*Shadow*Girl* Newbie


Status: Offline Registriert seit: 17.09.2004 Beiträge: 21 Nachricht senden | Erstellt am 15.01.2005 - 21:13 |  |
Soo ich bin endlich mal wieder da xD! Hatte ziemlichen Schulstress, aber ich hab es endlich geschaft das nächste Kapitel fertig zu schreiben! Hoffe ich lest es und schreibt kräftig Kommis!! 
Eine neue Bekanntschaft!
Ich ging die Straße entlang, in der sicheren Gewissheit bald auf mein nächstes Opfer zu stoßen, da ich es schon seit geraumer Zeit riechen konnte! Ich bog um die letzte Ecke und da stand er. Ein Junge, vielleicht so um die 19, blonde Haare, die in dem Licht des Mondes fast golden schimmerten. Er hatte sich an die Mauer eines Hauses gelehnt und starrte mich aus kalten Augen an. Hatte er gewusst dass ich komme?...Nein, das konnte nicht sein, das war schier unmöglich!! Ich bewegte mich auf ihn zu aber er machte keine Anstalten sich auch nur zu rühren. Konnte es sein dass er keine Angst hatte? Sein Blick so ungebrochen, wie ich es noch nie gesehen hatte! Irgendetwas an ihm faszinierte mich...zog mich in einen merkwürdigen Bann. Selbst als ich im begriff war ihn zu packen und ihm das Leben gewaltsam zu entreißen, schien es ihn völlig kalt zu lassen. Ich roch sein Blut, spürte, wie es in seinen Adern pulsierte, konnte nicht mehr klar denken, so wie jedes mal. Doch gerade als ich seinen Hals beugen wollte um meine Zähne in seine weiße Haut zu schlagen, da spürte ich etwas kaltes an meinem Hals, ein Schwert, aus Silber gefertigt...und ich wusste, dass er mir ohne zu zögern den Kopf abschlagen würde. Er schaute mich ruhig an "Mein Blut bekommst du nicht, elendes Wesen der Nacht!" Ich schwieg, wusste nicht was ich tun sollte, war verwirrt. Was in aller Welt war geschehen? Noch nie hatte ich gesehen dass sich ein Mensch so schnell bewegen konnte, noch nie hatte ich Angst um mein jetziges Leben haben müssen, doch jetzt schien alles anders. Ich war hin und weg und schaute in seine Augen und zum ersten mal seit vielen Jahren spürte ich ein anderes Verlangen als das nach Blut. Ich sehnte mich nach Leben und Liebe. Ja ich wollte wieder lieben können, wollte nicht nur durch die Nacht wandeln immer auf der Suche nach Blut und Leben. Ich wollte Frieden finden, doch das sollte mir wohl auf immer verwehrt bleiben. Der Durst nach Liebe nie gestillt werden. Warum, warum nur hatte das Schicksal mich zu diesem Leben verdammt? Und während ich so nachdachte und jeden Moment mit meinem entgültigen Tod rechnete, geschah etwas vollkommen unerwartetes. Er ließ von mir ab, stieß mich von sich und verschwand. Ich stand noch einige Zeit da und dachte nichts, rein gar nichts, eine Leere schien von mir besitz zu ergreifen und ich konnte mich nicht dagegen wehren. Meine Gedanken wirbelten in meinem Kopf: Wer war er? Warum war er so schnell? Warum hatte er mich nicht getötet? Warum waren seine Augen so kalt?... Fragen über Fragen und doch, so schien es, gab es keine Antworten! Würde ich ihn je wiedersehen? Mit all diesen Fragen ging ich weiter durch die Straße und suchte mir ein neues Opfer, trank das Blut eines jungen Mädchens, doch kurz vor der Schwelle zum Tode ließ ich von ihr ab, ich konnte es nicht!! Was um alles in der Welt war in mich gefahren? Ich zögerte doch sonst nie! Ich ließ sie zu Boden sinken und ging fort. Nachdem ich noch ein wenig durch die Nacht geschlichen war legte ich mich wieder in meine Gruft. Wieder war Blut durch meine Hand geflossen, oder sollte ich sagen durch meinem Mund, durch meine Gier? Wie auch immer, ich konnte nicht aufhören damit und ich war mir sicher es nie zu können! So lag ich in meinem Sarg und hörte wie über mir der Tag begann.... Sobald sich der Tag wieder dem Ende neigte, erhob ich mich aus meiner Gruft nur um mir etwas zu trinken zu suchen, so "lebte" ich schon viele Jahre, längst war mir sie Lust vergangen etwas anderes zu tun, oftmals erhob ich mich erst gar nicht, so lange bis ich den Durst und die Gier nicht mehr ertrug. Immer noch kreisten meine Gedanken um die letzte Nacht... Und an dieser Stelle will ich mal klarstellen dass ich mich durchaus auch im Tageslicht hätte bewegen können, die Nacht aber einfach angenehmer und ruhiger fand! Dass Vampire nur im Schutze der Nacht überleben können ist eine pure Lüge, ein Märchen, dass die Menschen sich ausgedacht haben, um sich eine Illusion der Sicherheit zu schaffen. Genauso verhält es sich mit dem Knoblauch, ok es ist nicht jedermanns Geschmack, aber es ist durchaus nicht so, dass wir daran zugrunde gehen. Und Kreuze die uns abschrecken? Pah! Das ich nicht lache! Ich trage eines um den Hals. Das einzige was uns im geringen Maße etwas anhaben kann ist Silber, das vertragen wir nicht so sonderlich gut, und ein Pflock ins Herz ist auch nicht das wahre, wobei selbst das den Alten nichts ausmacht! Die Jungen, die ihr neues Leben erst vor kurzem begonnen haben, sind schwach und vertragen das Sonnenlicht nicht. Rammt man ihnen einen Pflock ins Herz, zerfallen sie zu Staub, versucht man dies aber bei einem älteren Vampir, ist man sicher des Todes! Zwar setzt ihn das vielleicht für sehr kurze Zeit außer Gefecht aber es hält ihn nicht auf... glaubt mir! Ich habe es einst am eigenen Leibe erfahren. Habe gespürt wie der Pflock ins Herz eindringt, alles zu zerreißen scheint, und doch trotz der Scherzen konnte ich mich noch bewegen, fühlte mich nicht dem Tod nahe und vollendete das was ich begonnen hatte. Die Wunde schloss sich nach kurzer Zeit wieder und einen Tag später schien es, als sei nie etwas gewesen!... Plötzlich galt meine Aufmerksamkeit einer Lodernden Flamme, die den Himmel in ein tiefes rot färbte. Meine Neugierde trieb mich in Richtung Feuer, und da war noch etwas, der Geruch eines Menschen und er kam mir auf seltsame weise bekannt vor. An der Stelle angekommen, sah ich die Flammen gen Himmel lodern und vor ihnen stand er und sein Blick war kalt, wie eh und je. Er starrte in die Flammen und ich war mir sicher er hatte gerade ein anderes Schattenwesen getötet,...nein keinen Vampir ein Schattenwesen eben. Man muss sagen es gab zu dieser Zeit viele Wesen, die die Nacht beherrschten. Zwischenweltler, Vampire, Dämonen, und andere Schattenwesen, für die es keine Bezeichnung gab, da sie zumindest für die Menschen nicht existierten! Denn begegnete ein Mensch einem solchem Wesen blieb im normal Fall nichts von ihm übrig. Doch bei ihm war es anders, er hatte es getötet, ohne zu zögern. Er musste ein Jäger sein, da war ich mir jetzt sicher! Und ich ärgerte mich, dass ich das nicht zuvor erkannt hatte! Da stand ich nun und beobachtete das Schauspiel. Ich rührte mich auch nicht, als ein Messer, es war wieder aus Silber gefertigt, an meinem Ohr vorbeiflog und in einem Baum hinter mir stecken blieb. "Zeig dich mir oder verschwinde!" seine Stimme klag herablassend. Ich trat aus dem Schatten. "Du hast Mut!" ... "Es ist mir egal ob du mich tötest!" , hörte ich mich sagen und wunderte mich über meine eigenen Worte. Aber es stimmte, so würde ich vielleicht endlich Frieden finden, wenn dies überhaupt möglich sein sollte. Er ging ohne ein weiteres Wort und ich folgte ihm. "Was willst du von mir? Willst du unbedingt sterben?" ... ich sagte nichts, blieb stehen und ließ ich von dannen ziehen. Warum nur beschäftigte er mich so sehr? Er war doch auch nur ein Mensch, wenn auch ein Jäger! Aber warum hatte er mich nicht getötet, als sich ihm die Möglichkeit dazu bat? Ich bin mir relativ sicher dass er mich nicht so einfach töten könnte, da ich schon ziemlich alt bin und viel Erfahrung habe und meine Kräfte noch dazu über die Jahr hinweg immer größer geworden sind! Wieder ziehe ich wie ziellos durch die Straßen, suche mir ein Opfer und ziehe mich wieder zurück. Ich habe nicht immer so gelebt, es gab sogar eine Zeit, da lebte ich unter den Menschen, wie einer von ihnen, doch diese Zeiten sind vorbei, ich habe zu viele von ihnen sterben sehen, viele die mir lieb und teuer waren. Nun sind alle tot und ich habe mir geschworen nie wieder zu lieben! Doch wünsche ich mir auf der anderen Seite auch nicht mehr als zu lieben! .... Den Tag verbringe ich in meinem Sarg, um den vielen Menschen zu entgehen und den Kontakt zu meiden. In der Nacht erhebe ich mich aufs neue und ich sehe schon wieder ein Licht, nicht weit von meiner Gruft entfernt. Ich nähere mich dem Licht und ich erblicke ihn schon wieder. Er sitzt vor einem Grabstein umgeben von Kerzen... wer das wohl ist? Eltern? Freunde? Geliebte? Aber ich spüre dass es Vampire waren die diese Personen getötet haben. Darum jagt er wohl all diese Wesen. Ich lehne mich ein kleines Stück hinter ihm an einen Baum und schau ihn an. Er bewegt sich nicht, sitzt ganz ruhig, und doch rast plötzlich ein Pflock an mir vorbei...ich seufze und schüttle den Kopf "Immer diese Pflöcke!" ..."Ich find sie toll! Sie sind schön schmerzhaft!"...Der Schmerz scheint tief zu sitzen und zeigt sich in seinem Hass! Und doch scheint er heute ruhiger. Ich unterhalte mich mit ihm, er wehrt sich nicht, antwortet sogar, fragt mich was ich hier tue. Ich gehe ein paar Gräber weiter besuche meine Familie... lange schon sind sie tot und ich bezahle viel Geld damit die Gräber bleiben dürfen. Die Leute interessiert es nicht wo das Geld herkommt, hauptsache es ist da und es ist reichlich! Ich betrachte das Grab und fühle wieder diesen Schmerz. So vergeht eine weile des Schweigens. Was wohl in ihm vorgehen mag? Ich frage ihn ob er sie schon getötet hat und er versteht sofort, dass ich die Vampire meine, die das getan haben. "Ein paar, die anderen scheinen mich irgendwie zu meiden!"... ich lache. "Woran das bloß liegt?" Er fasziniert mich, ich entdecke eine neue Seite an ihm, ein wenig scheint die Kälte von ihm gewichen zu sein. Ich finde ihn interessant, kann nicht verleugnen, dass ich ihn irgendwie mag, gerne mit ihm rede. Es tut überhaupt gut mal wieder mit jemandem zu reden. Stimmt es und wir Wesen haben ein kaltes Herz? Nein... ich glaube nicht! Wie hätte ich sonst jemals lieben können? ... Vielleicht gibt es auch für mich ein anderes leben, als das in Dunkelheit?.....
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