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blackangel  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 25.09.2006 Beiträge: 1615 Nachricht senden | Erstellt am 22.02.2008 - 09:40 |  |
Zu den verschiedenen Gefühlen, die dem Menschen im Leben anhaften, gehört besonders das eigentliche Daseinsgefühl, das Lebensgefühl, die Freude am Leben überhaupt, am Drinnenstecken im physischen Körper. Darum ist es eine Hauptentbehrung, keinen physischen Körper mehr zu haben. Wir werden nun dadurch das furchtbare Schicksal und die entsetzlicheen Qualen jener Unglücklichen verstehen, welche durch Selbstmord aus dem Leben scheiden. Beim natürlichen Tod ist die Trennung der drei Körper verhältnismäßig eine leichte. Selbst bei Schlagfluß oder sonst einer schnellen natürlichen Todesart ist in Wirklichkeit schon längst die Trennung dieser höheren Glieder voneinander vorbereitet worden; sie trennen sich leicht, und die Entbehrung des physischen Leibes ist dann nur eine sehr geringe. Aber bei einer so gewaltsamen plätzlichen Trennung vom Körper wie bei einem Selbstmörder, wo noch alles gesund ist und noch fest zusammenhält, da tritt unmittelbar nach dem Tode eine starke Entbehrung des physischen Körpers aus, die furchtbare Leiden verursacht. Es ist ein furchtbares Schicksal. Der Selbstmörder fühlt sich wie ausgehöhlt und beginnt nun ein grausiges Suchen nach dem so plötzlich entzogenen physischen Körper. Nichts läßt sich damit vergleichen
„Wenn der Mensch Selbstmord begeht, hat er sein Ich mit dem physischen Körper identifiziert. Daher entsteht nachher um so heftiger die Gier nach dem physischen Körper. Er kommt sich dann vor wie ein ausgehöhlter Baum, wie einer, der sein Ich verloren hat. Er hat dann einen fortwährenden Durst nach sich selbst
(Quelle Rudolf Steiner, Vor dem Tore der Theosophie,
und
R. Steiner, Grundelemente der Esoterik, S. 95/96.)
Signatur LG Blackangel

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Amadea  Newbie

Status: Offline Registriert seit: 07.07.2008 Beiträge: 9 Nachricht senden | Erstellt am 07.07.2008 - 02:58 |  |
Woher will dieser Herr Steiner das wissen?
Vielleicht ist es ja umgekehrt. Vielleicht suchen Selbstmörder im Leben verzweifelt nach ihrem Ich und ihrer Welt und bringen sich deshalb um, weil sie so verzweifelt sind. Vielleicht fühlen sie sich im Leben wie ausgehöhlt und leer, vielleicht fehlt ihnen im Leben ein Teil ihrer Selbst...
Oder vielleicht war der Selbstmord ebenso Schicksal wie ein natürlicher Tod oder Unfall...
Signatur ... ich will nicht mehr wissen, wer ich bin...
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Tanja  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 19.03.2008 Beiträge: 218 Nachricht senden | Erstellt am 07.07.2008 - 12:02 |  |
Hallo Amadea,
ich finde es schön das du dich um ein so ernstes Thema gedanken machst.
Ich habe gerade gelesen wie jung du noch bist.
Ich habe mir in deinem alter keine Gedanke über den Tod gemacht. Ja, nicht einmal noch letztes Jahr! Und ich bin jetzt 36 Jahre alt.
Ja, der Tod - kam auch in mein Leben. Hat oder ich glaube sagen zu drüfen - allen hier im Forum - einen sehr Lieben Menschen genommen.
Erst von da an hab ich mir über den Tod dem Kopf zerbrochen.
Es hat mir viele Nächte gekostet - viel Kraft und viel Energie. Aber ich konnte die Lösung nach dem Warum nicht finden.
Selbstmord - ja das ist eine sehr schlimme Sache.
Wie lang und wie tief muss es in einem Menschen arbeiten.
Wie lange schon und wie tief saß der Schmerz - die Verzweiflung.
Wie viel Mut und Kraft kostet es doch einem sich das Ende zu setzen.
Was passiert in dem Menschen kurz vor dem Selbstmord?
Was geschieht wärend dem Selbstmord?
Was danach?
Ich denke das die Darona - nicht Tod oder gestorben ist - nein - ich glaube ganz fest das sie einen Neustart hingelegt hat.
Nach ihrem Wissen und somit Glauben hat sie richtig gehandelt. Für sich selbst ein Entscheidung getroffen.
Es muß schlimm für sie Gewesen sein, diese Entscheidung und diese Last allein zu tragen.
Aber sie konnte nicht anders.
Sie hat ein neues Aufgabengebiet gefunden -
wurde vielleicht wo anders gebraucht.
Und von dort gerufen. Wer weiß...
Ich versteh es - aber begreifen werd ich es wohl nie.
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Amadea  Newbie

Status: Offline Registriert seit: 07.07.2008 Beiträge: 9 Nachricht senden | Erstellt am 10.07.2008 - 00:44 |  |
Wenn ein Mensch Selbstmord begeht, tut er dies, weil irgendetwas in seinem Leben nicht stimmt. Weil er unglücklich ist. Weil er keinen anderen Ausweg mehr sehen kann.
Ich denke, niemand wünscht einem solch traurigen Menschen, dass er sich nach dem Tod weiterquält, wie dieser Herr Steíner das beschreibt.
Niemand weiß, was nach dem Tod geschieht, ausser die Toten selbst.
Vielleicht ist es das Ende, vielleicht beginnt aber auch ein neues Leben.
Ich bin ja noch ziemlich neu hier und kannte Darona nicht, aber ich hoffe, dass es ihr jetzt besser geht, egal wo sie ist.
Sicher sind Hinterbliebene traurig über den Tod eines geliebten Menschen, doch niemand sollte darüber wütend sein. Vielleicht war es das Beste, was dieser Mensch tun konnte. Wir wissen es nicht...
[Dieser Beitrag wurde am 10.07.2008 - 00:45 von Amadea aktualisiert]
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Tanja  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 19.03.2008 Beiträge: 218 Nachricht senden | Erstellt am 10.07.2008 - 11:45 |  |
Mich wundert eigendlich schon das der Herr Steiner so eine christliche Einstellung zum Selbstmord hat, da er doch so lange Zeit unter den Hoppi-Indiandern gelebt hat und sogar sehr viel von ihnen und über sie geschrieben hat.
In der Schweiz hält man große Stücke von ihm.
Siehe Rudolf-Steiner-Schule!
Er hat sehr viel über die Psychologie gelehrt.
Er sollte es besser wissen!
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