SuicideSociety  Administrator

Status: Offline Registriert seit: 18.07.2005 Beiträge: 2934 Nachricht senden | Erstellt am 03.04.2007 - 13:44 |  |
Die toten Mädchen und Frauen von Ciudad Juárez
In Ciudad Juárez wurden seit 1993 an die 400 Frauen und Mädchen ermordet, 600 weitere werden vermißt ( Tendenz in beiden Fällen kontinuierlich steigend ). Die Opfer entsprechen fast immer einem ganz bestimmten Frauentyp und werden immer nach dem gleichen Muster ermordet. Sie werden entführt und einige Tage eingesperrt, gefoltert und einer Massenvergewaltigung ausgesetzt, verstümmelt, misshandelt und gewürgt und anschließend ermordet. Polizei und Behörden unternehmen praktisch nichts dagegen. Ganz im Gegenteil. Spuren und Beweise werden von der Justiz verwischt, vertauscht oder gehen verloren, RechtsanwältInnen und JournalistInnen, die recherchieren, werden bedroht und es werden immer wieder willkürlich falsche Personen beschuldigt, die Verbrechen begangen zu haben.
Wird das Thema bzw. ein Interview dazu in einem örtlichen TV Sender gesendet fällt dann auch schon mal der ganze Sender für die gesamte Sendezeit aus.
Warum?
Zum einen, weil vermutlich davon auszugehen ist, daß hinter der Angelegenheit ( kriminelle ) politisch - und wirtschaftlich einflußreiche Hintermänner stecken, und zum anderen, weil die getöteten Mädchen und Frauen relativ arm waren ( und vielleicht weil sie 'nur' Mädchen und Frauen waren ), weshalb, ... so muß man wohl davon ausgehen, ... der Aufwand wohl als unrentabel und unwichtig deplaziert wird.
Stattdessen werden die Angehörigeninitiative und deren Unterstützer, so z. B. Amnesty International, in der Öffentlichkeit diffamiert, weil sie für schlechte Publicity sorgen.
Nachdem bisher weitestgehend alle Bestrebungen und Anstrengungen, effektive Gegenmaßnahmen seitens der Behörden zu erzwingen, wirkungslos waren, haben sich die Angehörigen der Opfer unter dem Namen "Nuestras Hijas de Regreso a Casa" ( übersetzt ins Deutsche: "Unsere Töchter sollen nach Hause zurückkehren" ) zusammengeschlossen und versuchen so, international auf diese schreckliche bestialische Lage aufmerksam zu machen und Unterstützer zu finden. So zum Beispiel mit einer Internetseite auf der die Sachlage in einer kurzen Zusammenfassung geschildert wird:
www.mujeresdejuarez.org/enaleman.htm
www.mujeresdejuarez.org
Weitere Artikel:
www.woz.ch/artikel/archiv/5006.html
www.amnesty.at/vaw/cont/laender/mexiko/index.htm
www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/876.html
Natürlich gibt es inzwischen zu diesem Thema ( aufgeführt seit 2007 ) auch einen Film 'Borderland' mit Jennifer Lopez und Antonio Banderas in den Hauptrollen
www.capitolfilms.com/cgi-bin/buildpage.pl?page='270'
www.cinefacts.de/kino/review/ansicht.php?reid=990
www.tagesspiegel.de/dritte-seite/archiv … 085300.asp
Die Seite der mexikanischen Bürgerinitiative enthält auch einen Link zu einer Petition an die Regierung des mexikanischen Bundesstaates Chihuahua, in dem noch einmal mit Nachdruck konkrete Unterstützung gefordert wird; dieser Brief kann online von jedem unterzeichnet werden, der sich angesprochen fühlt oder Betroffenheit oder Ähnliches verspürt ...
www.petitiononline.com/JUAREZ/petition.html
[Dieser Beitrag wurde am 03.04.2007 - 16:42 von SuicideSociety aktualisiert]
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