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WHISPER ...
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...   Erstellt am 19.01.2006 - 14:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Da Lancelot zwar körperlich völlig beisammen, aber doch bereits ein wenig in die gewissen Jahre gekommen war, freute er sich auf ein zünftiges kleines Gelage. Es gab gewiss vieles an Geschehnissen zu berichten und viel Neues und Wichtiges auszutauschen.
Hoffentlich war Bernardo in seinem Eifer gegen die "bösen Mächte", die er allerorten witterte, diesmal nicht zu weit gegangen; aber er wußte, ein guter Kern war in jenem trotz allem verborgen. Sie hatten während der Kreuzzüge schon manche schwierige Situation gemeinsam meistern können, obwohl die beiden völlig konträr veranlagt schienen.





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...   Erstellt am 21.01.2006 - 11:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Die scharfen Augen des Jägers konnten den alten Schwertmeister deutlich über der Brustwehr ausmachen.
Er schätzte die Entfernung.
"Ja, das müßte gehen. Der Pfeil würde es schaffen, auch wenn er nicht mehr die Kraft hätte, jemanden ernstlich zu verletzen.
Schnell überprüfte er noch einmal, ob die Schriftrolle auch fest am Schaft gebunden war, dann visierte er sein Ziel an.
Zischend schnellte der Pfeil von der Sehne und flog seinem Ziel entgegen.
Jondar war's zufrieden.Sein Auftrag war erledigt und er würde im Wald warten, bis sich das Getümmel um die Burg Wallinor etwas gelegt hätte.
Vieleicht könnte er in der Nacht versuchen, ungesehen in die Burg zu gelangen




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...   Erstellt am 22.01.2006 - 09:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Lancelot und Bernardo gingen zusammen in den Thronsaal, wo sie Platz nahmen, um auf die Begrüßung durch den Truchseß zu warten.
"Nun, lieber Lancelot, wieviele Sachsen mögen es sein, die nach Wallinor marschieren?"





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...   Erstellt am 22.01.2006 - 11:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Lancelot fuhr sich grübelnd durch die, von leicht ergrauenden Silberfäden durchzogenen Barthaare...
"Sie sind in kleineren Trupps unterwegs, einige lagern ein Stück seitlich des Weges, man sieht ihre Lagerfeuer brennen. Schwer einzuschätzen, Bernardo,wieviele es auf Wallinor abgesehen haben; doch ich meine, man könnte sie bezwingen mit Hilfe unserer guten Recken und eines gut überlegten Planes."





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...   Erstellt am 24.01.2006 - 18:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Bernardo wollte soeben Lancelot erzählen, dass er Truppen vom Erzbischof aus Köln erwarte, als Galahad den Thronsaal betrat.
"Vater, endlich seid Ihr da! Wie war Eure Reise?" Freudestrahlend ging er auf seinen Vater zu und streckte die Arme zum Willkommen aus.





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...   Erstellt am 27.01.2006 - 10:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Galahad, mein Sohn ! Wie lange sind wir uns nicht mehr begegnet !" Der mächtige Lancelot sprang heftig vom Tisch auf, um seinen Sohn in die Arme zu schließen. Leicht verschämt wischte er sich eine kleine Träne aus dem Augenwinkel.
"Doch setze er sich gleich zu uns, laßt uns die Lage besprechen; die Situation duldet keinen Aufschub !"





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...   Erstellt am 27.01.2006 - 11:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Galahad setzte sich zu den beiden Herren, froh, seinen Vater bei guter Gesundheit und gut aufgelegt zu sehen. Über die Hochzeit würden sie zu einem anderen Zeitpunkt reden...
Bernardo hakte ein: "Nun, bis wir Pläne machen, sollten wir noch auf Hagen von Tronje warten, den Truchseß, er war eigentlich auf dem Weg hierher. Er ist auch ein Mann des Krieges, soweit mir bekannt ist."





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...   Erstellt am 27.01.2006 - 20:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ein leises Klirren und der Wurfanker fand Halt in einer Mauerritze.
Zweimal straffte sich das Seil kurz, bevor es entgültig gespannt wurde. Unbemerkt von den Belagerern sowie auch von den Wachen zog sich der Junge mit geübt kräftigen Bewegungen am Seil hinauf.
Wie ein Schatten wischte er über die Zinnen, kurz verschnaufend. Alsodann orientierte er sich und strebte der Schmiede zu, in der Hoffnung, den alten Schwertmeister dort vorzufinden.
Nur der Mond wußte, wer dort gerade die Burg Wallinor betreten hatte.



Das Ungeheuer kam langsam näher. Aus blutunterlaufenen Augen fixierte es die junge Frau.
Schleim und giftiger Geifer troffen aus seinem Maule, in dem nadelspitze Zähne zu sehen waren.
Isa wollte weglaufen, doch sie kam nicht vom Fleck.
Sie konnte sich nicht bewegen. Angstvoll starrte sie dem Monster entgegen.
Plötzlich richtete sich die Bestie auf und seine Pranken, bewehrt mit messerscharfen Krallen, fuhren dem Mädchen entgegen.
Isa zuckte zusammen, als das Ungeheuer ihren Leib aufriss. Blut, Eingeweide und das ungeborene Kind fielen heraus, doch sie empfand keinen Schmerz. Immer noch starrte sie auf das Ungeheuer, welches sich dem Kind näherte. An seiner Pranke funkelte ein Siegelring, welchen das Monstrum nun auf den Mund des Kindleins drückte.
In diesem Moment fiel die Starre von Isa ab und sie begann zu schreien.
Isa schrie aus Leibeskräften und erwachte schweißgebadet. Um sie herum war es dunkel. Ihr Herz raste und sie zitterte am ganzen Leib.
Ihr eigener Schrei gellte ihr noch in den Ohren, während ihr Mund sich schon wieder geschlossen hatte.
In Panik tastete sie umher, auf der Suche nach der Tür, die sie alsbald gefunden hatte.
Geblendet schloß sie für einen Moment die Augen, als der Lichtschein der Fackeln im Gang ihren angstschlotternden Körper erhellten.
"Weg, nur weg von hier", waren ihre Gedanken.


"Welch edler Besuch zu so später Stunde".
Die dröhnende Stimme Hagen von Tronje's ließ die Köpfe sich in Richtung der Tür wenden.
"Sire, Eure Anwesenheit auf Burg Wallinor ist wahrlich willkommen in dieser Stunde".
Hagen trat näher. Er grüßte artig in Richtung Galahad's, bedachte den Inquisitor mit einem kurzen "Emminenz" und wandte sich dem Gast zu.
"Sir Lancelot sur Lac", wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich gelassen hat.
"Seid uns herzlich willkommen, auch wenn Euer treuer Freund, König Gareth, Euch nicht mehr persönlich begrüßen kann.Es wäre ihm sicher eine außerordentliche Freude gewesen".
Mit einem kurzen Blick befahl er einemm Pagen, nach Lancelot's Krug zu sehen und ihm gegebenenfalls nachzuschenken.
Alsdann streckte er seine Rechte zur Begrüßung aus.





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...   Erstellt am 31.01.2006 - 16:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Hagen von Tronje," Lancelot reichte ihm flüchtig seine Hand zur Begrüßung...." führt mich nach diesem labenden Trunk in die Kammer von Brunhild,meinem armen Patenkind. Ich möchte ihr helfen und habe wichtiges mit ihr zu besprechen. Da die Prinzessin gesundheitlich geschwächt und offensichtlich nicht in der Lage ist, die Geschäfte ihres Vaters, meines Freundes König Gareth zu führen, werde ich dieses kommissarisch übernehmen. Doch zuvor geleitet Ihr, oder ein anderer der hier anwesenden Herren mich in deren Kemenate."

[Dieser Beitrag wurde am 31.01.2006 - 16:51 von WHISPER aktualisiert]





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...   Erstellt am 01.02.2006 - 14:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Galahad wollte gerade aufspringen, um seinen Vater zu geleiten, als Bernardo seine Stimme erhob: "WEnn Ihr nichts dagegen habt, werter Lancelot, so werde ich Euch zu ihrer Kemenate führen, denn auch wenn ich noch nicht allzu lange hier verweile, so kenne ich mich doch schon recht gut aus und ein wenig Bewegung wird mir sicherlich gut tun." Lancelot erhob keinen Einspruch und so zeigte der Großinquisitor dem König die Lage von Brunhilds Gemach. Als Lancelot nach dem Anklopfen eintrat, wandte sich Bernardo um und ging wieder hinab in den Thronsaal, um dort auf Lancelot mit den anderen zu warten.





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