Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Amenophis ...
Sklavenhändler


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...   Erstellt am 18.12.2006 - 20:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Da war es schon wieder. Irgendetwas war an dem ganzen doch faul!
Nachdenklich musterte Amenophis sein Gegenüber.. und ließ es dann doch auf sich beruhen. Was sollte er denn auch schon groß dazu sagen? Außerdem war es vermutlich eh das Beste, wenn er sich aus dem so gut wie möglich heraus hielt. Solange Ceritus hier war, sollte er nicht zu viel über ihn erfahren.

Ob es sich vielleicht gar nicht vermeiden ließe.. spielte keine Rolle. Ceritus verwirrte den Sklavenhändler. Einerseits konnte sein Blick so irre erscheinen und dann im nächsten Moment wieder so.. lieb, nett, geradezu harmlos. Nein, weise wäre wohl das richtige Wort. Denn genauso kamen ihm die Sätze des anderen vor. Der Babylonier fühlte sich fast wie ein kleines Kind, das vor dem Lehrer saß und interessiert an den Lippen des älteren hing. Er kam sich wieder unbedeutend und klein vor, im selben Moment jedoch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Geschehnisse. Eben so, wie es sein ganzes Leben irgendwie gewesen war.

Kurz war jedoch nur die Illusion. Ceritus zerstörte sie gekonnt, doch Amenophis war ihm dafür unendlich dankbar. Steine; wie sie es so einfach vermochten das Gefüge durcheinander zu bringen. Bewegt erhob sich der Händler wieder. Er wollte nicht, dass der Größere seine ganzen Empfindungen sehen konnte, auch wenn ihm ein Deuten eventuell nicht möglich war. Eventuell.. ahnen konnte man das ja auch nicht so recht.

„Nein, nein, Ceritus! Ganz und gar nicht.. Ich denke viel mehr, dass du nur zu recht hast.“ Leicht glitten seine Finger über seine Wangen und strichen den flüchtigen Schatten fort, welchen er nicht einmal zu greifen vermochte. Dann erst wand Amenophis sich wieder um. „Es ist wohl wie mit alten Leuten, die auch sehr viel zu sagen haben.. und doch sind Steine älter, wie viel mehr müssen erzählen können…?“

Kurz ließ er die Worte im Raum stehen. „Hast du einmal von den Steinhäusern in Ägypten gehört? Große Häuser für die Seelen der verstorbenen Götter. Arbeiter brachten sie in Formen, die noch immer bestand haben. Formen, die so riesig sind, wie die Götter in ihrer ganzen Pracht.. Sie stehen schon ungezählte Jahre.. wie viel müssten wie erzählen können..“ Kurz stieg das Bild der prächtigen Bauten vor seinen Augen auf. Ja, er hatte in dem Moment deutlich gespürt, dass etwas mächtiges davon ausging und es betraf eben nicht nur das Göttliche.. es war mehr gewesen..
Ah, aber Amenophis sah sich zu sehr als Ägypter an, um das komplett einzuräumen. Nein, er war nicht irre oder verrückt. Es war eher eine Geschichte, welche dem anderen gefallen sollte… Amenophis, bist du schon so tief gesunken..? Vielleicht, aber vielleicht war es das ja auch irgendwie wert. Vielleicht verdiente Ceritus ja eben solch eine Aufmerksamkeit.





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*Aramäisch* ~Ägyptisch~ «Griechisch»


Devlin
unregistriert

...   Erstellt am 18.12.2006 - 20:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ceritus



Da Devlin vollgepumpt war mit einer Droge, die ihn auf der einen Seite die Vergangenheit vergessen liess und ihn gefügig gemacht hatte, zusammen mit den schrecklichen Drohungen und der Gehirnwäsche, auf die hier nicht naher eigegangen werden soll, handelte und dachte er nicht mehr so, wie er es gewohnt war.
Denn eigentlich war er ein Kenner der Menschen und sehr darauf bedacht, jede Veränderung ihrer Mienen zu deuten.
Doch heute war es anders. Heute wirkte er auf der einen Seite noch verrückter, auf der anderen Seite aber auch verklärter und so bekam er auch nicht all zu viel mit von dem, was in Amenophis vielleicht vor ging.

Stattdessen hörte er den Ausführungen seines neuen Herren aufmerksam zu. Er saß dort, seine Hände wieder in seinem Schoß verschränkt, sein Rücken unnatürlich gerade, ja beinahe steif, blickte er sein Gegenüber ernst an und es schien wieder, als würde sein Blick den anderen aufsaugen. Doch tat er es nicht und es war auch nicht Devlins/Ceritus Absicht. Er konnte kaum etwas für seinen seltsam bestechenden Blick, es war eben eine Mischung aus seinem Irre-sein und der Droge.

Und dann nickte Ceritus und seine Augen wurden grösser. Überhaupt war es faszinierend, wie schnell und offen und doch geheimnisvoll seine Mimik wandeln konnte: Mal ernsthaft oder betrübt, dann seltsam verklärt oder strahlend freudig. Dies war eine Eigenart von Devlin und all die Behandlung von Brunus hatte ihm dies nicht austreiben können.
»Oh, Ceritus hat von solch gewaltigen und imposanten Bauwerken gehört und einige Steine verrieten ihm, dass sie Steine, welche für diese Bauwerke verwendet wurden, mächtig stolz sein. Aber auch wurden die Bauwerke mit dem Schweiss und Tod vieler Sklaven errichtet ...«

Eine Hand hob er, um sich eine dunkle Strähne aus dem Gesicht zu streifen, dann lächelte er seltsam versonnen und während er Amenophis fest ansah, fragte er:

»Nun, es freut Ceritus, über den Sinn der Steine und des Lebens zu sprechen, aber Ceritus ist hier, um zu arbeiten und um Euch unter die Arme zu greifen. Ceritus ist stark. Und Halifax sagte, dass Ceritus Euch nicht langweilen solle mit seinem Gerede über die Steine, wenn auch Ceritus meint, dass Steine eigentlich niemals langweilig sind: So gleicht doch keiner dem anderen - so ist es doch auch bei den Menschen, nicht wahr?«

Und dann verzog sich sein Mund zu einem verklärten und doch anmutenden Lächeln und seine Fäuste schlossen sich, als würde er etwas in der Hand halten.
»Ceritus vermisst den göttlichen Stein und Gespräche mit Hermes, seinem guten Freund, dem Boten der Götter ...«
Nun senkte er seinen Blick und es schien, als würde er traurig an das Denken, was er eigentlich hätte vergessen müssen ...




Amenophis ...
Sklavenhändler


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...   Erstellt am 20.12.2006 - 12:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, der Tod ungezählter Sklaven kostete den Bau eines Götterheimes. Doch was Ceritus vermutlich nicht begreifen konnte, war für Amenophis eine Tatsache, mit der er aufgewachsen war: der Bau einer Pyramide war für jeden Sklaven die größte Ehre. Zumindest für jeden ägyptischen. Für alle anderen, war es wohl die größte Strafe.. die eben mit dem Tod dann auch endete. Aber all jene, die daran glaubten, dass der Pharao ein Gott sei, all jene vermochten über dieses Schicksal zu lachen, glücklich zu sein, auch wenn es bei der Arbeit Tränen, Blut und Schweiß kostete. Und Amenophis war lange Sklave gewesen, er hatte immer so geglaubt, er war sich immer sicher, dass es stimmte. Er würde dafür ebenso sterben, wie jeder andere auch.. ein winziges Körnchen im Gefüge der Zeit. Gestorben für die unsterbliche und strahlende Seele des Pharaos!

Ah, Ceritus würde er davon wahrlich nichts sagen. Viel mehr wand er sich nachdenklich dem anderen Mann zu. Er sollte für ihn arbeiten? Und gleichzeitig sollte niemand erfahren, dass er hier war? Es war solange möglich, wie er von den Räumen der Sklaven fernblieb. Und das wiederum würde nicht einfach sein. Er dürfte erst den Hof betreten, wenn sie gegangen waren..
Leise schnalzte Amenophis. Nun, er würde Sheba fragen, ob sie irgendwie Hilfe gebrauchen konnte. Nur ungern würde er Ceritus in den Stall und zum Ausmisten schicken.

„Hermes? Du kennst einen Gott?“ Neugierig schreckte Amenophis aus seinen flüchtigen Gedanken auf. „Was ist das für ein göttlicher Stein, Ceritus?“ Der Mann war ein einziges Rätsel.. und der Sklavenhändler sich inzwischen sicher, dass er nicht Ceritus hieß.





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*Aramäisch* ~Ägyptisch~ «Griechisch»


Devlin
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...   Erstellt am 20.12.2006 - 21:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als Amenophis tatsächlich auf Hermes, oder in diesem Fall auf den Gott zu sprechen kam und nachfragte, da begann Ceritus noch mehr an zu strahlen, fast wie ein kleiner Junge und auch wenn es absurd klang, sprach er aufrichtig: »Ceritus weiss, dass das ihm kaum jemand glaubt, aber es stimmt!!« Und dann nickte er aufrichtig und schenkte dem Händler ein aufrichtiges Lächeln.
»Hermes ist ... Certius Freund.« Und deutlich stolz straffte Ceritus ein wenig seinen verletzten und in Verbänden gehüllten Körper, auch wenn das meiste von seiner alten und dreckigen Tunika verdeckt war.
»Lange und fast philosophische Gespräche haben die beiden geführt und Hermes war oft da, wenn es Ceritus schlecht ging.«

Und dann legte Devlin den Kopf ein wenig schief und blickte sein Gegenüber etwas ernster an. »Ceritus versteht, wenn Ihr ihm nicht glaubt. Kaum jemand glaubt ihm. Aber Ceritus weiss, was er in seinem Herzen glauben darf und kann. Glaubt Ihr auch an die Götter?«

Und dann, vollkommen zusammenhangslos wechselte er das Thema, sah sich im Raum um und fragte: »Wo ist Ceritus hier? Und was arbeitet Ihr so?«




Amenophis ...
Sklavenhändler


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...   Erstellt am 27.12.2006 - 23:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ernst lauschte Amenophis den Worten des anderen. Götter waren ein Thema, über das man sich gewiss nicht lustig machte. Egal woher sie stammten.. sie gehörten ja irgendwie doch alle zusammen. Es war dem Sklavenhändler zumindest lieber so zu glauben, als immer wieder mit Fremden in Streit auszubrechen. Mal ganz davon abgesehen, dass es einem Sklaven nicht unbedingt gut tat, sich über fremde Glauben lustig zu machen.. für ehemalige Sklaven galt also wohl das Gleiche.

Beschwichtigend hob er die Handflächen an, „Ceritus! Ich wäre wahrlich der letzte, der dir nicht glauben würde! Ich habe so viel in meinem Leben gesehen, ich habe viele Menschen gesehen, die mit Göttern sprechen durfte. Selten jedoch welche von so jungen Jahren, wie du es bist. Verbietet dir das die Wahrheit zu sprechen?“, nachdenklich schüttelte er den Kopf, „nein. Ich glaube dir, wenn du sagst, du habest mit Hermes geredet und ich glaube dir auch, dass er dein Freund ist!“ Denn sollten die Götter nicht jeden zum Freund haben? Den Größten Teil zumindest. Ausnahmen gab es immer, die sich der Gunst der Götter entzogen hatten.

Doch ehe Amenophis auf die weitere Frage eingehen konnte, platze aus dem anderen schon die nächste. Schmunzelnd brannten sich seine dunklen Augen in die helleren Ceritus. Wahrlich, dies war eine Frage, die er nicht beantwortet haben wollte. Und somit ging der Händler noch einmal kurz auf die vorherige ein:
„Ich glaube an die Götter, sicher! Ohne sie würde ich hier nicht stehen“, wie auch immer man es interpretieren mochte: es stimmte ja doch, „lediglich glaube ich an die Götter des Nils. Ich respektiere, die griechischen, römischen.. welche auch immer du mir vorführen willst. Glauben, in dem Sinne, tu ich jedoch nur an die der Ägypter.“

Nachdenklich stützte Amenophis sich auf dem Tisch auf und musterte Ceritus einen Moment eingehend. Seine Augen glitten über die Narbe über seinem Augen, den helleren Seelenspiegel, strichen ansatzweise über die Lippen und fassten dann die gefärbten Haare in den Blick – nebenbei, nicht auf die beste Art zustande gebracht. Doch den Gedanken verdrängte Amenophis flink. Er sollte den Mann immerhin nicht verändern, nur verbergen.
„Ich bin ein Händler, Ceritus“, vorsichtig kamen die Worte über seine Lippen. Jedes einzelne Wort schien er genau abzuwägen, „du bist hier in meinem Haus.“ Konnte er nur hoffen damit die Fragen beantwortet zu haben.





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*Aramäisch* ~Ägyptisch~ «Griechisch»


Devlin
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...   Erstellt am 28.12.2006 - 00:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ceritus



Devlin, oder besser gesagt ja nun Ceritus, hatte seinem Gegenüber aufmerksam zugehört und immer wieder mal flog ein kleines Lächeln über sein Gesicht. Doch schon bald war seine Aufmerksamkeit von dem Thema der Götter abgelenkt. Lediglich sprach er noch leise, während er sich im Raum umsah und seine Hand sanft und ehrfurchtsvoll über die Tischplatte glitt: »Dev .... eh Ceritus vermisst seinen Freund oft. Aber damit muss Ceritus leben. So wie mit allem anderen. So vermisst Certius auch seinen Stein.«

Und dann auf einmal blickte er sein Gegenüber fast erschrocken an. »Ceritus muss hier aber doch keine Steine schlagen, so wie in dem Bergwerk?« Sein Blick war plötzlich voller Panik. »Ein Händler seid Ihr? Mit was handelt Ihr denn?«
Seine Hände verschränkte er nun im Schoss und hielt sie fest zusammen, während er Amenophis erwartungsvoll, aber mit auch viel Angst anschaute und sein Blick bohrte sich fast in den seines Gegenübers.

[Dieser Beitrag wurde am 28.12.2006 - 00:08 von Devlin aktualisiert]




Amenophis ...
Sklavenhändler


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...   Erstellt am 28.12.2006 - 11:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Steine schlagen? Verwundert hoben sich Amenophis’ Augenbrauen. Nun, es war offensichtlich, dass Ceritus nicht vermochte ihn einzuschätzen.. oder er ließ sich nicht von dem Äußeren eines Menschen täuschen. Nachdenklich musterte der Händler sein Gegenüber. Es blieb nur zu hoffen, dass er sich auch nicht täuschen ließ. Es blieb zu hoffen, dass Ceritus es leicht aufnahm. Gefallen musste es ihm aber nicht und Rechenschaft.. nun ja, schuldete er ihm auch nicht!

„Ich verkaufe Sklaven.“ Scheinbar gelassen kamen die paar Worte über seine Lippen und doch war Amenophis reichlich angespannt. Es war ihm wahrlich noch nie so schwer gefallen zu seinem Beruf zu stehen. Aber er hatte ja auch noch nie befürchten müssen dafür irgendwelche Konsequenzen tragen zu müssen. Ja, und eben so gut konnte er Ceritus nicht einschätzen.

„Du hast in einem Bergwerk gearbeitet? Warum?“
Es mochte scheinen, dass Amenophis ablenken wollte. Es interessierte ihn aber irgendwie doch wirklich. Er hätte nämlich nicht damit gerechnet, dass man den Mann zu so etwas zwingen könnte. Steine schlagen! Wo er die Steine doch über alles liebte. Ah, aber war es nicht mit ihm eigentlich genau das gleiche? Und hatte er sich auch zwingen lassen, ließ sich noch immer zwingen?





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Devlin
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...   Erstellt am 28.12.2006 - 21:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Er verkaufte Sklaven ...
Devlin/Ceritus blickte sein Gegenüber seltsam an. Nicht feindselig, aber auch nicht voller Freude. In seinem Blick war nur so etwas wie Zweifel zu sehen. Warum tat dies ein Mensch? Und würde er nun auch einer werden? Innerlich lachte er: Sollten sie doch mit ihm machen, was sie wollte, niemals würde er sich beugen. Und wenn, dann anders als sein Bruder Normin.

»Oh!« sprach er nur, als er vernahm, dass er bei einem Sklavenhändler saß. Doch bevor er etwas sagte, kam die Frage, ob er in einem Bergwerk gewesen war und von nun an verdunkelte sich seine Mimik etwas.
»Ja. Aber Ceritus hat sich geweigert, seine Freunde, die Steine zu schlagen ...« Und dann verstummte er und blickte traurig zu Boden. Er erinnerte sich nur zu genau daran, was er dann getan hatte, aber langsam merkte er, dass er vielleicht zu offen war.

»Halifax sagte, dass Ceritus Euch helfen soll bei der Arbeit. Ceritus kann putzen, schreiben und lesen. Aber bitte verlangt nicht von ihm, Sklaven schlecht zu behandeln.«

Und dann lenkte er ab, unbewusst: »Habt Ihr mal von dem Turm der Verrückten gehört?« Sein Lächeln war verhalten. »Halifax hat Euch hoffentlich darüber aufgeklärt, dass Ceritus dort ein paar Jahre verbrachte?« Gross und offen sah er sein Gegenüber an.




Amenophis ...
Sklavenhändler


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...   Erstellt am 28.12.2006 - 22:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ceritus sprang ihm nicht an die Kehle. Amüsiert wurde Amenophis bewusst, dass er dem anderen solch ein Verhalten offensichtlich zugetraut hätte. Viel eher, als.. Verblüffung? Eher in negative Richtung. Ah, er vergaß anscheinend schon wieder, dass der Größere bei Halifax gewesen war. Und der hatte ihm sicherlich so einiges zu erzählen gewusst, sollte er sich falsch benehmen.
Und eben der grobschlächtige Kerl, war kurze Zeit Thema in den Worten des anderen. Die Tatsache, dass Ceritus schreiben konnte, überraschte Amenophis doch. Er hätte mit einigem gerechnet, aber nicht unbedingt damit. Aber gut, dann könnte er gewiss so ein paar Leuten etwas beibringen. Schreibarbeiten wollte er dann doch noch nicht in fremde Hände übergeben.

Scharf hob der Händler den Blick an. Für einen Moment blitzten seine Augen verstimmt auf. Da war sie wieder: die Ignoranz! Es war abartig! Es gab genug Sklaven, die davon überzeugt waren, jeder würde grob mit ihnen umgehen und dann auf der anderen die Freien, die sich sicher waren, so müsse man mit jedem Sklaven umgehen. Also auch der dazugehörige Händler. Es widerte Amenophis an solch eine Meinung zu hören.. ihn betreffend. Und gerne hätte er Ceritus an den Kopf geworfen, dass er sich kein Urteil von anderen bilden sollte, wenn er sie nicht kannte. Es war wohl auch für ihn glücklich, dass der der ehemals Hellhaarige das Thema wieder wechselte.

„Der Turm der Verrückten?“ Skeptisch betrachtete der vermeintliche Ägypter Ceritus. Halifax hatte gesagt, er sei Irre, aber in einem Turm? „Nein, er sagte nichts.. ändert das etwas?“ Unbewusst enthielt seine Stimme noch immer etwas Schärfe. Dabei war es ja nicht einmal die Schuld des anderen. Jeder dachte so.. ärgern konnte es ihn trotzdem.





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*Aramäisch* ~Ägyptisch~ «Griechisch»


Devlin
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...   Erstellt am 29.12.2006 - 22:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ceritus




Irgendwie bemerkte Devlin, dass sein Gegenüber nicht gerade erfreut war über das was Devlin/Ceritus gesagt hatte. Er spürte diese leichte Schärfe in dessen Ton, doch Devlin störte das nicht, denn er war ganz anderes gewohnt. Und denoch sprach er ganz offen, obwohl er dies nicht sollte und als er dies sprach, spürte er auch jeden der Schläge neu, als man ihm dieser Gehirnwäsche unterzogen hatte: Aber er nannte ja keine Namen.
»Versteht Ceritus nicht falsch. Ceritus ist eigentlich kein Sklave. Aber sein Bruder war es und er hat darunter sehr gelitten, daher mag Ceritus Menschen wie Euch nicht gerade!« Er war sehr offen, fügte dann aber hinzu: »Aber vielleicht seid Ihr ja auch anders.« Devlin lächelte milde und stich eine Falte aus seinem schmutzigen Gewand, bevor er Amenophis wieder ansah.
«Es freut D ... Ceritus, dass es Euch nichts ausmacht. Und nein, es ändert nicht. Ceritus ist zahm, so wie es Halifax ihm eingetrichtert hat.«

Doch als er den letzten Satz gesprochen hatte, da verdüsterte sich seine Miene. Denn ihm wurde etwas bewusst. Doch er musste darüber erst nachdenken, und das fiel ihm schwer.


(OOC: Ceritus ist dunkelhaarig)

[Dieser Beitrag wurde am 29.12.2006 - 22:41 von Devlin aktualisiert]




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