Wege aus der Essstörung - das Forum für eine tolerante und offene Diskussion rund um das Thema und Erfahrungsaustausch über Wege aus der ES. ************************************************************************************************************************************************************************************************************************************* Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Esssüchtigen, die auf dem Weg aus der Esssucht sind und mit ehemaligen Esssüchtigen, die dabei sind nach dem psychischen jetzt auch den körperlichen Ballast abzuwerfen. Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg unterstützen. Führt Euer Online-Tagebuch bei uns, gebt Euch gegenseitig Tipps und Tricks und Feedback zu dem, was bei Euch so läuft. Gemeinsam sind wir stark!!

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Solitude ...
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...   Erstellt am 21.11.2005 - 22:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Warum ist es für die Umgebung schwer, wenn man/frau sich ändert?

Wer sich aufmacht, sein Leben zu ändern, der erhält nicht zwangsläufig nur Applaus dafür.
In der Familie gibt es Gründe, das Rollengefüge nicht verändern zu wollen. Es soll alles so bleiben wie es ist. Die Veränderung stört und bringt das Gefüge in Ungleichgewicht. Die Rollen müssen neu verteilt werden. Dagegen setzen sich die anderen zur Wehr.
Aber auch in der weiteren Umgebung trifft man nicht nur auf Zustimmung. Die, die auf dem Status Quo beharren, möchten dass man auch nicht weitergeht.
Da gibt es die Eltern, die nicht verstehen, warum der Sohn lieber studiert als den heimischen Hof zu übernehmen - da ist der Mann, der nicht möchte, dass seine Frau sich mit einem Geschäft selbstständig macht - da ist die Bekannte, die dir sagt ach komm trink doch mit, warum bist du so ungemütlich.
Allen gemeinsam ist, sie möchten nicht, dass DU Dich veränderst.

Warum ist das so? Wenn wir uns aufmachen, unser Leben zu verändern, dann ist das für die, die zurückbleiben auch immer ein Stück Kritik an ihrem Leben.
Die Unsportlichen finden es nicht gerade prickelnd, wenn sich einer aufmacht und Sport auf einmal gut findet.
Die auf Sicherheit Bedachten finden es nicht gut, wenn jemand seine Träume lebt und bei dem neuen unsicheren aber aufregenden Leben auch noch glücklich ist.
Die, die Alkohol missbrauchen können nichts mehr anfangen mit jemand, der auch ohne Alkohol Spass haben kann.
Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Ihr müsst also damit rechnen, dass Euch bei dem Neuanfang viel Missmut von denen entgegen schlägt, die gerne hätten, dass ihr so bleibt wie ihr seid oder die gerne bestätigt hätten, dass Sport blöd ist, Sicherheit das Allerbeste oder Spass mit Trinken verbunden ist, um bei den oben genannten Beispielen zu bleiben.

Bestärkung findet ihr nur bei denen, die schon da sind, wo ihr hingeht…

Aber ich kann euch versichern, wenn man sich erstmal aus dem Kokon der Störung befreit hat, geht man nur noch mit Riesenschritten in ein neues Leben und es interessiert einen keinen Meter mehr, was die „Zurückgebliebenen“ daran zu kritteln haben
Sie tun einem höchstens ein wenig leid…





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )

Ulli 
Glühwürmchen vom Dienst :-))
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...   Erstellt am 22.11.2005 - 12:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So habe ich das noch gar nicht gesehen bis gestern.Das erklärt mir aber einiges. Toller Beitrag, thx!




Luna
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...   Erstellt am 22.11.2005 - 17:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also, ich habe diese Erfahrung noch nicht gemacht.Ich bekomme von allen Seiten nur Unterstützung und Ermutigung.
Dadurch,daß ich selbst was an meiner Situation zum Positiven ändere, fühle ich mich besser und zufriedener.
Dadurch geht es meinem Umfeld auch besser.

Wenn jeder für sich (und andere)sorgen würde, bräuchte niemand "zurückbleiben"(wobei mir dieser Ausdruck nicht gefällt,da er wertet.Was ist "vor "und was ist "zurück"? Das ist doch bei jedem verschieden.Siehe Posting oben).

Aber im richtigen Sinn "für sich sorgen"lernen, ist die echte Schwierigkeit.
Da ist der Weg das Ziel!!!

Luna




Solitude ...
Vorsicht - Freigeist :-))
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...   Erstellt am 22.11.2005 - 20:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Freu' Dich, dass Du diese Unterstützung erfährst.
Ich kenne beides. Ich habe natürlich auch Leute um mich, die sich mit mir freuen, dass es mir so sichtbar besser geht.
Ich habe mich aber im laufe meiner Therapie auch von Leuten getrennt, die versucht haben, mich wieder runterzuziehen, weil sie sich besser gefühlt hätten, wenn es mir (wie ihnen) auch nicht gelingt/besser geht - was auch immer

Und ich habe im Laufe meiner Therapie in vielen Bereichen, familiär und im Umfeld "klar Schiff" gemacht. Rigoros und kompromisslos wie das so meine Art ist
Und da gibt es eben für mich auch einige "Zurückgebliebene". Die ich so nenne, weil ich sie als Bremser, anders gesagt als Menschen erlebt habe, die wollten, dass auch ich auf dem Status Quo bleibe, weil SIE sich dann wohler gefühlt hätten. Und ich bin weitergegangen, habe sie zurückgelassen.
Und das ist gut so.
Das gehört auch zu dem "gut für sich sorgen"...und Du hast Recht: der Weg ist das Ziel





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )


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