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albertine  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2006 Beiträge: 2015 Nachricht senden | Erstellt am 24.11.2006 - 17:04 |  |
gibt es die unterschicht nun eigentlich oder hat münte recht und wir haben gar keine, sondern nur menschen, die es "etwas schwerer haben"?
und wenn doch, wer ist schuld? und was kann man gegen die unterschicht tun?
einer, der die antworten zu kennen glaubt, ist andré f. lichtschlag:
"Proletarisierung und neue Unterschicht sind aber nur Chiffren für ein Elend, das von der Politik selbst verursacht wurde. Keinem einzigen Mainstream-Journalisten ist im „Fall Kevin“ nachhaltig aufgefallen, dass seine beiden Eltern nicht verheiratet waren. Dabei ist der Grund dafür sehr einfach: Nicht verheiratete Eltern kassieren ungleich mehr Sozialhilfe als Verheiratete. Die Wahrheit ist: Der Staat zerstört seit Jahren konsequent die familiären Bindungen der Unterschichten. Selbst dort, wo einmal geheiratet wurde, hat die Politik insbesondere für Frauen die Scheidungen und das Alleinerziehen so attraktiv gestaltet, dass dieser Weg inzwischen der „normale“ in den Ghettos geworden ist."
http://www.ef-online.de/?p=29
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MaryLou 

Status: Offline Registriert seit: 22.11.2006 Beiträge: 50 Nachricht senden | Erstellt am 25.11.2006 - 10:41 |  |
das ist in wirklichkeit ein satiremagazin für eingeweihte. hat sich die titanic-truppe ausgedacht um noch ein bisschen geld zu verdienen (sponsoren aus der private equity-, berater- und rechtsanwaltsecke, die das moderne "querdenken" toll finden).
gefällt mir auch. erzreaktionäre haltung als libertär zu verkaufen erinnert sehr an die 20er jahre. gibt immer mehr davon
MaryLou
[Dieser Beitrag wurde am 25.11.2006 - 10:42 von MaryLou aktualisiert]
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MaryLou 

Status: Offline Registriert seit: 22.11.2006 Beiträge: 50 Nachricht senden | Erstellt am 25.11.2006 - 13:47 |  |
@albertine
habe mich ja gefragt, wie du den ausgegraben hast. jetzt weiß ich es. (ich lag ja gar nicht sooo falsch)
MaryLou
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albertine  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2006 Beiträge: 2015 Nachricht senden | Erstellt am 25.11.2006 - 13:56 |  |
dann hast du auch sicher auch den bewegenden artikel gelesen, der von dieser krankheit handelt, über die man schon so oft gegrübelt hat im leben?
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MaryLou 

Status: Offline Registriert seit: 22.11.2006 Beiträge: 50 Nachricht senden | Erstellt am 25.11.2006 - 15:04 |  |
nöö, ich habe es genau genommen aus der titanic. bei briefe an die leser wurde auch Herrn A.F. Lichtschlag bedacht. steht da auch was über interessante krankheiten?
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gerhard unregistriert
| Erstellt am 27.11.2006 - 09:43 |  |
...hat noch jemand Interesse sich darüber zu unterhalten oder reicht es uns, dass das ein Thema für das Satiremagazin ist und es sich um dumme Sprüche reaktionärer Vögel handelt ?
Da sind natürlich mehrere Themen drin.
Zur Unterschichtdiskussion hab ich so meine Probleme. Wenn ich aus soziologischer Perspektive eine Population betrachte ist es natürlich immer dide Frage sie nach bestimmten Kriterien zu einzuteilen. Nationalitäten, Wohnorte Religionszugehörigkeit, Bildungsabschuß, Körpergröße, Einkommen, Vermögen etc etc
Bei nominalen Merkmalsausprägungen haben wir dabei mmer eine vertikale Abgrenzung. Sobald ich Ordinale Merkmalsausprägungen habe geht das Denken automatisch in eine horizontale Vorstellung und wir haben eine Schichtung.
Nun muß man mit der Auswahl der Begriffe mit denen man etwas bezeichnet manchmal sehr vorsichtig sein, weil eben diese Namen mehr als eine Bezeichnung sind sonden manchmal auch Vorurteile oder Behauptungen über eine Verursachung oder Löungsmöglichkeit beinhalten.
Wenn wir nun nach Einkommens- und Vermgensverhältnissen schichten, dann können wir vernünftige Gründe finden verschiedene Schichten zu identifizieren. Warum man die Unterschicht dan icht Unterschicht nennen soll weiß ich nicht. Wem es nützt sie als "Präkariat" zu klassifizieren ist mir noch nicht klar geworden.
Münteferings Formulierung halte ich insofern für positiv, weil sie eine Aufforderung beinhaltet und einen Apell an die Gerechtigkeit.
Die Thematik der Alleinerziehenden würd ich mal drausen lassen bis wir uns uber die "Unterschicht" Klarheit verschafft haben
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albertine  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2006 Beiträge: 2015 Nachricht senden | Erstellt am 27.11.2006 - 10:43 |  |
gerhard schrieb
...hat noch jemand Interesse sich darüber zu unterhalten
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na, ich schon.
aber ich weiss jetzt nicht so recht, was du sagen wolltest.
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gerhard unregistriert
| Erstellt am 27.11.2006 - 11:06 |  |
ähm, ja
es kam nichts mehr
und vielleicht bin ich auch etwas zu undgeduldig
ähm.

und was ich sagen wollte
liese sich das veilleicht irgendwie aus meinem
Beitrag rekonstruieren

[Dieser Beitrag wurde am 27.11.2006 - 11:08 von gerhard aktualisiert]
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MaryLou 

Status: Offline Registriert seit: 22.11.2006 Beiträge: 50 Nachricht senden | Erstellt am 27.11.2006 - 18:45 |  |
Begonnen hat es hier ja nicht mit einem Beitrag allgemein zur der Unterschichtsdiskussion, sondern ganz konkret mit dem Text des Herrn Lichtschlag.
Aber: Warum die Aussage von Münte, es gäbe keine Unterschicht, eine Aufforderung oder gar auch Appel zur Gerechtigkeit ist, mag ich doch erklärt haben.
Oder ist das so eine Art Politk-Magie von der ich nichts verstehe á la "ich sage da is nix" und abracadabra "weg ist die soziale Ungleichheit"
Wenn wir das Kind nicht nennen, wird es auch keine Forderungen stellen, nicht wahr? Eine Klasse, Schicht etc. die sich als solche erkennt und nennt könnte ja auch auf die blöde Idee kommen so eine Art politisches Bewusstsein zu entwickeln und Forderungen zu stellen (z.B. Chancengleichheit bei der Bildung).
Oder ist es ihm unbehaglich, dass sich vielleicht allzu deutlich zeigt, dass die rot-schwarze Politik die die Schichten bzw. Klassen durchaus nicht mit den gleichen Zuwendungen belohnt.
Was war noch mal gleich der Anlaß für sein Sprüchlein?
[Dieser Beitrag wurde am 27.11.2006 - 19:07 von MaryLou aktualisiert]
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gerhard unregistriert
| Erstellt am 27.11.2006 - 21:32 |  |
MaryLou schrieb
Begonnen hat es hier ja nicht mit einem Beitrag allgemein zur der Unterschichtsdiskussion, sondern ganz konkret mit dem Text des Herrn Lichtschlag.
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ja ich würd nur vorschlagen das dr Reihe nach zu besprechen, und albertines Einstiegsfrage war, obs nun die Unterschicht gäbe.
Das ist ja auch schon den einen oder anderen Gedanken wert, bevor man darüber loszieht daß irgendwelche Nutznieser diesen Begriff bewußt vermeiden, oder über alleinerziehende Mütter nachdenkt.
Wie man die Formulierung, daß es Menschen gibt die es schwerer haben, anders verstehen kann als eine Aufforderung und einen Apell an Gerechtigkeit kan nich im Moment nicht nachvollziehen und hab daher keinen Ansatzpunkt es dir zu erklären. Muß ich mal drüber schlafen.
Die Idee, daß man diesen Begriff tunlichst meidet, damit sich die verelendenen Massen nicht gegen ihre Peiniger erheben, nehm ich mal als Gute-Nacht-Geschichte mit. Da hatten wir aber paralel ein paar Gedanken in der Demokratiediskussion besprochen.
[Dieser Beitrag wurde am 27.11.2006 - 21:34 von gerhard aktualisiert]
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