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gartenzwerg ...
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...   Erstellt am 12.03.2007 - 16:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im AB vom Mai 2006 erschien ein Bericht von F. Aubrecht: „Aus der Heimat“:

Gebeine deutscher Kriegsgefallener in ehemaliger Fabrikhalle in Aussig

Daraufhin schrieb ich an den AB:

Durch die „Sudetenpost“, die WAZ Duisburg, durch Freunde usw. auf dieses Thema aufmerksam gemacht, erkundigte ich mich vor kurzem bei dem allseits bekannten hervorragenden Historiker Dr. Vladimir Kaiser aus Aussig/Usti n.L nach seinem Kenntnisstand. Er schrieb mir:

„...Mit den Überresten der deutschen Soldaten in Aussig (4300) zeigt sich die Situation jetzt so, dass die tschechische Armee bis Aprilende die Pappsärge in die Militärsperrzone Brdy (südlich von Prag) bringt und diese 2007 begraben werden sollen in der nordmährischen Stadt Hlucin (Hultschin), wo der Oberbürgermeister und die Stadtführung der Beerdigung dort zustimmen würden. Eine zweite Variante wäre eine Bestattung in Marienbad, wo schon ein deutscher Militärfriedhof ist.

Die Toten sind exhumiert von provisorischen Massengräbern aus Rakovnik, Jungbunzlau, Pardubice und Kromeriz (Kremsier), keine aus der Aussiger Gegend. Bei Aussig befinden sich die deutschen Soldatengräber bei Peterswald (sowjetischer Stukaangriff vom 08.05.45) und bei Kulm, wo ein Grab ist mit etwa 85 Opfern des sowjetischen Bombenangriffs vom 08.05.45. (Hier sind die Zivilisten mit Soldaten zusammen).

Die toten deutschen Soldaten von Aussig (etwas 11 am Brückenplatz) – Wehrmachtautobus fährt an gefallene Mine von anderen Wagen - sowie einige gestorbene Kriegsverletzte von Aussiger Krankenhaus sind nach Liquidierung des Zentralfriedhofes Aussig exhumiert, eingeäschert und verstreut an eine Wiese vor Krematorium Schreckenstein (hier wurde 1991 ein kleines Denkmal errichtet mit tschechischer und deutscher Inschrift). In der Gegend von Aussig selbst ist kein Platz für einen deutschen Soldatenfriedhof. Die Stadt hat jetzt Probleme mit der Vergrößerung der bestehenden Friedhöfe.“

Soweit die Antwort und Mitteilung von Dr. Vladimir Kaiser, Stadtarchivar von Aussig/Usti n.L. vom 17. April. (Dieter W. Winter)





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gartenzwerg ...
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...   Erstellt am 12.03.2007 - 16:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wirbel um späte Umbettung

Usti. Linksextreme kritisieren das in Hlucin geplante Grabfeld für Wehrmachtssoldaten.
Von Anneke Hudalla

Die Mitglieder des linsextremen “Klubs des tschechischen Grenzlandes” in Usti (Aussig) protestieren gegen die Bestattung der rund 4000 Wehrmachtssoldaten, deren sterbliche Überreste im vergangen Frühjahr in Kartons in einer Armaturenfabrik in Usti nach Labem gefunden worden waren. Nach wochenlangem Hin und Her und einer „Zwischenlagerung“ der toten Soldaten in einem Militärgelände, hatte sich die Stadt Hlucin (Hultschin) bei Opava (Troppau) in Nordmähren im Dezember 2006 bereiterklärt, eine würdevolle letzte Ruhestätte für die Soldaten zu schaffen. Wie die „Mlada Fronta Dnes“ berichtet, bezeichnet der Grenzlandklub das Verhalten des Rathauses in Hlucin nun in einem Brief als Provokation gegen die tschechische Nation und Geschichte und fordert den Stadtrat auf, seinen Beschluss rückgängig zu machen.

Hohn für die Opfer?

Die Gebeine der Wehrmachtssoldaten waren durch die „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ aus verschiedenen anonymen Massengräber in Nordböhmen geborgen worden. Ursprünglich sollten die Soldaten auf einem eigens zu renovierenden Friedhof im Prager Stadtteil Strasnice bestattet werden. Wegen Geldmangels musste die Kriegsgräberfürsorge diesen Plan jedoch immer wieder verschieben und schließlich völlig aufgeben. Als „Zwischenlösung“ wurden die geborgenen Gebeine deshalb in Papierschachteln in der Fabrik in Usti gelagert. Die Entdeckung der Kartons sorgte im Frühjahr 2006 für erhebliches Aufsehen in deutschen wie tschechischen Medien. Mit dem Entgegenkommen des tschechischen Verteidigungsministerium und schließlich der Stadt Hlucin schien die Affäre ein versöhnliches Ende gefunden zu haben. Eben dieses stellt der Grenzlandklub durch seinen Protest nun jedoch in Frage: „Die Bestattung der Saldaten in Hlucin verhöhnt unsere gefallenen und gefolterten Bürger, die ihr Leben für unsere Befreiung opferten. Ihre Nachfahren sollen nun mit ihren Steuergeldern die Umbettung der Henker bezahlen“, heißt es auf der Internetseite des Grenzlandklubs.

Ungeklärte Verhältnisse

Das Rathaus in Hlucin will sich nicht zu dem Brief äußern. Und tatsächlich darf bezweifelt werden, dass die Kritik des Grenzlandklubs, der im politischen Leben Tschechiens eine marginale Außenseiterrolle spielt, großen Einfluss auf die Stadtväter in Hlucin haben wird. Gravierender schein vielmehr ein anderes Problem zu sein, auf das die Mlda Fronta hinweist: Bislang sind die Eigentumsrechte an den Grundstücken, auf denen die neuen Gräber in Hlucin entstehen sollen, noch nicht geklärt. (ahu)

Sächsische Zeitung Dresden / Pirnaer Zeitung vom 10./11.03.2007





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EmilKarl 
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...   Erstellt am 12.03.2007 - 20:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn es so schwierig ist einen geeigneten Platz zu finden, hätte ich einen Vorschlag.

Meine Eltern hatten eine Landwirtschaft mit ca. 10 ha Grund. Als rechtmäßiger Erbe dieses Geländes stelle ich der tschechischen Regierung den notwendigen Boden zur Verfügung.
Adresse: Lieben, Krs. Aussig

MfG EmilKarl





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"Das größte Insekt ist der Elephant".
Galetti

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...   Erstellt am 13.03.2007 - 09:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber EmilKarl, Ihr Angebot wäre sicher annehmenswert, jedoch wohl nicht durchführbar. Hier geht es aber vor allem um Versäumnisse der "Deutschen Kriegsgräberfürsorge", die ihrer vordringlichen Aufgabe nicht nachkommt.
Und das ist die Bestattung von ca. 4000 toten Soldaten!

Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um eine Aufgabe von Deutschen, damit das Entgegenkommen in Mähren genutzt werden kann.

[Dieser Beitrag wurde am 13.03.2007 - 16:43 von gartenzwerg aktualisiert]





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...   Erstellt am 09.05.2007 - 11:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nachdem ich in letzter Zeit immer wieder nach dem
neuesten Stand in dieser Angelegenheit gefragt
worden bin:

Nach neuesten Erkenntnissen könnte es sein, daß die
Gebeine im Böhmischen in diesem Jahr beerdigt werden.

Ich forsche weiter und gebe Nachricht!





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D.W.Winter

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...   Erstellt am 13.05.2007 - 00:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also hier ist die neueste Nachricht aus Aussig:

Die Soldaten werden auf einem Militärfriedhof
irgendwo bei Eger beerdigt
Ursprünglich wollte man sie auf den bekannten
Marienbader Friedhof bringen, dort ist aber
kein Platz mehr.

So, dann hoffen wir also auf ein Ende der Odyssee
noch in diesem Jahr! Warum aber das Angebot der
Stadt Hultschin bei Troppau nun doch nicht ange-
nommen wurde, entzieht sich noch meiner Kenntnis.





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...   Erstellt am 06.06.2007 - 16:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zum Thema "Soldatenfriedhöfe" heute etwas Erfreuliches:

[06.06.2007 12:16 UTC] Till Janzer

Tschechische und deutsche Soldaten säubern Friedhof in Marienbad


Tschechische und deutsche Soldaten haben heute mit den alljährlichen gemeinsamen Säuberungs-
arbeiten auf dem Soldatenfriedhof in Marianske Lazne / Marienbad begonnen. Sie finden bereits
zum fünften Mal statt. Heute säubern die Angehörigen der tschechischen Armee und der Bundeswehr
den Waldfriedhof mit tschechischen und deutschen Soldatengräbern aus dem Ersten Weltkrieg.
Morgen wollen sie mit der Pflege des so genannten Berliner Friedhofs mit Gräbern von Wehrmachts-
soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg fortfahren.

http://www.radio.cz/de/nachrichten





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...   Erstellt am 27.06.2007 - 12:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und hier die Neueste Meldung:

27.06.2007 Andreas Wiedemann

Stadt Cheb bietet Friedhof zur Bestattung deutscher Wehrmachtssoldaten an

Die westböhmische Stadt Cheb / Eger hat ihren städtischen Friedhof als Begräbnisstätte für die im Zweiten Weltkrieg auf tschechischem Gebiet gefallenen deutschen Soldaten angeboten. Die Gebeine dieser Soldaten werden derzeit noch in Lagerhäusern aufbewahrt. Der Kriegsfriedhof in Eger soll jedoch in Zukunft ebenso eine Gedenkstätte sein für Soldaten anderer Nationen, die im Ersten oder Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Diesen Beschluss hat der Rat der Stadt gefasst, sagte Bürgermeister Jan Svoboda gestern vor Journalisten.

http://www.radio.cz/de/nachrichten





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...   Erstellt am 02.02.2008 - 11:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


[31.01.2008] - Tagesecho - Jakob Böttcher

Die Unruhe der Toten - Wer finanziert die Kriegsgräberstätte in Cheb?

Auf dem Militärstützpunkt Brdy in Mittelböhmen lagern in einem Bunker die sterblichen Überreste von 4300 deutschen Weltkriegssoldaten. Anstatt auf einem Friedhof, ruhen sie zurzeit in Pappsärgen. Ein Skandal sei die wenig würdevolle Aufbewahrung der Toten, urteilte unlängst die deutsche „Bild“-Zeitung. Einer baldigen Bestattung sollen finanzielle Forderungen der Stadt Cheb / Eger im Wege stehen.

Die während des Zweiten Weltkrieges getöteten Deutschen hätten eigentlich längst in einer würdevollen Umgebung beigesetzt werden sollen. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK) hatte geplant, in Prag eine Kriegsgräberstätte zu errichten, doch das Projekt platzte. Dann kam erneut Bewegung in die Sache, die Stadt Cheb / Eger bot an, ein Gelände für die letzte Ruhe zur Verfügung zu stellen.

„Die Stadtverwaltung Cheb hat uns eigentlich grünes Licht für die Errichtung einer deutschen Kriegsgräberstätte gegeben, knüpft diese Zusage aber an bestimmte Leistungen, die man vielleicht als „Verbesserung der Infrastruktur“ zusammenfassen könnte“, erläuterte Fritz Kirchmeier vom VdK gegenüber Radio Prag.

Am vergangenen Wochenende sorgte das Projekt für Schlagzeilen. Die „Bild“-Zeitung witterte einen Skandal. Das Projekt drohe wegen zu hoher Forderungen der Tschechen zu scheitern, hieß es. Konkret ging es um den städtischen Friedhof in Cheb. Die geplante Kriegsgräberstätte würde unmittelbar an das Gelände angrenzen. Allerdings ist der Friedhof in sehr schlechtem Zustand.

„Darum haben wir die deutsche Seite gebeten, uns mit der Instandsetzung zu helfen, wenn sie die sterblichen Überreste in Cheb beisetzen will. Die Kosten von rund 500.000 Euro waren vereinbart. Wenn in der deutschen Presse die Ansicht geäußert wird, dass das eine Ungeheuerlichkeit sei, dann tut mir das sehr leid“, reagierte der Bürgermeister von Cheb, Jan Svoboda.

Bei dem strittigen Betrag handelt es sich nur um einen Teil der Restaurierungskosten, die sich insgesamt auf 24 Millionen Kronen, umgerechnet 925.000 Euro, belaufen. Er war von der Stadt Cheb zunächst als Pacht für die Gräber deklariert worden - was bei Kriegsgräbern jedoch international nicht zulässig ist. Nachdem die Kriegsgräberfürsorge auf den Fehler hingewiesen hatte, zeigte sich die Stadt verständnisvoll, berechnete dieselbe Summe jedoch nun unter einem anderen Rechnungsposten. Dass die Wiederherstellung des städtischen Friedhofes notwendig ist, stand allerdings nie zu Debatte.

Fritz Kirchmeier bestätigte: „Der VdK hält das für angebracht. Es ist auch in unserem Interesse, die Kriegsgräberstätte in einem angemessenen Umfeld zu errichten. Es gibt aber konkrete Einzelfragen, über die wir noch verhandeln müssen. Wir akzeptieren einen Großteil der Auflagen, die die Stadt uns macht, aber wir haben ein Problem mit diesem strittigen Einzelbetrag von 500.000 Euro.“

Nach einer Lösung für das Verwirrspiel um die Finanzierung will man in den nächsten Gesprächen suchen. Von einem Skandal sprach von den Beteiligten allerdings niemand, die Verhandlungen seien bisher konstruktiv verlaufen.

http://www.radio.cz/print/de/100245





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...   Erstellt am 26.02.2012 - 10:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nach langen Jahren hier zum Abschluß der Bericht über die Einweihung des Soldatenfriedhofes in Cheb/Eger.

5600 deutsche Gräber auf neuem Friedhof


20.08.2010 Von: Beate Franck, dpa inFranken.de

Einweihung Es sind die Gebeine von toten Wehrmachtssoldaten und gestorbenen Sudetendeutschen. Mehr als sechs Jahrzehnte nach Kriegsende haben sie in Tschechien endlich eine würdige Ruhestätte gefunden. Am 11. September wird der Friedhof im grenznahen Cheb eingeweiht.

weiter hier: http://www.infranken.de/nachrichten/bay … t179,80935





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