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Wiggins 
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...   Erstellt am 10.07.2019 - 11:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sherlock Holmes und Dr. Watson reisen wegen einer Detektiv-Konferenz nach Wien. Als sie wieder abreisen wollen, geschieht ein Attentat auf Kaiser Wilhelm II. Er befürchtet weitre Attentatsversuche. Aber ist wirklich er bedroht, oder vielmehr der Zar Nikolaus II., der gerade auf Staatsbesuch in Berlin weilt? Seine Frau Alexandra Fjodorowna (eine Deutsche, die eigentlich Alix Viktoria Helene Luise Beatrix von Hessen und bei Rhein hieß – doch das nur am Rande), ist ebenfalls anwesend, und auch ein geheimnisvoller Mann, mit dem sich die Zarin immer wieder trifft, und der sich als Rasputin herausstellt. Sind sie ein Liebespaar? Alles deutet darauf hin. Will Rasputin etwa seinen Nebenbuhler, den Zaren, ermorden, damit er bei der Zarin freie Bahn hat? Auch darauf deutet alles hin. Wie gut, dass Sherlock Holmes anwesend ist, der Licht ins politische Dunkel bringen kann.

Der Roman spielt im politischen Milieu, was recht gut zu Holmes passt, war er doch auch schon in London im politischen Bereich tätig. Eher unverständlich ist dabei aber, dass der Autor mit der Detektiv-Konferenz zu der allzu fadenscheinigen deux ex machina greift, um Holmes und Watson nach Berlin zu bringen. Gerade in Anbetracht der politisch motivierten Handlung, wäre es äußerst passend gewesen Mycroft als Auftraggeber auftreten zu lassen, der Wind von dem Treffen (und evtl. von den Attentatsversuchen) zwischen Kaiser Wilhelm und Zar Nikolaus bekam und daraufhin seinen Bruder nach Deutschland schickt. Aber so ist es nicht. Schade. Wie Holmes auf den deutschen Kaiser und den russischen Zaren (und auf einige andere historische Persönlichkeiten) trifft und mit ihnen interagiert ist zweifellos interessant und regt zum Weiterlesen an. Weil viele Passagen gar nicht aus der Sicht von Watson oder Holmes geschrieben sind, erfährt der Leser viel mehr Hintergrundinformationen quasi aus erster Hand, etwa bei Gesprächen zwischen dem Zaren und dessen Geheimdienstchef oder bei der Verfolgung eines Verdächtigen durch einen deutschen Kriminalkommissar, als es üblicherweise bei Holmes-Geschichten der Fall ist. Das etwas reißerische Buch ist nur 150 Seiten dick, und daher recht schnell ausgelesen.





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SHM - Das Sherlock Holmes Magazin: www.deutsches-sherlock-holmes-magazin.de
Alles rund um Sherlock Holmes und seine Welt. 4 x im Jahr auf 32 Seiten.

Dekkard ...
Sholto Lestrade
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...   Erstellt am 10.07.2019 - 17:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wer ist denn der Autor?




Wiggins 
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...   Erstellt am 10.07.2019 - 18:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


G. G. Grandt.

Im Holmes-Bereich hat er auch noch "Sherlock Holmes im Auftrag der Krone" geschrieben. Außerdem stammen von ihm einige Karl May- und Jules Verne-Pastiches.





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