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Gartenzwerg ...
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...   Erstellt am 28.02.2007 - 08:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Familie Maresch aus der Stadt Aussig an der Elbe
Von Dieter W. Winter

Selten hat eine Familie die Geschicke der Stadt Aussig so mit geprägt und geformt wie die Familie Maresch. Als eine der wenigsten Fabrikantenfamilien stammt sie seit Jahrhunderten aus Böhmen, ist seit 1790 hier in Aussig nachgewiesen.

Die Vorfahren unserer Mareschs sind bis ins 17. Jahrhundert in Böhmen nachweisbar. Es tauchen Namen auf wie Tlattla, Kanka, Tschaler, Klapeczek, also Familien mit tschechischem Namen, so wie auch Mares (von Martin) aus dem Tschechischen stammt.. 1660 erscheint sogar ein Salomon Herglotz unter den Ahnen.. Aber auch Namen wie Schlegel und Schweller (Jakob, gestorben 1690 als Kaufmann in Aussig). Verbindungen zu den Familien Kalliwoda, Thamm und Stoy, aus denen Aussiger Bürgermeister hervorgingen.

Vor allem aber Ferdinand Hieronymus Ertl (1729 – 1807), Advokat und Stadtsyndikus von Aussig, darf nicht vergessen werden. Dieser hat sich vor allem während des Siebenjährigen Krieges und auch danach um Aussig verdient gemacht. Das Bild eines ernsten und respektablen Mannes hängt heute im Aussiger Rathaus. Seine Tochter Konstanze, die dritte Frau von Bürgermeister Maresch, schenkte diesem acht Kinder.

Johann Maresch (der Ältere) (1768 – 1831) kam aus Keblitz bei Leitmeritz, wurde (als Sohn eines Lehrers) 1790 Schulgehilfe in Aussig, dann Kantor in Schreckenstein. 1793 wurde er Chorrektor und Organist in Aussig und erhielt 1797 das Bürgerrecht. Von 1799 bis 1831, also fast 32 Jahre, stellte er sich in den höchsten Dienst unserer Stadt von damals ca. 1350 Einwohnern und war deren Bürgermeister zu Zeiten Napoleons und den wirren Zeiten danach. Anfangs ohne Salär, also ehrenamtlich, erst ab 1804 wurde ihm ein Jahresgehalt von 50, später dann 100 Gulden gewährt. Geriet 1830/31 in den Verdacht der Veruntreuung von kommunalen Geldern, nach jahrelangen Recherchen wurden diese Vorwürfe jedoch als unhaltbar verworfen. Nach seinem Freitod 1831 ermahnte er in seinem Testament die Stadtvertretung, künftig besser für ihren Bürgermeister zu sorgen. Johann Maresch wurde der Bürgermeister mit der längsten Dienstzeit aller Primatoren von Aussig.

Sein jüngster Sohn Johann war 10 Jahre alt, als er den Vater verlor. Bereits mit 12 Jahren musste er in die Kaufmannslehre in Aussig., wurde dann Kommis in Prag. 1845 trat er als kaufmännischer Leiter bei Adolf Bähr ein, der 1841 in Aussig Ecke Materni- und Teplitzer Straße die erste, wenn auch noch recht bescheidene Produktion von Haushaltsartikeln aus Sidolerit, einem sehr haltbaren porzellanähnlichen Steingut, aufnahm.

Adolf Bähr (1802 – 1849) stammte aus einer Schifferfamilie in Pirna-Posta und lernte bei Leyhn in Pirna den Beruf des Porzelliners. 1828 ging er nach Bodenbach zu Wilhelm Schiller und arbeitete dort recht erfolgreich. Vermutlich aus Konkurrenzdenken wurde ihm dort jedoch die Selbstständigkeit verwehrt. Nach mehreren vergeblichen Versuchen entschloss er sich, seinen Betrieb in Aussig zu eröffnen und wurde damit zum ersten Industrieansiedler in unserer Stadt.

Johann Maresch (1821 – 1914) muss sich dort gut eingeführt haben. Durch rastlose Tätigkeit und emsigen Fleiß brachte er die Fabrik rasch vorwärts. Nach Bährs frühem Tod 1849 heiratete er ein Jahr später dessen Tochter Marie Luise und wurde 1851 mit der Schwiegermutter Wilhelmine Bähr Gesellschafter in der neuen Firma „Bähr & Maresch“. Unter seiner Leitung wurde die Produktion auf Kunstterrakotten und Majoliken ausgedehnt. 1860 übernahm Johann Maresch das Geschäft unter eigenem Nahmen „Johann Maresch, Aussig/Böhmen“, dessen Leitung er bis 1890 innehatte.

Johann Maresch ist wohl ein recht umtriebiger Mensch gewesen. 1848 scheint er „einiges für das Erwachen der Bürger und Bauern in unserer Gegend getan haben“. An allen freiheitlichen Bestrebungen nahm er lebhaften Anteil. Er war Mitbegründer des „Aussiger Anzeigers“ und Mitglied der Bezirksvertretung. In dieser Zeit entstand der Ausbau der Straßen nach Wannow und Salesel sowie nach Prödlitz und Herbitz . Aussig zählte zu dieser Zeit knapp 7000 Einwohner. Die Entwicklung der Fabrik wurde von ihm weitergetrieben. In den siebziger Jahren entstand ein neuer Brennofen für „Thierköpfe“, ein in der damaligen Zeit beliebter Gegenstand zur Zierde in den bürgerlichen Gärten.

Johann hatte mit seiner Frau 10 Kinder, Ferdinand wurde als erster Sohn 1854 geboren. Er muss sich wohl recht früh schon für das Geschäft und den Betrieb interessiert haben. Nach dem Besuch der neu eröffneten Gewerbeschule schickte ihn sein Vater nach Dresden in eine „Anstalt mit streng militärischer Zucht“ zur Ausbildung in Handelsfächern und Sprachen. Nach einer Lehre und anschließender weiterer Tätigkeit bei dem angesehenen Aussiger Kaufmann F.A. Wagner nahm in sein Vater 1873 in die Firma auf. Diese war zu damals wohl nicht besonders auf der Höhe, die Einrichtungen waren schlecht, der Absatz gering.

So ging Ferdinand Maresch (1854 – 1940) im Juni 1876 für ein Jahr nach Brüssel und sammelte Erfahrungen bei einem Großhandelshaus für Glas, Porzellan und Majolika. 1877 in die Heimat zurückgekehrt, verwertete er diese Erfahrungen und reiste für das väterliche Unternehmen, das durch seine Tätigkeit neuen Aufschwung gewann. Daneben fand er jedoch noch Zeit für die Mitgliedschaft im Turnverein und der Feuerwehr, wobei die Gründung des „Ruder- und Eislaufvereines von 1874“ zu seinen besonderen Verdiensten gezählt wird.

1881 heiratet Ferdinand Maresch Emma, eine von vier Töchtern des Ferdinand Georg Richters. Durch die Verehelichung dieser Töchter in die Familien Kroitzsch, Fitz und Hübl sowie die Heirat seiner Schwestern in bedeutende Aussiger Familien, so z.B. Blaha und Wagner, sowie seiner Tochter Magdalene mit dem Fabrikantensohn Hans Carl Hermann Wolfrum wurden die Mareschs mit vielen bedeutenden Familien Aussigs verbunden.

Die Entwicklung der Fabrik geriet unter der Leitung Ferdinands zu ungeahnter Höhe. Ihre Produkte waren in ganz Europa und bis nach Übersee begehrt und beliebt. Gerade in die Zeit des Jugendstils passten Dinge wie Tabakdosen, Federkielhalter und Tintenfässer aus Siderolit. Besonderen Ruf hatten jedoch seine Majolikavasen – und seine überall und heute noch so beliebten Gartenzwerge. Wir müssen uns leider damit abfinden, dass weder Johann Maresch noch Adolf Bähr diese lustigen Gesellen erfanden, aber Ferdinand machte daraus die schönsten und besten, den Mercedes unter diesen zwar unnützen, aber überaus hübschen Kerlchen. Ursprünglich um 1870/1880 in Thüringen als Abbildung von wohlhabenden Bergleuten entstanden, mehrten die Produkte Ferdinands den Ruf der Firma (in normalen Zeiten hatte sie 120 bis 140 Arbeiter) und die Wohlhabendheit des Besitzers. Im Zuge dieser Entwicklung war er maßgeblich an der Entwicklung der ehemaligen Braubürgerschaft beteiligt, die in die „Aussiger Bürgerliches Bräuhaus AG“ umgewandelt wurde, deren Verwaltungsrat er ab 1893 wurde. Am Ankauf der Braustätte in Schönpriesen hatte er hervorragenden Anteil und war ab 1912 Vorsitzender des Verwaltungsrates. Es ist bemerkenswert, dass diese Brauerei als „Zlatopramen“ auch heute noch existiert und seit 2005 die wiedererstandene Vorzeige- und Ausflugsgaststätte „Ferdinandshöhe“ bewirtschaftet.

(wird fortgesetzt)





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...   Erstellt am 02.03.2007 - 17:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


II. - Die Familie Maresch aus der Stadt Aussig an der Elbe
Von Dieter W. Winter



1884, mit dreißig Jahren, wurde Ferdinand Maresch (1854 – 1940) in die Gemeindevertretung der Stadt Aussig gewählt, der er ununterbrochen bis 1919 angehörte. In dieser Zeit hat er an der Lösung aller wirtschaftlichen und kulturellen Aufgaben der Stadt mitgearbeitet. Alles, was zum Vorteil der Stadt deren Entwicklung unterstützte, hatte er lange Jahre als Vorsitzender des Finanzausschusses – gewissermaßen als Finanzminister der Stadt – zu wahren. Nachdem unter seiner Mitwirkung die großen Grundflächen des Kleischer Meierhofes und viele Privatgrundstücke in den Besitz der Stadt gelangt waren, boten letztere Raum für ein neues Industrieviertel, kam die Schaffung einer Industriebahn zustande, wurde die Ansiedlung neuer Industrien begünstigt. Als Stadtrat führte er die Verhandlungen mit einer Reihe von Unternehmungen, so dass sich in der Folgezeit Firmen aus Magdeburg, Pirna, Leipzig und anderswo her ansiedelten.

Durch die Befürwortung und Unterstützung, ja das Betreiben der Ankäufe vor allem der Kleischer Meierei, aber auch des Predlitzer Meierhofes 1917 sowie dem Ankauf großer Waldstrecken gegen Qualen zwischen 1893 und 1904 wurde die Stadt Eigentümerin eines so bedeutenden Landbesitzes, dass deren Entwicklung dadurch sogar noch zur heutigen Zeit davon profitieren konnte. Ohne seine Tat- und Überzeugungskraft gäbe es wahrscheinlich heute weder Kleische noch Prödlitz in ihrer Bedeutung als wichtige Stadtteile von Aussig.

Seine Verdienste noch mehr im Einzelnen aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen, aber erwähnenswert ist, dass durch seine Stellungnahmen und Unterstützungen das gesamte Verkehrssystem im Aussiger Umland maßgebend beeinflusst wurde. Als Mitglied im böhmischen Landtag, dem er von 1903 bis 1918 angehörte, setzte er sich für die Regulierung der Elbestrecke Wegstädtl – Aussig ein. Die Erbauung des Städtischen Elektrizitätswerkes und der Ausbau der elektrischen Straßenbahn sind eng mit seinem Namen verknüpft. In der Stadt wurde sogar die Strecke Hauptpost – Staatsbahnhof durch die Kleine Wallstraße nach ihrer Fertigstellung scherzhaft „Ferdinandsbahn“ genannt.
Er war Mitglied des Ausschusses der Aussiger Sparkasse und wurde Kurator der Böhmischen Sparkasse, Prag.

Jedoch nicht nur in der Wirtschaft, auch in der Kultur war die Mitarbeit von Maresch zu spüren. Die Schaffung der „Höheren Handelslehranstalt“ bzw. deren Übernahme in das Eigentum der Stadt gehört zu seinen Verdiensten. 1893 war Aussig bereits eine Stadt mit 23.000 Einwohnern. Ein Gymnasium, eine Realschule und eine Staatsgewerbeschule folgten, wodurch Aussig zu einer bedeutenden Schulstadt wurde. Vielleicht ist hierin sogar der Ursprung dafür zu finden, dass Aussig heute sogar eine bedeutende Universität beherbergt.

Die Erbauung des Stadttheaters und der Volksbücherei mit Lesehalle in den Jahren 1909 und 1912, auch darum hat er sich verdient gemacht. Nicht vergessen werden darf heute, dass er ab 1924 für lange Jahre der Obmann der Museumsgesellschaft wurde.

Obmann des Ausschusses zur Errichtung des Stadtbades, Obmann des Aussiger Volkswohlvereins, durch den 10 Volkswohnungshäuser errichtet wurden, Präsident des Vereins „Heilanstalt Spiegelsberg“, aus dieser Aufzählung ist zu ersehen, wie viel Gutes Ferdinand Maresch für seine Heimatstadt tat. In einer Übersetzung aus dem Tschechischen wurde er als „Vereinsmeier“ bezeichnet. Solche Vereinsmeier könnten wir heute noch gut gebrauchen!

1911 wurde er Ehrenbürger der Stadt, und seine Geburtstagsfeiern schon zum 70., aber auch zum 75. und zum achtzigsten Geburtstag brachten die Wertschätzung seiner Person zum Ausdruck. 1. Bürgermeister wie sein Großvater wurde er nie, aber wie dieser setzte er sich fast ein halbes Leben lang unermüdlich für sein Aussig ein. Damit darf man ihn wohl als den Größten in der Familie Maresch, aber auch als einen Großen unter den Fabrikanten unserer Stadt bezeichnen. Sogar nach dem Tod seines Sohnes und Nachfolgers Wolfgang hat er im hohen Alter von 83 Jahren nochmals in die Geschicke der Firma mit eingegriffen, die nach seinem Tod im Sommer 1940 von der Familie, vor allem von seinem zweiten Sohn Dr. Walther Maresch bis zur Bombardierung weitergeführt wurden.

65 Jahre nach dem Tode von Ferdinand Maresch kann man heute noch in Liebhaberkreisen seine Ton-Schöpfungen zu teilweise horrenden Preisen finden. Immer wird dann unsere Stadt erwähnt, in deutsch oder in tschechisch. Wenige Städte haben einen solchen Werbeträger, und kaum einer unserer alten Industriellen hat seinen Namen so in das neue Jahrhundert gebracht wie Maresch. Das i-Tüpfelchen jedoch war die Veranstaltung der Stadt Usti nad Labem für seinen ehem. Mitbürger und prägenden Stadtrat Ferdinand Maresch zu dessen 150. Geburtstag, als im Jahre 2004 die „Zwergen-Ausstellung“ im Städtischen Museum gezeigt und im Sommer das „Zwergenfest“ zu seinem Andenken gefeiert wurde

Quellen: Franz Josef Umlauft: Geschichte der deutschen Stadt Aussig, 1960 Hilfsverein Aussig e.V. München
Aufsätze von Dr. Marian, ehem. Stadtarchivar von Aussig
Stadtarchiv von Usti n.L./Aussig a.d.E. mit Hilfe seines Direktors Dr. Vladimir Kaiser
Tagebücher des Ferdinand Maresch sowie Erinnerungen aus der Familie.





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...   Erstellt am 12.05.2008 - 08:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maria (Mimi) Maresch, geb. Flasche aus Kulm, wurde Anfang Mai diesen Jahres 96 Jahre alt.

Sie lebt in der Nähe von Linz in Österreich und betreut ihren inzwischen 60jährigen jüngsten Sohn, der vor einigen Jahren einen schweren Schlaganfall erlitt und seitdem schwerst behindert und pflegebedürftig ist. Die Pflege ihres Sohnes hindert diese bemerkenswerte Frau, "alt zu werden". Als Drogistin aus Profession und Leidenschaft ist sie überzeugt davon, daß ihre Kräuter ihr viel mehr helfen "als die ganze Medizin". Dabei stammt diese Frau von einem Arzt ab, der als Vorreiter in der Erforschung der Krebskrankheiten gelten kann.

Holger Erdmann, Urenkel von Ferdinand Maresch wie ich erzählte begeistert nach einem Telefonanruf anlässlich ihres Geburtstages: "Diese Frau strömt eine Energie aus, das ist unwahrscheinlich."

Maria Maresch ist die Alteste aus der großen Familie Maresch und Schwiegertochter von Dr. Albert Maresch, dem jüngsten Bruder von Ferdinand Maresch. Ihr Gatte Dr. Sylvester Maresch galt als "Anwalt der Aussiger Vertriebenen" bei der Geltendmachung ihrer Ansprüche für einen Lastenausgleich und starb viel zu früh, so daß die Aufgabe der Erziehung ihrer 4 Kinder allein auf den Schultern seiner Gattin lag.
Ich wünsche Maria Maresch noch viele gesunde Jahre und Erfolg in der Pflege ihres Sohnes.





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...   Erstellt am 26.11.2009 - 09:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zur Erinnerung: Abschied von Ferdinand Maresch
dem Mitbegründer des Ruder- und Eislaufvereines Aussig von 1874
(aus dem "Aussiger Anzeiger" ca. vom 06.08.1940)

Der Verstorbene, dessen reiches Leben zu einem großen Teil in erfolgreicher, weit vorausschauender und planender Arbeit für das Wohl der Allgemeinheit aufging, hat auch dem Gebiet der Leibesübungen seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und zwar schon zu einer Zeit, die im Allgemeinen für Leibesübungen noch wenig übrig hatte. Sein Einsatz galt insbesondere dem Rudersport.
Seiner Initiative ist die Mitbegründung des nachmaligen Ruder- und Eislaufvereines Aussig von 1874 zu danken, der unter dem Namen "Ruderklub-Regatta" im Jahre 1874 als einer der ältesten Vereine des ganzen deutschen Rudersports ins Leben trat und dem er Zeit seines Lebens durch alle die vielen Jahrzehnte sowohl in der Führung als langjähriger Obmann und in späteren Jahren als stets opferbereiter Berater und Betreuer aufs engste verbunden blieb.
Seine Voraussicht erkannte schon frühzeitig, daß eine gedeihliches Pflegestätte des Rudersports nicht in Aussig selbst, sondern oberhalb der Stromschnelle Schreckenstein gefunden werden müsse, und so wurde schon 1900 / 1901 in Wannow das Bootshaus des Vereines errichtet, zu einer Zeit, in der es nach Wannow weder eine Straßenbahn gab, noch eine Eisenbahnhaltestelle existierte. Vor allem seinen Bemühungen als seinerzeitiger Landtagsabgeordneter war es zu danken, daß Wannow, das er sich ob seiner schönen Lage im Elbtal, zum Sommersitz erwählt hatte, seine Eisenbahnstation erhielt. Und als im Jahre 1930 das alte Bootshaus nicht mehr Raum genug bot und ein neues, größeres Haus geschaffen wurde, da stand er wieder in vorderster Reihe mit Rat und Tat unter denen, die planten und förderten und die durch großzügige finanzielle Beihilfe dafür sorgten, daß die Pläne auch in die Tat umgesetzt werden konnten.
Der Verein hatte ihn ob seiner Verdienste für den Deutschen Rudersport in unserer Heimat zu seinem Ehrenmitglied und Ehrenpräsidenten erwählt. Das letzte gründende Mitglied des Vereins, das vom Anbeginn des Bestehens seit dem Jahre 1874 bis zum heutigen Tage nach der Eingliederung in die nunmehrige NS-Turngemeinde, Fachabteilung Rudern, treu zu Flagge stand, ist mit Ferdinand Maresch dahingegangen.

Quelle: PLAWAK 2009 des Ruder- und Eislaufverein Aussig von 1874





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D.W.Winter

Sudeti ...
Frischling


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...   Erstellt am 28.07.2010 - 00:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gartenzwerg schrieb

    NS-Turngemeinde


Wo bin ich da gelandet




Gartenzwerg ...
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...   Erstellt am 13.08.2010 - 16:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sudeti schrieb

    Wo bin ich da gelandet


Tut mir leid, ich kann es nicht ändern. Es handelt sich um einen Zeitungsartikel im Original.
Es dürfte auch Ihnen bekannt sein, dass auch im Sudetenland nach der "Eingliederung" alle Vereine im NS-Gedankengut weitergeführt werden mussten oder verboten wurden.
Bitte genau hinsehen! Und gerade mir bitte keinerlei rechte Tendenzen andichten. Für so etwas wäre ich das verkehrte Beispiel!

[Dieser Beitrag wurde am 13.08.2010 - 16:13 von Gartenzwerg aktualisiert]





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D.W.Winter


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