Übersicht News registrieren Login


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Hemma ...
Moderatorin
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 31.12.2009
Beiträge: 671
Nachricht senden
...   Erstellt am 21.03.2010 - 00:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die unversehrte Zunge des heiligen Johannes Nepomuk

(* um 1350, + 20. März 1393)



Statue des hl. Nepomuk auf der Karlsbrücke in Prag



Am 15. April 1719, 336 Jahre nach dem Tod des heiligen Johannes Nepomuk von Prag, erstellten fünf erfahrene Mediziner einen Exhumierungsbefund über den Zustand der Gebeine des Heiligen und die vorgefundene unversehrte Zunge.

Der große Hagiograph Wilhelm Schamoni, der in viele Akten von Selig- und Heiligsprechungsprozessen Einsicht nahm, gibt in seinem Buch "Charismatische Heilige" die Zeugenaussagen der an der Exhumierung beteiligten Ärzte wieder, wovon ich eine zitieren möchte:

Zeuge Chirurg Ferdinandus Schobert von Hohenorth, 51 Jahre alt.

"Ich bin vereidigter Chirurg und übe diesen Beruf schon 20 Jahre aus.
Ich bin in dieser chirurgischen Kunst von der hiesigen Prager Universität geprüft und approbiert worden, wie ich auch meinen Eid dort abgelegt habe.
Ich sah bei vielen anatomischen Sektionen zu, sowohl in Italien wie auch in England, Holland und Böhmen, und habe sehr oft selbst Hand angelegt und verschiedene Leichen seziert."

Er antworte mit Berufung auf den schweren Eid, den er geleistet habe: Was er für eine Meinung über den Bestand und die Beschaffenheit des hier vorgelegten Körpers des Ehrw. Dieners Gottes, Johannes Nepomuk habe:

"Das Haupt war in Lage und Gestalt an die Halswirbel richtig angefügt. Die äußeren Kiefer paßten mit den aufeinander stehenden Zähnen genau zusammen. Innen aber waren die Gaumenknochen mit den benachbarten Knochen verwest.
Es geschah ohne Zweifel durch besondere Gnade Gottes, dass die Zunge erhalten blieb, die mit einer Menge aus dem Schädel herausfallender Erde zum Vorschein kam.
Ich habe sie nach Form, Substanz und roter Farbe als richtige Zunge beurteilt, und für eine solche halte ich sie mit Bestimmtheit."

Kann Eure Magnifizenz mit bestem Gewissen und voller Wahrheit all das oben Behauptete sagen, vor allem in Anbetracht der Zunge? Und woher weiß er, dass sich an dieser Zunge etwas völlig Außergewöhnliches und Übernatürliches ereignet hat?

"Ich kann das aussagen, und ich sage es mit Berufung auf den von mir geleisteten Eid.

Was die Zunge betrifft, so sehe ich den Grund ihrer Bewahrung in einem Wunder. Denn die Zunge ist natürlicherweise von weicher Substanz und deshalb sehr leicht verweslich.

Ich hielt viele Köpfe von Verstorbenen in meinen Händen und bemerkte dabei, dass zuerst die inneren Teile alle verwest waren; hier jedoch liegt das Gegenteil vor; obwohl der Gaumenknochen und die übrigen fleischlichen Teile zerfallen sind, ist die Zunge in dem Schädel mehr als dreihundert Jahre lang unversehrt geblieben."


Grabmal und Reliquienaltar des Johannes Nepomuk im St.-Veits-Dom in Prag




1973 nahm die atheistische tschechoslowakische Regierung die Vorbereitung auf die Jahrtausendfeier der Christianisierung Böhmens und der Gründung des Erzbistums Prag zum Anlass, diesen angeblichen "Betrug" am Beispiel der unversehrten Zunge des tschechischen Nationalheiligen aus Pomuk zu zeigen.
Sie ließ seine sterblichen Überreste durch eine neunköpfige Kommission der Akademie der Wissenschaften nach allen Regeln der Kunst, auch elektronenmikroskopisch, untersuchen.
Durch Anbohrung einer Kniegelenkskapsel wurde das gleiche Eiweiß und dieselbe Blutgruppe festgestellt wie in der Zunge. Diese gehört also dem in dem Nepomukgrab Bestatteten an.
Für die bedrängten Katholiken war es zwar eine große Freude, dass die offiziell verbreitete Erklärung, der Heilige sei nur eine Legendengestalt, von Amts wegen berichtigt wurde; aber die Kommission erklärte, die Zunge sei nur eine amorphe Gehirnsubstanz,die man, als sie noch modellierbar gewesen sei, in betrügerischer Absicht zu einer Zunge geformt habe.
Den Exhumierungsbefund, der 336 Jahre nach dem Tod des Heiligen erstellt und beeidet worden war, nahm die Kommission überhaupt nicht zur Kenntnis.
Dennoch stehen dieser erdichteten, verleumderischen Erklärung die beeideten Tatsachen des Ausgrabungsbefundes gegenüber.





Signatur
"ich vermag alles in dem, der mich stärkt" (Phil 4,13).


Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Video über unversehrte Heilige - Personen Hemma 1 forumtradi
Der Heilige Johannes der Täufer ArmeSeele 1 forumtradi
Geburt hl. Johannes d. Täufers Aquila 0 forumtradi
Der Apostel und Evangelist Johannes Hemma 0 forumtradi
'Seliger' Johannes Paul II. CSc 8 forumtradi
Neuer Thread ...



Die letzten 50 Beiträge:

Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
unversehrte heilige | nepomuk zunge | die zunge des hl. nepomuk | nepomuk | heiliger nepomuk | statue nepomuk karls | zungen reliquie nepomuk | reliquie nepomukzunge
blank