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...   Erstellt am 28.08.2012 - 10:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die dritte Ausstellung der Impressionisten


Man stellt sich die Impressionisten oft als eine homogene Gruppe vor, deren Ziele in der künstlerischen Arbeit alle gleich waren. Stellte man Edgar Degas dem Maler Claude Monet gegenüber wird der Unterschied in ihrer künstlerischen Auffassung sehr deutlich. Degas war kein großer Freund der "Plein-air-Malerei", während Monet nur in dieser Art malte.



Claude Monet - In der Blumenwiese



Edgar Degas - Café Konzert im Ambassadeur


Hatte sich die Gruppe zu Anfang der Siebziger Jahre noch recht regelmäßig im Café Guerbois getroffen, um in heißen Diskussionen über ihre Arbeit zu sprechen, lebten sie gegen Ende des Jahrzehnts an unterschiedlichen Orten, um ihrer Malerei nachzugehen. Der Kontakt lief weitgehend über gegenseitige Besuche und Briefe.
Sehr unterschiedlich war auch die finanzielle Lage der Einzelnen. Monet beispielsweise schwebte ständig in Geldnot und musste vor seinen Gläubigern flüchten. Oft halfen ihm seine Malerkollegen aus.


Auf der Mitgliederversammlung nach der zweiten Ausstellung, wurde das Jahr 1878 für eine nächste Ausstellung anvisiert. Caillebotte, der an der zweiten Ausstellung erstmals teilnahm und der viele Werke seiner Malerfreunde erwarb, konnte mit seiner Begeisterung die anderen bewegen, schon im Jahr 1877 die nächste Ausstellung zu wagen.
Die Räume bei Durant-Ruel waren allerdings belegt, so suchte man andere und fand nicht weit entfernt in der Rue Peletier 6 eine leerstehende sehr große Wohnung im zweiten Stock. Caillebotte streckte die Miete vor. Auf einer Versammlung wurde beschlossen, dass man nicht gleichzeitig im jährlichen Salon ausstellen wolle. Degas wehrte sich gegen den Titel "Ausstellung der Impressionisten", konnte sich aber nicht durchsetzen. Damit gingen die Künstler erstmals mit dem ursprünglich als Schimpfwort gedachten Namen "Impressionisten" an die Öffentlichkeit.

[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2017 - 11:44 von streiflicht aktualisiert]





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...   Erstellt am 29.08.2012 - 20:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


An der Ausstellung nahmen nur 18 Maler teil. Die Liste wies folgende Namen auf: Caillebotte, Cals, Cézanne, Cordey, Degas, Franc-Lamy, Guillaumin, Jacques Francois (ein Pseudonym), Levert, Maureau, Monet, Morisot, Piette, Pissarro, Renoir, Rouart, Sisley und Tillot.

Die Anzahl der Bilder belief sich auf 230. Manches davon war schon in der zweiten Ausstellung gezeigt worden, wie das Bild von Renoir "Moulin de la Galette" (ausgeliehen von Caillebotte) oder die "Überschwemmung von Marly" von Sisley.

Im Folgenden einige Beispiele aus der Ausstellung

Gustave Caillebotte




Selbstbildnis


Der grade mal 27 jährige Caillebotte war bei dieser Ausstellung die treibende Kraft. Mit seiner Begeisterung zog er alle anderen mit. So schrieb er an Sisley: " Durant-Ruels Räume sind für ein ganzes Jahr vermietet…. Aber wir wollen nicht den Mut sinken lassen, dennes bieten sich einige neue Möglichkeiten an. Die Ausstellung kommt zustande; sie muss…"



La Place dÈurope im Regen



Portraits auf dem Land



Pont de L'Europe



Madame Caillebotte


[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2017 - 11:48 von streiflicht aktualisiert]





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...   Erstellt am 31.08.2012 - 19:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Paul Cézanne




Selbstportrait 1871


Neben dem schon hier gezeigten Portrait von Chocquet zeigte Cézanne über ein Dutzend Bilder: Aquarelle, sowie Stillleben und Landschaften. Die Werke sind nun fast alle in dem von Cézanne gewohnten Stil. Beispielsweise die Verwendung der Kalt-Warm-Kontraste, der typische Pinselstrich. Für Cézanne war der größte Raum der Ausstellung zusammen mit Berthe Morisot reserviert, was einem Ehrenplatz gleichkam. Dennoch waren es Cézannes Arbeiten, die beim Publikum für Unverständnis sorgten. Chocquet, der fast jeden Tag in der Ausstellung auftauchte und Stunden dort blieb, versuchte die Besucher zu überzeugen, "er war immer bereit, fand stets die richtigen Ausdrücke, was seinen Malerfreund betraf. Unermüdlich war er, wenn es um Cézanne ging, den er zu den Größten rechnete…" schrieb Théodre Duret.



Stillleben



Orchard - Cotes St Denise



Landschaft (Die Straße oder die Mauer)



Die Fischer (fantastische Szene)



Blumenstillleben


[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2017 - 11:53 von streiflicht aktualisiert]





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...   Erstellt am 02.09.2012 - 14:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Edgar Degas




Portrait Degas - Zeichnung von Mary Cassatt


In der wohl schönsten Ausstellung der Gruppe der Impressionisten war Edgar Degas mit 25 Bildern vertreten. Manche sind schon in der zweiten Ausstellung gezeigt worden, wie "Der Absinth". Degas hatte sich in diesen Jahren sehr intensiv mit der Pastellmalerei beschäftigt und so zeigte er eine schöne Auswahl Bilder in dieser Technik. Seiner Linie zu meist nicht im Freien zu malen blieb er treu und widmete sich seinen bevorzugten Themen, wie Theater, Cafés oder Akte beim Baden.




Femmes devant un café



Femme prenant son tub le soir



Les Choristes



Danseuse, un bouquet à la main



Café-Concert



L'Absinthe





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...   Erstellt am 05.09.2012 - 10:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Claude Monet




Claude Monet - poträtiert von Renoir ca 1876


Monet war mit 35 Gemälden vertreten, darunter acht Ansichten des Gare St. Lazare. Eine Serie von Bildern, die die Atmosphäre der damaligen "Kathedralen" der Industrialisierung zum Thema hatten. Elf seiner Bilder wurden von anderen Besitzern, wie Manet zur Verfügung gestellt. Manet hatte sich ja, wie immer, nicht bewegen lassen, bei der Präsentation teilzunehmen, half aber seinen Freunden nach Kräften.



La Gare St. Lazare



La Gare St. Lazare



La Gare St. Lazare



Pont de l`Europe a St. Lazare



Les Rosiers dans le jardin de Montgeron



Portrait de Camille au bouquet de violettes



Les Tuileries, etude


[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2017 - 12:08 von streiflicht aktualisiert]





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...   Erstellt am 09.09.2012 - 11:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Berthe Morisot




Eduard Manet - Portrait von Berthe Morisot


Berthe Morisot malt bevorzugt Familienszenen, Frauen oder Kinder, die sie in Licht taucht, mit einer ihr eigenen Leichtigkeit und Freiheit der Gestaltung. "Malen ist für mich so notwendig wie Atmen" schreibt sie einmal.



Frau mit Fächer



Der Standspiegel



Auf der Terrasse





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...   Erstellt am 11.09.2012 - 11:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Camille Pissarro




Pissarro - Selbstportrait


Pissarro hatte 22 Landschaften zu der Ausstellung von 1877 beigetragen. Und wie bei allen Gemeinschaftausstellungen der Freunde hat er auch einen großen Teil der Vorbereitung und Hängung der Bilder übernommen




Weg bei St. Ouen l'Aumone



Les Toits rouges



La Moisson a Montfourcault



Der Regenbogen




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Auguste Renoir





Renoir - Selbstportrait


Von Renoir waren 21 Gemälde zu sehen. Die "Moulin de la Galette" - eines der schönsten Bilder Renoirs - hatte er auch schon auf der vorhergehenden Ausstellung gezeigt.




Portrait Mdme Daudet



Portrait Alfred Sisley



Die Seine bei Champrosa



La Moulin de Galette



Portrait Mdm Charpentier


[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2017 - 12:19 von streiflicht aktualisiert]





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Alfred Sisley





Renoir - Portrait Alfred Sisley


Sisley stellte 27 Landschaftsbilder aus der gegen um Paris aus. Sisley der seine Bilder zeit seines Lebens immer nur zu sehr schlechten Preisen verkaufte war auf die Ankäufe seiner Freunde fast angewiesen und so steuerte Manet das Bild Sisleys der "Brücke bei Argenteuil" bei.



Brücke bei Argenteuil



Vue de Marly-le-Roi



Les sieurs de long





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An der Ausstellung 1877 haben insgesamt 18 Künstler teilgenommen. Die meisten sind heute nicht mehr bekannt. Vier von ihnen hier noch mit je einem Bildbeispiel:





Ludovic Piette - Marche de Pontoise



Armand Guillaumin - Ruhende Frau



Félix Cals - Landschaft bei St. Simeon



Alphonse Maureau - An der Seine


[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2017 - 12:24 von streiflicht aktualisiert]





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...   Erstellt am 13.09.2012 - 14:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ende April ging die dritte Ausstellung zu Ende. Die Künstler kamen überein, wieder eine Auktion zu veranstalten, an der aber Monet und Berthe Morisot nicht teilnahmen. Caillebotte, (der nur einfach gemeinsame Sache mit seinen Freunden machen wollte) und Pissarro waren ein erstes Mal dabei und mussten erleben, dass der Erfolg nicht größer war, als bei der ersten Auktion dieser Art: die Bilder gingen nur zu "Schleuderpreisen" weg.

Für Cézanne war es die letzte gemeinsame Ausstellung, mit den Malerfreunden in Paris, zu der er Bilder beigesteuert hatte. Er zog sich nach Südfrankreich zurück, um seinen Malstil und seine bildnerischen Überzeugungen künstlerisch weiter zu treiben. Letztendlich entfernte er sich damit von den Impressionisten und wurde zunehmend einer der Vorläufer der kubistischen Idee, also das Zerlegen der Objekte in geometrische Figuren. Diese werden dabei perspektivisch gezeigt, sodass ein Eindruck entsteht, als ob man dasselbe Objekt von mehreren Seiten betrachtet. Cézanne meinte nach 1900, die Natur ließe sich auf Kubus, Kegel und Kugel reduzieren.

Auch Renoir und Sisley beschlossen, vorerst nicht mehr an zukünftigen Ausstellungen der Künstlerkollegen mitzumachen. Sie kehrten nur noch einmal im Jahre 1882 zur vorletzten Ausstellung in die Gemeinschaft zurück. Berthe Morisot wird an der nächsten Ausstellung 1879 sich nicht beteiligen, da sie eine Tochter geboren hatte, der ihre ganze Aufmerksamkeit galt.

So zeigten sich die ersten sehr deutlichen Differenzen und Risse in den künstlerischen Auffassungen, die zwar immer heftig diskutiert wurden in der Gruppe, aber nie zu einem gemeinsamen künstlerischen Konsens führten.

Edouard Manet hatte sich 1877 wieder zum offiziellen Salon beworben, mit dem Bild: "Nana". Das Bild wurde als Skandal empfunden (wie Jahre zuvor seine "Olympia") und abgelehnt. Manet zeigte es dann in einem Schaufenster in Paris. Dort erfreute sich das Bild reger Beachtung, da man in Paris zwar wusste, was in frivolen Salons geschah, das realistisch bildhaft darzustellen jedoch noch immer als ein Tabubruch galt. Der Roman Nana von Emile Zola erschien erst zwei Jahre später. Zola hatte der Figur aber in einem vorhergehenden Roman ein Kapitel gewidmet, sodass die Namensgleichheit wohl kein Zufall war.



Edouard Manet - Nana 1877



Edouard Manet - Der Pflaumenschnaps 1877




Bei der nächsten Ausstellung (bei der der Ausdruck "Impressionismus" wieder im Titel nicht enthalten war) im Jahre 1879 tauchen dann zwei weitere berühmte Vertreter neu auf, die dem Impressionismus zugerechnet werden: die Amerikanerin Mary Cassatt und Paul Gauguin.



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[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2017 - 12:29 von streiflicht aktualisiert]





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Judith7 



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Manets "Pflaume" gefällt mir besonders. Sie scheint viel weniger bekannt zu sein als Degas "Absinthe", obwohl es ja eine Art "Antwort" darauf sein soll. Aber vielleicht geht´s nur mir so.



Edgar Degas, 1876: Absinthe

Berthe Morisots Bilder aus dem "täglichen Leben" finde ich bewegend und zauberhauft natürlich.




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