Herzlich Willkommen auf dem offiziellen Forum der Schachabteilung des SV Lok Leipzig-Mitte!

ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

derchefderII ...
Läufer
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 15.01.2006
Beiträge: 32
Nachricht senden
...   Erstellt am 01.12.2008 - 15:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nachdem ich wieder gemahnt wurde, meiner Chronistenpflicht doch wieder zu erfüllen, einen kurzen Bericht von Doppelwochenende in Coswig.

Um nicht in Verdacht zu geraten, hier nur die Runden auszuwerten bei denen es bei mir etwas besser läuft, noch kurz zur 1. Runde (gegen Halle).
Natürlich waren da 20% Frust (vielleicht auch 22,5 %) über meine fürchterliche Partie, in welcher ich schnell schlecht stand und - nachdem das von Jacob nicht zu 100 % ausgenutzt wurde - ich mit leidlich genauem Spiel wieder licht am Ende des Tunnels sah, prompt die Qualle einstellte.
Der eigentliche Grund war aber, dass ich aufgrund meiner Probleme von den anderen Partien wirklich nichts mitbekommen habe und so nicht wirklich einen einigermaßen umfassenden Kommentar abgeben konnte bzw. kann.
Also, außer dem Resümee -„üblicher Saisonfehlstart” kein Kommentar. Wobei das sicher gegen Halle zu verschmerzen ist, da hatten wir uns eigentlich nicht wirklich Chancen ausgerechnet.

Nun zu den Wettkämpfen in Coswig. Diese Doppelrunde ist nun seit Jahren gerne wahrgenommene Tradition, zum einen wegen der - so hoffe ich - gegenseitigen Sympatien mit den Spielern des Gastgebers gegen die wir nun schon Jahrzehnte in schöner Regelmäßigkeit auflaufen.
Hinzu kam das Wiedersehen mit dem schon viel zu lange in Oberligaabstinenz lebenden Schachfreunden aus Hoyerswerda und nun ja, so langsam wird man auch mit den Ebersbachern warm. Und der Kasten Bier vom Sponsor lässt den alten Streit auch schneller vergessen.

Nun zum eigentlichen:

Sonnabend, Runde 2:

Wir konnten alles aufbieten, was geht, mit Frank und Andreas verstärkt traten wir mit 1-8 an. Natürlich erhöhte das unsere Chancen auf den Sieg nur, zumal Roland Graf am Samstag ausfiel.

Lechtynsky ½ : ½ Weitzer

Ohne Frage ein Erfolg. Der tschechische GM hat sicherlich das Problem, dass alle gegen ihn klammern und die Zeiten seiner großen Durchschlagskraft sicherlich vorbei sind.
Er massierte die passiv angelegte schwarze Stellung aber massiv und geduldig und hätte das vermutlich - wenn notwendig - noch wesentlich länger probiert. So aber konnte Steffen die Stellung mit einer großen Bauernmasse und nur noch allen Schwerfiguren auf dem Brett geschickt halten.

Braun 0 : 1 Jahnel

Gottfrieds Verlust war gewissermaßen der Anfang das endgültige Aus für unsere Punktehoffnungen. Er hatte als Weißer eigentlich eine ansehnliche Stellung, Gunther konnte aber ausgleichen und begann eine Druckstellung aufzubauen. Einige Schwächen und taktische Drohungen waren zu bedienen, hinzu kam die immer knapper werdende Zeit.
So kam es wie es eben manchmal läuft. Nach einem taktischen Aussetzer fiel die Stellung mit zwei Bauernverlusten wie ein Kartenhaus zusammen.
Eine sehr stark geführte Partie von Gunther, der ja offensichtlich diese Saison wieder zu großer Form aufläuft.

Kesik 0 : 1 Müller

Frank hat in den Mannschaftswettkämpfen der letzten Jahre eine famose Performance. So konnte ich nur hoffen, dass er das „Trauma Deutschlandcup Dresden” überwunden hat.
Soweit ich die Stellung verstanden habe, hatte er relativ schnell eine aussichtsreiche, dann eine bessere Stellung herausgearbeitet.
Lohn der Mühe waren zwei Figuren für den Turm, allerdings gegen zwei verbundene Freibauern am Damenflügel. Tempo war also gefragt, zumal auch latent ein Qualitätsoper mit der Abwehr fast aller Angriffsbemühungen drohte.
Frank meisterte das aber erfolgreich und krönte seine Partie mit einer Serie starker Angriffszüge.

Schultz 0 : 1 Schuh

Diese Partie war der eigentliche Genickbruch für unsere Mannschaft.
Andreas stand nach einem Fehler von Rüdiger wirklich stark und dominierte das Ganze. Ein Bauer wurde gewonnen doch dann war das „Angebot” vermeintlich starker Fortsetzungen zu groß und die Initiative war hin. Nun wäre die Partie mit einem geordneten Rückzug (=Aufgabe des Bauern unter Vereinfachungen) sicherlich zu retten gewesen, durch einen katastrophalen Einsteller in beginnend knapper werdender Zeit gingen zwei Figuren weg und die Partie samst Punkt den Bach runter.
Sehr schade.

Böhm 1 : 0 Römling

Diese Partie war ein großes Ärgernis und ich möchte hier auch nicht öffentlich Kollegenschelte betreiben. So viel gibt es auch nicht zu Berichten. Nach offensichtlichem schweren Fehler ging Bauer und Qualität nach ca. 10 Zügen ohne jegliche Kompensation verloren und die Stellung war aufgabereif.
Eine Partie gegen Robert zu verlieren ist was „völlig normales”, wir haben vor 2 Wochen den Deutschlandcup in der gleichen Gruppe gespielt. Dort hielt er die „sächsische Fahne” im K.O.-Modus als letzter hoch. Aber die Art und Weise war natürlich deprimierend und bringt in die Köpfe der Mitspieler immer Unruhe. Ich erhoffe mir von Sven ein wenig weniger Improvisation in der Eröffnung, denn jedes Fahrrad zwei mal erfinden nützt meistens nichts. Und die Kreationen können manchmal - wie hier - eine böse Graupel sein.

Schirrmeister ½ : ½ Kregelin

Ich denke, Jan hat mit einigem Respekt erst mal geschaut wie sich die Partie entwickelt. Ralf ist ja für seine ruhige, solide Spielweise bekannt. So war nicht viel Gift und Potential auf dem Brett und der frühe Partieschluss absolut gerechtfertigt.

Brechlin 0 : 1 Limpert

Olaf „rutschte” wohl durch den Ausfall von Roland in das Team. Eröffnungstechnisch habe ich ihn wohl auf dem falschen, aber auf jeden Fall auf dem schwachen Bein erwischt. So ging relativ schnell ein Bauer verloren für eine überschaubare Offensive für Weiß. Für den zweiten Bauern musste ich schon einiges Rechnen, da ich latent auf Grundlinienmatt stand. Aber ich denke es war alles relativ sauber. Im verlorenen Springerendspiel war mit dem letzten Fehler der Springerabtausch erzwungen und die Partie beendet.

Greger ½ : ½ Nestler

Ubald hatte sich wohl nicht auf Reiner vorbereitet und spielte daher sein Universalsystem. In der Eröffnung lies er dann relativ schnell den Abtausch seines Fianchettoläufers zu, hatte aber dennoch einigen Raumvorteil und weniger strukturelle Schwächen. Ob daraus mehr werden konnte war auch in der Analyse nicht ersichtlich. Daher denke ich war das Remis gerechtfertigt.

Somit hatten wir auch die zweite Runde vergeigt, die Hoyerswerdaer waren einfach cleverer und haben vor allem die kritischen Partien für sich entschieden. Drei Verlustpartien sind einfach zu viel.

Sonntag, Runde 3:

Sonntag mussten wir mit unserem „normalen” Stamm spielen, da Andreas und Frank zu höherem berufen waren (und übrigens 1,5 Punkte gegen Erfurt holten, >>seufz ).
Andererseits lief es gegen Ebersbach eigentlich nie so schlecht, wir haben in drei Wettkämpfen (glaube ich) bisher nur ein Remis zugelassen.

Weitzer 0 : 1 Bores

Oberärgerlich !
Steffen kam sehr stark aus der Eröffnung und gewann die Qualität. Irgendwann riss aber der Faden und Miroslav schaffte an beiden Flügeln Probleme, während die Dame hin und her pendelte. Der abschließende Königsangriff war zwingend und überzeugend vorgetragen, stark gespielt!


Hollstein 0 : 1 Braun

Gottfried hatte gut geschlafen und gefrühstückt, sodass es eigentlich keinen Grund gab, dass er nicht gewinnt.
Er kam wie Samstag gut aus der Eröffnung, nur war die Gegenwehr offensichtlich geringer und so drohte nie Zeitnot und der Vorteil wurde beständig größer. Die konzentriert vorgetragene Schlussattacke war dann nicht mehr abzuwehren, eine runde, ebenfalls stark gespielte Partie!

Römling 1 : 0 Richter

Sven sah mit Weiß wesentlich besser aus. Er spielte zwar wieder eine Nebenvariante (aber immerhin eine Variante) im Sizi und hatte immer einen mindestens kleinen Vorteil. Das er spätestens zum Mittelspiel dann zu großer Form aufläuft ist bekannt und so konnte er gegen einen z.T. ungenau operierenden Gegner den Vorteil verdichten und den Sieg erzwingen. So wollen wir den Sven sehen !!

Volfl ½ : ½ Schirrmeister

Das Zdenek ein erfahrener, sicherheitsorientierter und schwer zu bezwingender Gegner ist, musste ich in der letzten Saison auch spüren.
So entstand die für Ralf üblichen, etwas schwerblütigen Stellungen, welche für beide Seiten zum Mittelspiel nichts greifbares brachten. Beide testeten dennoch eine ganze Weile die Ideen des anderen, bis sie von der Ausichtslosigkeit der Bemühungen überzeugt hatten. Von beiden überzeugend gespielt.

Limpert 1 : 0 Brauer

Ich ging die Partie mit großem Respekt an, da Christian in den vergangenen Oberligasaisonen eine ausgezeichnete Performance erreichte und gerade auch gegen uns punkten konnte. Auch diesmal war ich eröffnungstechnisch auf dem Posten (Gunther sei dank) und kam sicherlich mit Vorteil aus der Eröffnung. Im folgenden Mittelspiel kam er mit seinen, eigentlich aufwändigeren Umgruppierungen irgendwie besser voran und erreichte einiges Gegenspiel. Im Gegensatz zu meinen Mannschaftskollegen glaubte ich aber immer noch an einen Vorteil, bis ich einen wirklich offensichtlichen Zug völlig übersah. Zum Glück gab es darauf noch eine Riposte, die wieder erwarten alles abwehrte. Nach der danach fast zwangsläufigen Abwicklung hatte ich m.E. schon klaren Vorteil. In beiderseitig knapper werdenden Zeit hatte ich dann einfach die einfacheren Züge, sodass ich dann kurz nach der Zeitkontrolle entscheidend abwickeln konnte.
Ich war mit der Partie sehr zufrieden. Wir mussten beide viel rechnen, hatten beidseitig einige taktische Motive. Wenn mich Fritz nicht eines besseren belehrt war das aber alles sauber, auch in der anschließenden Analyse fanden wir keine Wiederlegungen. Dies war sicherlich eine meiner besseren Partien.

Bores 0 : 1 Greger

Roman spielte eine relativ halbseidenen Opfervariante im Phillidor, bei der Weiß zwei Bauern und den Turm für zwei Figuren erhält. Völlig unterschätzt hat er aber die Wucht der Aktivität, welche die schwarzen Figuren blitzartig gegen seine wenig entwickelte Stellung entwickelten. Ubald ließ den Springer auf a8 einfach stehen (kann eh nicht weg) und gewann in der Überrumpelung einen Bauern und die Qualität bei permanenten Angriff. Sehr, sehr stark gespielt.

Just ½ : ½ Leipert

Wolfgang konnte trotz seines Eröfffnungssystems einige Aktivität und vielleicht auch einen kleinen Vorteil erlangen. Matthias verteidigte sich aber geschickt und belagerte letztendlich den Mehrbauern erfolgreich. Der letzte und erfolgversprechende Versuch von Wolfgang, zwei Figuren für Turm+Bauern+Aktivität zu gegen lehnte er vernünftigerweise ab. Sein Remisangebot war daher nicht abzulehnen.

Noack ½ : ½ Dobierzin

Christian hatte Egmont Pöhnisch am Samstag in überzeugender Manier „überfahren” und daher war ich schon etwas besorgt.
Tatsächlich kam Weiß sehr schnell mit dem Königsangriff zur Sache. Olaf konnte jedoch alle Aktivitäten neutralisieren, die Vereinfachungen boten allerdings kaum Raum für eigenen Vorteil. So bot Olaf angesichts seiner Bauernschwächen vernünftigerweise Remis an, mit den verbleibenden Schwerfiguren (D+T) konnte man aber wirklich nicht viel erreichen.
So haben wir unseren ersten Sieg eingefahren und können trotz der/des vergebenen Punkte(s) gegen Hoyerswerda eigentlich zufrieden sein. Der 0:6 -Start der vergangenen Saison ist auf jeden Fall erst einmal abgewendet.





Signatur
Man hat vom Schach gesagt, dass das Leben nicht lang genug dazu ist, -
aber das ist ein Fehler des Lebens, nicht des Schachs. - Christian Morgenstern


Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Supergau in Doppelrunde derchefderII 0 lokmitte
Doppelrunde bei und gegen Gohlis derchefderII 1 lokmitte
Die Oberliga wird nächste Saison bundesweit mit einer Doppelrunde an den Start gehen KufiChrille 0 kufi
Gig in Coswig GreyGore 5 chris666
Gig Gym Coswig superElli 12 spirty
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------


Zurück zu unserer Vereinshomepage

Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Samsung LE-32B650
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
doppelrunde ko | schach partien weitzer
blank