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...   Erstellt am 25.04.2007 - 23:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Familie Wolfrum

Georg Wilhelm Wolfrum wurde am 28.9.1815 in Hof geboren und starb am 4.5.1838 in Straßburg. Er war der Sohn von Christian Ludwig Wolfrum (Kaufmann und Fabrikant in Hof) und von Friederike Johanne Henriette Jördens, deren Mutter eine geborene Wirth war, d.h. er war entfernt mit Johann Georg August Wirth verwandt.

Die Wolfrums betrieben um 1800 in Hof eine „Fabrikation in baumwollenen Waren“ und waren angesehene Geschäftsleute. Um 1810 bis 1815 trennte sich die Familie Wolfrum geschäftlich von ihrem damaligen Kompagnon Heinrich Steinhäuser, mit dem zusammen man ein „Baumwollfabrikgeschäft“ betrieben hatte.

Georg Carl Wolfrum, ein Bruder des Georg Wilhelm Wolfrum, hatte in Paris mit Vermittlung des dritten Bruders
Hermann Carl in den Jahren 1833 und 1834 Kontakte zu französischen Revolutionären aufgenommen. Nach seiner Rückkehr nach Hof im Jahr 1835 wurde Georg Carl in Hof verhört und ins Gefängnis geworfen. Zu Anfang 1836 wanderte er aus, zuerst nach Meerane und dann nach Aussig.

Ein mit dem Vater verwandter Johann Jakob Wolfrum war von 1806 bis 1852 Posthalter und Poststallmeister in Hof und damit Nachfolger der Familie Wirth in dieser Position. Georg Wilhelm Wolfrum floh Weihnachten 1836 mit Wirth zusammen aus Hof. Er war 1836 Student in Leipzig. Seine Mutter erklärte dem Magistrat nach der Flucht ihres Sohnes, daß sie diesen „dringend gebeten habe, nicht mit dem Dr. Wirth umzugehen, indem man es ihm bey seiner letzten Ferien-Anwesenheit schon übel gedeutet habe, daß er sich zuweilen in dessen Gesellschaft habe treffen lassen.“ Wolfrum ging mit Wirth nach Weißenburg im Elsaß und Nancy und später als Lehrer nach Straßburg, wo er 1838 starb. Aus den Hausnummernbüchern der Stadt Hof lässt sich als sein Hofer Wohnort das Haus mit der heutigen Hausnummer Vorstadt 18 ermitteln.

Aus: Geschichte und Geschichten - Spaziergänge durch die Hofer Vergangenheit
Von Arnd Kluge, Stadtarchiv Hof
Spaziergang 4: Einigkeit und Recht und Freiheit - Mit Johann Georg August Wirth durch Hof



Das gegenwärtige Gebäude des Böhmischen Rundfunks Nord in Aussig wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von Carl Friedrich Wolfrum gebaut. Die Villa entwarf das Wiener Atelier des Architekten Hans Miksch. C. F. Wolfrum war der führende Vertreter einer bedeutungsvollen Aussiger Fabrikbesitzer-Familie, welche vor allem eine Weberei und Färberei betrieb. Zu weiteren Aktivitäten der Familie gehörten Brauerei, Bankwesen und Spiritusfabrik.

Der Gründer des Familienunternehmens war Carl Georg Wolfrum, welcher im Jahre 1843 nach Aussig kam. Schon zu dieser Zeit war er er der Inhaber einer Färberei im sächsischen Meerane. An der Leitung des Familienunternehmens beteiligten sich schon seit den 60. Jahren des 19. Jahrhunderts auch die Wolfrum-Söhne Carl Friedrich und Otto, welche dann im Jahre 1876 die Leitung der Firma übernahmen.

Im Jahre 1887 verlagerte die Firma einen Teil der Produktion nach Pøedlice / Predlitz wo die neue Weberei der Wollstoffe und die Färberei entstanden. Die Verwaltung des Familienbetriebes übernahm im Jahre 1903 der Sohn von Carl Friedrich und Hermine Eckelmann, Carl Hermann Wolfrum. Der Familie gehörte auch die Likör- und Spirituosenfabrik und Brauerei in Krásne Bøesno / Schönpriesen.

Vor allem Carl Georg Wolfrum war eine interessante und in manchen auch ein fortschrittliche Persönlichkeit. Aktiv beteiligte er sich auch am politischen Leben, er war nicht nur jahrelang Stadtrat, sondern auch Abgeordneter des Landtages und Mitglied des Wiener Reichstages. Er war ein Bahnbrecher der Journalistik in Aussig, gründete das Wochenblatt "Aussiger Anzeiger". Zum Ende seines Lebens fing er an seine Memoiren zu schreiben, welche nach seinem Tode 1893 im Druck erschienen sind.

Die Wolfrums, wie auch weitere bedeutungsvolle Aussiger Unternehmer finanzierten den Aufbau der Sozial-, Gesundheit- und Kultureinrichtungen, wie zum Beispiel die Tuberkulose-Heilanstalt, den Bau der evangelischen Kirche und den Elbbrunnen auf dem Materniplatz / Lidické námìstí.

Aus: Der Nordböhmische Rundfunk in Aussig an der Elbe. Heimatfreunde Aussig.





Signatur
D.W.Winter


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