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Spacetrucker57
unregistriert

...   Erstellt am 17.11.2006 - 21:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hagen biss sich verzweifelt auf die Finger. Panik sprang ihn zum wiederholten Male an. Sollte wirklich die ganze Wahrheit herauskommen, so war sein Leben keinen Heller mehr wert. Verzweifelt suchte er nach einem Ausweg.
In seiner Angst vor dem Strick tat er das, was man nie von dem Truchseß erwartet hätte.

Hagen kniete nieder, faltete die Hände, erhob sein Gesicht zur Zellendecke und begann zu beten. Doch seine Gebete waren alles andere als reuhmütig. Er bat den Herrn um ein Wunder und um die Rettung seines Lebens.




Rose ...
Burgbesucher
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...   Erstellt am 17.11.2006 - 21:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Als man Laura in die Burg ließ, begutachtete sie die Bewohner.
Sie schienen aufgeregt und ärgerlich. Manche aber waren das Gegenteil.

Eine Wache begleitete sie. "Macht Platz, für Prinzessin Laura von Degen!",verkündeten sie.

Die Gesichter der Leute waren angespannt und traurig.
Was war hier nur passiert?

Als sie letztendlich im inneren der Burg waren, erzählte die Wache Laura, die letzten Ereignisse.
Lauras Augen füllten sich mit Tränen, wischte sie aber rasch fort. Brunhild, wäre ich an deiner Seite geblieben...wärst du noch am Leben...

Die Herren der Burg seien für einen Moment beschäftigt, meinte einer der Wache.
Sie dürfe sich, als Verwandte der Burg, hier umsehen.
Laura verlangte auch zu erfahren, wo der angebliche Mörder Brunhilds zu finden sei.
Die Wache zögerte, doch sie bestand darauf.
"Das ist mein Recht.", sagte sie mit fester Stimme.

Una wollte mit in die Zelle des Mörders, doch Laura wollte allein hinunter. Die Wache blieb also vor der Tür stehen, sollte etwas geschehen.

Sie wollte ihn verhören. Die Schlüssel hatte sie.
Laura würde alles über ihn und den Mord erfahren. Alles. Und würde sie ihn als Schuldig befinden...
Dann würde sie ihn auf der Stelle töten lassen.
Und dazu hatte sie jedes Recht!

Sie sperrte das sogenannte Verlies auf und ging rein. Wenn auch mit einem unguten Gefühl.
Doch eins wusste sie: wer immer die Herren dieser Burg waren, die statt Brunhild regierten, nach dem Aussagen der Burg waren sie gute Menschen.
Vielleicht würde sie hier eine wahre Familie finden.
Gui, ein Freund ihres toten Vaters soll auch hier auf der Burg gewesen sein...

"Hallo Hagen!", sagte sie mit kalter Stimme, als er sie erblickte.

Sie stellte ganz nah zu ihm.
"Du betest? Gott, vergibt Mördern nicht!"





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Carpe diem!

Spacetrucker57
unregistriert

...   Erstellt am 17.11.2006 - 21:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hagen hatte es die Sprache verschlagen. Immer noch kauerte er in der andächtigen Haltung, die Hände gefalten, doch sein Mund war stumm.

"Nein, das kann nicht sein. Das ist unmöglich. Ein Trugbild".
Er kniff die Augen zusammen, schüttelte den Kopf nur um erneut diese Frau anzusehen, die ihm Schauer über den Rücken jagte.
In dem Halbdunkel der Zelle konnte er ihr Gesicht nur undeutlich erkennen, dennoch zweifelte er an seinem Verstand.

"Geh weg, weg von mir. Komm nicht näher. Du bist tot, ich weiß es. Du bist tot und begraben wie dein Vater. Du bist ein Geist. Ja.........ein Geist. Ich bin nicht verrückt, nein. Ich kann dich sehen. Ich kann dich hören, aber du bist tot. Du kannst nicht sprechen. Du bist nur der Geist Brunhild's, du bist nicht lebendig"
"Hörst du..........Brunhild. Du bist tot und mußt zurück in dein Grab. Du hast kein Recht, hier zu sein"




Rose ...
Burgbesucher
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Registriert seit: 13.11.2006
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...   Erstellt am 17.11.2006 - 21:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Reine Schauspielerei.

"Beruhige dich Hagen von Tronje.", sie schlug im ins Gesicht.

"Laura von Degen, eine Blutsverwandte Brunhilds steht vor dir. Kein Geist.", sagte sie ruhiger.

Hagen war in die Knie gegangen.
Sie packte ihm am Kragen. "Sag, Tronjer. Hast du Brunhild auf dem Gewissen?"
Der Mann schüttelte nur den Kopf.
"Wenn du behauptest, es nicht gewesen zu sein, musst du einen Verdacht haben, wer es getan haben könnte. Wenn nicht du Hagen, weißt du trotzdem etwas! Denn du bist gerissen und weise. Dein Ruf Tronjer, eilt dir voraus!Sprich rasch, wenn dir dein Leben etwas wert sein soll, oder ich fange mit deiner linken Hand an!"
Sie zückte ihren Dolch. Laura hoffte, dass er ihr zittern nicht bemerkte. Ihre Unsicherheit. Laura hatte nie in ihrem Leben Blut vergossen.
Und dies hier wollte sie gar nicht.





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Carpe diem!

Spacetrucker57
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...   Erstellt am 17.11.2006 - 22:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Laura.......Laura.........Laura"?!?
Woher kannte Hagen diesen Namen. Er konnte sich nicht erinnern, doch sie selbst behauptete, eine Blutsverwandte Brunhilds und damit aus dem Hause Wallinor zu sein. Der Tronjer überlegte fieberhaft.
Auch mußte er der Frau antworten.
Er hatte in all den Jahren gelernt, zwei Dinge gleichzeitig zu tun. Während er verzweifelt suchte, woher er den Namen "Von Degen" schon einmal gehört hatte, antwortete er schleppend und keuchend.
"Vergebt mir,"Laura vo Degen", doch dies Zwielicht hier narrte mein Aug'. So sah ich in euch die kürzlich verstorbene Thronerbin, der ihr in der Tat ähnlich von Statur und Antlitz seid".
"Würdet Ihr nicht auch vor Angst erschauern, wenn euch der Geist einer Toten die Ehre gibt"?

Hagen mußte Zeit gewinnen, ohne ihre Fragen direkt zu beantworten. Erst brauchte er Klarheit über dieses Weib. Vieleicht konnte sie ihm in seiner jetzigen Lage sogar nützen. Den kleinen Dolch in ihrer Hand bemerkte er wohl.
Kopfschüttelnd sah er auf ihre Hand: "Dies werdet ihr doch wohl nicht einsetzen wollen? Ich habe schon längere Klingen in meinem Körper gespürt und fürchte mich nicht. Ich bin ein Krieger und meine Narben sind ungezählt. Doch, wenn ihr Bernardo Gui und König Lancelot erzürnen wollt, so biete ich Euch gern meine Kehle dar, Euren Blutdurst zu stillen".
Er hob den Kopf und begann zu lachen. So brauchte er auf ihre Frage nicht mehr nach einer Antwort zu sinnen.




Rose ...
Burgbesucher
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...   Erstellt am 17.11.2006 - 22:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Er war gewiss kein Unschuldslamm. Doch seine Gesten waren nicht die eines "Mörders". Doch gewiss eine Mitschuld?
"Wieso Gui und Lancelot erzürnen? Wer ist hier im Kerker? Diese Männer oder Ihr? Hagen, ich kenne Euch jetzt schon!"
Sie starrte ihren Dolch an, den sie hatte fest umklammert.
"Wer spricht hier von pieksen. Gemeint war, Hagen: Euer Arm ist schneller ab als Ihr denkt. Sprecht, wenn ihr ihn behalten wollt. Wer war es der Brunhild auf einer feigen Art tötete?" Er grinste dreckig. Doch Rose blieb ruhig und dachte nach.

Jetzt forderte sie ihn heraus und griff ihn mit spitzen Worten an, die jedem Verletzen, der sie hörte.
"Ihr seid auch wegen Vergewaltigung einer jungen Frau verhaftet worden. Hat Brunhild etwa etwas nicht gewollt, was Ihr von ihr hättet haben wollen?", zischte sie.
"Und aus diesem Grund sie getötet, oder töten lassen?
Ich sage Euch eins Tronje. Ihr könnt mich nicht täuschen. Brunhild war vielleicht zu schwach um Euch und manch andere Pflicht gewachsen zu sein.
Doch vor Euch steht jene die mehr Erfahrungen und Kenntnisse hat.
Dass Brunhild tot ist, ist auch meine Schuld. Ich hätte ihr während ihrer Regierungszeit beistehen müssen. Es sind zu viele Männer hier am Hofe, und zu wenig Frauen."
Sie zog den Dolch nicht zurück.
"Weicht Ihr noch einmal vom Thema ab, so werde ich langsam...beginnen euren Arm abzutrennen."
Hagen sah sie entsetzt an.
Ja, auch sie war entsetzt über ihre eigenen Worte.
Doch irgendwie musste sie ihn zum Reden bringen. Koste es was es wolle?
Gott steh mir bei.





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Carpe diem!

Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
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...   Erstellt am 18.11.2006 - 09:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


In diesem Moment schlug die schwere Kerkertür auf und Großinquisitor Bernardo Gui stand im Türrahmen. König Lancelot hatte ihm den Auftrag erteilt, den Gefangenen nochmals zu verhören, bevor die Verhandlung tagte.
Bernardo sah, wie eine Frau, die ihm den Rücken kehrte vor einem knieenden Truchseß stand, der ein groteskes Bild seiner selbst abgab: in flehender Pose, sein Gesicht zu einer lachenden Fratze verzogen.
"Was in Gottes Namen geht hier vor sich? Erklärt Euch, wer immer Ihr seid, Weibsbild!" In dem Halbdunkel konnte Bernardo Gui nicht sonderlich viel sehen. Eine der Wachen wollte die Situation erklären, als Gui ihn mit einem Schlag ins Gesicht zum Schweigen brachte. Er wollte die Erklärung jener Frau hören...


Mitten in einer schönen und traurigen Weise hallte der Ruf nach dem Ritter Galahad durch die Flure. Er schrak hoch und die Gambe Gerrits verstummte. "Was mag das sein?" fragte er zu Gerrit gewandt, als er aufsprang und sich gürtete. Ein Schulterzucken war die Antwort, als es an der Türe pochte. Galahad öffnete und eine Wache, die völlig außer Atem war berichtete ihm von der frühen Ankunft einer Prinzessin. Eine Verwandte derer von Wallinor, wie es hieß. Galahad entschuldigte sich bei Gerrit und stürmte hinunter auf den Hof und in den Thronsaal, wo er seinen Vater bereits beim kalten Braten antraf: "Was ist geschehen,Vater? Stimmen die Gerüchte um eine Prinzessin, die verwandt mit Brunhild war?"

[Dieser Beitrag wurde am 18.11.2006 - 09:39 von Savertin aktualisiert]





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...   Erstellt am 18.11.2006 - 11:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hagen erkannte blitzschnell die Situation.
"Du bist zu neugierig, kleine Laura. Doch wenn du so viel Erfahrung besitzt, hilf mir hier raus".
"Vieleicht werde ich dann Deine Fragen beantworten".

Nur für die Frau waren die Worte hörbar, die der Tronjer durch die Zähne zischte.
Dann ließ er sich nach hinten fallen und begann laut zu zetern.

"So kommt Ihr also selbst, Pfaffe, um Eure Meucheltat zu begutachten. Habt Ihr selbst nicht Mut genug, daß Ihr dies Weib schicken müßt, mich zu töten".

Er rollte sich auf die Seite, entkam so dem Dolch der jungen Frau und konnte mit einem Schlag den Raum überblicken.

"Was habe ich Euch getan,daß Ihr mich heimlich wollt beseitigen? Kennt Euer Blutdurst überhaupt keine Grenzen"?
Seine Stimme klang weinerlich und
Hagen mußte den Inquisitor reizen. Nur so konnte er sicher sein, Jener würde irgendwann einen kleinen Fehler machen, der den Truchseß am Ende triumphieren ließe.
"Haltlos sind Eure Anschuldigungen. Nur die Macht über Wallinor habt ihr im Sinn und dafüre scheint Euch jedes Mittel recht".

"Von Tronje" kauerte sich zu Boden und spielte den Ängstlichen, jedoch seine Augen und Sinne waren wachsam wie selten zuvor.




Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
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...   Erstellt am 18.11.2006 - 11:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Bernardo ging zunächst einige Schritte in die Zelle und stand alsbald bei Hagen von Tronje. Für einen kurzen Moment ließ er die Frau außer Acht, wußte er doch einige Wachleute auf dem Flur. "Der Satan scheint dein Hirn verbrannt zu haben Tronjer! Ich weiß nichts von einem Mordanschlag auf dein hündisches Leben, welches sowieso verwirkt ist. Mein Reich ist, wie der Herr sagt, nicht von dieser Welt!" Mit diesen Worten schlug er auch dem Gefangenen seine mit Ringen bestückte flache Hand ins Gesicht und hinterließ eine blutige Spur. Dies betrachtend fügte er kalt lächelnd hinzu: "Dies ist die blutige Spur, die ich hinterlasse! Und nun zurück zu Euch, Weib. Beantwortet meine Frage: Wer seid Ihr und was sucht Ihr hier in dieser Zelle?!" Bernardo wandte sich wieder der Frau zu und in seinen abschätzigen Blick schien sich die Erkenntnis einzumischen: Diese Frau war ihm keines Wegs fremd!





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Homo homini lupus
(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)

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...   Erstellt am 18.11.2006 - 12:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Feiger Hurensohn" zischte der Truchseß, sich die Wange haltend. Die ohnmächtige Wut brannte schlimmer in seinem Körper als der Schlag ins Gesicht es je vermocht hätten.
Wären sie sich im offenen Kampf begegnet, so wäre Bernardo Giu im selben Moment ein toter Mann gewesen. Einzig die beiden Wächter in der Türöffnung hielten ihn davon ab, dem Inqisitor an die Kehle zu springen.
Blind suchte seine Hand auf dem Kerkerboden nach einem harten Gegenstand, den Kirchenmann zu treffen und seine Finger krallten sich in das faulige Stroh.




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