Tanja 

Status: Offline Registriert seit: 13.06.2005 Beiträge: 341 Nachricht senden | Erstellt am 01.10.2007 - 09:10 |  |
Offene Angelegenheit im Radpolo-Aufstieg
Zur Erinnerung: Die beiden Staffelsieger Langenhagen (Nord) und RKB Wetzlar I (Süd) waren nach den Punktspielen direkt für die BL-Aufstiegsrunde im Radpolo qualifiziert. Die Staffelzweiten bis –vierten mussten durch die Mühle der zusätzlichen Qualifikation und hier setzten sich Reideburg, Kl. Winternheim II, RKB Frellstedt II und Seeheim III durch. Einen klaren Favoriten ist in diesem Teilnehmerfeld nicht auszumachen. Teams wie Langenhagen, Kl. Winternheim II (Resch-Schmitt) oder RKB Frellstedt II (Ernst-Hillmann) haben in der Vergangenheit bereits jahrelang Erstligaluft geschnuppert, ohne je ganz vorn mitspielen zu können. Aus der Polohochburg Seeheim kommt jetzt die 3. Mannschaft (Dreieicher-Nickel) und möchte es besser machen als im Vorjahr (Platz 5). Der Aufstieg wäre für Reideburg (Keller-Hedler) und RKB Wetzlar I (Wollmann-Mogharabsamadi) ein Traum, endlich einmal in die Eliteliga zu kommen. RKB Wetzlar I scheiterte vor Jahresfrist mit Platz 4 denkbar knapp und Reideburg sorgte für Selbstvertrauen mit Platz 1 in der Aufstiegsqualifikation. Große Erfahrung bringt Langenhagen (Steinig-Warnemann) mit, denn 10 Punkte Vorsprung in der Liga Nord auf Platz 1 sind aller Ehren wert, doch seit Jahren verzichtet das Team auf die Teilnahme am Deutschlandpokal und Niedersachsenpokal. Vielleicht fehlt es gegenüber der Konkurrenz an der Spielpraxis. Das sieht bei den anderen routinierten Mannschaften wie RKB Frellstedt II und Kl. Winternheim II etwas anders aus, aber ihre Form schwankt zu stark und oftmals bekommt man gerade in engen Spielen nervlich bedingt den berühmten „Wackelschläger“.
Wer bricht die Serie von Meister Etelsen ?
Seit dem Jahre 2003 regiert der Meister Etelsen (Müller-Knocke). Lediglich Seeheim I (Kimmlere-Lang) konnte diese Serie einmal unterbrechen, allerdings nur im Deutschlandpokalfinale 2006. Die BL-Runde wurde wieder von Etelsen gewonnen und es stellt sich nur die Frage: Wer sollte den 5. Titelgewinn in Folge der Norddeutschen verhindern. In Elsenfeld ist das gleiche Starterfeld wie im Vorjahr in Mönchengladbach qualifiziert, also hat sich an der Polospitze nichts verändert. Es fällt jedoch auf, dass erstmals seit über 55 Jahren weder in der Meisterrunde noch im Aufstiegsfinale eine Mannschaft aus der Radpolohochburg Wiesbaden am Start ist. Gerade das Meisterfinale bringt mit dem Modus genügend Raum für Überraschungen, wie die Vergangenheit mit den Vizetiteln von Naurod oder Seeheim II vor Jahresfrist beweist. Hier steckt auch das Risiko für Etelsen, denn der Titel kann trotz überragender Vorstellung in der Meisterrunde mit nur einer Niederlage im Finalspiel weg sein und die Verletzung bei Knocke im Vorjahr ist hier Warnung genug. Heiße Medaillenkandidaten sind wie immer Pokalsieger Seeheim I und Kl. Winternheim I (Bugner-Gebhard) mit ihrem schnellen und kampfbetonten Spiel. Letztere wollen ihre Laufbahn endlich einmal mit einem Titel krönen und nicht immer nur auf dem Treppchen zum Gewinner hochblicken. Dieses Treppchen ist das erklärte Saisonziel von RKB Frellstedt (Piecha-Harnack), seit Jahren spielt man in der „Warteschleife“ und oftmals haben die Nerven versagt. Diese Nervenlast hatte Seeheim II im Vorjahr noch nicht und alles lief bis zum Finalspiel „wie im Traum“. Jetzt fährt man nach Elsenfeld mit der Belastung: Es kann nur schlechter werden ?! Nun ist der Charakter vom „Janina-Team“ Vogel- Creel gefordert.
(Berichte von H.-D. Kuhlmann)
[Dieser Beitrag wurde am 01.10.2007 - 09:11 von Tanja aktualisiert]
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Tanja 

Status: Offline Registriert seit: 13.06.2005 Beiträge: 341 Nachricht senden | Erstellt am 15.10.2007 - 12:19 |  |
Bericht H.-D. Kuhlmann
Wie erwartet: Der 5. Titel für Etelsen
Gezweifelt hat daran eigentlich niemand, aber trotzdem birgt eine DM-Meisterrunde viele Unwägbarkeiten. Es bleibt dabei: der Meister heißt Etelsen mit Annika Müller und Jennifer Knocke und das nun schon zum 5. Male in Folge. Jetzt kann man wirklich sagen, die jungen Damen aus dem Norden machen Jagd auf die 11 Titel – nicht in Folge ! – von Rekordmeister Hildesheim. Dominanz bei Etelsen sofort, denn weder RKB Frellstedt noch Seeheim I konnten deutliche Niederlagen vermeiden. So sollte es auch gegen Seeheim II (bis dahin erst ein Punkt) weiter gehen, aber mit einem Sturz über die Bande war der Schock da. Völlig von der Rolle ging das Spiel mit 2:6 Toren verloren und das Lager von Etelsen musste wider Erwarten erst einmal rechnen. Nachdem im folgenden Spiel Kl. Winternheim gegen Seeheim I 5:3 gewonnen hatte, war klar, gegen Kl. Winternheim musste im direkten Spiel unbedingt ein Punkt geholt werden. Inzwischen hatte sich der Vizemeister aus 2006 Seeheim II nach dem kaum erwarteten Sieg über Etelsen den 2. Dreier gegen RKB Frellstedt geholt und stand sogar als 1. Teilnehmer für das Finalspiel fest. Im „K.O.-Spiel“ gegen Kl. Winternheim war Etelsen dann aber gut erholt und machte mit 7:3 Toren vorzeitig den 1. Tabellenplatz perfekt. RKB Frellstedt wartet weiter auf die 1. DM-Medaille und meint: „Die DM-Meisterrunde ist für uns irgendwie wie verhext“. Da änderte auch der Sieg im Schlußspiel gegen Seeheim I nichts mehr. Im Spiel um Platz 3 zwischen Kl. Winternheim und Seeheim I trafen sich Spielerinnen, die sich seit „Jahrzehnten“ auf der Fläche bekämpfen. Kl. Winternheim begann effektiver und führte, Seeheim I versuchte mit schnellem Spiel Lücken zu reißen, aber das Spiel bekam man nicht in den Griff und mit 5:3-Toren war der Erfolg aus der Meisterrunde für Kl. Winternheim bestätigt und damit Bronze gesichert. Im Finale sann Etelsen natürlich auf Revanche gegen Seeheim II, aber Creel-Vogel hielten frech dagegen. Ihnen gelang sogar die 1:0-Führung und Etelsen brauchte Zeit, um zum eigenen Spiel zu finden. Nach dem Ausgleich per Rückhandschlag von Knocke folgte in der 4. Spielminute die Schlüsselszene: Seeheim II wehrte einen Angriff ab und schoß den Poloball Richtung leeres Etelsen-Tor. Knocke fuhr einen fast aussichtslosen Ball hinterher und erwischte ihn 15 cm. vor der Torlinie und spießte anschließend das eigene Tor durch den Schwung auf. Das war das Hallo-wach-Zeichen für Etelsen und von da an wurde Seeheim II mehr und mehr deklassiert bis hin zum Endergebnis von 9:1 für Etelsen, wobei zum Schluß sogar noch für die „Galerie“ hin- und hergepasst wurde.
Ergebnisse:
Seeheim I - Seeheim II 2:2
Frellstedt - Etelsen 2:9
Kl. Winternheim - Seeheim II 6:4
Seeheim I - Etelsen 4:11
Frellstedt - Kl. Winternheim 4:5
Etelsen - Seeheim II 2:6
Seeheim I - Kl. Winternheim 3:5
Frellstedt - Seeheim II 5:6
Etelsen - Kl. Winternheim 7:3
Seeheim I - Frellstedt 3:5
Tabelle:
1. Etelsen (Knocke-Müller) 29:15 T. 9 P.
2. Seeheim II (Creel-Vogel) 18:15 T. 7 P.
3. Kl. Winternheim (Bugner-Gebhard) 17:20 T. 6 P.
4. Seeheim I (Kimmerle-Lang) 14:21 T. 4 P.
5. RKB Frellstedt (Harnack-Piecha) 16:23 T. 3 P.
Spiel um Platz 3 und 4: Kl. Winternheim – Seeheim I 5:3
Finale: Etelsen – Seeheim II 9:1
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