reinkanation

Status: Offline Registriert seit: 03.10.2005 Beiträge: 1852 Nachricht senden | Erstellt am 01.12.2005 - 19:11 |  |
Es ist ein alter Brauch: Anfang Dezember schneidet man einen Zweig ab und stellt ihn in einer Vase ins warme Zimmer. Und siehe da: Am Heiligen Abend - mitten im Winter - blüht der Zweig. "Barbarazweige schneidet man traditionell von Kirschbäumen. Es gibt aber viele andere Gehölze, die sich genauso eignen und heute auch gern genommen werden, etwa die Forsythie, Pfirsich, Weide oder Kastanie.
Nach altem Volksglauben bringt das Aufblühen der Barbarazweige zum Heiligen Abend Glück im kommenden Jahr. Darüber hinaus kommt mit den blühenden Zweigen die inkalten und düsteren Winterzeit ein bischen Frühling in die Bude. Es gibt auch dazu etwas zum schmunzeln: Mancherorts ist es Brauch, dass junge Mädchen an jedem Zweig einen zettel mitdem Namen eines Verehrers heften. Der erste blühende Zweig soll einen Hinweis auf den Zukünftigen geben.
Die Zweige werden am 4 Dez. geschnitten, am Namenstag der heiligen Barbara. Die Namensgeberin des Brauches - die Märtyrerin Barbara - lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedia in Kleinasien. Da sie sich zum Christentum bekannte, wurde sie in den Kerker gesperrt. Dort brachte sie einen Kirschbaumzweig mit dem Wasser aus ihrem Trinknapf zum blühen.
Es sollte schon einige frostige Tage gegeben haben, bevor man die Zweige schneidet. Damit der Temperaturwechsel nicht so groß ist, sollen die Zweige an einem kühlen Ort im Haus aufbewahrt werden. Bevor dann die Zweige in die Vase gestellt werden sollen sie in eine Wanne mit lauwarmen Wasser gelegt werden.
In all den Jahren habe ich diesen Ratschlag nicht befolgt und habe mir die Zweige, frisch geschnitten, in eine Vase direkt reingestellt.
Nicht nur das es wahr ist, sie blühen auch regelrecht wunderschön.
[Dieser Beitrag wurde am 01.12.2005 - 19:15 von reinkanation aktualisiert]
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