Darkprinzess  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 25.09.2006 Beiträge: 1109 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2007 - 16:29 |  |
Die Loreley
Wo das Stromtal des Rheins
sich unterhalb von Kaub am engsten zusammendrängt,
liegt an der gefährlichsten Stelle über den Stromschnellen am rechten Ufer ein steil aufragender Fels, in den die schöne Nixe Loreley oder Lurlei gebannt ist.
Die sitzt oft auf dem Felsen, und kämmt sich ihr langes goldenes Haar und singt dabei ein so süßes Lied, dass mancher vorbeifahrende Schiffer nicht auf die Strudel achtet und in den Fluten ertrinkt oder an dem steilen Felsen emporklettern will und abstürzt.
Einmal soll sogar der Teufel von ihrem Gesang so betört worden sein, dass er an dem Felsen kleben blieb. Erst als die Nixe ihr Lied beendet hatte, konnte er sich wieder lösen und davoneilen. Seine Gestalt aber hat sich zu ewigem Andenken schwarz in den Fels eingebrannt.
In klaren Nächten singt die Loreley auch heute noch auf dem Felsen und harrt ihrer Erlösung.
Die Sage von der Loreley ist kein "Märchen" aus uralten Zeiten, wie es Heinrich Heine in seiner gleichnamigen Ballade schreibt, sondern ein Musterbeispiel für eine von einem Dichter erfundene Sage. Die Geschichte wurde erstmals von dem Dichter Clemens Brentano zu Beginn des 19.Jahrhunderts erzählt.
Der Name "Loreley" bedeutet eigentlich Ruf oder 'Echofelsen.Früher einmal sollen die Rheinschiffer dem Fels Fragen zugerufen haben die ihnen das Echo oder die dort lebenden Geister - beantworteten.
(Quelle Das große Sagenbuch von Heinrich Pleticha)
Signatur Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume.
Ich leb in Euch und geh durch Eure Träume

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