Aquila  Moderator
    

Status: Offline Registriert seit: 31.12.2009 Beiträge: 1878 Nachricht senden | Erstellt am 10.02.2010 - 13:39 |  |
Liebe Forumsmitglieder, liebe Leser/innen
Die grossen Mystiker der Heiligen Mutter Kirche haben in ihren
Lehren den Weg zur Vollkommenheit - d.h. der Vereinigung mit GOTT - stets die dazu notwendigen drei Stufen genannt...
- die Reinigung ( Anfänger )
- die Erleuchtung ( Fortgeschrittene )
- die Einigung ( Vollkommene )
Hierzu mehr auch unter:
http://www.razyboard.com/system/morethr … 162-0.html
Nun finden wir gerade diese Dreistufung auch in der Schönheit des heiligen Messopfers wieder.
- Vormesse ( Reinigung )
- Lesung, heiliges Evangelium, Predigt ( Erleuchtung )
- heilige Wandlung, heilige Kommunion ( Einigung )
Ueber die heilige Messe:
http://www.razyboard.com/system/morethr … 348-0.html
Will ein Mensch im Streben nach Heiligkeit voranschreiten, so muss er denn auch v.a. in der
LIEBE wachsen.
Diese ist gemäss dem heiligen
Bernhard von Clairvaux in vier Graden zu ersteigen....
besser in dreien, denn die erste Stufe, diejenige der fleischlichen Liebe, ist denn auch noch die unechte Liebe....
1.
Diese fleischliche Liebe
ist denn auch gleichzusetzen mit einer
versteckten Eigenliebe ( Denken wir auch an die vom heiligen Johannes vom Kreuz genannten drei Feinde des Menschen; Satan, das Ego / Fleisch (!) und das Hangen an der vergänglichen Welt )
Diese Liebe sucht denn auch - sei sie gegen aussen auch noch so "heilig" - immer sich selber !
Will nun der Mensch den schwierigen und beschwerlichen Weg der Läuterung auf sich nehmen, so muss er sich
gegenüber der GNADE DES HEILIGEN GEISTES öffnen,
um das im Ego gefangene HERZ zu befreien.
2.
Die knechtliche Liebe
dagegen ist bereits
ein Fortschritt, denn sie ist eine Liebe, die denn auch auf eine "Wertschätzung" seitens der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTTES wartet, ist denn aber gerade deswegen
noch unvollkommen !
Unvollkommen deshalb, weil diese Liebe immer noch mehr darauf aus ist, selbst beschenkt zu werden als selber zu schenken.
3.
Die kindliche Liebe
ist jene Liebe, die denn auch im Grunde genommen jeder Mensch auf seinem Glaubensweg erreichen kann und soll.
Es ist jene Liebe, die alleine GOTT gefallen will und entspringt spontan aus dem Herzen.
Der heilige Bernhard von Clairvaux nennt sie denn auch eine "reine, echte und GOTT angenehme Liebe"
4.
Die vierte Stufe der mystischen Liebe
ist denn auch eine Bestimmung....
eine besondere Berufung seitens GOTTES.
Hier ergreift GOTT selbst Besitz von der der Seele, die selbst dies mit sich geschehen lässt, ohne selbst aktiv zu werden.
Es ist der Zustand der dauernden unmittelbaren GOTT-EINUNG.
Der menschliche Wille wird eins mit dem Göttlichen, ohne aber dabei die menschliche Eigenständigkeit zu verlieren !
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Freundliche Grüsse und Gottes Segen
[Dieser Beitrag wurde am 11.12.2010 - 12:53 von Aquila aktualisiert]
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Aquila  Moderator
    

Status: Offline Registriert seit: 31.12.2009 Beiträge: 1878 Nachricht senden | Erstellt am 30.12.2010 - 17:53 |  |
Liebe Forumsmitglieder, liebe Leser/innen
Der hl. Augustinus lehrt, dass Bekehrungen oft ein ganzes Leben dauern....
so wie es auch ihm wiederfahren ist....
lange Zeit sträubte er sich, um dann gleichsam
in einem Augenblick sich dem Werben unseres
HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS geschlagen zu geben !
Oft werden gerade bei wahren Bekehrungen die im vorigen Beitrag geschilderten
Liebes-Stufen im Streben nach Heiligkeit gleichsam wie im Fluge durchschritten !
Dazu passt auch folgende
- aktuellere -
wahre Begebenheit:
Ein sich dem Vergnügungsleben verschrieben habender junger Mann weilte in einem Tanzlokal.
Eine junge Frau wollte Schabernak treiben und hantierte vor ihm mit einer Puderdose, mit der sie
durch Pusten etwas Puder verströmte.
Dabei sprach sie sich über den jungen Mann mokierend die für sie in ihrer Tragweite kaum nachvollziehbaren Worte;
"Von Staub bist du und zu Staub wirst du......"
und bekam nicht mehr mit, dass sich der junge Mann
postwendend auf den Nachhauseweg gemacht hat......
und.....
kurze Zeit darauf
in ein Kloster der Heiligen Mutter Kirche eingetreten ist.
Ja, oft sind die Gnaden des HEILIGEN GEISTES zunächst verborgen an den ungedachtesten Orten und Begebenheiten.....
und dennoch vermögen sie gleichsam von einem Augenblick auf den Anderen dem Leben eines Menschen ein radikalen Wandel zum Guten zu bewirken....
denken wir hierbei auch an die Bekehrung des heiligen Augustinus !
Freundliche Grüsse und Gottes Segen
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