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Maiden ...

The Trooper

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...   Erstellt am 21.06.2007 - 21:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Part 1


21 April 2003 , Krefeld , Theaterplatz , irgendwann vor 22.00 Uhr . Die Zeit spielte längst keine Rolle mehr , als rund 20000 Kehlen vor dem Krefelder Seidenweberhaus ´´ Meister , Meister , Deutscher Meister KEV ´´ intonierten . Tränen der Freude flossen , Gänsehaut trotz frühlingshafter Temperaturen und die Welt war einfach nur noch schwarz gelbe Glückseeligkeit . Die Krefeld Pinguine sind Deutscher Meister 2003 .

Rund fünf Stunden ist es her , das Robert Müller seinen Schläger fallen liess , das Steffen Ziesche die Faust zum Sieg ballte , die Krefelder Fans ihre Freude in das Rund der Kölnarena schrien , Der Sekt in Strömen floss und Kapitän Gary Shuchuk den Pott endlich in den Händen hielt . Aber diese 5 Stunden reichten längst nicht aus um wirklich zu begreifen und realisieren zu können , das der grosse Traum Realität geworden ist . Bei manchen reifte die Erkenntnis zwar noch im Laufe des Abends , andere aber brauchten Tage , andere wieder Wochen . Und dennoch war es die grösste Party , die Krefeld seit vielen Jahren erlebt hat .

Rückblende , ein paar Stunden zuvor : 59 Minuten und 46 Sekunden waren im allen entscheidenen Finale gespielt , als Steffen Ziesche den Puck auf die Reise geschickt hatte und dieser zum 3:1 einschlug . Das war der Sieg ! Die restlichen Sekunden wurden zitternd heruntergezählt , bis endlich der grosse Freudensturm losbrach . Die Uhr zeigte zwar noch 2 Sekunden Spielzeit an , doch nichts hielt die Krefelder Cracks mehr auf der Bank . Schläger , Handschuhe und Helmer flogen und eine grosse , schwarz gelbe Spielertraube tänzelten über das Eis , währemd die mitgereisten Krefelder Fans auf den Tribünen förmlich ausflippten .

Das war der Startschuss zur grössten Krefelder Party . Während die mitgereisten Pinguine Fans die Kölner Arena fest in ihrer Hand hatten , feierten die Cracks auf dem Eis die erste Deutsche Meisterschaft nach 51 Jahren . Es dauerte lange , bis jeder jeden umarmt hatte , dazwischen immer wieder lautstarke Jubelschreie , die klar machten : ´´ Wir sind Deutschr Meister ´´ . Damit dies auch optisch klargestellt wurde , zog Goalie Robert Müller sein schweissdurchtränktes Jersey aus und streifte sich das neue Trikot über , auf dessen Rücken unmissverständlich ´´ Deutscher Meister 2003 ´´ aufgestrikt war . Verständlich , das sich sofort alle Kameras auf ihn und das Meistertrikot fokussierten .

Dann die nächste Runde . Zunächst erhielt Trainer Butch Goring , stellvertretend für alle Spieler , eine Meistertrophäe , die ihren ehrenvollen Platz , im heimischen Wohnzimmer fand . Riesenjubel aber dann , als Ligenleiter Gernot Tripke , Mannschaftskapitän Gary Shuchuk den Grossen Silberpokal übergab . Dieser drückte den Silberpott erst einmal einen dicken Schmatzer auf , hob ihn in die Höhe und streckte ihn den schwarz gelben Fans entgegen , als wolle er sagen : ´´ Hier Leute , wir haben ihn ! ´´ Während die Kölner Haie enttäuscht das Eis verliessen , ging der Pokal reihum und jeder Spieler reckte das begehrte Zeichen der Meisterschaft in die Höhe .Nur wenige Meter weiter wurden die ersten Magnum flaschen geköpft , eine Schmpus Quelle , die erst viel später versiegen sollte
.





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...   Erstellt am 21.06.2007 - 21:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Part 2


Szenenwechsel : Werner Rittberger Halle , Krefeld . Rund 2500 Fans hatten sich vor der Leinwand versammelt , auf der die Partie aus Köln live übertragen wurde . Hier trafen sich Fans , die keine Karten in Köln ergattern konnten und dennoch gemeinsam mit Gleichgesinnten das grosse Ziel herbeizittern wollten . Andere wiederum wollten das Spiel zwar verfolgen , aber im Falle einer Niederlage die Schmach nicht unbedingt in Köln erleben .

Nach der Heimniederlage im vierten Finalspiel war die Stimmung zunächst gedrückt , doch mit fortschreitender Spielzeit und dem selbstbewussten Auftreten der Pinguine wuchs der Optimismus von Minute zu Minute . Das 1:0 der Kölner dämpfte den Optimismus zwar etwas , doch die letzte Pause war durch hoffnungsvolle Nervosität geprägt . Und der Rückstand machte der 1:1 Ausgleich durch Günter Oswald umso schöner . Als Christoph Brandner dann zur 2:1 Führung einhämmerte , bebte die Werner Rittberger Halle in ihren Grundfesten . Jetzt konnte was gehen !

Die Zeit in Krefeld verging genauso langsam wie in der Kölnarena und die Fans hofften das Spielende bei Fingerkauen , Auf und Ablaufen und sonstigen Nervositätsritualen herbei . Als Steffen Ziesche dann die Scheibe Richtung Kölner Tor schickte , beteten 2500 Fans in der Halle den Puck den Weg ins Tor frei . Grenzenloser Jubel , als das kleine schwarze endlich im Tor zappelte . Nach zigfachen Umarmungen mit Freunden und Unbekannten gab es auch für die Besucher des Werner Rittberger Spektakels nur ein Ziel : Auf in die Innenstadt zum Theaterplatz !





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...   Erstellt am 21.06.2007 - 21:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Part 3


Das gleiche Ziel hatten auch jene , die sich den Triumph vor dem TV Gerät zuhause , bei Freunden oder in den Gaststätten gegönnt hatten . Das Spektrum war breit . Einige zelebrierten eine heimische Finalparty , allein oder mit Freunden und Nachbarn . Andere wollten wenigstens das letzte Saisonspiel live beobachten , auch wenn nur die Vizemeisterschaft nach Krefeld geholt würde . Und andere wiederum hatte lästige Familienpflichten , stohlen sich dann aber doch vor´s Fernsehgerät . Eines hatten alle gmeinsam . Ob live in Köln , in der Werner Rittberger Halle , vor dem TV oder auch nur am Radio , ein jeder hatte nach dem Schlusspfiff mit den Tränen zu kämpfen , oder liess sie einfach zu und gab seiner Freude hemmungslos Ausdruck .





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...   Erstellt am 21.06.2007 - 21:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Part 4

Wieder Ortswechsel , einige Zeit später . In der Krefelder Mannschaftskabine ging es erst so richtig los . Während sich die zahlreichen Medienvertreter um Interviews , TV Bilder und Fotos bemühten , schloss eine Sektdusche an die andere an und das Knallen der Champagnerkorken wollte nicht aufhören . Jeder Neuankömmling im Allerheiligsten wurde ausgiebig getauft . Die einen Spieler wollten den Pott nicht mehr hergeben , und füllten ihn immer wieder mit Schampus auf , andere Cracks wiederum genossen den Augenblick still auf der Bank und rauchten genüsslich ihre Meisterzigarre . Irgendwann wagte sich Meistermacher Butch Goring gar nicht mehr in die Kabine . Er hatte sich in weiser Voraussicht eine zweite Garnitur mitgenommen und wollte diese nicht noch einmal im Sekt tränken lassen .

Apropos Sekt . Dieser fand nur auf Geheimwegen seinen Weg in die Kölnarena . Während die Mannschaft am Morgen den Bus belud , war EINES absolut tabu : Der Schampus durfte keinesfalls im Mannschaftsbus transportiert werden , schliesslich wollte man das Schicksal nicht herausfordern . Kurzerhand belud Pressesprecher Lutz Lenders als den Privatwagen und transportierte die Meisterbrause sowie die Meistertrikots zusammen mit Krefelder Journalisten nach Köln





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...   Erstellt am 22.06.2007 - 17:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Part 5

Währenddessen war Krefeld schon längst in Schwarz Gelb gehüllt . Die Innenstadt erlebte den grössten Autokorso seiner Geschichte , während immer mehr Fans aus allen Richtungen auf den Theaterplatz strömten . Mehrere hundert Fans hatte sich zudem am Autohaus Borgmann versammelt und erwarteten dort die Ankunft des Deutschen Meisters . Um 19.51 Uhr dann ein erster Jubel , als der Bus die Blumenthalstrasse ansteuerte , jedoch erst bis zur Rheinlandhalle zum Ausladen weiterfuhr . Um 20.16 Uhr dann endlich unter Riesenbeifall die Ankunft des Mannschaftsbusses der Krefeld Pinguine auf dem Gelände von Sponsor Autohaus Borgmann .

Während der neue Meistersong aus den Lautsprechern dröhnte , nahm die Mannschaft noch kurz eine Stärkung für die bevorstehnde , lange Nacht zu sich . Danach ging es dann los Richtung Innenstadt . Die frischgebackenen Meister bestiegen die bereitstehenden Cabrios und andere Luxuslimousinen und machten sich auf den Weg .

Zehntausende säumten die Strassen , als sich die Krefelder Eishockeyhelden teilweise im Schneckentempo in den Borgmann Cabrios dem Theaterplatz näherten . Aber nicht nur auf der Strasse wartete man auf die Cracks .

Es wurde noch eine lange Nacht , in der ausgiebig und fröhlich gefeiert wurde .


Die Nacht des Deutschen Meisters !!!





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