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Siggi01 
Nesthäkchen


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...   Erstellt am 27.08.2010 - 13:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Jeder zweite Arbeitslose ist von Armut bedroht

Die Konjunktur brummt, die Armutsgefährdung in Deutschland steigt dennoch an. Wo die Armut am größten ist – und wie die Regierung die Schere weiter aufklappt.

Der traurige Spitzenreiter unter den Bundesländern kommt mittlerweile traditionell aus dem Osten: In Mecklenburg-Vorpommern ist laut einer am Freitag veröffentlichten Studie des Statistischen Bundesamtes mit 23,1 Prozent fast ein Viertel der Bevölkerung akut von Armut bedroht. Es folgen Sachsen-Anhalt mit 21,8 und Bremen mit 20,1 Prozent.

Als armutsgefährdet gilt laut Europäischer Union, wer mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen muss. In Deutschland lag diese sogenannte Armutsgefährdungsschwelle 2009 zum Beispiel bei monatlich 801 Euro in Einpersonenhaushalten und 1683 Euro in Familienhaushalten mit zwei Kindern unter 14 Jahren.

Armutsgefährdung in Deutschland

Auch 20 Jahren nach der Wiedervereinigung offenbaren sich erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: In den neuen Bundesländern inklusive Berlin gilt mit 19,5 Prozent durchschnittlich jeder Fünfte als armutsgefährdet, im früheren Bundesgebiet sind es 13,3 Prozent – und das trotz geringerer Referenzwerte in den neuen Bundesländern. So liegen im Westen die Armutsgefährdungsschwellen bei einem monatlichen Einkommen von 829 in Einpersonenhaushalten beziehungsweise 1741 Euro in Familienhaushalten mit zwei Kindern unter 14 Jahren. In den neuen Bundesländern liegen sie mit 715 beziehungsweise 1501 Euro knapp 14 Prozent darunter.

Weniger Arme im Süden

Der Süden behauptet wieder einmal seine Position als wohlhabendster Teil des Landes. In Baden-Württemberg und Bayern lagen die Werte mit jeweils etwa elf Prozent deutlich unter dem westdeutschen Schnitt von 13,3 Prozent; nur Hessen schafft es mit 12,4 Prozent unter den Schnitt der alten Bundesländer.

Die aktuellen Regierungspolitiker werden diese Schere noch weiter aufklappen lassen. Vor allem die Pläne, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger abzuschaffen, würden das Einkommen des ohnehin schon ärmeren Teils der Bevölkerung weiter schmälern. Dazu gehören auch viele Alleinerziehende, die Transferleistungen vom Staat beziehen. Experten erwarten bereits, dass sich im Europäischen Jahr gegen Armut die Schere zwischen Wohlhaben und Geldnot weiter öffnen wird.

Erwerbslose rutschen schneller in die Armut

Besonders betroffen sind Erwerbslose: Grundsätzlich ist in Deutschland jeder zweite Arbeitslose armutsgefährdet – das sind dreimal so viele wie im Bundesdurchschnitt. Auch hier hebt sich der Osten deutlich vom Westen ab: 63,1 Prozent der Arbeitslosen sind hier akut von Armut gefährdet, in Sachsen-Anhalt sind es sogar 70,4 Prozent. Keines der neuen Bundesländer liegt hier unter dem Bundesdurchschnitt.

Den höchsten Wert im Westen erreicht Bremen mit 58,9 Prozent, das geringste Armutsrisiko unter Arbeitslosen haben Bayern und Baden-Württemberg mit etwa 41 Prozent. Interessant wird, ob und wie das die Überlegungen der schwarz-gelben Regierungskoalition beeinflusst, die Regelsätze für Hartz IV anzuheben. Das Verfassungsgericht hatte die Bundesregierung erst jüngst dazu verpflichtet, die Regelsätze zu überdenken und anzupassen.

Für Alleinerziehende mit Kindern sieht die Sache ähnlich düster aus. Hier gelten bundesweit 40,1 Prozent als armutsgefährdet. Dabei sind es im früheren Bundesgebiet 37,8 Prozent, in den neuen Bundesländern 46,9 Prozent, wie die Statistiker in Wiesbaden errechnet haben. Die Kinder werden in die Armutsgefährdung hineingeboren, wachsen darin auf und in diese hinein. Keine guten Voraussetzungen für Merkels Bildungsrepublik.


Quelle

[Dieser Beitrag wurde am 27.08.2010 - 23:40 von Panthcop aktualisiert]




Johann ...
Gelbschnabel
......

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...   Erstellt am 27.08.2010 - 13:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es kommt noch schlimmer
Wenn die stromproduzierenden Konzerne zusätzliche Milliarden zum Ausgleich der Bankenkrise zahlen sollen wird der Strom und alles was damit produziert wird auch teurer.
Frau Merkel, sie bremsen die aufkommende Konjunktur gewaltig.
Ist es dummheit oder gewollt?





Signatur
mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit`ren Stunden nur

Siggi01 
Nesthäkchen


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...   Erstellt am 03.08.2011 - 14:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


3. August 2011, 13:54 Uhr

Kinder in Deutschland: Immer weniger - und von Armut bedroht

Deutschland ist das kinderärmste Land in Europa. Innerhalb von zehn Jahren sank die Zahl der unter 18-Jährigen um zwei Millionen. Und jedes sechste der 13 Millionen Kinder ist von Armut bedroht.

In Deutschland leben immer weniger Kinder. Zwischen 2000 und 2010 sank ihre Zahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um gut zwei Millionen auf 13,1 Millionen. Damit ist die Bundesrepublik das kinderärmste Land in Europa. Und der rückläufige Trend wird sich offenbar fortsetzen.

War zur Jahrtausendwende noch etwa jeder fünfte Einwohner jünger als 18 Jahre, so dürfte es 2060 nur noch jeder siebte sein, sagte Behördenchef Roderich Egeler am Mittwoch in Berlin. Vor allem im Osten sei der Rückgang gravierend: Binnen zehn Jahren sank die Kinderzahl dort um rund 29 Prozent, im Westen nur um zehn Prozent. Als Grund für den Unterschied nannte Egeler sinkende Geburtenraten im Osten und Abwanderung in den Westen.


Auch die Familienstrukturen weichen voneinander ab: Im Westen leben knapp 80 Prozent der Kinder bei ihren verheirateten Eltern, im Osten sind es weniger als 60 Prozent. Hier wachsen mit 17 Prozent fast drei Mal so viele in Lebensgemeinschaften auf wie im Westen (sechs Prozent) und auch mehr bei einem alleinerziehenden Elternteil. Bundesweit lebt jedes vierte Kind als Einzelkind, etwa jedes zweite mit einem Bruder oder einer Schwester.
Kinderbetreuung hat sich verbessert

Die Betreuung für Kleinkinder in Kitas oder bei Tagesmüttern hat sich zwar deutlich verbessert, das Ziel der Regierung ist aber noch nicht erfüllt. 2006 betrug die Betreuungsquote von unter 3-Jährigen noch 14 Prozent, bis März 2010 stieg sie auf 23 Prozent. Die Regierung peilt eine Quote von rund 38 Prozent an. "Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, bis 2013 insgesamt 750.000 Betreuungsplätze für unter 3-Jährige zur Verfügung zu stellen, müssen bis dahin noch rund 280.000 Plätze zusätzlich geschaffen werden", erklärten die Statistiker.
Kinder von Alleinerziehenden sind armutsgefährdet

Kinder sind allgemein nicht stärker armutsgefährdet als der Durchschnitt der Bevölkerung, betonte Egeler. 2008 lebten 15,5 Prozent aller Menschen in Deutschland armutsgefährdet, bei den Kindern waren es 15 Prozent. Jedes sechste Kind ist somit von Armut bedroht. Das bedeutet, dass das Netto-Einkommen in ihrem Elternhaus unter dem Schwellwert von 11.151 Euro pro Jahr liegt.

Die meisten armutsgefährdeten Kinder leben in Haushalten von Alleinerziehenden. Mehr als jedes dritte Kind, dass nur von Mutter oder Vater betreut wird, gilt als armutsgefährdet. "Kinder, die in Haushalten von Alleinerziehenden leben, gehören jedoch nach wie vor zu den am stärksten armutsgefährdeten Personen in Deutschland", so Egeler. Für ein Drittel der Kinder von Alleinerziehenden stellen staatliche Gelder die Haupteinnahmequelle der Familie dar.
Jungs wohnen gern im "Hotel Mama"

Die umfangreiche Studie ergab ferner, dass sich Eltern bei Scheidungen immer häufiger das Sorgerecht teilen und dass immer mehr Kinder (45 Prozent) Gymnasien besuchen. Töchter ziehen zudem meist eher von zu Hause aus als Söhne. Während 38 Prozent der jungen Männer mit 25 Jahren noch im "Hotel Mama" wohnen, tun dies nur 21 Prozent der jungen Frauen.

Quelle >>> http://merky.de/765ee7





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