss in die düstere Atmosphäre. Bei derartigen Beschreibungen darf man ruhig so übertreiben, dass der Doner so richtige Beben erzeugt Falls du dich nicht von dem beinah trennen willst, stell es vor das "die Erde". Uund noch etwas: Am Anfang sagt er, er könne sich nicht so genau an die geburt erinnern, beschreibt aber dann in fast einer A4-Seite alles, was er erlebt hat ...? Oder meint er mit der "geburt" das, was nach dem Kuss passiert ist? Das wärs schon wieder ... würde mich sehr über Fortsetzungen freuen, klingt recht intressant. Hole [Dieser Beitrag wurde am 29.05.2007 - 09:07 von scherenauge aktualisiert] | |||||
Lykanthrop ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2099 Nachricht senden |
Zwei kleine Fehler sind ja bereits genannt worden. Darauf muss ich nicht mehr herum reiten. Mir hat's gefallen. Und ich für meinen Teil würde mich auf eine Fortsetzung freuen, wenn vorhanden. Signatur ![]() | |||||
Harlekin Moderator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 15.12.2006 Beiträge: 553 Nachricht senden |
Ach ja, "dass" und "das" rutscht bei mir immer durch *g* Und danke für den Tipp mit dem "beinah", ich werd mal schauen, was ich draus mache. Signatur Frei leb' ich dieses Leben, Frei meiner Worte wegen, Frei geh ich meinen Weg, Bis diese Zeit zu Ende geht. Lass dir die Worte bringen, Sie in deinen Ohren klingen, Bis Du sie dann verstehst, Und dann sei der Poet! | |||||
Torn ![]() Literaturkenner Status: Offline Registriert seit: 21.07.2007 Beiträge: 357 Nachricht senden |
Ich bin da etwas anderer Meinung. Ich mag zwar die Idee für den Prolog und auch sonst das Handlungsgeschehen, aber ich finde nicht, dass du die Atmosphäre des Schlachtfelds richtig rübergebracht hast. Signatur Ich dachte immer, das ist doch kein Problem Jetzt sitz ich hier, wie ein Kaninchen vor der Schlange Und ich fühl mich wie gelähmt Ich muss es sagen, Ich weiss nur noch nicht wie Ich muss es dir sagen, Jetzt oder nie Bitte geh noch nicht Am besten gehst du nie Ich hab's dir schon so oft gesagt In meiner Phantasie Bleib noch ein bisschen hier Bitte geh noch nicht Was ich versuche, dir zu sagen, ist Ich liebe dich! | |||||
Harlekin Moderator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 15.12.2006 Beiträge: 553 Nachricht senden |
Hrm... vielen Dank für die Kritik. Zugegeben, diese Erzählart entspricht auch ihrem Charakter, bzw. sie hatte nicht die Intention, etwas blutiges zu schildern, weil es für sie nicht blutig ist. Und ja, die Art, wie sie es erzählt, wirkt nicht schaurig. Ich bedenke diesen Punkt auf jedenfall bei den weiteren Kapiteln, wobei ich fürchte, durch ihre Art wird es nie sonderlich schaurig sein. Naja, abwarten und danke, dass du es gelesen hast =3 Signatur Frei leb' ich dieses Leben, Frei meiner Worte wegen, Frei geh ich meinen Weg, Bis diese Zeit zu Ende geht. Lass dir die Worte bringen, Sie in deinen Ohren klingen, Bis Du sie dann verstehst, Und dann sei der Poet! | |||||
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