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Miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 08.03.2006 - 02:03 | |
Es gibt ein neues Gesetz fuer die Erlangung der cedula, was besonders die Hausbesitzer betrifft. Es reicht nicht mehr, eine Immobilie nachzuweisen,man muss auch regelmaessige Einkuenfte durch ein spezielles notarielles Schreiben vorlegen.
 Es wurde zuviel Schindluder getrieben, nach Erhalt der cedula, wurden viele Haeuser wieder verkauft, aber die Immobilie sollte garantieren, dass der Neubuerger ueber genuegend Geldreserven verfuegt. Ausserdem wurde das Ueberpruefungsverfahren verschaerft.
Es ist kein Problem, was nicht zu loesen waere, dont panic, wir koennen die cedula weiterhin beschaffen.
Signatur ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt. |
Tine

Status: Offline Registriert seit: 20.02.2006 Beiträge: 507 Nachricht senden | Erstellt am 08.03.2006 - 09:57 | |
Miguel, vielleicht denke ich wirklich einfach zu weiblich, aber mir waren die Bestimmungen auch vor der 'Verschärfung' nicht ganz eindeutig klar:
Um die cedula zu erhalten, muss ich u.a. nachweisen, dass ich über ein geregeltes Einkommen verfüge, bzw. für mich selbst und mögl. Angehörige, die mit ins Land kommen, sorgen kann. Soweit OK. Aber:
Über wirklich korrekte Angaben und Nachweise kann ich doch nur verfügen, wenn ich Rentner/Pensionär bin und einen Rentenbescheid vorlegen kann. Ansonsten:
1. Arbeitnehmer: Jobs im Land (Uy) gibt es so gut wie keine, was bedeutet, dass ich bis zu einer evtl. Selbständigkeit von Erspartem leben muss. Dieses fällt aber bei jedem sehr unterschiedlich aus.
Arbeitnehmer, die im Auftrag einer europäischen Firma in Uy arbeiten, können zwar ihren Arbeitsvertrag vorlegen, können aber nicht garantieren, dass sie diesen Job auch behalten, bzw.nicht irgendwann ohne Job und somit Einnahmen dastehen.
2. Selbständige: können ja entweder nur einen Business-Plan vorlegen oder z.B. im Land eine Firma übernehmen oder sich im Tourismusbereich/Handwerk/etc. selbständig machen. Damit können sie aber im ersten Moment noch nicht nachweisen, dass sie über einen festen Betrag X mtl. verfügen und wirklich für sich selbst sorgen können. Ohne cedula aber keine Selbständigkeit....
3. Privatier: Der kann sich zwar in Europa bestätigen lassen, dass er über ein Vermögen verfügt, aber eben dieses kann er praktisch innerhalb kürzester Zeit verzocken/verbrauchen/verschleudern.
4. Einwanderer, die im Land eine Immobilie kaufen: können diese innerhalb kurzer Zeit nach Erhalt der cedula wieder verkaufen und den Vk-Preis vejubeln. Logisch. Alternativ könnte zwar ein Zwangsbetrag festgelegt werden, der als eine Art Bürgschaft dient. Nur: wer überläßt einem Einwanderungsland freiwillig eine Bürgschaft, die nicht oder nur sehr schlecht verzinst wird?
Im Grunde betrifft es doch uns alle, die nach Uy auswandern wollen:
Wie soll ich um alles in der Welt zum Zeitpunkt der Antragstellunjg nachweisen, dass ich über ausreichend Mittel verfüge (die ich sogar im Land irgendwie anlegen will)?
In Deutschland habe ich erst einmal alles (bis auf einen Container persönlicher Dinge) verkauft und zu Geld gemacht. Meinen Job (soweit vorhanden) habe ich gekündigt und gelte in Deutschland als arbeitslos, bzw. 'ohne Einkünfte'. In Uy habe ich im ersten Moment noch nichts gekauft oder noch keine Selbständigkeit gestartet.
Wer und wie soll bestätigen, dass ich trotzdem über ausreichend Mittel für den Lebensbedarf verfüge?
Die einzige Idee, die ich habe, ist eine Eidesstattliche Versicherung, die notariell beglaubigt wird sowie Vorlegung entsprechender Bankauszüge. Dagegen steht aber der Datenschutz.... *grübel*
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Miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 08.03.2006 - 13:18 | |
Du hast Recht Tine,
es ist nicht so einfach, wenn man kein festes Einkommen hat.
Die Erstellung einer cedula ist kein
Sache, die so nebenbei laeuft. Uruguay gestattet
sich einen ganz genauen Blick auf seine Neubuerger.
Z. B. wenn du Eintraege im Fuehrungszeugnis hast, bist Du hier nicht willkommen.
Also nun deine Frage, mit Datenschutz kannst Du hier nichts werden, Du musst Deine wirstchaftlichen
Verhaeltnisse offenlegen.
Wenn Du keine Einkuenfte und Geld auf dem Konto hast, wird es nichts werden- sorry das ich das so klar sage.
Da fragt man sich hier wie lange kann der
Neuanfang dauern, wenn keine Mittel da sind.
Nur die Latte, wieviel Geld man haben sollte ist nicht so hoch gehaengt.
Um Dir genau zu sagen, wie man vorgeht, muss man jeden Fall einzeln klaeren.
Dies ist aber im Forum nicht angebracht.
Jeder der eine konkrete Antwort braucht
schreibt mir bitte privat.
Ich moechte es richtig deutlich sagen
Uruguay ist keine Banenrepublik, es gibt hier
klare Gesetze- es sind nicht viele- aber die
muessen eingehalten werden.
Manche erzaehlen das Blaue vom Himmel, wie toll man Leute bestechen kann,
1.wir machen das nicht
2.wenn es rauskommt fliegt der Angestellte und der Einwanderer( raus aus Uy)
3. es gibt hohe Gefaengnisstrafen
4. Bei 90 % der Beamten faellt man ganz uebel auf beim Versuch, man wird wahrscheinlich angezeigt
5. und Wichtigstens es ist moeglich die cedula zu erhalten , alles schoen ordentlich auf legalem Weg
Allen, die ueber den Papierkram maulen, bitte schaut Euch mal an, was man tun muss, um Deutscher zu werden
Neben dem Aufsagen von Deutscher Geschichte und einem Diktat, muessen SELBSTVERSTAENDLICH die wirtschaftliche Verhaeltnisse geklaert sein.
Die Gebuehr belaeuft sich meines Wissens auf 3000.-€

[Dieser Beitrag wurde am 08.03.2006 - 13:24 von Miguel aktualisiert]
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Tine

Status: Offline Registriert seit: 20.02.2006 Beiträge: 507 Nachricht senden | Erstellt am 08.03.2006 - 13:51 | |
Nee, nee - so habe ich es auch nicht gemeint. Ich finde es nur recht schwierig, den Nachweis zu erbringen, dass es möglich ist, mit dem vorhandenen Vermögen zu leben, solange noch keine Selbständigkeit in Uy aktiv und steuerpflichtig betrieben wird.
Für den einen sind ggf. schon 10.000 $ unglaublich viel und der andere hat vielleicht Glück und kommt nach Auflösung aller Dinge auf eine 'Mitbringsumme' von 100.000 $. Nur bedeutet das ja nun keinesfalls, dass derjenige mit dem höheren Guthaben auch länger damit auskommt, auch wenn er sich von einem Teil eine Immobilie kauft.
Ich gehe aber mit dir absolut konform, dass illegale Wege immer die schlechtesten sind. Für den Vermittler ebenso,wie für den Nutzer. Ebenso halte ich es für sehr, sehr fraglich, ob ein neuer Lebensabschnitt mit Lug und Trug erstrebenswert ist...
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Miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 08.03.2006 - 14:20 | |
Da sind wir uns einig Tine.
Also um mal eine Groessenordnung zu nennen:
420 € Monatseinkommen( also 500USD)
ODER
ein Guthaben von ueber 15 ooo€, damit bekommen wir es hin.
Wer weniger hat ,schafft es auch hier, leider nicht zu ueberleben
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Tine

Status: Offline Registriert seit: 20.02.2006 Beiträge: 507 Nachricht senden | Erstellt am 08.03.2006 - 14:24 | |
OK - das ist eine Hausnummer, mit der ich und wahrscheinlich auch andere etwas anfangen können. *dankesag*
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