Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3914 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2009 - 18:14 |  |


Trailer zum Flussprojekt des Künstlers Heinz Ratz in Zusammenarbeit mit dem BUND
http://www.strom-wasser.de/stromundwasser2009/info.html
Pressemitteilung
Er ist kein Leistungssportler und dennoch vollbringt er sportliche Meisterleistungen. Der Liedermacher und Poet Heinz Ratz (40) schwimmt insgesamt 1000 km in deut-schen Flüssen. Nach Tagesetappen von manchmal über 20 km gibt er am Abend mit seiner Band „Strom und Wasser“ in insgesamt 50 Orten Konzerte. „Es ist eine beson-dere Herausforderung nach bis zu 8 Stunden im kalten Wasser abends noch 3 Stunden auf der Bühne zu spielen“, so der Künstler. Doch es ist für einen guten Zweck: Ge-meinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will Heinz Ratz auf die Bedrohung unserer Flüsse und auf das Artensterben aufmerksam machen. Bei seinen Benefizkonzerten sammelt er Spenden für lokale Artenschutzpro-jekte. Eintritt ist frei!
Bei seiner Ankunft in Minden wird er schon über 40 Konzerte gegeben und mehr als 800 Flusskilometer geschwommen haben. Der Musiker gibt dann um 20.00 Uhr ein Konzert im BÜZ. Mit auf der Bühne: Bernd Gieseking.
Laut eigener Aussage hat Ratz seit seinem 25. Lebensjahr keinen ernst zu nehmenden Sport mehr getrieben. „Nicht die langen Distanzen machen mir zu schaffen“, so der Künstler, „sondern das kalte Wasser“. Eine Bronchitis und zwei Mittelohrentzündun-gen haben ihn bisher aber nicht davon abgehalten weiter zu machen. Seine erste Be-gegnung mit einem Fisch war ernüchternd: Er trieb tot an ihm vorbei. „Unberechen-bare Strömungen in stark begradigten Flussabschnitten zwingen zur Vorsicht, genau wie scharfkantiger Metallmüll im Wasser. Immer wieder waren es Staustufen und Wehranlagen, die mir ein Durchschwimmen der Strecke unmöglich machten.“
Umso willkommener sind Heinz Ratz Unterstützer: „Natürlich freue ich mich über jede Begleitung, sei es für ein kurzes Stück oder die ganze Distanz, sei es schwimmend oder paddelnd im Boot.“ Der Künstler und seine Begleiter werden gegen 11 Uhr in Vlotho (Weserbrücke) in die Weser steigen, gegen 17 Uhr werden sie in Minden am Weserstrand ankommen.
Die Verantwortlichen des BUNDs sind froh über die Möglichkeit, auf die vielen Prob-leme rings um die heimischen Wasserläufe hinweisen zu können. In einer Vielzahl von Projekten an Elbe, Rhein, Donau und anderen Flüssen versuchen die Naturschützer Verschmutzung zu verhindern, das Einengen durch Begradigungen zu vermeiden oder dem Wasser durch Deichverlegungen freien Lauf zu lassen. Hubert Weiger, Vorsit-zender des BUND: „Flüsse sind unverzichtbar für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Sie sind Lebensadern unserer Natur. Nachdem jahrzehntelang das Wasser vergiftet wurde müssen wir jetzt auch dagegen ankämpfen, dass die letzen frei fließenden Flüsse zu Kanälen degradiert werden.“
Für den 40jährigen Heinz Ratz ist das nicht die erste derartige Tour. Bereits 2008 wanderte er durch die Republik um mit seinem „Marsch gegen die Kälte“ für Obdach-lose Spenden zu sammeln. „Die Lee(h)re der Flüsse“, so der Name der diesjährigen Tour, ist der zweite Teil eines moralischen Triathlons. Von der Dritten Etappe will er jedoch noch nicht mehr verraten, als das er sie natürlich auf dem Fahrrad zurücklegen wird.
Zur Person Heinz Ratz
Heinz Ratz ist ein ungewöhnlicher Mensch mit ungewöhnlichem Lebenslauf. Er ist Halbindianer. Er hat eine schwere Krebserkrankung überstanden. Er führt ein Leben von rekordverdächtiger Unruhe. Mit 47 Umzügen und 16 Schulwechseln lebte er u.a. in Spanien, Peru, Saudi-Arabien, Schweiz, Argentinien und Schottland. Nach einer Totalverweigerung 1991/92 lebte er ein Jahr auf der Straße. Anschließend machte er Gelegenheitsjobs, spielte Theater, erste Buch- und CD-Veröffentlichung 1994. Mitt-lerweile blickt Ratz auf weit über tausend Konzerte und Lesungen zurück, hat 10 Bü-cher und 14 CDs veröffentlicht.
Über Heinz Ratz und seine Band „Strom und Wasser“:
Da brettern die Damen und Herren von Strom & Wasser ein anarchistisches Feuer-werk ab, das sich gewaschen hat – voller Humor, Improvisationsfreude und politischer Brisanz wird munter von Walzer zu Punk, von Tango zur Polka gewechselt und das Publikum in ein höchst unterhaltsames Wechselbad aus Lachen und Betroffenheit, Tanzlaune und Poesie geführt. Diese fröhlich-wilde, absolut respektlose Band macht „Skapunkpolkarock“ von Feinsten. Auch politisch eine höchst energiegeladene Mi-schung: denn Heinz Ratz, Sänger und Bassist der Band, zeigt, dass Musik nicht nur kommentierende Funktion haben muss, sondern ein deutliches Mittel zur gesellschaft-lichen Einmischung sein kann. „Seit ich Heinz Ratz kenne, mache ich mir keine Sor-gen mehr über die Zunft der deutschen Liedermacher!“, sprach Konstantin Wecker unlängst.
Informationen im Internet:
http://vorort.bund.net/minden-luebbecke/
www.flussprojekt.de
www.bund.net/flusstour
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Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3914 Nachricht senden | Erstellt am 17.08.2009 - 11:09 |  |
Minden (rgr).
Das Wohldosierte und Ausgewogene ist nicht das Metier eines Heinz Ratz.
Der Autor vieler Bücher, CDs und Hörbücher erzählt seinem Publikum im Mindener BÜZ, wie er schon als Schulkind langweilige Fakten in seiner
Fantasie mit Erdachtem verknüpfte und dann beides in der Klassenarbeit nicht mehr auseinanderhalten
konnte.
So machte der Totalverweigerer und ehemalige Obdachlose seine eigene schillernde Persönlichkeit
schließlich zum Programm, das er nun mit seiner
Band „Strom & Wasser“ auf den Bühnen präsentiert.
Im Rahmen des zweiten Teils seines „Moralischen Triathlons“ durchschwimmt Ratz zurzeit
die deutschen Flüsse und war erst am späten Nachmittag,nach einer Strecke von mehr
als zwanzig Kilometern, in Minden aus der Weser gestiegen
(MT-Bericht).
In Kombination mit seinen Abendkonzerten möchte er
den Menschen bewusst machen,dass der Fluss, an dem sie wohnen, etwas Geheimnisvolles, Wunderbares und Tolles ist und Schutz verdient, und erzählt
nach so viel Tiefsinn von dem wunderbaren Gefühl, eine Ente zu überholen.
Musikalisch haben sich Strom & Wasser weit von der
alten Liedermacherschule entfernt und bedienen sich hemmungslos bei Punk, Rock, Walzer,Folklore und anderen Stilen.
Textlich brillant singt Heinz Ratz übrer „Leisetreter“, das „Lied von der Elbe“, reflektiert sein eigenes Tun im „Bühnenlied“
und lässt immer wieder seine Sympathie für die
Ausgegrenzten und Benachteiligten
durchschimmern.
Aber er kann auch wunderbar und weit entfernt von jeder „Political Correctness“ provozieren.
Mit seinem „CDU-Tango“ möchte er daran erinnern,
dass die Bundeskanzlerin, der er angesäuselt an der Theke einer Bar begegnet, eine Frau ist.
Seine Stimme klingt bei jedem Song ein wenig anders und oft unterbricht er sich selbst, da
ihm etwas einfällt, dass er erzählen
muss.
.........
mit freundlicher Genehmigung
http://www.mt-online.de/
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