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Philosoph1 
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...   Erstellt am 06.05.2009 - 10:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ichbinich schrieb

    Also - ich hab auf der aks-HP einen genialen Vorschlag gesehen, geschlechterneutral zu sprechen, ohne dauernd man/frau schreiben oder sagen zu müssen.
    mensch tut etwas, das kann mensch sich nicht vorstellen...


Hehe, das klingt echt witzig, aber ehrlich gesagt klingt es mit der dauer ein bisschen...naja...nicht sehr intelligent immer Mensch zu sagen.
Außerdem erinnert es mich an ein Lied das DU MENSCH heiß, was wir immer in der Volksschule gesungen haben und ich hasse dieses Lied...

[Dieser Beitrag wurde am 06.05.2009 - 10:19 von Philosoph1 aktualisiert]





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flores 
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...   Erstellt am 20.06.2009 - 16:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die weibliche Mut ist der Titel eines Spiegelartikels, indem in erfreulich lesbarer Weise aus Sicht der Grammatik ein weiterer Aspekt unseres geschlechtsbezogenen Sprachgebrauches thematisiert wird.

Übrigens auch wenn man es den Wörtern auf den ersten Blick nicht ansieht, wird auch im angelsächsichsen und angloamerikanischen Sprachgebrauch zwischen Wortgeschlechtern unterschieden. Es fällt dann auf, wenn Pronomina verwendet werden. 'Great Britain' ist ein Mutterland und heißt dann pronominal "She", ebenso 'America'.

Dass es immer mehr Menschen immer weniger gefällt, dass unsere Sprache männliche Wortformen vorgibt, wo wir eigentlich gemeinschaftliche brauchten, zeigt sich daran, dass - auch wenn sie ungewohnt sind - andere Wortformen eingebürgert werden. Auf diese Art und Weise hat Sprache sich wahrscheinlich immer verändert, sodaß ich denke, dass zum Beispiel solche Wendungen "frau hat..." anstatt "man hat...", auch Schreibweisen wie "BeamtIn" anstatt bloß "Beamter" u.ä.m. vertraute Elemente unserer Sprache werden können.

flores





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Philosoph1 
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...   Erstellt am 27.06.2009 - 20:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


flores schrieb

    Auf diese Art und Weise hat Sprache sich wahrscheinlich immer verändert, sodaß ich denke, dass zum Beispiel solche Wendungen "frau hat..." anstatt "man hat...", auch Schreibweisen wie "BeamtIn" anstatt bloß "Beamter" u.ä.m. vertraute Elemente unserer Sprache werden können.

    flores


Ich glaube auch. Jetzt könnte ich es mir zwar überhaupt nicht vorstellen, "Frau sagt" zu sagen...Aber das hängt sicher damit zusammen, das icht etwas anderes einfach nicht gewohnt bin





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...   Erstellt am 28.06.2009 - 14:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das sehe ich genauso. Vielleicht erklären die Menschen in zweihundert Jahren uns für verrückt, weil wir nicht immer geschlechtsneutral gesprochen haben. Was ist eigentlich der große Unterschied zwischen "man hat" und "frau hat"? Das ist wirklich Gewohnheitssache (auch, wenn ich noch immer für "mensch hat" bin - so ist es am gerechtesten). Und deshalb finde ich es auch total daneben, wenn Leute aus purer Bequemlichkeit und dem grundsätzlichen Widerstreben gegen alle Reformen (in verschiedener Hinsicht) gegen das Gendern sind oder sich sogar darüber lustig machen. Ich finde das sehr wichtig und niemand hat das Recht, Feminismus in den Dreck zu ziehen, nur weil er zu faul ist, um sich Gedanken über eine geschlechtersensible Sprache zu machen.





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Warum sollte man Angst vor dem Tod haben? Solange wir sind, ist der Tod nicht da, und sobald er da ist, sind wir nicht mehr. (Epikur)

Wenn das menschliche Gehirn so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, wären wir so dumm, dass wir es trotzdem nicht verstehen würden. (Zitat aus "Sofies Welt")

Alle Menschen sind Ausländer. (Caritas Tirol)

Anderen Menschen aus reiner Naivität blind zu vertrauen, ist keine Kunst.
Ihre wahre Niederträchtigkeit zu kennen und ihnen zu misstrauen, ist auch keine Kunst.
Die Kunst ist, über das wahre, niederträchtige Wesen der Menschen Bescheid zu wissen und ihnen trotzdem zu vertrauen.

Vermutlich gibt es uns nur, weil das Nichts schon immer das Bedürfnis hatte, zu etwas zu werden.

Dummheit ist kein Mangel an Intelligenz, sondern ein Mangel an Fantasie und an der Fähigkeit, über die eigene Existenz hinauszudenken und größere Zusammenhänge zu erkennen. Intelligenz ist die Fähigkeit, vorauszudenken, zu kombinieren und mehr als nur einen einzigen Aspekt einer Sache zu sehen.







Philosoph1 
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...   Erstellt am 29.06.2009 - 15:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ichbinich schrieb

    1.) Das sehe ich genauso.

    2.) Ich finde das sehr wichtig und niemand hat das Recht, Feminismus in den Dreck zu ziehen, nur weil er zu faul ist, um sich Gedanken über eine geschlechtersensible Sprache zu machen.


1.) In letzter Zeit bist du oft meiner Meinung

2.) Spielst du da auf jemanden speziellen hin?

Glg

Muahahaha(*gg*)





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...   Erstellt am 17.07.2009 - 14:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also meiner Meinung nach hat das nichts mit Faulheit zu tun... mir z.B. ist das herzlich egal. Aber wenn ich es lohnenswert finden würde, mich damit zu beschäftigen, dann würde ich das tun. Für mich ist es eine Frage des Selbstbewusstsein. Ich habe als Frau genug Selbstbewusstsein um keine geschlechterneutrale Sprache zu brauchen damit ich mich gut fühle. Für mich gibt es so vieles, das wichtiger ist, geschlechterneutrale Sprache kommt da echt irgendwo ganz hinten.

Und @Philosoph: Dass Luther JHWH mit HERR übersetzt, hat nichts mit der deutschen Sprache zu tun, denn: Im Hebräischen gibt es da verschiedene Verbformen, z.B. "wajjomär" und "wattomär" - ersteres würde heißen "er sagte", zweiteres "sie sagte". So wird deutlich zwischen Mann und Frau entschieden. Und im Zusammenhang mit JHWH steht dort eben immer "wajjomär".
Also wenn das sexistisch ist, dann hat das jedenfalls nichts mit der deutschen Sprache zu tun sondern ist nur die korrekte Wiedergabe dessen, was im Urtext nun einmal steht.





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Und über kein Ding der Welt weiß ich weniger als über mich. (Hermann Hesse: Siddhartha)

ichbinich ...
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...   Erstellt am 17.07.2009 - 14:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich finde, eine geschlechtssensible Sprache hat nicht das Geringste damit zu tun, ob man selbstbewusst ist oder nicht. Ich bin sehr selbstbewusst - und halte geschlechtssensible Formulierungen für extrem wichtig, selbst, wenn es etwas übertrieben ist, denn um Gleichberechtigung zu erreichen, muss man eben in manchen Dingen übertreiben. Und die Sprache ist etwas, was wir täglich gebrauchen - man sollte in meinen Augen genau da anfangen mit Gleichberechtigung: Im Alltag, in unserem täglichen Leben. Und deshalb halte ich Gendern für absolut notwendig im Sinne der Gleichberechtigung.





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Vermutlich gibt es uns nur, weil das Nichts schon immer das Bedürfnis hatte, zu etwas zu werden.

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Melina ...
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Nur trägt die Sprachumerziehung eben nicht zu der Gleichberechtigung bei, die wirklich wichtig ist.
Ich kenne keinen Mann, der sich, wenn er "man" sagt (das tut man nun mal unbewusst) jedes Mal freut. Genausowenig stört es mich, wenn ich es sage. Ich fühle mich als Frau auch mit eingeschlossen wenn von "Teilnehmern" gesprochen wird. Wenn man dann "Teilnehmer" durch "Teilnehmende" ersetzt - meinetwegen... aber eine Betongung von "Teilnehmer und Teilnehmerinnen" finde ich im wesentlichen anstrengend und nervig.
Und ich denke, dass es sehr viel mit Selbstbewusstsein zu tun hat, aber nicht mit dem Selbstbewusstsein einer Frau als Ich, sondern mit dem Selbstbewusstsein einer Frau als Frau - die sich eben nicht ernst genug genommen fühlt - obwohl sowas heute wirklich in keiner Weise (mehr) diskriminierend gemeint ist.





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